Samenhandelsmuseum

»Ein Dorf treibt Handel mit der Welt«
im Gönninger Rathaus




Im Mittelpunkt des Museums steht die gewerbliche Besonderheit Gönningens, der Samenhandel. Einmalig in ganz Deutschland, erreichte der Samen- und Blumenzwiebelhandel zu Beginn des letzten Jahrhunderts derartige Ausmaße, daß zeitweise die überwiegende Mehrheit der Dorfbevölkerung ihren Lebensunterhalt aus dieser Tätigkeit bezog.
Im Gönninger Rathaus stehen dafür drei Räume zur Verfügung.
 


Ein Blick in eine Packstube - nachgebaut im Samenhandel-Museum
 
Der erste - und auch größte - Raum ist einem historischen Uberblick über Geschichte, Ausprägungen und Auswirkungen des Gönninger Samenhandels gewidmet. Dabei werden Themen wie Entstehung des Samenhandels, Ablauf und Ausbreitung des Hausierhandels, Versuche hoheitlicher Einschränkung, Leben der Samenhändlerfamilien, Stellung der Frauen, Reiserouten und Reiseerlebnisse, Verkehrswege und -mittel, Auswirkungen des Samenhandels auf die Dorfgemeinschaft und Ortsbild sowie Veränderungen des Gewerbes im Zuge wirtschaftlicher Entwicklungen bis heute angesprochen und durch Foto- und Quellenmaterial reich dokumentiert.
In einem zweiten, sich anschließenden Raum ist eine typische Packstube eingerichtet. Neben Packtisch und Regalen, Säcken und Verpackungsmaterialien sind alte Waagen, eine Reihe spezieller Abfüllinstrumente, Tüten und Beutelchen unterschiedlichster Machart und jeden Alters sowie Saatgut aller Art zu sehen.
Der dritte Raum des Museums zeigt Ortsansichten, alte Gönninger Postkarten und Werke ortsansässiger Künstler, die das Thema »Samenhandel« umgesetzt haben.
Das Samenhandelsmuseum ist eine Außenstelle des Heimatmuseums Reutlingen.
Besuchszeiten:
werktags während der Öffnungszeiten des Bezirksamts;
sonntags: Mai bis einschließlich August: 13 - 16 Uhr.
Gruppenführungen nach Vereinbarung mit dem Bezirksamt, Telefon (07072) 1026.