Bericht für die

Hauptvisitation

der Evangelischen Kirchengemeinde

Gönningen

Ev. Pfarramt Gönningen

Dekanat Reutlingen / Prälatur Reutlingen

Die eingerückten und namentlich gekennzeichneten Berichte stammen von den haupt- und ehrenamtlichen leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die anderen Teile von Pfr. Alexander Behrend; herzlichen Dank unserer Pfarramtssekretärin Margarete Bader für ihre Vorarbeiten.

Abgeschlossen am 24. April 2001.

Die aus Datenschutz-Gründen nicht für das Internet geeigneten Stellen sind ausgelassen, finden sich des Überblicks halber aber im Inhaltsverzeichnis.

Inhalt

1. Bürgerliche Gemeinde *

1.1 Überblick in Zahlen *

1.1.1 Einwohnerzahl: 3632 (30.06.2000) *

1.1.2 Konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung *

1.1.3 Ausländer *

1.1.4 Politische Verhältnisse *

1.2 Zusammensetzung des Bezirksgemeinderats *

1.3 Schulen am Ort *

1.4 Öffentliche Institutionen am Ort *

1.5 Profil der bürgerlichen Gemeinde *

1.5.1 allgemein *

1.5.2 Kultur *

1.5.3 Sekten und Sondergemeinschaften *

2 Kirchengemeinde *

2.1 Überblick in Zahlen *

2.1.1 Rechtsform und Abgrenzung der Kirchengemeinde *

2.1.2 Zahl, Alter und Familienstand der Gemeindeglieder *

2.1.2.1 Zahl, Aufnahmen, Austritte *

2.1.2.2 Altersaufbau *

2.1.2.3 Familienstand *

2.1.3 Kirchliche Wahlen *

2.2 Profil der Kirchengemeinde *

2.2.1 Eindrücke des 2. Vorsitzenden im Rückblick auf 30 Jahre Kirchengemeinderats-Tätigkeit *

2.2.2 zum "Profil" *

3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirchengemeinde *

3.1 Der Kirchengemeinderat *

3.1.1 Struktur nach Altersgruppen *

3.1.2 Laienvorsitz *

3.1.3 Kirchenpflegerin: *

3.1.4 Arbeitsweise des KGR *

3.2 der Pfarrer *

3.2.1 Zur Person: *

3.2.2 Ausbildung zum Pfarrer *

3.2.3 Pfarrdienst in der Gemeinde *

3.2.4 Pfarramtliche Verwaltung *

3.2.5 Ergänzende Bemerkungen *

3.3 Haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen *

3.4 Ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen *

4 Gottesdienste und gottesdienstliche Handlungen *

4.1 Gottesdienste *

4.1.1 Überblick in Zahlen *

4.1.1.1 Hauptgottesdienste - Besucherzahlen an den Zählsonntagen *

4.1.1.2 Abendmahlsfeiern - Anzahl der Feiern *

4.1.1.3 Kindergottesdienste - Besucherzahlen an den Zählsonntagen *

4.1.2 Beschreibung des gottesdienstlichen Lebens *

4.1.2.1 der zuständige Kirchengemeinderat berichtet *

4.1.2.2 Bemerkungen eines Vikars: Der Gottesdienst als Mittelpunkt der Gemeinde *

4.1.2.3 Hauptgottesdienste *

4.1.2.3.1 die "Gönninger Liturgie" des Sonntagsgottesdienstes *

4.1.2.3.2 Besondere Schwerpunkte und Ausprägungen des Hauptgottesdienstes *

4.1.2.3.3 Cassettendienst *

4.1.2.4 Weitere Gottesdienste *

4.1.2.4.1 Gestaltung der Karwoche und des Osterfestes *

4.1.2.4.2 "Gottesdienst im Grünen" *

4.1.2.5 Gottesdienst in anderer Gestalt *

4.1.2.5.1 Taizé-Abendgebete *

4.1.2.6 Abendmahlsfeiern *

4.1.2.7 Kindergottesdienst *

4.2 Kasualien *

4.2.1 Taufen *

4.2.2 Trauungen *

4.2.2.1 Goldene Hochzeiten *

4.2.3 Bestattungen *

4.3 Kirchenmusik *

4.3.1 Musik im Gottesdienst *

4.3.1.1 Organistendienst *

4.3.1.2 Posaunenchor Gönningen *

4.3.1.3 Kirchenchor Gönningen *

4.3.2 Selbständige kirchenmusikalische Veranstaltungen *

4.3.3 Die Engelfried-Rensch-Orgel *

4.3.4 Arbeit der Kirchenmusikerin *

4.3.5 Gospelchor Gönningen e. V. *

4.3.6 Gitarrenkreis *

5 Weitere Veranstaltungen und Einrichtungen für die ganze Gemeinde *

5.1 Evangelisation *

5.2 Feste, Freizeiten *

5.2.1 Gemeindefest *

5.2.2 Seniorenfreizeit *

5.3 Öffentlichkeitsarbeit *

5.3.1 Gemeindebrief *

5.3.2 Internet-Seite *

5.3.3 Schaukästen *

5.3.4 Pressearbeit *

5.3.5 Mitteilungsblatt *

5.3.6 Evangelisches Gemeindeblatt, epd *

5.3.7 Handzettel und Plakate *

6 Dienste an der Jugend *

6.1 Konfirmandenunterricht, Konfirmation, Christenlehre *

6.1.1 Zahl der Konfirmanden *

6.1.2 Konfirmandenunterricht *

6.1.3 Konfirmation *

6.2 Jugendarbeit *

6.2.1 Allgemeines und Gruppenarbeit (Diakon Andreas Kopp) *

6.2.1.1 Situationsanalyse *

6.2.1.2 Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen *

6.2.1.3 Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde *

6.2.1.4 Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen Einrichtungen *

6.2.1.5 Zusammenarbeit mit Kommune und Landkreis *

6.2.1.6 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit *

6.2.1.7 Wünsche und Perspektiven *

6.2.2 Kinderchorprojekte *

6.2.3 Kinderumweltprojekt "Grünes Tal" *

6.2.4 Kinderbibelwoche *

6.3 Religionsunterricht *

6.3.1 Überblick *

6.3.2 Weitere Bemerkungen *

7 Seelsorge und Diakonie *

7.1 Einzelseelsorge und Besuche *

7.2 Kindertagesstätten: Der evangelische Kindergarten Rosmarinstrasse *

7.2.1 Allgemeines *

7.2.2 Zusammenarbeit mit dem Träger *

7.2.3 Christlich-religiöse Erziehung *

7.2.4 Vorschularbeit *

7.2.5 Elternarbeit *

7.2.6 Finanzielle Lage *

7.2.7 Ziele *

7.2.8 Wünsche Träume Entwicklungen, die wir im Auge behalten wollen *

7.3 Krankenpflege und Nachbarschaftshilfe *

7.4 Besondere diakonische Aufgaben/Aktivitäten *

7.4.1 Basar *

7.4.2 Miniclubs und Miniclub-Basare *

7.4.3 Einzelpersonen *

7.4.4 Partnerarbeit mit Ostdeutschland *

8 Erwachsenenarbeit *

8.1 Haus- und Gesprächskreise *

8.1.1 Altpietistische Gemeinschaft *

8.1.2 Gesprächskreis *

8.1.3 Hauskreis Delesky *

8.1.4 Hauskreis Blumöhr *

8.2 "Konziliarer Prozeß" *

8.3 Kreativ-Angebote *

8.3.1 Patchwork-Runde *

8.3.2 Töpferkreise *

8.4 Seniorenarbeit *

8.4.1 "Kaffeestündle" *

8.4.2 "Jüngere Senioren" und Seniorenfreizeit *

8.4.3 "Gönninger Seniorennachmittag" *

8.5 Arbeit mit Frauen: Weltgebetstag der Frauen *

8.6 Ökumenische Bibelwoche *

8.7 Themenbezogene Einzelveranstaltungen und Veranstaltungsreihen *

8.8 "Religionsunterricht für Erwachsene" *

9 Übergemeindliche Kontakte *

10 Mission und Ökumene *

10.1 Weltweite Kontakte *

10.1.1 "Arco Iris" *

10.1.2 Ambohitsara auf Madagaskar *

10.1.3 St Luke-Gemeinde Ann Arbor (Michigan/USA) *

10.1.4 Osteuropa (St. Petersburg, Kasachstan, Ukraine) *

10.2 Finanzieller Einsatz für Eine-Welt-Projekte *

10.2.1 "Brot für die Welt" *

10.2.2 Eine-Welt-Verkauf *

10.2.3 Weltmissionsprojekt *

10.3 Ökumenische Zusammenarbeit am Ort *

11 Gebäude, Grundstücke, Finanzen *

11.1 Gebäude und Grundstücke der Kirchengemeinde *

11.1.1 Kirche *

11.1.2 Gemeindehaus *

11.1.3 Pfarrhaus *

11.1.4 Pfarrgrundstücke *

11.1.5 Kindergarten *

11.2 Finanzielle Situation *

12 Zusammenfassende Schlußbemerkungen *

  1. Bürgerliche Gemeinde
    1. Überblick in Zahlen
      1. Einwohnerzahl: 3632 (30.06.2000)
      2. Konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung
      3.  

        Zahl

        Prozent

        evangelisch

        2223

        61,2

        katholisch

        680

        18,7

        Sonstige

        729

        20,1

        davon "vd."

        567

        15,6

        zusammen

        3632

        100

        Neben der katholischen "St. Michael-Gemeinde", Teil der Heilig-Geist-Gemeinde Reutlingen, mit einer eigenen kleinen Kirche von 1962/63, gibt es in Gönningen einen Hauskreis der Evangelisch-methodistischen Kirche, die bis in die jüngste Vergangenheit einen eigenen Raum in ihrem ehemaligen Haus hatte für gottesdienstliche Zwecke. Die EmK-Glieder sind in der Regel auch Glieder unserer Kirchengemeinde.

      4. Ausländer
      5.  

        Zahl

        Prozent
        der Einwohner

        gesamt

        222

        6,1

        evangelisch

        24

        0,7

      6. Politische Verhältnisse
        1. Ergebnis der letzten Landtags- und Bundestagswahl (in Prozent der Stimmen)
        2.  

          Landtagswahl 2001

          Bundestagswahl 1998
          (Zweitstimmen)

          CDU

          42

          36

          SPD

          32

          34

          Grüne

          13

          10

          FDP

          12

          12

          Andere Parteien

          4

          7

          1. Ergebnis Landtagswahl 2001 in Gönninger Wahlbezirken (in Prozent der Stimmen)

       

      Beteil.

      CDU

      SPD

      Grüne

      FDP

      REP

      NPD

      ödp

      Rathaus Gönningen

      56

      40

      31

      16

      9

      4

      0

      1

      Ev. Gemeindehaus

      53

      41

      33

      11

      9

      6

      0

      0

      Roßbergschule

      53

      50

      30

      7

      8

      4

      (1 St.)

      0

      KiGa Stöffelburgstr.

      57

      39

      34

      13

      12

      2

      0

      1

      Gönningen ges.

      55

      42

      32

      12

      9

      4

      0

      0

      Baden-Württemberg

      63

      45

      33

      8

      8

      4

      0

      0

       

    2. Zusammensetzung des Bezirksgemeinderats
    3. keine Parteien, 11 Sitze; Glieder der (vor allem) evangelischen und katholischen Gemeinde.

    4. Schulen am Ort
    5. In Gönningen gibt es die Roßbergschule, eine Grund- und Hauptschule. Die Grundschule mit z. Z. neun Klassen und 231 Schülerinnen und Schülern (zwei Drittel ev.) deckt das Gebiet Gönningen und Bronnweiler ab, ebenso wie die Hauptschule (einzügig; 82 Schülerinnen und Schüler). Schon seit längeren Jahren hat es sich eingespielt, daß der Bronnweiler Pfarrkollege an der Grund- (acht Stunden), der Gönninger an der Hauptschule (vier Stunden) unterrichtet; dabei wird meist Klasse 7 und 8 ein Halbjahr lang gemeinsam unterrichtet. Außerdem geben staatliche Lehrkräfte Religionsunterricht; die katholische Kirche ist durch eine Personalreferentin vertreten, die sich intensiv ins Schulgeschehen einbringt.

      Neben dem "regulären" Unterricht nehme ich natürlich (wenn terminlich möglich) an den Lehrer- und weiteren Konferenzen teil, ggf. auch an Pädagogischen Tagen. Wichtig ist das Gespräch in der großen Pause im Lehrerzimmer.

      Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Pfarramt, zwischen Kollegium und mir ist von gegenseitiger Wertschätzung getragen und sehr angenehm. Der gegenseitige Informationsfluß funktioniert. Vereinzelt bot ich ein Projekt bei den Projekttagen an ("Internet").

      Gemeinsame Veranstaltungen sind die fünf regelmäßigen Schulgottesdienste, die von unserer sowie der Bronnweiler und der katholischen Kirchengemeinde zusammen mit der Roßbergschule getragen werden und an deren Durchführung sich Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler intensiv beteiligen.

    6. Öffentliche Institutionen am Ort
    7. Neben einer öffentlichen Bibliothek (Außenstelle der Stadtbibliothek Reutlingen) gibt es zwei kommunale Kindergärten mit drei Gruppen. Eine Wohnanlage "Betreutes Altenwohnen" ist in Planung.

    8. Profil der bürgerlichen Gemeinde
      1. allgemein
      2. Gönningen, im 13. Jahrhundert als Stadt von der Stöffelburg überragt und dann von den Reutlingern eingenommen, ist historisch durch den Samenhandel geprägt. Bis an den Zweiten Weltkrieg lebte die Bevölkerung hier am Fuße der Schwäbischen Alb in weitesten Teilen vom Handel mit Sämereien und Blumenzwiebeln. Als Händlerinnen und Händler verfügten die Einwohner über eine für ein 1800-Seelen-Dorf überdurchschnittliche Bildung und Eloquenz. Besonders eine gewisse Gewandtheit prägt viele Gönningerinnen und Gönninger bis heute. Daß man nahe der ehemals Freien Reichsstadt Reutlingen wohnt, mag ebenfalls dazu beitragen; seit einem Viertel Jahrhundert ist Gönningen als Bezirksgemeinde eingemeindet; davor war es selbständig und lange Zeit zum Oberamt Tübingen gehörig.

        Am Ort gibt es neben einem größeren und wenigen kleineren Betrieben keine Industrie und nur noch eine Hand voll Landwirte. Ärzte und Geschäfte sind präsent und sichern die Grundversorgung.

        Die Bevölkerung ist von einer großen Bandbreite geprägt: Neben konservativ eingestellten Milieus gibt es die frühere "grün", links orientierte – mittlerweile jedoch größtenteils recht wohlsituierte – Wohnbevölkerung der ehemaligen Pädagogischen Hochschule; Straßenfeste, eine Vielzahl von Hobby- und professionellen Künstlern mögen damit zusammenhängen.

      3. Kultur
      4. Das kulturelle Leben wird außerdem durch ein recht umfängliches Programm der Bezirksgemeinde selbst (im Bürgersaal Konzerte, im Bezirksrathaus Ausstellungen), von den Vereinen (musikalische Veranstaltungen, Winterfeier des Turnvereins ¼ ) und nicht zuletzt der Kirchengemeinde (Konzerte in der ev. Kirche) getragen. Daneben entwickeln VHS und Musikschule weitere Aktivitäten.

        Das Verhältnis zwischen der Kirchengemeinde und der Bezirksgemeinde sowie den Vereinen ist von gegenseitiger Rücksichtnahme, Unterstützung und Wertschätzung getragen. Wenn es Mißverständnisse gibt, lassen diese sich klären. Bei einer jährliche Terminkonferenz werden Vorhaben gemeinsam terminiert und abgeglichen, um Kollisionen zu vermeiden. Bei einem regelmäßig stattfindenden Dorffest beteiligt sich seit dem letzten Mal auch wieder die Kirchengemeinde durch Lesungen in der geöffneten Kirche und einem Angebot der Jugend. Vereine erhalten, wenn es möglich ist, gerne "Gastrecht" im evangelischen Gemeindehaus. Darüber hinaus nehmen auch die örtlichen Banken und manchmal auch Betriebe das Gemeindehaus in Anspruch, was den gegenseitigen Kontakt erleichtert.

      5. Sekten und Sondergemeinschaften

    Nach Absprachen vor dem Bau des Kongesszentrums der Zeugen Jehovas am Ortsrand Gönningens scheinen mir die Aktivitäten der "Zeugen" am Ort eher zurückhaltend zu sein.

    Die Neuapostolische Kirche hat ein ansprechendes eigenes Gebäude in Gönningen, entfalten aber m. W. keine nennenswerten Missionstätigkeiten.

    Zum Teil halten sich Einwohner und Gemeindeglieder zu einer der Reutlinger pfingstlichen Kirchen oder der dortigen Süddeutschen Gemeinschaft, allerdings in eher bescheidenem zahlenmäßigen Umfang.

    Eine eigene Gemeinschaft besteht auf dem "Brunnenhof" (Hof der Familie Klein), die sich vor etlichen Jahrzehnten aus der hiesigen Altpietistischen Gemeinschaft gebildet hat; es werden eigene Versammlungen abgehalten, viele der Teilnehmer sind Glieder der Landeskirche; Frau Klein, die älteste der Familie, ist Glied unserer Gemeinde und besucht die Altpietistische Frauenstunde; ansonsten gibt es keine "offiziellen" Kontakte.

  2. Kirchengemeinde
    1. Überblick in Zahlen
      1. Rechtsform und Abgrenzung der Kirchengemeinde
      2. Die Evangelische Kirchengemeinde Gönningen besteht als eigenständige Kirchengemeinde seit den entsprechenden historischen Vorgängen der beiden vorigen Jahrhunderte. Sie erstreckt sich auf die Gemarkung Gönningen (ein Straßenzug in der Ortschaft Bronnweiler gehört zur dortigen Kirchengemeinde trotz der Zugehörigkeit zur Gönninger Gemarkung).

      3. Zahl, Alter und Familienstand der Gemeindeglieder
        1. Zahl, Aufnahmen, Austritte
        2.  

          Jahr

          1995

          1996

          1997

          1998

          1999

          2000

          001

          Zahl der Gemeindeglieder

          2329

          2330

          2293

          2317

          2214

          063

          Anzahl der Aufnahmen

          9

          5

          1

          1

          0

          5

          066

          Anzahl der Austritte

          13

          11

          9

          10

          10

          6

        3. Altersaufbau
        4. Alter

          Zahl

          %

          0 - 14 Jahre

          363

          16

          15 - 24 Jahre

          223

          10

          25 - 40 Jahre

          485

          22

          41 - 60 Jahre

          565

          26

          61 - 70 Jahre

          288

          13

          71 Jahre und älter

          290

          13

        5. Familienstand

        Stand

        Zahl

        %

        verheiratet

        1121

        51

        nicht verheiratet

        1093

        49

      4. Kirchliche Wahlen

       

      Jahr

      %

      Prozentuale Wahlbeteiligung
      bei den vorletzten ¼

      1989

      37,4

      ¼ und letzten kirchlichen Wahlen

      1995

      32,8

       

    2. Profil der Kirchengemeinde
      1. Eindrücke des Zweiten Vorsitzenden im Rückblick auf 30 Jahre Kirchengemeinderats-Tätigkeit
      2. Meine erste Wahl zum KGR fiel in eine Zeit, in der auf politischer Ebene als Folge der 68er Unruhen eine Reihe von Gesinnungs- und Ideologiekämpfen stattfanden. Die Freude am nachfolgenden wirtschaftlichen Aufschwung wurde durch den weltweit beklagenswerten Umgang mit der Natur – "unsere ökologische Schuld" – getrübt. Nach dem Langzeitthema "Dritte Welt" erreichte uns nun auch die Armut Osteuropas. Unsere moderne Industriegesellschaft wurde und wird immer vielfältiger, unsere Lebensstile zeigen sich immer widersprüchlicher. Berufliches Fortkommen verlangt Bereitschaft zur Mobilität, was z. B. für den Gönninger Samenhandel schon seit drei Jahrhunderten bekannt war.
        Die vielfältigen Veränderungen in unserer Kultur wirkten sich auch auf das kirchliche Leben aus. Um es vorweg zu sagen: Die Zahl unserer Gönninger Gemeindeglieder blieb in den letzten 30 Jahren beinahe stabil. Jedoch hat im Vergleich zu 1971 der Gottesdienstbesuch deutlich nachgelassen. Wenn nicht der gegenwärtige Ortspfarrer oder der Vikar predigen, kann es schon sein, dass die Besucherzahl mal unter 50 sinkt. Nur an hohen Festtagen ist unsere große Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. Diese und das jährlich stattfindende Gemeindefest bieten die einzigen Möglichkeiten, einen Großteil der Gemeinde zu versammeln. Auch der Versuch, dem veränderten Umfeld mit neuen gottesdienstlichen Formen zu begegnen, konnte den negativen Trend nicht stoppen.

        Wo sind nun jene Gemeindeglieder, die ihre Kirchensteuer ja nicht nur deswegen bezahlen, damit sie einen Anspruch auf eine kirchliche Vermählung oder gar Bestattung haben?
        Im Zuge der Individuationswelle, in der sich viele Menschen auf Grund spezifischer Interessenlagen neu orientierten, haben sich besonders im Laufe der letzten 15 bis 20 Jahren spontan eine Menge von Gruppen herausgebildet, die von den Miniclubs bis hin zu den jüngeren und älteren Senioren jedem interessierten Gemeindeglied eine Wohlfühlnische bietet. Dazu proportional ist die Zahl der Mitarbeiter sprunghaft gestiegen, die sich für eine überschaubare Aufgabe in einem zeitlich begrenzten Rahmen – wenn wir an die Kindersingspiele oder das "Grüne Tal" denken – gerne engagieren. Um alle Gemeindeglieder auf dem selben Informationsstand zu halten, werden die wichtigsten und interessantesten Neuigkeiten im vierteljährlich erscheinenden, sehr ansprechend gestalteten Gemeindebrief weitervermittelt. Computerfreaks können die Predigten von Pfarrer Behrend, selbst ausgewiesener Fachmann für neue Medien, von der Homepage der Kirchengemeinde abrufen.
        Auf Grund eines von außen gewachsenen Handlungsdrucks hat sich Kirche zweifellos weiterentwickelt. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen, und so müssen die Anpassungsübungen an veränderte Gegebenheiten weitergespielt werden. Wer bisher "nur" Gottesdienste oder traditionelle Jugend- bzw. Erwachsenenarbeit im Mittelpunkt sah, musste erkennen, dass Menschen auf mehr, vor allem auf neuen Feldern erreicht werden können. Je mehr Ehrenamtliche diese Felder selbständig beackern, desto lebensfähiger bleibt eine Gemeinde. Dem Pfarrer, bei über 2000 Gemeindegliedern sowieso überlastet, ist so sinnvollerweise die Chance eröffnet, nicht mehr alles Mögliche, sondern wirklich "nur" noch alles Nötige tun zu müssen.
        (Rüdiger Mauser)

      3. zum "Profil"

    Die Kirchengemeinde spiegelt recht genau die Vielfalt des Ortes wider. Die Partizipationsformen am Leben der Kirchengemeinde sind breit gefächert und "modern": Man verortet sich selbst im Blick auf die Kirchengemeinde, nimmt punktuell an den Angeboten teil, tritt ggf. (temporär) in engere Beziehung, um sich ggf. auch wieder umzuorientieren. Die Traditionsbindung im Blick auf Taufe, Konfirmation und Bestattung ist hoch, was sich in der Wahrnehmung der Kasualien spiegelt; auch Trauungen werden wohl in den meisten Fällen auch kirchlich vollzogen, zumindest was Erst-Ehen anbelangt. Kircheneintritte scheinen eher zuzunehmen, die Austrittszahlen gehen eher zurück, berücksichtigt man vor allem die Beruhigung nach der Einführung des "Besonderen Kirchgeldes", die hier einen gewissen kurzzeitigen Schub gebracht hat. Die Alters- und Familienstruktur spiegelt gesamtgesellschaftliche Entwicklungen.

    Die Altpietistische Gemeinschaft bietet eine regelmäßige Stunde und eine Frauenstunde an (s. u.). Die Leiterin der hiesigen Gemeinschaft ist z. Z. Mitglied im Kirchegemeinderat; der Informationsaustausch funktioniert.

  3. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirchengemeinde
    1. Der Kirchengemeinderat
      1. Struktur nach Altersgruppen
      2. Jahre

        Frauen

        Männer

        unter 30

        0

        0

        30 - 39

        1

        1

        40 - 49

        1

        0

        50 - 59

        0

        2

        60 und älter

        3

        2

        (z. Z. 10 Mitglieder; Kirchenpflege unbesetzt)

      3. Laienvorsitz
      4. Name

        Rüdiger Mauser

        Beruf

        Konrektor

        Alter

        57 Jahre

         

        Herr Mauser ist Zweiter Vorsitzender.

      5. Kirchenpflegerin:
      6. Name

        Beruf

        Alter

        Gewählt auf

        Jahre

        Hauptamtlich

        Nebenamtlich

         

      7. Arbeitsweise des KGR

Der KGR trifft sich zehnmal jährlich zu einer Abendsitzung von ca. drei Stunden. Die Einladung wird durch den Ersten Vorsitzenden, z. Z. habe ich als Pfarrer dieses Amt inne, nach Rücksprache mit dem Zweiten Vorsitzenden und in beider Namen fristgerecht zugestellt; sie umfaßt alle wesentliche Vorinformationen und Beschlußvorschläge, sodaß in den Sitzungen viele Punkte sehr zügig abgehandelt werden können; die Einladungen bilden die Grundlage des Protokolls, das somit kurz nach der Sitzung vorliegen kann. Am Morgen nach der Sitzung arbeite ich die Sitzung auf und leite entsprechende Informationen an die Betroffenen weiter. Organisatorische Hintergrund-Arbeit (Abkündigung der Sitzung, Vervielfältigung der Unterlagen u. ä.) leistet die Pfarramtssekretärin. Die KGRs haben im Pfarramt ein individuelles Fach, in das Informationsmaterial gelegt wird. Zunehmend vereinfacht sich die Weitergabe aktueller Infos durch die Verwendung von EMail und Fax.

Die Sitzungen sind in der Regel viergliedrig: einer Andacht (zur Zeit sind hier meist längere Gesprächseinheiten über Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses vorgesehen) folgt ein knapp einstündiges Schwerpunkt-Thema (Jugendarbeit, Hauskreise ¼ ), dem schließen sich die Tagesordnungspunkte der öffentliche und die der nichtöffentlichen Sitzung an.

Der KGR hat keine Ausschüsse gebildet.

Einmal jährlich findet ein Klausurtag statt, abundzu auch eine Wochenendtagung; manche KGRs besuchen thmatische Angebote der Landeskirche. Die Klausur-Themen der letzten Jahre waren:

Der Austausch in den Treffen ist lebhaft; meist wird für Beschlüsse ein Konsens gefunden. Die Einladung zu den Tagungen wird nicht von allen Mitgliedern an- bzw. wahrgenommen. Bei die Kirchenwahl in diesem Jahr werden sich etwa ein Drittel der Mitglieder wieder zur Wahl stellen.

    1. der Pfarrer
      1. Zur Person:
      2. Name, Vorname

        Behrend, Alexander

        Geb. jahr/-ort

        1962 in St. Georgen/Schw.

        Familienstand

        verheiratet

        Kinderzahl

        2

        Jahrgänge

        1991 und 1994

        Name des Ehegatten (auch Geburtsname), gegenwärtige Berufstätigkeit d. Ehegatten

        Claudia Behrend geb. Hock

      3. Ausbildung zum Pfarrer
      4. Universität

        Tübingen

        Vorerfahrungen

        nach Besuch der Gewerblichen Berufsfachschule Abitur auf einem Technischen Gymnasium

      5. Pfarrdienst in der Gemeinde
      6. Seit wann hier:

        1995

        Vorherige Stelle (Name der Gemeinde):

        Vikariat in Loßburg (Dekanat Freudenstadt),

        Pfarrvikariat in Sulz a. N.

      7. Pfarramtliche Verwaltung
      8. Seit über 20 Jahren arbeitet Frau Margarete Bader auf unserem Pfarramt; sie führt Registratur, Kirchenbücher und die Kartei. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, daß das Pfarramt gern und oft von Gemeindegliedern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern frequentiert wird.

      9. Ergänzende Bemerkungen
    2. Haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
    3. Name

      Amt

      Bader, Margarete

      Pfarramtssekretärin (s. 3.2.4)

      Zirngibl, Brigitte

      Mesnerin

      Gaisser, Beate

      Reinigungskraft Kirche und Kindergarten

      Eppler, Ingrid

      Hausmeisterin Gemeindehaus

      Seeger, Katrin

      Kirchenchorleiterin (s. 4.3.4)

      Hipp, Martina

      Erzieherin (Gruppen- und Einrichtungsleitung Kindergarten)

      Schäfer, Sigrid

      Erzieherin (Gruppen- und Einrichtungsleitung Kindergarten)

      Rill, Elfi

      Erzieherin (Gruppenleitung im Kindergarten)

      Kunath, Marlene

      Kinderpflegerin (Kindergarten)

      Vorpraktikantin

      Praktikantin (Kindergarten)

      Anerkennungspraktikantin

      Praktikantin (Kindergarten)

      Brigitte Zirngibl hat nach einer Zeit als Vertreterin während des Erziehungsurlaubs der Vorgängerin die Mesnerinnen-Tätigkeit seit 1999 inne, seit vergangenem Jahr ist die Reinigungstätigkeit auf ihren Wunsch hin ausgegliedert; diese hat Frau Beate Gaisser übernommen.

      Frau Ingrid Eppler hat 1999 die Nachfolge von Frau Renate Deh übernommen, die von Bestehen des Gemeindehauses an Hausmeisterin war. Sie unterstützt uns kräftig bei den vielen Vermietungen und ist durch die stetig steigende Belegung des Hauses sehr gefordert.

    4. Ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Die gegenwärtige Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterliste umfaßt knapp 240 Namen; darin sind die Mitglieder der drei Chöre enthalten und viele Projektmitarbeiter. Mitarbeitende sind in allen Bereichen zu gewinnen, wenn es sich um einen präzis formulierten und zeitlich begrenzbaren und begrenzten Auftrag handelt; schwerer ist es in der Arbeit mit Jugendlichen, wo noch einige kontinuierliche erwachsene Mitarbeitende nötig wären. Die Mitarbeitenden erhalten je nach Art ihrer Tätigkeit verschiedene Möglichkeiten, sich mit ihrem Dienst vertraut zu machen: zum Teil werden sie von anderen Ehrenamtliche angeleitet, zum Teil gibt es spezielle Angebote in der Gemeinde (z. B. Schulung für "Lektoren" im Gottesdienst; bes. auch in der Jugendarbeit), zum Teil werden übergemeindliche Angebote wahrgenommen (Kurse der BTS; KGR-Fortbildungen, Schulungen des Jugendwerkes, des Stifts Urach ¼ ). Wenn die Fortbildungen in Absprache mit dem Pfarramt bzw. dem Kirchegemeinderat wahrgenommen werden, werden die Kosten übernommen (ggf. wird um eine angemessene "Haushaltsersparnis" gebeten); auch Fachliteratur wird finanziert und Auslagen ersetzt.

Einen besonderen Stellenwert genießt der jährlich stattfindende Mitarbeiter-Empfang, an dem weit über hundert Personen teilnehmen; an alle Mitarbeitende wird eine Einladung dazu versandt mit einem herzlichen Dank für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Beim Empfang gibt es jeweils ein gutes Essen und ein attraktives kulturelles Programm; außerdem werden hier Rück- und Ausblicke gegeben sowie Verabschiedungen und Begrüßungen neuer Mitarbeitender ausgeprochen, soweit dies nicht in einem der Gottesdienste geschieht (bei Mitarbeitenden, die mit Verkündigung betraut sind, z. B. in der Jugend- und Chorarbeit). Besonders bei der Einladung zum Mitarbeiter-Empfang achte ich darauf, daß alle Mitarbeitende gewürdigt werden und eben nicht nur die "hochaktiven" (die freilich die kontinuierliche Arbeit entscheidend tragen!), und daß deutlich wird: Ehrenämter dürfen ohne Gesichtsverlust auch wieder abgegeben werden.

Vor allem bei Projekten wird der Abschluß ebenfalls oft durch ein Fest gestaltet.

Wichtig ist, daß leitende ehrenamtliche Mitarbeitende im Gemeindebrief und auf der Webseite als Ansprechpartner öffentlich genannt werden; außerdem geschieht die Bedankung oft auch über das örtliche Mitteilungsblatt.

  1. Gottesdienste und gottesdienstliche Handlungen
    1. Gottesdienste
      1. Überblick in Zahlen
        1. Hauptgottesdienste - Besucherzahlen an den Zählsonntagen
        2.  

          Jahr

          1995

          1996

          1997

          1998

          1999

          2000

          038

          Invokavit

          65

          115

          65

          54

          58

          36

          041

          1. Advent

          97

          190

          90

          115

          90

          93

          -

          Durchschnitt

          142

          153

          78

          85

          74

          65

        3. Abendmahlsfeiern - Anzahl der Feiern
        4.  

          Jahr

          1995

          1996

          1997

          1998

          1999

          2000

          052

          im GD

          4

          6

          7

          7

          5

          13

          053

          im Anschluß

          2

          3

          2

          0

          0

          0

          054

          selbständig

          0

          0

          0

          2

          2

          3

          -

          gesamt

          6

          9

          9

          9

          7

          16

          056

          Zahl der Teilnehmer

          502

          576

          518

          476

          321

          744

           

          Anzahl (ohne Haus-AM)

          Haus-AM

          Teilnehmerinnen und Teilnehmer

          1980

          9

          1

          730

          1981

          10

          1

          711

          1982

          5

          3

          501

          1983

          5

          2

          504

          1984

          7

          3

          543

          1985

          5

          1

          406

          1986

          7

          0

          619

          1987

          7

          2

          565

          1988

          5

          2

          425

          1989

          5

          1

          454

          1990

          5

          0

          365

          1991

          4

          3

          291

          1992

          8

          1

          455

          1993

          5

          1

          476

          1994

          6

          0

          427

          1995

          6

          1

          502

          1996

          9

          0

          576

          1997

          9

          0

          518

          1998

          9

          0

          476

          1999

          7

          0

          321

          2000

          16

          3

          744

           

        5. Kindergottesdienste - Besucherzahlen an den Zählsonntagen

         

        Jahr

        1995

        1996

        1997

        1998

        1999

        2000

        045

        Invokavit

        10

        0

        0

        10

        10

        4

        Ein regelmäßiger Kindergottesdienst besteht wieder seit 1998; die Kindergottesdienste waren Mitte 1995 eingestellt worden, da das Mitarbeiterinnen-Team sich auflöste.

      2. Beschreibung des gottesdienstlichen Lebens
        1. der zuständige Kirchengemeinderat berichtet
        2. Gleich nach dem Gönninger Ortsschild – von Reutlingen oder Bronnweiler kommend – steht ein einladendes Hinweisschild: Evangelischer Gottesdienst – Sonntag – 9.30 Uhr.

          Darüber wird nun laienhaft von einem Laien berichtet werden.

          Der normale Gottesdienst-Ablauf ist württembergisch traditionell: Orgel-Vorspiel, Begrüßung, Eingangslied, Psalm (Pfarrer/Gemeinde i. W.), Ehr sei dem Vater ..., Gebet, Schriftlesung, Wochenlied, Predigt, Lied nach der Predigt, Gebet mit Fürbitten, Schlußlied, Abkündigungen, Verleih uns Frieden... Segen, Orgelnachspiel und "Ständerling" mit fruchtbaren Gesprächen. Und trotzdem gibt es im Ablauf immer wieder Variationen, wenn es ein Anlass fordert.

          Die Gottesdienste finden in der Regel in der Peter-und-Paul-Kirche statt. Ausnahmen werden in der kalten Jahreszeit für ca. zwei Monate – um Energie zu sparen – gemacht. Da wird im Gemeindehaus Gottesdienst gefeiert, gelegentlich im Gemeindehausgarten oder bei ökumenischen Anlässen auch mal "außer Haus".

          Der Besuch ist unterschiedlich, bei großen Festen wie Weihnachten oder Konfirmation ist die Kirche ganz besetzt, bei besonderen Anlässen wie Karfreitag, Ostern, Pfingsten, Volkstrauertag, bei Familiengottesdiensten oder Taufen gut besucht, sonst normal besucht oder auch mal ganz schwach (insbesondere, wenn in einer Woche mehrere Gottesdienste stattfinden oder wenn sich das Wetter von seiner erbärmlichen Seite zeigt). Dann wird ganz bewusst im Chor der Kirche, im kleinen Rahmen, Gottesdienst gefeiert. Die kleine Runde wird so nicht als störend empfunden.

          Statistische Daten sind mir fremd, aber vielleicht kann doch festgehalten werden: Für Abwechslung ist gesorgt: Monatlich findet ein Taufgottesdienst statt. Monatlich wird ein Abendmahlsgottesdienst gefeiert. Dadurch, dass unsere Gemeinde auch Ausbildungsgemeinde ist, predigt monatlich einmal der Vikar. Sind der Pfarrer und Vikar verhindert, so übernimmt den Dienst ein Lektor, eine Lektorin oder ein Pfarrer i.R. Einmal im Monat umrahmt der gute, eigene Kirchenchor den Gottesdienst und immer wieder zu verschiedenen Anlässen ist der Gönninger Gospelchor dabei. Bei Schriftlesungen, bei Fürbitten oder bei Gottesdiensten mit besonderen inhaltlichen Schwerpunkten (Partnergemeinden, Projekte, weltweite Gründe etc.), beim Abendmahl wirken Gemeindeglieder im Gottesdienst mit. Insbesondere bei Taufen sprechen Taufeltern oder Paten Gebete oder halten Schriftlesungen. Immer wieder werden die Konfirmanden eingebunden. Im Familiengottesdienst sind oft die Kinder des ev. Kindergartens dabei. An Weihnachten gibt regelmäßig selbst einstudierte Vorführungen der Kinderkirche oder von Jugendlichen. Sehr beliebt sind der Gottesdienst beim Gemeindefest, der Jugendgottesdienst (letztes Jahr mit der Predigt einer Jugendlichen) oder der Schwäbische Gottesdienst, den seit Jahren Pfarrer Hans Speidel aus Pfullingen hält.

          Pfarrer Behrend läßt sich immer wieder etwas einfallen, um – bei aller Tradition – Abwechslung zu bekommen. Neben der exzellenten Orgel wird – besonders bei den neueren Liedern - das Keyboard benutzt oder es wird mit Gitarre(n) begleitet. Regelmäßig finden Taizé-Andachten statt, die jüngere Gemeindeglieder mit eigener Liturgie durchführen.

          Wer will, kann in Gönningen einen lebendigen, abwechslungsreichen Gottesdienst besuchen. Jeder zweite Gottesdienst wird auf Kassette aufgenommen. So können ältere oder kranke Gemeindeglieder ersatzweise den Gottesdienst zu Hause nacherleben. Und predigt Pfarrer Behrend, so kann der Gottesdienst spätestens am folgenden Dienstag im Internet nachgelesen werden. Dies ist aber auch für jeden von uns eine wunderbare Gelegenheit, sich insbesondere mit der Predigt nochmals zu beschäftigen. Auch wenn es vermessen klingt: Die Gönninger Kirchengemeinde ist, wie es die Samenhändler des Ortes schon lange sind, offen, ja weltoffen (siehe ganz besonders den übers Internet zustande gekommen Kontakt zu Ann Arbor). Glaube global!

          (Dietrich Birkenhofer;

          KGR im 12. Jahr. Schwerpunkte sind Gottesdienst und Mitarbeit beim Gemeindebrief und an etlichen anderen Stellen.)

        3. Bemerkungen eines Vikars: Der Gottesdienst als Mittelpunkt der Gemeinde
        4. Meine Erfahrungen im Vikariat mit dem gottesdienstlichen Leben der Gönninger Christinnen und Christen lassen sich auf das og. Schlagwort beziehen. Ich würde den Satz allerdings nicht normativ verstehen wollen, also nicht in dem Sinne, daß aller Gemeindeaufbau und alle Gemeindepädagogik unbedingt einzumünden habe in ein engagiertes und beteiligungsreiches sonntägliches Gottesdienstleben. Mir wäre eher wichtig, daß die gottesdienstliche Dimension christlichen Lebens an verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten und für verschiedene Personenkreise einleuchtend wird.
          Ich denke an Altennachmittage (in Gönningen "Kaffeestündle"), wo in der Andacht zu Beginn, durch die Atmosphäre der Wertschätzung und die sorgsame Auswahl von Bildungsgehalten erlebt werden kann, daß der Alltag des Alters, der Krankheit und der verwickelten Lebensgeschichten im Angesicht Gottes unterbrochen wird.
          Ich denke an die Kinderbibelwoche zu Ende der Schulferien, die durch den Verzicht oder das Unterlaufen von Wettbewerbsformen und Leistungsdruck sich von Erlebnisgehalten der Schule und der Freizeit der Kinder absetzen kann. Gerade dann wird deutlich, daß wir unser Dasein nicht uns selbst verdanken. Damit gehört die Kinderbibelwoche nicht nur wegen des abschließenden Familiengottesdienstes zum gottesdienstlichen Leben.
          Fragen und Perspektiven für meine eigene Arbeit und Zukunft in Kirche und Gemeinde schließe ich an.
          - Gottesdienste mit besonderer Beteiligung: Gerade solchen Gottesdiensten, wie sie in Gönningen geübt werden etwa zur Goldenen Konfirmation und zum Gemeindefest (auch die ökumenischen Gottesdienste sind hier hinzuzuzählen), gelingt eher, was ich mir wünschen würde, nämlich die Milieubezogenheit des sonntäglichen Hauptgottesdienstes aufzubrechen und auch sog. kirchenfernere Milieus anzusprechen, die doch auch zu der Gemeinde gehören wollen und sollen, deren Mittelpunkt der Gottesdienst ist. Wichtig wäre mir dabei, eben keine besonderen Orte zu schaffen, um Gemeinde wirklich abzubilden, und auch, daß die schlichte Form des württembergisches Prädikantengottesdienstes nicht aufgegeben wird, denn Gottesdienst lebt auch von seiner Wiedererkennbarkeit – gerade für die Kirchenfernen.
          - Ein guter Anlaß wären die vielerorts geübten Tauferinnerungsgottesdienste, zu denen Tauffamilien und deren Paten auch eigens eingeladen werden. Auch das Leben der bürgerlichen Gemeinde und ihrer Institutionen und Vereine böten Anlaß zu gottesdienstlicher Begehung.
          - Die Feier des Heiligen Abendmahls sollte m. E. unhinterfragte Praxis werden in unserer Kirche. Dazu gehört dringend eine gemeindepädagogische Einweisung, die auch und vor allem schon Kindern einen Zugang zum Abendmahl ermöglicht und sie nicht ausschließt. In Gönningen wäre ein geeigneter Ort die Kinderbibelwoche; da sie jedoch ökumenisch verantwortet wird, liegt die Feier des Abendmahls an diesem Ort in weiter Ferne.
          - Schließlich würde ich mir wünschen, daß in unserer Gottesdienstpraxis mehr Elemente Gewöhnung finden, die den Gottesdienst eindeutiger als Fest und Feier erleben lassen. In erster Linie denke ich an Musik. Die Tiefen unseres neuen Gesangbuches sind noch lange nicht ausgelotet. Die engagierten Musikerinnen und Musiker in der Gemeinde müßten sich die Rolle eines Anleiters, Vormachers zulegen, um die Herzen wirklich weit zu machen (EG 454). Regelmäßige und institutionalisierte Beteiligung in Fürbitte, Schriftlesung und auch Predigt von Gruppen und Kreisen der Gemeinde (Kirchenchor, Hauskreise, Leitungskreis Kaffeestündle, Leitungskreis Kinderkirche), auch von Konfirmandinnen und Konfirmanden, würde abbilden, wie Gemeinde aussieht.
          All diese Perspektiven sind nicht eben erfunden oder völlig neu. Insbesondere sind es keine Allheilmittel für ein immer wieder empfundenes Unbehagen gegenüber unserer Gottesdienstkultur, die bestimmte Milieus, vor allem auch das Milieu "Jugendliche" einfach nicht zu erreichen vermag. Doch auch Jugendliche haben in einer Phase ihres Lebens Erfahrungen mit der gottesdienstlichen Dimension des Lebens gemacht, die man nicht vergessen sollte. Die Rahmenbedingungen all meiner Überlegungen sind aber auch für Gönningen die einer Volkskirche, in der die Mitglieder Distanz und Nähe zu kirchengemeindlichem Leben selbst definieren.
          (Joachim Ruopp, Vikar;
          Vikar Ruopp ist seit September 1999 in der Kirchengemeinde tätig)

        5. Hauptgottesdienste
          1. die "Gönninger Liturgie" des Sonntagsgottesdienstes

Die Gottesdienst finden bis auf die Monate Februar/März (Gemeindehaus) in der Kirche statt; wenn kleine Teilnehmerzahlen zu erwarten sind (in den Schulferien manchmal lediglich zehn, zwanzig Personen) werden Gottesdienste im Chorraum gehalten.

Typisch in Gönningen empfinde ich die stark wechselnde Gemeinde: Man weiß im Vorfeld selten, wen man als Liturg am nächsten Sonntag vor sich haben wird.

          1. Besondere Schwerpunkte und Ausprägungen des Hauptgottesdienstes

Unser Gottesdienst-Kalender weist für fast jeden der Gottesdienste (zumindest außerhalb der Schulferien) eine Besonderheit aus. Einmal monatlich wird Abendmahl gefeiert, einmal monatlich sind die Taufen ein Schwerpunkt des Gottesdienstes. Daneben gibt es immer wieder thematische oder musikalische und sonstige Schwerpunktsetzungen.

Regelmäßig gibt es außerdem:

Die kirchengemeindliche Schwerpunktsetzung im Gottesdienst spiegelt sich auch im Erwerb zweier künstlerischer, individuell erstellter Paramente von Andreas Felger wider (1992 und 2000). Zur förderlichen Atmosphäre im Kirchenraum tragen auch die kreativen Bemühungen und ie geschickte Hand von Mesnerin Brigitte Zirngibl bei.

          1. Cassettendienst

In unserer Gruppe wird der sonntägliche Gottesdienst in 14-tägigem Rhythmus aufgenommen, anschließend vervielfältigt und zur Verteilung gebracht. Der Dienst besteht seit Herbst 1999. Das Cassetten-Team besteht aus drei Frauen unserer Gemeinde, es wären da Irmgard Schöninger, Claudia Behrend und ich selbst.

Die Vorbereitung, also die Aufnahme während des Gottesdienstes, wird vorwiegend von mir(Grimm) übernommen. Nach Absprache (bei meiner Abwesenheit) übernimmt Frau Zirngibl (Messnerin) diese Tätigkeit mit. Die Cassettenverteilung wird von den oben genannten Mitarbeiterinnenvorgenommen, wobei es sich dabei um einen Besuchsdienst handelt. Es sind auch Kopien auf dem Pfarramt zu bekommen, für Gemeindeglieder die

den Gottesdienst noch einmal hören möchten. Unsere Zielgruppe sind vor allem ältere Gemeindeglieder(aber nicht nur) die nicht mehr, aus verschiedensten Gründen, in den Gottesdienst kommen können. Die besonderen Gottesdienste wie Taufen, Konfirmationen, Trauungen etc. werden auch mitgeschnitten und dementsprechend kopiert. Für die Zukunft und als Ausblick für diesen Dienst wünsche ich mir noch ein bis zwei Mitarbeiter, vor allem bei der Aufnahme des Gottesdienstes.

(Elke Grimm;
ich bin 43 Jahre alt und lebe seit etwa 12 Jahren in Gönningen. Seit ca. vier Jahren arbeite ich in der Gemeinde mit; den Cassettendienst habe ich mit ins Leben gerufen und betreue ihn seit 1 1/2 Jahren)

        1. Weitere Gottesdienste
          1. Gestaltung der Karwoche und des Osterfestes
          2. Vor sieben Jahren die damals noch bestehende Lebensgemeinschaft Gönningen einen neue Schwerpunkt gesetzt: Das für uns Christen wichtigste Fest von Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu sollte noch auf andere Art als im GD spürbar werden. So beschlossen wir in der Karwoche morgentliche Andachten mit nachfolgendem Frühstück durchzuführen. Am Ostermorgen vor Sonnenaufgang trafen wir uns zum gemeinsamen Aufstieg zur Salmendinger Kapelle, wo dann bei Sonnenaufgang eine Ostermette gefeiert wurde. Anschließend gab es ein prächtiges Osterfrühstück im Gemeindehaus. Inzwischen hat sich diese Aktion ein wenig verändert und ist auf mehrere Schultern verteilt. geblieben ist die sog. "Frühschicht" in der Karwoche von Montag bis Donnerstand jeweils um 6.00Uhr. Abends gibt es eine Taizé-Andacht in der Kirche, die Osternacht mit Abendmahl und Tauferinnerung. (40 Teilnehmer). Unsere Jugendlichen gehen gemeinsam mit Ohmenhäuser Jugendlichen auf einen Jugendkreuzweg und erleben in der "Nachtschicht" auf vielerlei Weise die Nacht vor dem Ostermorgen. (ca. 60 Teilnehmen). Ein einmaliger Versuch, in der Gemeinde einen Kreuzweg zu gehen, war zwar erfolgreich, blieb jedoch leider bislang ohne Wiederholung.
            (Brigitte Zirngibl;
            ich selbst bin nun schon seit Jahren zusammen mit Pfarrer Behrend, Elke Grimm und meinem Mann im Vorbereitungsteam für die Osternacht. Darüber hinaus bin ich durch meine Mesneramt und einige ehrenamtliche Tätigkeiten mit der Gemeinde eng verwoben.)

          3. "Gottesdienst im Grünen"

          Unsere Gemeinde beteiligt sich an der Reihe der "Gottesdienste im Grünen", die von der Genkinger Gemeinde und Pfr. W. Wassermann (Gomaringen) organisatorisch getragen wird. Diese Gottesdienste werden von vielen Gemeindegliedern als "Zweites Angebot" geschätzt und wahrgenommen (sonntags, 11 Uhr); einer der Gottesdienste wird vom Gönninger Pfarrer vorbereitet, alle werden hier bekannt gegeben und beworben.

        2. Gottesdienst in anderer Gestalt
          1. Taizé-Abendgebete

          Im Urlaub (Burgund, um Wein zu kaufen) richte ich es seit einigen Jahren ein, einen Besuch in Taizé zu machen. Zudem unterstützte ich einen Kreis in meiner Heimatgemeinde bei den ersten Taizé-Abendgebeten. So entstand der Wunsch, auch in Gönningen Freunde für diese Gebetsform zu finden.

          Angefangen hat es im Kleinen: Ich bot im Hauskreis ein Taizé-Abendgebet an (1998); dann verlegten wir an einem Abend vor Ostern 1989 das Abendgebet in die Kirche, als Angebot auch für die Gemeinde.

          Ab 1999 boten wir jeweils in der Karwoche und im Advent – 2000/2001 auch über den Jahreswechsel hinaus – immer drei bis sechs Abende an.

          Einladen ließen sich zunächst überwiegend Leute aus den Hauskreisen und einige "Neugierige". Inzwischen sind Liturgie und Lieder schon vertrauter und das Interesse an den Abendgebeten nimmt zu. Die Altersstruktur ist ab etwa 30 Jahren aufwärts, mehr Frauen als Männer.

          Außer mir gehört zum Leitungsteam noch meine Freundin Linda Bortt aus Bronnweiler (sie geht auch in Burgund Wein kaufen und nach Taizé ).

          Wir sprechen als weitere Mitarbeiter dann gezielt Leute an, die an den Abenden eine Lesung übernehmen, bei der musikalischen Begleitung oder der Dekoration des Altarraumes mitmachen. Die Auswahl der Texte kann sich nach dem Thema im Gottesdienst richten, nach Bibellese etc.

          Die Liturgie richtet sich nach dem Ablauf im EG. Wir stellen ein Blatt zusammen mit dem jeweiligen Ablauf und den Liedern. Die Psalmen oder gemeinsamen Gebete sind als loses Blatt eingelegt und können an den Abenden verschieden sein. Die Blätter sind für Advent oder Karwoche und könnten auch mehrere Jahre benutzt werden (müssen aber nicht).

          Mein Wunsch ist es, die Taizé-Abendgebete regelmäßig vor Ostern und Weihnachten anzubieten. In den "Zwischenzeiten" könnten von Zeit zu Zeit Lieder in den Sonntagsgottesdienslen gesungen werden.

          Zudem möchte ich gerne noch ein bis zwei feste Mitarbeiter gewinnen.

          (Anne Huonker;

          ich bin 40 Jahre alt und wohne seit 15 Jahren in Gönningen. Ich arbeite in der Sonderschule (Körperbehinderte), habe die Vokaio für Religionsunterricht an Sonderschulen. In der Kirchengemeinde habe ich seit ich hier wohne immer wieder bei einzelnen Projekten und Aktionen mitgearbeitet, oft im musikalischen Bereich. Da ich gerne an Angeboten der Gemeinde teilnehme, finde ich es auch wichtig, selbst aktiv mit zuarbeiten.)

        3. Abendmahlsfeiern

Das Abendmahl war Gegenstand eines Klausurtages des Kirchengemeinderates; hier wurden als Leitlinien festgelegt:

Die Abendmahlsfeiern finden ausnahmslos integriert in den Hauptgottesdienst statt; in der Kirche kommen Gruppen nach vorn, im Gemeindehaus findet ein "Umgang" Anwendung.

In den letzten Jahren nimmt die Zahl der Hausabendmahlsfeiern wieder zu.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sind bereits ab etwa November, wenn sie sich mit dem Abendmahl im Unterricht beschäftigt haben, zum Gemeindeabendmahl eingeladen.

Die Frage "Kinder und Abendmahl" ist präsent im Kirchengemeinderat und wird weiter verfolgt werden (im Anschluß an die neue landeskirchliche Abendmahlsordnung).

        1. Kindergottesdienst

Die Kinderkirche gibt es seit 11.1.98 [sie war Mitte 1995 mit dem Ausscheiden des Teams zu Ende gegangen; Anm. AB].Sie war zuerst probehalber bis zu den Sommerferien wurde aber weitergeführt . Der Kindergottesdienst findet immer parallel zum Erwachsenen-Gottesdienst statt.

Mitarbeiter sind zur Zeit: Sabrina Schneider, Melanie Brankatschk, Andreas Fetzer, Martin Möbis, Michael Flad, Dorothea Rutow, Martha Lapatinski, Ingrid Edenhuizen.

Vorbereitung: Einmal im Monat treffen wir uns im Gemeindehaus und besprechen die Themen, bekommen Vorschläge zur Gestaltung der Kindergottesdienste, tauschen uns aus, lernen neue Lieder und teilen ein, wer an welchem Sonntag Kindergottesdienst übernimmt. Unser Vikar Joachim Ruopp leitet z. Z. diese Abende und bringt das Vorbereitungsmaterial mit. Die Mitarbeiter treffen sich untereinander noch einmal und bereiten ihren Sonntag konkret vor.

Die Angebote sind für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter

Veränderungen: Eventuell könnte man überlegen, den Kindergottesdienst auf eine spätere Uhrzeit zu legen.

Ziele:

Kinderzahl vergrößern;

Kinder von Gott und Jesus erzählen mit ihnen beten;

die Kirche und ihre Feste näherbringen, Eingliederung in die Gemeinde fördern;

feste Rituale kennenlernen, die auch im Erwachsenen-Gottesdienst wichtig sind;

miteinander singen, basteln, spielen, Gemeinschaft haben.

(Ingrid Edenhuizen;
41 Jahre, Mitarbeit in der Kirchengemeinde: Gospelchor 1991-93, Kirchenchor: seit 1996; Kinderbibelwoche 1997 und 1998; Kinderkirche seit 1998; Kindergarten Rosmarinstraße 1997und 1998 als Vertretung, 1999 und 2000 alsZweitkraft)

Die Kindergottesdienste hörten Mitte 1995 mit der Auflösung des Mitarbeiterinnen-Teams auf. Die Neu-Etablierung gelang über ein befristetes Angebot 1997 während der Zeit, in der die Hauptgottesdienste im Gemeindehaus stattfanden, und dann ab 1998 als zuerst für eine bestimmte Phase wieder regelmäßige Gottesdienst angeboten wurden und dann von den Mitarbeitenden selbst der Wunsch nach einer Fortsetzung laut wurde. Getragen wird das Team durch die Begleitung durch Pfarrer oder Vikar und durch ältere kontinuierliche Mitarbeiterinnen. Wichtig ist eine enge Verzahnung mit der Jugendarbeit als deren Bestandteil wir die Kinderkirche betrachten. Zum Teil finden Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen aus der Kinderkirche in ein umfänglicheres Engagement in einer Jugendgruppe und haben s bereits erste Erfahrungen gesammelt.

    1. Kasualien
      1. Taufen
      2.  

        Jahr

        1995

        1996

        1997

        1998

        1999

        2000

        009

        Kindertaufen

        22

        25

        22

        25

        27

        22

        010

        darunter 1-14 J.

        3

        4

        3

        2

        2

        5

        012

        Erw.-Taufen

        3

        2

        1

        1

        1

        4

        Einmal monatlich finden im Hauptgottesdienst Taufen statt, meist zwischen zwei und fünf Kindern. In einem Taufgespräch wird vorher der Ablauf und anhand dessen die Bedeutung der Taufe besprochen; Patenbescheinigungen erbitte ich in mündlicher Form; Taufaufschub kommt vereinzelt vor, ein Katechumenregister wird im Pfarramt geführt. Ganz vereinzelt kommt es vor, daß kein evangelischer Pate gestellt werden kann, dann vollziehe ich die Taufe mit anderskonfessionellen Paten, da ja wenigstens ein Elternteil evangelisch ist. Die Taufen bilden im jeweiligen Gottesdienst einen Schwerpunkt und sollen zugleich der Tauferinnerung der Gemeindeglieder dienen. Die Täuflinge erhalten durch die Eltern einen Taufspruch (eine Auswahl wird durch’s Pfarramt gestellt), der in der Segnung Verwendung findet, und durch einen Paten eine Taufkerze (dies hat sich in den letzten Jahren allgemein durchgesetzt); die Paten selbst erhalten ein Heft mit einer Einlegeurkunde. Von der Gemeinde erhalten die Familien vom ersten bis zum vierten Tauftag einen Brief.

        In der Regel findet im Konfirmationsgottesdienst Taufen statt; daneben im Hauptgottesdienst Erwachsenentaufen.

      3. Trauungen
      4.  

        Jahr

        1995

        1996

        1997

        1998

        1999

        2000

        014

        ev. - ev.

        6

        10

        3

        11

        5

        7

        016 + 017

        ev. - kath.

        2

        3

        2

        2

        3

        3

        015 + 018

        andere

        1

        0

        1

        0

        2

        021

        gesamt

        8

        14

        5

        14

        8

        12

        022

        Trauungen
        Geschiedener

        1

        2

        0

        1

        3

        1

        Trauungen finden meist samstags statt, öfters zusammen mit einer Taufe. In einem Traugespräch wird der Gottesdienst geplant und anhand dessen über die einschlägigen Themen gesprochen. Die Trau-Gottesdienste stoßen in ihrer Gestaltung meist auf eine überaus positive Resonanz. Eine Ablehnung einer (selten vorkommenden) Trauung Geschiedener war bislang nicht geboten. Bei sog. ökumenischen Trauungen wird der katholische Kollege um die Predigt gebeten. Ein gewisser Trend zur Inszenierung ist im Blick auf die Trauung zu beobachten, wenn auch aufs Ganze gesehen meist am Herkommen festgehalten wird.

        1. Goldene Hochzeiten

        Etwa ein Drittel aller Jubiläumspaare erbitten die Durchführung eines Gottesdienstes, meist im Zuge der Goldenen Hochzeit. Diesem Wunsch entspreche ich gern; in einem Vorbereitungsgespräch mache ich mich mit der aktuellen Situation vertraut und plane mit dem Paar den Gottesdienst. Manchmal finde im Zuge der Feierlichkeit eine Andacht in einer Wirtschaft statt, wenn ein Gottesdienst in der Kirche aus gesundheitliche Gründen nicht ratsam erscheint.

      5. Bestattungen

       

      Jahr

      1995

      1996

      1997

      1998

      1999

      2000

      029

      Insgesamt

      28

      36

      29

      19

      29

      29

      Die Bestattungen finden seit wenigen Jahren fast ausschließlich hier auf dem Friedhof statt, nun auch bei Feuerbestattungen. Dem Beginn der Feier in der Aussegnungshalle folgt der Gang zum Grab bzw. das Verbringen des Sarges wieder in die Leichenkammer, von wo aus die Überführung in unmittelbarem zeitlichen Anschluß ins Reutlinger Krematorium stattfindet. Selten werden Bestattungen Ausgetretener gewünscht, die in der Regel durchgeführt werden, wobei ich erfrage, ob ein gegenteiliger Wunsch des Verstorbenen bestand. Der äußere Rahmen, für den die Stadt Reutlingen verantwortlich ist, ist würdig und angemessen, die Zusammenarbeit mit den Angestellten der Stadt sehr gut, gleiches gilt für die "Friedhofs-Mesnerin", die bei besonderen Wünschen gern behilflich ist. Es findet ein Liederbuch mit einer Liedauswahl aus dem EKG Verwendung; bei besonderen Wünschen fertige ich ein Liedblatt. Örtliche Vereine gestalten ggf. den Gottesdienst musikalisch mit; Nachrufe finden im Anschluß am Grab (oder bei Feuerbestattungen während einer "förmlichen" Gottesdienstunterbrechung in der Halle) statt; sie haben in aller Regel eine angemessene und würdige Form und sind von christlichem Geist getragen.

      Bei Bestattungen katholischer Gemeindeglieder läuten ebenfalls unsere Glocken, da die St. Michael-Kirche keine eigenen hat.

      Dem Gottesdienst geht mindestens ein Hausbesuch voraus; die Terminvereinbarung für die Trauerfeier ist vorher von Seiten des Bestatters in Rücksprache mit dem Pfarramt erfolgt. Außerdem mache ich je nach individuellen Verhältnissen weitere Besuche nach der Bestattung.

    2. Kirchenmusik
      1. Musik im Gottesdienst
      2. Neben dem Organistendienst sowie dem Posaunen- und Kirchenchor geschieht die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes vereinzelt durch den Gitarrekreis und durch Keyboard-Musik. Vor allem die Verwendung des Keyboards bei modernerer Musik versuchen wir zu intensivieren.

        Die "Singleistung" der Gemeinde ist sehr unterschiedlich, je nach dem, wer am Gottesdienst teilnimmt und wie bekannt das Liedgut ist. Grundsätzlich ist Bereitschaft zu Neuem gegeben und auch die musikalische Ausgestaltung der Liturgie wird gern angenommen.

        1. Organistendienst
        2. Seit etwa 1971 spiele ich Orgel, 1973 habe ich die C-Prüfung für nebenamtliche Organisten der Landeskirche Württemberg abgelegt. Seit etwa 1972 habe ich regelmäßig Orgeldienste im Gottesdienst und bei Kasualien (unregelmäßig) übernommen. 1982 übernahm ich – auf Empfehlung der damaligen Chorleiterin des Gönninger Kirchenchores, Frau Erna Kautter, die ich von der Kantorei der Stiftskirche Tübingen her kannte – einen Teilauftrag des gottesdienstlichen Orgeldienstes in Gönningen. Seither spiele ich relativ regelmäßig etwa einmal pro Monat in der Peter-und-Paul-Kirche in Gönningen und übernehme Springer-Dienste in mehreren Kirche der Gesamtkirchengemeinde Reutlingen, vor allem in der Kreuzkirche.

          In Gönningen gab es in den letzten Jahren meistens vier Organisten, die sich gegenseitig abwechselten, zuletzt Frau Seeger, Herr Dr. Kemmler, Herr Zirngibl und Herr Weiß. Die Terminabsprache erfolgt in Regie des Pfarramtes. Wesentliche Veränderungen beim Organistendienst traten aus meiner Sicht außer einem Wechsel der Organisten (z.T. krankheitsbedingt) keine auf, kleinere Veränderungen ergaben sich durch die Verlagerung des Hauptgottesdienstes in den Wintermonaten ins Gemeindehaus (ohne Orgel, mit Keyboard) und eine je nach Pfarrer leicht unterschiedliche Auswahl der Lieder. In größeren Abständen kommt es in den Gottesdiensten zur Zusammenarbeit mit dem Kirchenchor und dem Posaunenchor Gönningen, was ich als schöne Abwechslung und Bereicherung empfinde.

          Da ich zwischen den Gottesdienstes aus zeitlichen Gründen kaum Gelegenheit zum Üben und Spielen habe, und es mir deshalb nicht möglich ist, größere (und schwerere) Werke als Vor- und Nachspiele in die Gottesdienste einzubringen, lege ich meinen Schwerpunkt auf die abwechlsungsreiche Gestaltung der (eher kürzeren) Vor- und Nachspiele und der Intonationen und der in Gönningen üblichen Zwischenspiele nach der Predigt.

          Die Kirchengemeinde in Gönningen besitzt eine sehr schöne Orgel, auf der das Orgelspielen Spaß macht, die allerdings in den nächsten Monaten auch mit relativ hohen Kosten renoviert werden muß. Aus meiner Sicht bin ich gerne bereit (falls sich aus Sicht der Gemeinde keine gravierenden Veränderungen ergeben), auch in den nächsten Jahren meinen Dienst als Organist in Gönningen gerne und mit Freude weiter zu führen.

          (Utz Wagner;
          ich bin am 12.März 1955 in Neuenbürg, Dekanat Neuenbürg geboren und dort auch aufgewachsen. Bis zum Ende meiner Schulzeit habe ich in Neuenbürg gewohnt. Anschließend habe ich in Tübingen und Stuttgart Medizin studiert. Seit Anfang 1982 wohne ich zusammen mit meiner Familie in Reutlingen, zuerst im Bereich der Marienkirche, dann im Bereich der Kreuzkirche, jetzt seit 1992 im Bereich der Leonhardskirche. Seit 1989 bin ich Kirchengemeinderat in der Kreuzkirche Reutlingen, seit 1989 außerdem Mitglied der Kirchenbezirkssynode Reutlingen und des Kirchenbezirksausschusses.)

        3. Posaunenchor Gönningen
        4. Der Posaunenchor Gönningen wurde im Februar 1925 von Mitgliedern das Jünglingsvereins gegründet.

          Struktur des Posaunenchores mit den einzelnen Aufgaben:

          - Vorstand: Klaus Weidle: Allgemeine, organisatorische Belange; Zukunftsplanung des Chores; Planung im Team;

          - Kassier: Uwe Lipphardt: Verwaltung der Finanzmittel; Planung im Team;

          - Schriftführer: Reiner Ganzner: Aufzeichnung der Ereignisse um und über den Chor; Planung im Team

          - Chorleitung: Walter Schneider: Eigenständige Gestaltung und Planung der musikalischen Entwicklung des Chores; eigenständige Programmgestaltung für die öffentlichen Auftritte des Chores; Planung im Team.

          Chorarbeit: Der Stand der derzeitigen, aktiven Bläser hat sich auf acht verringert. Der größte Abgang in den letzten Jahren war, der Wegzug unserer jüngeren Bläser, aus beruflichen und familiären Gründen. Auch aus gesundheitlichen Gründen sowie ein Todesfall ließ die Zahl der aktiven Bläser stark schwinden. Durch den Wegzug der 20- bis 30jährigen Bläser brach auch die Ausbildung und Schulung das Nachwuchses zusammen. Bei Anfragen in den großen Chören des Reutlinger Kirchenbezirkes fand sich noch kein Bläser, der diese Aufgabe übernommen hätte. Zur Zeit suchen wir nach einer Lösung übe einen Musiklehrer oder ähnliches.

          Aufgaben das Posaunenchores: Mitgestaltung von Gottesdiensten in unterschiedlichster Form; Teilnahme an Veranstaltungen auf Bezirksebene und am Landesposaunentag. Eine wichtige Aufgabe sind Geburtstagsständchen bei 80- und 90-jährigen Gemeindegliedern, was den Jubilaren und den Familienangehörigen stets eine große Freude bereitet.

          Die Chorprobe findet mittwochs von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr im Gemeindehaus statt.

          Zukunft des Chores: Die Zukunft des Chores liegt in dem Aufbau einer Jungbläsergruppe, die von einem jüngeren, fachlich qualifizierten Ausbilder geleitet wird. Eine Briefaktion an die acht- bis zwölfjährige Jugendlichen ist angesprochen und geplant. Über die finanziellen Belange einer Ausbildungskraft für die Jungbläser muß von Fall zu Fall entschieden werden.
          (Walter Schneider)

        5. Kirchenchor Gönningen

        In erster Linie singen wir im Gottesdienst, zwar nicht in jedem, aber regelmäßig. Wir sehen es als Auftrag an, im Gottesdienst das Wort musikalisch zu verkündigen. Außerdem möchten wir das Kulturgut Kirchenmusik lebendig erhalten, pflegen und nahebringen. Und das nicht nur mit sogenannter "alter, klassischer" Kirchenmusik; auch die neuzeitliche und in der Gegenwart entstandene Kirchenmusik ist es wert, vorgestellt, nähergebracht und verständlich gemacht zu werden. Das neue Evangelische Gesangbuch bietet dazu viele Möglichkeiten.
        Mit der Vorbereitung und Ausführung des Chordienstes zu sonntäglich Gottesdiensten und jährlichen Konzertaufführungen ist die Arbeit des Chors jedoch nicht erschöpft. Wir singen bei mancherlei geselligen Anlässen auch weltliche Chorliteratur. Einmal im Jahr treffen wir uns auswärts zu einem Probenwochenende. Dabei genießen wir in der probenfreien Zeit die "selbstgestrickten" Aktivitäten, die der eine und die andere in den Koffer gepackt und mitgebracht haben, und vor allem genießen wir die freundlich dargebotenen gastronomischen Dienstleistungen, überhaupt das ganze Ambiente am "Arbeitsplatz" und drum herum. Probenfrei ist die Zeit der Schulferien. Zum letzten Probenabend vor den großen Ferien bestellen wir uns eine trockene und laue Sommernacht, atmen tief auf und feiern im Garten einer Chorschwester oder unterm Dach bei einem Chorbruder – wenn sich die Sommernacht nicht wie bestellt präsentiert. Doch egal ob Probenarbeit, Aufführung oder geselliges Beisammensein, immer ist damit ein gemeinschaftsbildendes Erlebnis verbunden.
        Gegenwärtig steht auf dem Probenprogramm eine Messe von J. G. Rheinberger (1839-1901). Mancher wird sich fragen, wie ein evangelischer Kirchenchor eine katholische Messe singen kann. Wir haben damit keine Probleme. Wir möchten auch andere Glaubensrichtungen verstehen und sind dem ökumenischen Gedanken gegenüber aufgeschlossen.
        Erna Kautter leitete den Chor 33 Jahre; sie hat ihn 1967 nach einer kurzen Unterbrechungszeit übernommen. Neue Chorleiterin ist Katrin Seeger, seit dem Jahr 2000. Wenn er vollzählig ist, besteht der Chor aus 32 Sängerinnen und Sängern - 22 Frauen- und 10 Männerstimmen.
        (Eckhart Liebmann;
        Chorrat; zit. nach einem Gemeindebriefartikel 1997)

      3. Selbständige kirchenmusikalische Veranstaltungen
      4. Eine Fülle von Konzerten – nicht nur, aber auch kirchenmusikalischer Ausrichtung – gibt immer wieder Gönningern und auswärtigen Gästen die Gelegenheit, die Kirche zu besuchen und sich an deren hervorragender Akustik zu freuen (das Gebäude wird regelmäßig für CD-Produktionen vermietet). Dabei spannt sich der Bogen von klassischer Kirchenmusik über Liedermacher-Abende bis zu szenischen Abenden. Die Resonanz ist sehr unterschiedlich, die Besucherzahlen scheinen sich allerdings positiv zu stabilisieren. In der Regel ist die Nachfrage von der Seite der Aufführenden so groß, daß wir mittlerweile die Kirche vermieten und die Veranstaltung dann logistisch unterstützen (gegen einen geringen Unkostenbeitrag).

        Besonders wichtig sind uns natürlich Konzerte oder Geistliche Abendmusiken unserer kirchengemeindlichen Chöre oder der ortsansässigen Vereine.

      5. Die Engelfried-Rensch-Orgel
      6. Regelmäßig sind wir in den Reutlinger Orgelsommer eingebunden, da die Engelfried-Rensch-Orgel von 1844 ein romantisches Kleinod und von herausragender Qualität ist; sie bedarf in nächster Zukunft einer Reinigung und Renovation, für die etwa DM 70.000 veranschlagt sind; aus Rücklagen bringen wir DM 50.000 auf, der noch aufzubringende Betrag ist im ersten Monat der Spendenwerbung (u. a. durch den erfolgreichen Osterbasar) bereits auf zwei Drittel geschrumpft.

      7. Arbeit der Kirchenmusikerin
      8. Der Gönninger Kirchenchor existiert seit 1967 (Neugründung nach einem Vorgängerchor). Mit dem Angebot werden Gemeindeglieder erreicht, insbesondere "Singbegeisterte".

        Veränderungen: Seit 1991 hat der Kirchenchor einen Chorrat mit derzeit drei Mitgliedern. Im Mai 2000 wurde der Chor von mir als neuer Leiterin übernommen.
        Ziele und Wünsche sind eine Verstärkung des Chores und vor allem Werbung jüngerer Sänger/innen.
        Über mich selbst gibt es noch zu sagen, dass ich noch relativ neu in der Gemeinde bin (eben seit Mai 2000) und mich in Gönningen sehr wohl fühle. Meine Aufgaben sind die Leitung des Kirchenchores, die Durchführung von Kinderchorprojekten auf Honorarbasis und gelegentliche Orgeldienste.
        (Katrin Seeger;
        23 Jahre)

      9. Gospelchor Gönningen e. V.
      10. Gründung des Chores war Ende 1990. Er hat derzeit ca. 40 Mitglieder, die sich alle mit Freude der Gospelmusik widmen.
        In ca. sieben Konzerten pro Jahr auch im weiteren Umkreis von Gönningen (1. Hechinger Gospelfestival, Internationales Jazzchortreffen in Wunstorf, Nikolai- und Friedens-kirche in Leipzig) sowie bei Gottesdiensten und Gemeindefesten sind die Früchte der wöchentlichen Probenarbeit zu hören. 1999 veröffentlichte der Chor seine erste CD mit dem Titel "Joyful".
        Nach Martin Zirngibl (1990 - 1995) und Romy Camerun (1996 - 1999) ist seit Januar 2000 Klaus Rother künstlerischer und musikalischer Leiter. Am Piano unterstützt ihn Hans "Bogie" Vierling und als Co-Dirigentin Tina Schell.
        Seit seiner Entstehung ist der Gospel Chor Gönningen als kirchliche Gruppe mit der Peter-und-Paul-Gemeinde verbunden. Im Jahr 1999 gab sich der Chor die rechtliche Form des eingetragenen Vereins, um wirtschaftlich unabhängig zu sein.
        1. Vorsitzender ist Christoph Waller. In konzeptionellen und organisatorischen Dingen wird er von einem gewählten Chorrat unterstützt. Wichtige Entscheidungen werden vom gesamten Chor getroffen.
        Zu den immer sehr gut besuchten Konzerten kommen Menschen aller Altersgruppen. Die Reaktion des Publikums und das Presseecho sind durchweg positiv. Überschriften von Presseartikeln aus den vergangenen Jahren lauten beispielhaft: "Musik kam von ganzem Herzen", "Mitreißend und bewegend", "Göttlicher Gesang", "Gospels in höchster Vollendung"....
        Ziele für die nächste Zukunft sind:
        Weiterentwicklung des musikalischen Niveaus
        Werbung von NachwuchssängerInnen, insbesondere für die Männerstimmen
        Kooperation mit anderen Chören
        weitere Auftritte außerhalb der Region, evtl. international.
        (Christoph Waller; Kuno Pahl; Wolfgang Pusch; Sigrun Häußermann; Chorrat)

      11. Gitarrenkreis

Die Gruppe besteht seit 1995, in den ersten zwei, drei Jahren als Gitarrenkurs, in denen die Grundkenntnisse vermittelt wurden, jetzt als Gitarrenkreis, der sich trifft, um in Übung zu bleiben, da die wenigsten im Alltag dazu kommen.
In der Regel bereite ich mich auf den Abend vor, Einzelne bringen Anregungen für Neues mit. Während zuerst Mitarbeiter der Kindergruppen erreicht werden sollten (wurde im Kurs davor möglich), sind es jetzt auch Frauen, die der Kirchengemeinde fern stehen und durch das Spielen im Gottesdienst und den Kontakt zu den Christen die Distanz verlieren können.
Der Versuch, durch eine Anzeige im Gemeindebrief neue Mitglieder dazuzubekommen, blieb leider erfolglos.
(Adelheid Schönig;
37 Jahre, seit gut sieben Jahren Mitarbeiterin in der Gemeinde)

  1. Weitere Veranstaltungen und Einrichtungen für die ganze Gemeinde
    1. Evangelisation
    2. In diesem Jahr war die christliche Bühne "Die Boten" in der Gemeinde zu Gast; die Erfahrung wurde bestätigt, daß sich in Gönningen Evangelisationen im klassischen Sinn kaum effektiv durchführen lassen. Der Anschluß an die Region Steinlach-Wiesatz, die vor einigen Jahren das Projekt "neu anfangen" durchführte, wurde abgelehnt.

      Evangelisation im weiteren Sinne geschieht vor allem in Formen der Erwachsenenbildung. In den letzten Jahren gab es zweimal einen Glaubensgrundkurs ("Christ werden – Christ bleiben"), getragen und initiiert durch die Hauskreise. Es entwickelte sich jeweils mittel- bzw. unmittelbar ein weiterer Hauskreis bzw. ein Gesprächskreis. In nachbarschaftlicher Zusammenarbeit mit Ohmenhausen wird z. Z. erstmals ein Kurs "Religionsunterricht für Erwachsene" durchgeführt.

    3. Feste, Freizeiten
      1. Gemeindefest
        1. Gemeindefest (1)
        2. Termin:

          1 x jährlich im Monat Juni oder September

          Anlass:

          Ist der Bedarf an geselligem Beisammensein möglichst vieler Gemeindeglieder

          Helfer:

          Sind viele, fleißige Helfer (Anzahl zwischen 50 und 100) in und um die Küche, dort wo es Getränke gibt, in diversen Spielecken, im Internetcafe, bei wechselnden Vorführungen auf der Bühne (und hinter der Bühne) oder im Gemeindehausgarten, aber auch bei allen Vorbereitungen technischer Art

          Weitere Helfer.

          Sind die Kuchen- und Tortenbäckerinnen zu Hause, die die besten Rezepte der Welt anwenden

          Nochmals Helfer:

          Immer dabei sind Handwerker oder Mitglieder der Feuerwehr, die bei der technischen Vorbereitung mit aller Selbstverständlichkeit - und gratis obendrein - dabei sind

          Besucher:

          Unzählige, oft auch wenig bekannte Gesichter

          Planung:

          Erfolgt generalstabsmäßig, insbesondere durch Pfr. Behrend und Frau Meiers (KGR) und viele Andere...

          Ort:

          Ist das Gemeindehaus und der Gemeindehausgarten; bei schlechtem Wetter allerdings findet der Gottesdienst in der Kirche statt

          Ablauf:

          Nach wochenlanger Vorbereitung:

          10.00 Uhr: Familiengottesdienst (meist im Freien) mit einem Schwerpunktsthema, z. B. Unsere Projekte - Glaube global

          12.00 Uhr: Mittagessen

          14.00 Uhr: Darbietungen (Chöre, Theaterstücke, Reden......) und, ganz wichtig, intensive Gespräche der Besucher untereinander

          17.00 Uhr: Ende

          18.00 Uhr: Endgültig Ende, denn

          20.00 Uhr: Besenreines Gemeindehaus

          1. Fazit:

          Es war mal wieder schön.

          2. Fazit:

          Angenehmer Nebeneffekt: Nach Abzug aller Kosten bleibt stets ein Betrag von ca. 3500 DM.- DM übrig, der meist in eines unserer Projekte wandert oder einem dringenden Notfall zugute kommt

          3. Fazit:

          Glücklicherweise muss dieser (schöne Kraftakt) nicht jeden Monat organisiert werden!

          Frage:

          Was unterscheidet ein Gemeindefest von einem üblichen Vereinsfest?

          Antwort:

          Eine berechtigte Frage, aber eine gescheite Antwort darauf ist kaum möglich. Vielleicht gibt es keinen Unterschied. Möglicherweise aber diesen: Wir zeigen, dass wir eine große Kirchengemeinde sind mit vielen Facetten und, dass wir für alle und fast alles offen sind.

          Wunsch:

          Bitte noch oft wiederholen (siehe Fazit 3)! ...und jetzt schon die Einladung ans Visitationsteam fürs nächste Gemeindefest: Vorbeischauen und mitfeiern!

          Dank:

          Allen, die immer wieder fleißig mithelfen und allen, die uns zufällig oder regelmäßig besuchen!

          (D. Birkenhofer)

        3. Gemeindefest (2)

        Unser Gemeinde- bzw. Sommerfest findet jedes Jahr im Juni/Juli statt und wird von vielen Mitarbeitern vorbereitet und durchgeführt. Ein kleines Team trifft sich vier bis sechs Wochen vor dem Termin, um das Motto des Festes festzulegen, in groben Zügen die Organisation zu planen, die einzelnen Angebote an Speisen und Getränken und Darbietungen festzulegen und die eigenverantwortlichen Mitarbeiter zu benennen. Diese suchen sich die nötigen Helferinnen und Helfer und wenden sich möglichst nur im Bedarfsfall an die Person, die mehr oder weniger die Oberaufsicht hat und Ansprechpartnerin für alle Beteiligten ist. Neben dem Besorgen von Speisen und Getränken und deren Verkauf muß das Herrichten des Gemeindesaales, der Auf- und Abbau von Tischen und Bänken im Garten, das Bedienen der Gäste, das Abräumen und Spülen des Geschirrs und vieles mehr organisiert werden. Musikalische Darbietungen, Kinderbetreuung und attraktive Spiele für Große und Kleine sowie besondere kulinarische Angebote gehören zum Gemeindefest, das in großem Maße von der gesamten Bevölkerung angenommen wird. Genauso wie unsere evangelische Kirchengemeinde jedes Jahr sehr zahlreich am katholischen Roßbergfest teilnimmt, wird auch unser Gemeindefest ganz selbstverständlich von unseren katholischen Mitbürgern besucht.
        Die Vorbereitung und Durchführung des Festes erfordert von vielen Teilnehmern einen zeit- und arbeitsintensiven Einsatz, bietet aber auch Gelegenheit, sich untereinander besser kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich am Ende darüber zu freuen, daß so viele Menschen durch uns einen schönen Tag erleben durften.
        Der recht erfreulich hohe Erlös unserer Feste kommt generell zu einem Teil einem unserer (ausländischen) Projekte und zum anderen Teil einer anstehenden wichtigen Aufgabe unserer eigenen Gemeinde zugute.
        (Sigrid Meiers;
        Jahrgang 1937, seit1995 KGRin, Mitglied der Bezirkssynode, ehrenamtl. Mitarbeit: "Kaffeestündle" seit 15 Jahren, Besuchsdienst, Redaktion Gemeindebrief, hauptverantwortlich beim Gemeindefest, Großer Altennachmittag (heute Gönninger Seniorennachmittag) im Advent, Weltgebetstag, Gesprächskreis, Lesungen im Gottesdienst.

      2. Seniorenfreizeit

      Einmal jährlich wird mit steigender Resonanz nun schon zum zwölften Mal eine achttägige Seniorenfreizeit durchgeführt; sie ist den "Jüngeren Senioren" (s. u.) angegliedert und wird durch ehrenamtliche Mitarbeiter vorbereitet und durchgeführt. Es handelt sich primär um eine Erholungs-, Kultur- und Wanderfreizeit. Durch den Pfarrer werden gern angenommene Morgenandachten gehalten.

    4. Öffentlichkeitsarbeit
    5. Öffentlichkeitsarbeit ist ein integraler und nicht zu überschätzender Bestandteil kirchengemeindlicher Arbeit. Dabei kommt vor allem die "Öffentlichkeitsarbeit nach innen" steigende Bedeutung zu. In der Jugendarbeit erschien dieser Tage erstmals die Ohmenhauser Zeitschrift für beide Gemeinden. Durch Artikel im örtlichen Mitteilungsblatt und in der Lokalpresse soll die gegenseitige Wahrnehmung der Gruppen und Kreise in der Gemeinde gefördert werden, Die Einrichtung eines Mitarbeiterkreises gelang bislang nicht; allerdings gibt es einen solchen in der Jugendarbeit.

      1. Gemeindebrief
      2. Der Gemeindebrief der Gönninger Kirchengemeinde erscheint vier Mal im Jahr (Ostern, Sommer, Herbst und Weihnachten). Wir stellen den Gemeindebrief selbst her in einer Auflage von 1650 Exemplaren (16 Seiten A5), meist im Eigendruck. Der Gemeindebrief wird in jeden Haushalt der bürgerlichen Gemeinde gebracht, so dass ihn jede Gönningerin und jeder Gönninger lesen kann, unabhängig von der Konfession.

        Seit einigen Jahren hat er ein festes Aussehen und berichtet mit wiederkehrenden Themen oder Rubriken: Der Themenüberblick und der Gruß durch den Pfarrer, Vikar oder einen weiteren Mitarbeiter stehen am Anfang. Beim Stichwort "Einblicke" stellt sich ein Kreis oder eine Gruppe der Gemeinde vor. Im "Rückblick" wird ein Gemeindemitglied oder ein Prominenter der bürgerlichen Gemeinde interviewt. Wird ein neuer Mitarbeiter vorgestellt, so geschieht das in Form eines variierten FAZ-Fragebogen. Auf einfache und lockere Weise kann so eine Person der Gemeinde vorgestellt werden und so kann man sich gut ein Bild über sie machen.

        Über viele Ausgaben hinweg meldete sich ein Fachmann mit Umweltratschlägen oder Umweltberichten zu Wort. Wichtige Informationen für das kirchliche Leben (wie Kurse, Veranstaltungen, Basare, etc.) werden in unterschiedlichen Artikeln und Formen weitergegeben. Regelmäßig erscheinen alle wichtigen Daten (Gottesdienstplan, Opferplan, Taufen, Hochzeiten, Sterbefälle) und zusätzlich werden auf einer Seite die wichtigsten Ansprechpartner unserer Kirchengemeinde genannt. Die Schlußseite bildet stets ein Bibelspruch oder die Jahreslosung.

        Wir wollen uns durch diese Arbeit öffnen, zeigen wer wir sind und was wir machen, woran wir glauben und dass wir für alle Menschen offen sind und das Gespräch suchen.

        Mit diesen Gemeindebriefen macht das Redaktionsteam (Pfarrer Behrend und drei weitere Mitarbeiter) viel Freude. Wir erhalten viele positive Rückmeldungen und darauf sind wir auch ein wenig stolz.

        (D. Birkenhofer für das Redaktionsteam)

      3. Internet-Seite
      4. Seit 1996(!) ist die Kirchegemeinde mit steigender Resonanz im Intenet präsent. Da die Seite wöchentlich aktualisiert wird, ist die Besucherzahl stetig steigend – natürlich auch, weil die Netzzugänge mehr werden. Gerade in der mittleren Generation bestimmt die Internetpräsentation die Wahrnehmung der Kirchengemeinde entscheidend mit. Wurde sie ursprünglich als Spielerei abgetan, haben mittlerweile auch Skeptiker verstanden, daß sich dieser Zweig der Öffentlichkeitsarbeit in nächster Zukunft zu einem alltäglichen Bestandteil kirchengemeindlicher Kommunikation entwickeln wird. Da unsere Seite, die bislang durch mich allein gepflegt wird (ca. eine Halbe Stunde pro Woche), auch Ausflugstips u. ä. beinhaltet, ist sie auch für nicht unmittelbar am kirchliche Leben Interessierte anregend, die dann sicherlich auch den einen oder anderen Seitenblick wagen. Außerdem findet auch das jeweils am Sonntag publizierte Gottesdienst-Manuskript immer wieder Reaktionen. Damit ist die Site sowohl für Gönninger als auch für Auswärtige interessant. Eine besondere Frucht der Arbeit ist die Verbindung zur Lukas-Gemeinde im us-amerikanischen Ann Arbor (s. u.).

        Eine eigene Jugendseite Gönningen-Ohmenhausen ist in Planung und würde durch Jugendliche layoutet und gepflegt.

      5. Schaukästen
      6. Vier Schaukästen der Gemeinde werden für Aushänge genutzt; vor allem der Schaukasten am Gemeindehaus könnte als Präsentation der Gemeinde noch intensiver gestaltet werden.

      7. Pressearbeit
      8. Pressearbeit erfolgt durch das Pfarramt. Im Durchschnitt ist die Kirchengemeinde fast wöchentlich im redaktionellen Teil der lokalen Zeitungen vertreten; daneben erfolgt die Veröffentlichung besonderer Veranstaltungen und der Gottesdienste auf der entsprechenden Samstags-Seite des Reutlinger Generalanzeigers.

        Die Ankündigungen in der Presse erfolgen nicht nur als "Werbung" für die entsprechende Veranstaltung, sondern auch zur Information der Öffentlichkeit über Ausrichtung, Schwerpunkte und Projekte der Gemeinde.

      9. Mitteilungsblatt
      10. Einen großen Stellenwert nehmen die Terminübersicht und die Artikel für das örtliche Mitteilungsblatt ein, wo die Kirchengemeinde als mitgliederstärkste Institution in größerem Umfang präsent ist. Besonders positiv ist die hohe Aktualität des Mediums: Für die ab Mittwoch ausgelieferten Exemplare können bis Dienstag um 9 Uhr Beiträge eingereicht werden.

      11. Evangelisches Gemeindeblatt, epd
      12. Das Evangelische Gemeindeblatt hat etwa 60 Abonnenten und wird bei größeren Vorhaben entsprechend informiert. Die Zusammenarbeit mit Herrn Frauer vom epd ist sehr gut und unkompliziert.

      13. Handzettel und Plakate

    Handzettel (besonders wenn sie über die Schulen und Kindergärten verteilt werden) und Plakate sind auch gegenwärtig noch nützliche Werbeträger; auch hier ist auf eine entsprechende Anmutung zu achten, da sie Gemeinde darstellen. Die Ausrüstung des Pfarramtes mit einem ordentlichen Fotokopierer und einem Drucker hat sich bewährt.

  2. Dienste an der Jugend
    1. Konfirmandenunterricht, Konfirmation, Christenlehre
      1. Zahl der Konfirmanden
      2.  

        Jahr

        1995

        1996

        1997

        1998

        1999

        2000

        2001

        050

        Konfirmierte

        33

        25

        22

        23

        23

        19

        26

      3. Konfirmandenunterricht
      4. Das Konfirmandenjahr (den Ausdruck "Unterricht" versuche ich zu vermeiden) beginnt in der Woche nach Pfingsten mit dem Anmelde-Abend, zu dem die Jugendlichen mit ihren Eltern eingeladen sind, und bei dem unser Konzept vorgestellt wird. Die gemeinsamen Mittwoch-Nachmittage beginnen in der Regel um 15 Uhr in der Kirche mit einer Andacht und werden im Gemeindehaus fortgesetzt; neben Gruppenarbeit ist das Gespräch das wichtigste Medium. Konfirmandentage, Besuche bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Hospitationen, Besuche in der Adventszeit bei betagten Gemeindegliedern, Gemeindeerkundungen ergänzen das Jahr. Höhepunkt ist die Freizeit im Frühjahr. Da das Konfirmandenjahr ein gutes Image unter den Jugendlichen hat, ist die Akzeptanz hoch. Gottesdienstbesuch hat zwei Mal im Monat zu erfolgen; die Jugendliche führen selbst Buch darüber. Wir erbitten für Materialien einen Unkostenersatz, sodaß die Konfirmandenarbeit fast kostenneutral verläuft. Im Konfirmandenjahr arbeiten "Konfis-Begleiter" mit. In der Regel besteht Nachfrage nach einer Jugendgruppe im Anschluß an das Konfirmandenjahr. Manche Konfirmandinnen und Konfirmanden machen – vor allem in der Kinderkirche – erste Erfahrungen in der Mitarbeit.

        Es gib eine Gruppe, als Unterrichtsmaterial dient die Lübking-Mappe, ergänzt durch eigenes Material, und die Bibel; memoriert werden Vaterunser, Glaubensbekenntnis und die Zehn Gebote.

        Die Konfirmandinnen und Konfirmanden werden möglichst oft in die Gestaltung besonders der Schriftlesung und der Fürbitten im Gottesdienst eingebunden. Außerdem findet ein Vorstellungsgottesdienst im Herbst statt, den die Jugendlichen vorbereiten, und der Abendmahls-Gottesdienst eine Woche nach der Konfirmation.

        Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sind ab der entsprechenden Unterweisung zu den Gemeinde-Abendmahlsfeiern eingeladen.

        Die neue Konfirmations-Ordnung der Landeskirche wird diskutiert und ist an manchen Stellen ja bereits umgesetzt.

        Den Familien wird ein Besuch durch den Pfarrer angeboten, was in großem Umfang gewünscht wird. Außerdem gibt es drei Elternabende: einer zum Thema Glaube/Gottesbilder, einer zu einem Erziehungsthema, einer zur Vorbereitung der Konfirmation. Erfreulicherweise finden über das Konfirmandenjahr auch manche Eltern wieder zu engerem Kontakt zu ihrer Kirchegemeinde.

      5. Konfirmation

      Der Konfirmationsgottesdienst findet am Vierten Sonntag nach Ostern statt; er dauert 1,5 Stunden, beinhaltet fast immer Taufen und wird nach Form IV durchgeführt. Die Antwort auf die Verpflichtungsfragen wird gemeinsam gegeben; die Einsegnung findet einzeln statt, wobei im Segen der Konfirmandenspruch Verwendung findet. Die Mitgestaltung des Gottesdienstes durch den Gospelchor gibt dem ganzen einen "guten Ton". Die Kirche ist fast voll besetzt; eine gute Planung und die zeitliche Beschränkung sind unabdingbar. Der Katechismus wird möglichst durch eigene Texte der Jugendlichen ergänzt; er dient der Erinnerung der Gemeinde an das früher selbst Gelernte. Neben Katechismussprechen und Verpflichtung ist die Segnung der zentrale Punkt für meine Konfirmationsgottesdienste.

    2. Jugendarbeit
      1. Allgemeines und Gruppenarbeit (Diakon Andreas Kopp)
        1. Situationsanalyse
          1. Rahmenbedingungen

Bevölkerungsstruktur

Zahlen absolut

prozentual

Einwohnerzahl insgesamt

3632

100 %

Anteil ausländischer Mitbürger

222

 

Kinder 0-6 Jahre

   

Kinder 7-12 Jahre

   

Jugendliche 13-17 Jahre

   

Junge Erwachsene 18-27 Jahre

   

evangelische Kinder 0-6 Jahre

144

 

evangelische Kinder 7-12 Jahre

171

 

evangelische Jugendliche 13-17 Jahre

130

 

evangelische Junge Erwachsene 18-27 Jahre

226

 

Arbeitslose *

   

arbeitslose Jugendliche (bis 27 Jahre) *

   

abhängig Beschäftigte *

   

selbständig Tätige *

   

Pendler *

   

Am Ort gibt es eine Grund- und Hauptschule für Gönningen und Bronnweiler.

Institutionen und öffentliche Träger, Vereine am Ort, die Jugendarbeit betreiben:

          1. Struktur der evangelischen Jugendarbeit
          2. Frage

            Ja

            Nein

            Details

            Gibt es eine(n) Verantwortliche(n) für die evang. Jugendarbeit?

            x

             

            Name: Daniela Hettler, Hauptstr. 29. 72770 Gönningen,

            Gibt es ein örtliches Jugendwerk mit Ordnung/Satzung

             

            x

             

            Ist die kirchliche Jugendarbeit einer Gruppierung übertragen (z.B. dem CVJM)?

             

            x

             

            Gibt es einen Förderverein für Jugendarbeit?

             

            x

             

          3. Angebote der Jugendarbeit: Teilnehmerzahlen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
          4. Art der Gruppe

            Name der Gruppe

            Mitarbeiterinnen

            Mitarbeiter

            Teilnehmerinnen

            Teilnehmer

            Tendenz (+, Ø, -)

            Kindergruppen

            6-8 Jahre

            Smilies

            3

             

            15

             

            +

            Jungschar Mädchen,

            9-13 Jahre

            Pandabären

            3

             

            5

             

            +

            Jungschar Jungen,

            6-11 Jahre

            Die Quaksalber

            3

             

            17

             

            O

            Jungschar gemischt,

            9-13 Jahre

                       

            Mädchenarbeit,

            13-17 Jahre

                       

            Jungenarbeit,

            13-17 Jahre

                       

            Offene Angebote für Kinder (außer Jungschargruppen)

                       

            Koedukative Gruppenarbeit, Konficlub etc, 13-17 Jahre

            Food and Talk

            Ab Mai 2001 Konfis-Jugendkreis

            1

            2

            1

            6

            + ?

            9

            +?

            O

            Offene Angebote

                       

            Junge Erwachsene

            Reset

             

            1

            4

            4

            O

            Hauskreise für Junge Erwachsene

            Siehe Erwachsenenarbeit

                     

            Familienkreise

                       

            Posaunenarbeit

               

            1

             

            10

             

            Kinder- und Jugendchöre

            Siehe extra Bericht

                     

            Sportgruppen (Eichenkreuz und andere)

                       

          5. Jugendfreizeiten
          6. Es finden statt: Jugendkreiswochenenden , z.T. auch gemeinsam (wollen wir verstärkt auch so weiter machen mit dem Ziel sich besser untereinander kennen zu lernen und auch wegen den Teilnehmerzahlen.);

            Kooperationsfreizeit mit dem ejr: Korsika 2000;

            Dieses Jahr findet eine Jugendbegegnungsreise statt mit der amerikanischen Partnergemeinde in Ann Arbor.

          7. Gibt es diakonische Projekte in der Jugendarbeit?
          8. Ein von Mitarbeitern initiiertes Projekt "Just4U" ist angedacht. Dieses ist als ökumenisches und gemeindeübergreifendes Projekt (mit eventueller Fortführung) gedacht. Jugendliche wollen andere Jugendliche dazu gewinnen soziale Verantwortung zu übernehmen und sich mit verschiedenen Spendenaktionen einzubringen. Das ganze befindet sich momentan in der Entwicklungsphase.

          9. Projekte und Aktionsgruppen

Es gibt:

          1. Gibt es Gottesdienste für Jugendliche und junge Erwachsene?
          2. Jugendsonntag (Einführung der JugendmitarbeiterInnen;

            die früheren Jugendgottesdienste wurden seit 1,5 Jahren etwa eingestellt. (Arbeitsaufwand und Förderung des FlaminGo waren die Gründe hierfür)

          3. Welche weiteren Tätigkeiten im Interesse der Jugendarbeit geschehen ehrenamtlich?
          4. Angedacht ist die Renovierung der Jugendräume durch Jugendliche selbst.

          5. Welche Kinder und Jugendliche werden durch die vorhandenen Angebote der Jugendarbeit angesprochen, welche nicht? Bestehen Möglichkeiten, das bestehende Angebot weiterzuentwickeln?
          6. Im Gegensatz zum normalen Trend erreichen wir überwiegend Hauptschüler momentan, einige RS, wenige Gymnasiasten. Wir denken, daß dies mit der örtlichen Hauptschule zusammenhängt und daß kirchliche Lehrer an der hiesigen Hauptschule Religionsunterricht erteilen. Das ist unserer Meinung ein Manko und gleichzeitig etwas Positives: Einladungspotential und auch wirklich Hauptschülerinnen und -schülern Heimat zu geben. Für uns wurde aber auch eins deutlich: Wir haben keinen Anknüpfungspunkt zu den anderen Schulen und den Gönningern Schülern dort. Daraus wurde uns wichtig, daß wir diese Jugendliche hauptsächlich in der Konfirmationszeit erreichen. Dies sollte Auswirkungen für unsere Gesamtkonzeption haben.

          7. Welche Inhalte und Themen spielen eine große Rolle?

Liebe, Freundschaft , Sexualität.

        1. Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen
          1. Wie sehen Sie die Entwicklung der Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterzahlen? Wie können neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen werden?
          2. Es fehlt uns momentan das "Mittel-Alter", da sie wenig angesprochen werden durch die kirchliche Arbeit (unserer Meinung nach), andererseits stark auch dadurch, daß die Jugendarbeit erst vor 3 Jahren so richtig begann.

            Die Mitarbeitenden-Gewinnung geschieht zur Zeit aus Jugendgruppen und aus den Konfirmandenjahrgängen heraus.

            Uns beschäftigt hier aber gerade viel in dieser Zeit, durch verschiedene Konflikte auf unterschiedlichen Ebenen.

            So glauben wir das es eine Mitarbeiterleitlinie braucht: Anforderungsprofil und Begleitungsmodell, was erwarten wir von Mitarbeitern, was können Mitarbeiter von ihrer Kirchengemeinde erwarten.

          3. Was wird von Seiten der Kirchengemeinde getan, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, zu schulen und zu begleiten? Was wäre mehr oder anders zu tun?

          Wir wollen gerne das Begleitungsmodell verstärken und ausweiten: Jede Gruppe, besonders in der Anfangsphase sollte einen Begleiter bekommen.

          Durch das ganze Wirr-Warr der letzten Wochen wurde uns wichtig, ebenso ein Schulungskonzept vor Ort zu installieren. Daran müssen wir aber noch arbeiten.

        2. Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde
          1. Gibt es einen Mitarbeiterkreis der Kirchengemeinde, in dem die Jugendarbeit vertreten ist?
          2. Nein, aber es wäre wünschenswert. Wo werden verantwortliche Mitarbeiter begleitet?

          3. In welchem Verhältnis stehen Konfirmandinnen/Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit?
          4. Prinzipiell gut, da ja keine organisatorischen/strukturellen Dinge dazwischen stehen. Siehe aber auch hier Konzeptionsgedanke oben.

          5. Welche Beteiligungsmöglichkeiten gibt es für Jugendliche in der Kirchengemeinde?
          6. Jugendsonntag, Gemeindefest, Projekte wie Osteraktionen und Spielenachmittag etc.

          7. Gibt es jemand im Kirchengemeinderat, der die Interessen der Jugendarbeit vertritt und mit ihr im Kontakt steht?
          8. Ansprechpartnerin vorhanden

          9. Bringt sich die Pfarrerin/der Pfarrer in die Jugendarbeit ein?
          10. Ja, bringt sich in unterschiedlicher Art und Weise in die Jugendarbeit sehr mit ein.

          11. Gibt es weitere Hauptamtliche (Gemeindediakon/innen, Jugendreferent/innen), die für Jugendarbeit zuständig sind?
          12. Bezirksjugendreferent Andy Kopp ist mit 25 % in Gönningen in der Jugendarbeit tätig.

          13. Wird Vertreterinnen und Vertretern der Jugendarbeit Gelegenheit gegeben, im Kirchengemeinderat zu berichten?
          14. Ja !!!

          15. Ist die Ausstattung der Jugendarbeit durch die Kirchengemeinde befriedigend?
          16.  

            Gut

            ausreichend

            ungenügend

            Räume

            x

            x

             

            Finanzen

             

            x

             

            Geräte/Materialien

             

            x

            x

            Arbeitshilfen

               

            x

            (siehe dazu auch Auswertung 1.Visitationsabend im Jugendbereich)

            Dies bitten wir hier nicht negativ zu verstehen gegenüber der Kirchengemeinde. Dies ist nur ein momentaner Ist-Zustand, der aber nicht an der Kirchengemeinde liegt, sondern auch einfach daran, daß wir hier einiges tun müssen, sprich Arbeitshilfen beantragen und auch das nötige was wir brauchen einzufordern (Vieles war bisher einfach auch nicht nötig). Wir erhalten eine große Unterstützung, gerade auch auf finanzieller Seite, und stoßen weder beim Pfarrer noch beim Kirchengemeinderat auf taube Ohren diesbezüglich.

          17. Gibt es Konflikte mit der Kirchengemeinde?

          Nein! Wir erfahren große Unterstützung!

        3. Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen Einrichtungen
          1. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Bezirksjugendwerk/Landesstelle? Ist jemand im BAK?
          2. Über Bezirksjugendreferent, niemand im BAK, kein direkter Bezug zur Landesstelle

          3. Gibt es Kontakte mit dem Bezirksjugendpfarrer?
          4. Nein!

          5. Gibt es Kooperationen mit anderen evangelischen Kirchengemeinden im Distrikt oder im Kirchenbezirk?
          6. Kooperation mit Ohmenhausen schon länger; Bronnweiler ?

          7. Wie ist die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde und anderen Konfessionen?
          8. Die Kinderbibelwoche läuft ökumenisch, auch mit hauptamtlichem katholischem Mitarbeiter.

          9. Welche weiteren christlichen Gruppierungen sind am Ort mit eigener Jugendarbeit aktiv?
          10. Name der Gruppe

            geschätzte Teilnehmerzahl

            Kontakte ja/nein

            VCP (von Pfullingen)

            10

            JA

            Kath. Pfadfinder

            25

            Absprache

          11. Wo gibt es Anstöße, Impulse, Konflikte, gemeinsame Arbeitsfelder mit diesen Gruppierungen?

          Gespräche, VCP – Mitarbeiter werden in den MAK eingeladen.

        4. Zusammenarbeit mit Kommune und Landkreis
          1. Gibt es eine Vertretung in den kommunalen Gremien, die mit Jugendarbeit befasst sind (Stadtjugendring, Kreisjugendring, Jugendhilfeausschuss, Stadtrat usw.)?
          2. Bezirksjugendreferent wird in den örtlichen Jugendausschuß eingeladen.

          3. Wird die bürgerliche Gemeinde über die kirchliche Jugendarbeit informiert?
          4. Zum Teil, z.B. Austausch mit Bauwagenmitarbeiterin, Gespräche mit Bürgermeister

          5. Unterstützt die bürgerliche Gemeinde Projekte der kirchlichen Jugendarbeit? Gibt es Raum im kommunalen Mitteilungsorgan?
          6. Raum im Mitteilungsorgan!

          7. Bestehen Konflikte mit der bürgerlichen Gemeinde?
          8. Nein!

          9. Werden Zuschussgelder des Landesjugendplans, der Kommune oder des Landkreises in Anspruch genommen?

          LJP Ja!

        5. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
          1. Welche Medien nützt ihr, um auf Angebote und Anliegen der evangelischen Jugendarbeit hinzuweisen?
          1. Wer ist verantwortlich für Öffentlichkeits- und Pressearbeit?

Pfarramt

        1. Wünsche und Perspektiven

(Diakon Andreas Kopp ist im Zuge einer Neuordnung der Diakonen-Verteilung im Kirchenbezirk seit 1998 in unserer Gemeinde zu einem Viertel seines Dienstauftrages tätig; seit vergangenem Jahr führt er die Amtsbezeichnung Jugendreferent und ist in die Dienststrukturen des Bezirksjugendwerkes eingebunden.)

      1. Kinderchorprojekte

Die Erfahrung mit den Kinderchorprojekten im Jahr 2000 hat gezeigt, dass sich in den letzten Jahren das Angebot für Kinder im Grundschulalter in Gönningen sehr erweitert hat. Da gibt es nicht nur mehrere neue Jungschargruppen, das Angebot "Grünes Tat' und neue Kurse der Volkshochschule, sondern inzwischen auch ein Kinderchorangebot des Gesangvereines. Das hat zur Folge, dass es immer schwerer wird, Kinder zu finden, die bereit sind und Zeit haben, kontinuierlich zu einem Probentermin zu kommen. Die Folge ist, dass die Kinder immer jünger werden ( da ist das Angebot noch nicht so breit), es schwierig ist, sie über längere Zeit an ein Angebot anzubinden und einen geeigneten Probentermin zu finden.

Ideen zur Initiierung eines neuen Projektes: Zeitpunkt der Ausschreibung muss zu Beginn eines neuen Schuljahres sein, wenn auch die neuen Volkshochschulkurse, Musikschultermine, Sportangebote beginnen. Inhalt des Stückes, AuffUhrungstermine, Altersangabe der Kinder, Art der möglichen Beteiligung (Singen, Spielen, Musizieren),- müssen von Anfang an in der Ausschreibung enthalten sein; eventuell gemeinsame Projekte mit Kirchen- oder Posaunenchor oder Kinder- und Jugendgruppen; am Ende eines Projektes müsste das Nächste schon feststehen und bekannt gemacht werden (Probenbeginn, Inhalt, Aufführungen).

(Christine Dehlinger-Prax;
Ich bin 40 Jahre alt, habe ab Herbst 1997 zwei Jahre lang die Kinderchorprojekte aktiv geleitet. Danach habe ich diese Arbeit beratend begleitet. Ich könnte mir vorstellen, nach den Sommerferien 2001 wieder in die aktive Probenarbeit einzusteigen, um ein Weihnachtsstück vorzubereiten. Dazu ist es jedoch notwendig, eine Absprache mit Frau Seeger zu treffen, die derzeit aktiv für die Kinderchorprojekte zuständig ist.)

      1. Kinderumweltprojekt "Grünes Tal"
      2. "Frösche, Vögel, Bienen, Apfelbäume ¼ und DU! – Ein Angebot für Gönninger Kids ab 8 Jahren
        Das Kinderumweltprojekt "Grünes Tal" wurde im Frühjahr 1998 von der Evangelischen Kirchengemeinde Gönningen in Zusammenarbeit mit Gönninger Vereinen ins Leben gerufen. Seither findet das Projekt im wöchentlichen Turnus statt. Aufgeteilt in zwei Gruppen engagierten sich bis zu 40 Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren für den Erhalt unserer heimischen Landschaft.
        Interessierte Kinder aus Gönningen werden spielerisch an die Natur herangeführt. Über das hautnahe Erlebnis wird bei den Kindern die Neugierde an der Natur geweckt. Anschließend werden verschiedene Lebensräume und die darin lebenden Tiere und Pflanzen erforscht und untersucht. Sind die Lebensbedingungen und Bedürfnisse der Tiere und Pflanzen hinreichend bekannt, werden gezielte Schutz- und Hilfsprogramme für gefährdete Arten erarbeitet und nach Möglichkeit auch in die Tat umgesetzt.
        In einem langfristigen Projekt wird seit 1998 eine städtische Streuobstwiese am Südhang des Stöffelberges gepflegt. Die anfallenden Arbeiten (Mahd, Entbuschung, Obsternte, Obstbaumschnitt, Baumpflanzung etc.) werden gemeinsam mit freiwilligen Helfern durchgeführt. Zur Ansiedlung selten gewordener Vögel, Wildbienen und Fledermäuse werden Nisthilfen gebastelt und aufgehängt.
        Auf einer anderen städtischen Fläche wurde im vergangenen Jahr ein Tümpel ausgegraben. In den kommenden Jahren soll auch dieses Biotop gepflegt und erhalten werden. Weitere Artenschutzprojekte, beispielsweise die Ansiedlung heimischer Edelkrebse in den Gönninger Seen, sind geplant.
        Das Kinderumweltprojekt "Grünes Tal" verfügt auch über eine eigene Homepage im Internet. Unter der Adresse www.GruenesTal.de können sämtliche Aktivitäten nachgelesen werden.
        Die Zusammenstellung des Programms und die Durchführung wird von den beiden Diplom-Biologen Bernhard Ziegler und Ute Ziegler übernommen. Aus terminlichen Gründen kann im kommenden Jahr nur noch eine Gruppe (bestehend aus maximal 20 Kindern) aufgebaut werden.
        (Bernhard Ziegler)

      3. Kinderbibelwoche

In der letzten Sommerferienwoche wird für die Kinder aus Gönningen (zunehmend auch von Gemeindegliedern der Nachbargemeinde Bronnweiler genutzt) eine ökumenische (mit der katholischen Gemeinde) Kinderbibelwoche angeboten, in der eine biblische Geschichte oder ein Thema in Wort, Gesang und Spiel verarbeitet wird.
Getragen wird die Bibelwoche von einem etwa 15-köpfigen Mitarbeiterkreis, der sich jeweils neu konstituiert; die eine Hälfte der Mitarbeiter sind Jugendliche, die andere erwachsene Gemeindeglieder, zum Teil arbeiten sie nur in diesem Kontext mit, zum Teil machen sie erste Erfahrungen mit der Mitarbeit in der Gemeinde, die sie dann bspw. in der Kinderkirche vertiefen; begleitet und angeleitet wird die Gruppe durch je einen hauptamtlichen Mitarbeiter der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde; Gemeindereferent Raphael Schäfer ist auf diesem Gebiet seit einigen Jahren nun schon tätig und bringt dadurch eine gewisse Kontinuität in die Arbeit.
Der Mitarbeiterkreis trifft sich vier- bis fünfmal zur gemeinsamen Vorbereitung; hier werden die jeweiligen altersdifferenzierten Gruppenangebote erarbeitet, der gemeinsame Tagesbeginn sowie die jeweiligen Freizeit-Angebote für die vier Tage. Diese gliedern sich in Anfangs-Plenum, vertiefende Gruppenarbeit (altersspezifisch, mit Zwischenmahlzeit), Freizeit-Angebot (nach Neigung) und Schluß-Plenum.
Abgeschlossen wird die "KiBiWo" für alle durch einen ökumenischen Familiengottesdienst; für die Mitarbeiter findet der Abschluß außerdem in einer ortsansässigen Pizzeria statt.
Angesprochen werden zur Zeit fast 80 Kinder zwischen sechs und elf Jahren.
In der Zukunft wäre es wünschenswert, die anwachsende Zahl der Kinder beizubehalten und weiterhin motivierte Mitarbeiter zu finden.
(nach einer Vorlage von Dorothea Rutow;
Frau Rutow arbeitet seit etlichen Jahren bei Kinderbibelwoche und in der Kinderkiche leitend mit)

    1. Religionsunterricht
      1. Überblick
      2. An der Roßbergschule (Grund- und Hauptschule) werden – in der Regel in der Hauptschule, Klasse 7 bis 9 – vier RU-Stunden durch den Ortspfarrer erteilt. Wegen der geringen Klassengrößen wird meist im ersten Halbjahr Klasse 7 und 8 zusammengefaßt (zweistündig).

      3. Weitere Bemerkungen

Das Interesse und die Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler an der Gönninger Hauptschule hat eine nicht geringe Bandbreite. Katechumenen nehmen am RU teil, Abmeldungen gibt es praktisch keine. Von den fünf regelmäßigen Schulgottesdiensten werden inhaltlich die beiden Hauptschulgottesdienste vor Weihnachten und am Schuljahresende von mir vorbereitet und durchgeführt. Der Schulanfängergottesdienst wird mit einer katholischen Kollegin gemeinsam geplant.

Das Verhältnis zum Kollegium ist herzlich, die Integration gut. Die Zusammenarbeit mit der Schulleitung ist sehr gut. Vertretung versuchen wir möglichst selbst zu organisieren, z. B. hilft Diakon Kopp abundzu aus, auch die katholische Kollegin ist ggf. zur Unterstützung bereit.

Insgesamt zeigt sich die Bedeutung der schulischen Präsenz des Pfarrers auch darin, daß wir in der Jugendarbeit einen verhältnismäßig hohen Anteil von Hauptschülern wiederfinden, was nicht nur an der nicht so stark möglichen Mobilität liegen mag.

Über den schulischen Kontakt ist oft auch der Kontakt zum Elternhaus intensiver.

Die Noten spiegeln die Leistungsmöglichkeiten und -bereitschaft der Schülerinnen und Schüler wieder und umfassen somit fast die gesamte Notenskala.

Unterrichtsmaterial stelle ich meist selbst zur Verfügung in Form von Arbeitsblättern; außerdem finden die "Kursbücher" Verwendung. Die Ausstattung der Schule ist gut; ein internetfähiger moderner EDV-Raum wird in Zukunft sicherlich intensiver genutzt werden.

  1. Seelsorge und Diakonie
    1. Einzelseelsorge und Besuche
      1. Besuchsdienst
      2. Seit vielen Jahren besuchen die Damen des Kaffeestündle-Teams die älteren Gemeindeglieder ab dem 75. bis zum 79. Lebensjahr zum Geburtstag', ab dem 80. Geburtstag übernimmt der Pfarrer oder der Vikar diesen Besuch. Sie überbringen die Grüße und Glückwünsche der Kirchengemeinde und überreichen ein kleines Geschenk wie z.B. ein Büchlein, eine Kerze mit aufgeschriebener Jahreslosung, ein paar köstliche Pralinen oder – in diesem Jahr – 2 Grußkarten unseres neuen Felger-Paraments. In der Regel werden die Geburtstagskinder im Laufe der fünf Jahre von den gleichen Damen besucht, an vielen Türen werden sie herzlich empfangen und hereingebeten, oft läßt man sie nur ungern rasch wieder gehen, und so entsteht in dieser Zeit häufig ein gewisses Vertrauensverhältnis. Es kann aber auch vorkommen, Gott sei Dank sehr selten, daß die Haustüre nur einen Spalt geöffnet wird, man gerade eben Gelegenheit hat, seine Glückwünsche und das Geschenk loszuwerden, und das war's. Eine etwas enttäuschende Erfahrung, mit der man erst einmal zurechtkommen muß. Alles in allem aber sind die Geburtstagsbesuche eine Aufgabe, die beiden Seiten meist Gewinn bringt: die Älteren haben freundliche Zuhörerinnen und die Besucherinnen erfahren oft manches, was für sie interessant und wertvoll ist.
        (Sigrid Meiers)

      3. Besuchsdienst des Pfarrers bei Alters- und Ehejubilaren
      4. In diesem Jahr gilt es etwa 200 Seniorinnen und Senioren im Alter ab 75 Jahren zu besuchen; davon übernimmt der Pfarrer (z. Z. auch der Vikar in seinem Seelsorge-Bezirk) in diesem Jahr 120 (ab 80. Geburtstag). Dazu kommen in diesem Jahr etwa zehn Besuche zu Ehejubiläen.

        Wenn irgend möglich erfolgen die Besuche an runden Geburtstagen am Tag selbst als "Honoratiorenbesuch", in den anderen Fällen etwas später, um Zeit zum Gespräch zu haben. Je nach Gesprächsverlauf und Umständen spreche ich ein freies oder ein Psalmgebet. Immer beinhalten unsere kleinen Geschenke auch eine Andacht des Pfarrers. Die Besuche dauern in der Regel – bestimmt durch den Besuchten – zwischen einer halben und einer Stunde.

      5. Einzelseelsorge

      Zu den "regulären" Besuchen kommen Besuche in Krankheits- und bei Todesfällen. Es ist bei der Gönninger Gemeindegröße nicht selbstverständlich, von entsprechenden Situationen zu erfahren. Oft erhalte ich Informationen von Nachbarn oder kirchengemeindlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

      Dazu kommen – diese Gespräche finden dann meist in meinem Amtszimmer statt – Seelsorgegespräche (meist) in Familien- und Ehekonflikten.

      Wichtig finde ich, im Alltag zu signalisieren, daß ich Zeit habe: am Telefon, vor dem Supermarkt, vor dem Gottesdienst entspinnen sich oft kleine, manchmal bedeutsame seelsorgerliche Kontakte.

    2. Kindertagesstätten: Der evangelische Kindergarten Rosmarinstrasse
      1. Allgemeines
      2. Unser Kindergarten ist, vom Gebäude her betrachtet, die älteste Einrichtung des Ortes. Er hat also Geschichte. Nicht wenige Eltern der heutigen Kindergartenkinder wissen von eigenen Erlebnissen aus der Kindergartenzeit zu berichten.
        Nach seiner Gründung unter der Verwaltung der örtlichen Kirchengemeinde wurde 1965 die Betriebsträgerschaft von der Stadt Reutlingen übernommen, bei weiterer Mitbeteiligung der Kirche. Im Zuge einer Vertragserneuerung ging 1994 die Trägerschaft wieder auf die Evangelische Kirchengemeinde über.
        Somit verfügt Gönningen, neben unserer Einrichtung, noch über zwei weitere altersgemischte Regelkindergärten unter städtischer Trägerschaft (Kindergarten "Stöffelburg" und Kindergarten "Ziegelhüttestraße").
        Der Kindergarten Rosmarinstraße teilt sich zur Zeit noch in zwei große Gruppen und eine Kleingruppe im Obergeschoß auf.
        Aktuelle Gruppengrößen:
        Gruppe 1 (Birnbaumgruppe): 20 Kinder
        Gruppe 2 (Kirschbaumgruppe): 18 Kinder
        Gruppe 3 (Apfelbaumgruppe): 13 Kinder
        In diesen Gruppen arbeiten:
        Gruppe 1: Erzieherin als Gruppenleitung/Kindergartenleitung, Erzieherin im Anerkennungsjahr
        Gruppe 2: Erzieherin als Gruppenleitung/Kindergartenleitung, Vorpraktikantin als Zweitkraft
        Gruppe 3: Erzieherin 50% (nur vormittags), Kinderpflegerin 50% (nur vormittags)
        Die Kindergartenleitung ist auf die zwei Gruppenleiterinnen zu je 50% aufgeteilt. Durch die momentane Personalsituation findet die Nachmittagsbetreuung für alle Kinder gruppenübergreifend statt.
        Unsere Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag: 8.00 Uhr bis 12.15 Uhr und 13.45 Uhr bis 16.00 Uhr und Freitag 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr.
        Durch den Neubau des Kindergarten Ziegelhüttestraße und dem damit verbundenen Kindergartenplatzangebot in Gönningen, kam es zur Kündigung unserer Apfelbaumgruppe auf das Jahr 2002. Sie lief seit einigen Jahren als sogenannte "Notgruppe" und wurde größtenteils von Seiten der Stadt finanziert. Diese Kündigung stellt für uns eine bedeutende Veränderung dar und bedarf einer intensiven Planung. Somit befinden wir uns momentan in einer Übergangsphase.

      3. Zusammenarbeit mit dem Träger
      4. Unsere Trägerin die evangelische Kirchengemeinde gehört neben den Eltern und dem Team zu denen, die die Arbeit im Kindergarten hauptsächlich mitbestimmen.
        Die Zusammenarbeit mit der Trägerin, der evangelischen Kirchengemeinde Gönningen, vollzieht sich auf verschiedenen Ebenen: Dazu gehören Regelungen im Bereich der Betriebsführung und Verwaltung sowie auf konzeptioneller Basis, der Austausch von Informationen und Absprachen über pädagogische Ziele und Inhalte.
        Formen der praktischen Umsetzung in den Alltag:
        - gemeinsame Planung, Vorbereitung und Durchführung von Gottesdiensten verschiedener Arten
        - vorweihnachtliches Adventssingen bei älteren und kranken Menschen in der Gemeinde
        - Nachbarschaftsbesuche zu verschiedenen Anlässen
        - Beteiligung am Gemeindefest
        - regelmäßige Kirchenbesichtigungen mit den Kindern
        - Teilnahme bei Kirchengemeinderatssitzungen
        - regelmäßige Besuche, verbunden mit Aktivitäten, durch Pfarrer Behrend im Kindergarten
        - Besuche der Konfirmanden im Kindergarten
        - gemeinsame Dienstbesprechungen zwischen Träger, Team und evtl. auch Elternbeirat
        - Elternabend unter Mitwirken des Pfarrers
        Die gute Zusammenarbeit zwischen Trägerin und Kindergarten wirken sich somit positiv auf unsere gesamte Kindergartenarbeit aus.

      5. Christlich-religiöse Erziehung
      6. Für uns Erzieherinnen ist es wichtig die christlich-religiöse Erziehung als einen Schwerpunkt unserer Kindergartenarbeit zu sehen.
        Umsetzungsmöglichkeiten bieten uns hierbei:
        - erzählen, nachspielen und erfassen biblischer Geschichten, Themen und Epochen
        - sprechen und erarbeiten von Vorformulierten und freien Gebeten
        - singen religiöser Lieder
        - feiern von kirchlichen Festen
        Wichtig für uns dabei ist, daß:
        - auf kindgemäße Vermittlung geachtet wird, die auf die Erlebniswelt des Kindes abgestimmt ist. Es soll auf religiöse Grundbedürfnisse des Kindes eingegangen und versucht werden, aus christlicher Sicht Antworten und Hilfestellungen zu geben.
        in der Gestaltung des Alltags und des zwischenmenschlichen Umgangs christliche Inhalte in ihrer Bedeutung erlebbar und erfaßbar werden.
        - versucht werden soll, verniedlichende oder angstfixierte Gottesbilder und Vorstellungen zu korrigieren.
        - das Kind erfährt, daß es von Gott angenommen, bejaht und geliebt ist. Durch biblische Geschichten, Lieder, Gebete und dem Feiern kirchlicher Feste soll dem Kind die Möglichkeit gegeben werden, Grundlagen des christlichen Glaubens und Lebens kennenzulernen
        - die Aufmerksamkeit der Kinder für ihre Mitwelt geweckt wird. Sie sollen lernen, die Natur als Schöpfung wertzuschätzen und der Bedeutung sozialer Verantwortung bewußt werden.
        Hierbei werden wir als Erzieher/innen in unserer ganzen Person gefordert, denn durch unsere Vorbildfunktion und unseren eigenen Glauben, können die Kinder religiöse Inhalte ernst nehmen.

      7. Vorschularbeit
      8. Der Kindergarten soll dazu beitragen, den Erfahrungsraum der Kinder zu erweitern, Möglichkeiten des Lernens zu nutzen und die Herrausbildung sozialer Kompetenzen zu unterstützen. Um dieses Ziel zu erreichen, beginnt für uns die Vorschulerziehung schon zum Zeitpunkt des Eintritts in den Kindergarten. Dadurch werden die Kinder während der gesamten Kindergartenzeit auf die Schule und ihr weiteres Leben vorbereitet. Im letzten Jahr vor Schuleintritt wird dies bei uns durch Projektarbeit unterstützt.
        Ergänzend kooperieren wir noch mit der örtlichen Grundschule, um somit dem Kind einen harmonischen Schuleintritt zu ermöglichen.

      9. Elternarbeit
      10. Wir sehen unsere Erziehungsarbeit im Kindergarten in seiner familienergänzenden Funktion. Deshalb gehört für uns die Zusammenarbeit mit den Eltern zur pädagogischen Arbeit dazu. Durch einen vertrauensvollen Austausch kann eine Basis für die gemeinsam getragene Erziehungs- und Bildungsarbeit geschaffen und Erwartungen aneinander geklärt werden. Gelingt diese Zusammenarbeit in gegenseitiger Achtung, Offenheit und Toleranz, wirkt sich dies positiv auf die Entwicklung des Kindes aus.
        Es ist wichtig, unsere Arbeit und unser Vorhaben für die Eltern durchschaubar und transparent zu machen. Genauso sind wir auch offen für Fragen, Anregungen und konstruktive Kritik.
        Formen der Elternarbeit sind:
        - alltägliche "Tür- und Angelgespräche"
        - terminlich abgestimmte Einzelgespräche, die von Seiten der Erzieherinnen oder von Seiten der Eltern angeregt werden können. Bei Bedarf mit der Beteiligung einer Kooperativer Institution z.B. Frühförderstelle, Kooperationslehrerin der Grundschule, usw.
        - Elternbeiratssitzungen
        - Elternnachmittage
        - Elternabende mit verschiedenen Schwerpunkten
        - regelmäßig, erscheinende Kindergartenzeitung (Rosmarinchen)
        - verschiedene Informationen und Aushänge über aktuelle Anlässe und Themen.

      11. Finanzielle Lage
      12. An dieser Stelle möchten wir kurz über die uns zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel eingehen. Diese bestehen aus einem sogenannten "Verfügungsetat" und einem "Haushaltsplan". Weiterhin existiert im Kindergarten eine "Kochgeldkasse". Die Eltern zahlen monatlich einen geringen Betrag in die Kasse ein, so daß wir Lebensmittel für gemeinsame Mahlzeiten und Geschenke für die Kinder erwerben können.
        Jede einzelne Gruppe erhält pro Kalenderjahr einen festgesetzten Betrag, um Spielmaterial anzuschaffen. Diese Summe der drei Beträge fließen bei uns in einen Topf und werden je nach Bedarf für die gesamte Einrichtung eingesetzt.
        Jedes Jahr besteht die Möglichkeit, zusätzlich noch Gelder in Form eines Haushaltsplans zu beantragen. Dies betrifft Sonderanschaffungen, die nicht vom Verfügungsetat beglichen werden können (z. B. Möbiliar, Gartengeräte, Baufahrzeuge, Geschirr...). Je nach Situation und Bedarf variiert dieser Betrag, der von Seiten der Trägerin und dem Kirchengemeinderat bewilligt wird.
        Die Zusammenarbeit mit der kirchlichen Verwaltungsstelle Reutlingen und unserer Trägerin gestaltet sich – auch in finanzieller Hinsicht – sehr positiv und flexibel, so daß wir in unserer gesamten "Kindergartenlaufbahn" noch nie in finanzielle Engpässe kamen.
        Auf Grund der vertraglichen Einigung zwischen der ev. Kirchengemeinde Gönningen und der Stadt Reutlingen obliegen der Stadt Reutlingen die notwendigen
        Instandsetzungsarbeiten über 300,- DM im Einzelfall, sowie Ersatz-, Umbau- und Erweiterungsbaumaßnahmen am Kindergartengebäude und an den Außenanlagen.

      13. Ziele
      14. Um eine ganzheitliche Kindergartenarbeit gestalten zu können, benötigen wir Ziele, Ziele die von Kinder, Eltern und Erzieherinnen angestrebt werden. Durch die Einwirkung dieser Beteiligten wollen wir unsere Ziele als Veränderbar sehen und für Entwicklungsänderungen offen lassen.
        Durch die Kündigung unserer Kleingruppe befinden wir uns zur Zeit wieder in einer neuen Entwicklungsphase, die wiederum neue Ziele mit sich bringt:
        - behutsame Eingliederung der Kinder in die noch verbleibende Gruppen
        - sinnvolle Nutzung und Umgestaltung der frei werdenden Räumlichkeitenin verschiedene Aktions- und Nebenräume
        - harmonische Gestaltung der Übergangs- bzw. Eingewöhnungszeit für das Personal und deren bedarfsgerechter Einsatz.
        Diese aktuellen Ziele werden uns sicherlich in nächster Zeit begleiten. Daneben sind wir bestrebt grundsätzliche Ziele unserer Kindergartenarbeit anzugehen, zu reflektieren und gegebenenfalls zu verändern. Diese können in unserer ausführlichen Konzeption nachgelesen werden.
        Unsere Kindergartenarbeit lebt und entwickelt sich durch alle Beteiligten Personen und äußeren Einflüsse. Die Einbeziehung der Gemeinde ist für uns sehr wertvoll, und wir freuen uns der evangelischen Kirchengemeinde Gönningen angehören zu dürfen.

      15. Wünsche Träume Entwicklungen, die wir im Auge behalten wollen

      Es gibt immer wieder Bereiche, Themen und Situationen in unseren pädagogischen Arbeit, die reflektiert, verändert und gegebenenfalls weiterentwickelt werden müssen. Im folgenden beschreiben wir nun einige Themen, die wir auch weiterhin nicht aus unserem Blickfeld verlieren wollen:
      wie schon erwähnt ergibt sich durch die Gruppenauflösung eine neue Konstellation im Kindergarten. Mit dieser neuen Situation wünschen wir uns ein noch intensiveres gruppenübergreifendes Arbeiten. Die Erfahrung hat bis jetzt schon gezeigt, daß dadurch ein stärkeres "Wir-Gefühl" für die Kinder und Erzieherinnen entsteht.
      weiterhin möchten wir die Einbeziehung in das Gemeindeleben ausweiten, da wir uns nicht als "Kindergarteninsel" sehen wollen (z.B. Treffpunkte mit Konfirmanden..., Kontakte mit Großeltern, Besuche ¼ )
      In Fachkreisen wird schon seit längerer Zeit das Thema "Integration von behinderten Kindern in Regelkindergärten" diskutiert und in verschieden Einrichtungen schon praktiziert. Auch bei uns wurde dieses Thema durch eine konkrete Anfrage aktuell. Wir sind für diese Entwicklung offen und möchten durch eine kooperative Haltung diese gesellschaftliche Weiterentwicklung unterstützen. Wir sind gespannt, ob sich diese Wünsche realisieren lassen und uns durch äußere Faktoren (wie z.B. ungünstige Räumlichkeiten) keine Grenzen gesetzt werden.
      In nächster Zeit steht außerdem die Überarbeitung unserer Konzeption an. Sie soll auch weiterhin unsere qualifizierte pädagogische Arbeit dokumentieren und die kommende neue Entwicklung festhalten. Somit ist es uns für die Zukunft ein großes Anliegen, die Konzeptionsentwicklung und Qualitätsentwicklung als Schwerpunkt für unsere Kindergartenarbeit zu sehen.
      Weiterhin ist es uns ein wichtiger Aspekt im Bezug der Elternarbeit auf ein partnerschaftliches und offenes Verhältnis wert zu legen und wir sind bestrebt, gerade auch "neue" Eltern mit ihren Anliegen ernst zu nehmen. Aus unserer aktuellen Warteliste geht hervor, daß wir nicht allen Kindern ab dem 3. Lebensjahr sofort einen Platz in unserer Einrichtung anbieten können. Diese Wartezeit bereitet manchen Eltern Probleme, die sie an uns herantragen. Dies macht es uns schwer, den Wünschen und Forderungen der Eltern gerecht zu werden. Bei dieser Problematik ist es uns sehr wichtig, daß das Verhältnis zu den Eltern dadurch nicht leidet.
      durch die immer wieder veränderte Familiensituation und die Berufstätigkeit vieler Eltern ist es immer wieder notwendig, die Öffnungszeiten nach dem Bedarf der Eltern abzufragen. Unsere jetzige Öffnungszeit ist trotz mehreren Umfragen seit sieben Jahren unverändert. Die Eltern kommen mit dem Angebot einer Zusatzbetreuung bisher gut zurecht. Da die anderen Kindergärten am Ort andere Öffnungszeiten (längere Vormittagsbetreuung = weniger geöffnete Nachmittage) anbieten, können die Eltern bei der Auswahl des Kindergartens ihren Bedarf berücksichtigen. Viele Eltern schätzen jedoch unsere Nachmittagsgestaltung mit deren Schwerpunkte.
      (Martina Hipp und Sigrid Schäfer;
      Leiterinnen der Einrichtung seit 1999, in der Einrichtung seit 1994; Jg. 73 bzw. 69)

    3. Krankenpflege und Nachbarschaftshilfe
    4. Zum örtlichen Krankenpflegeförderverein bestehen enge Kontakte; in der Regel nimmt der Pfarrer auch an den Hauptversammlungen teil. Die Nachbarschaftshilfe wird von der Sozialstation der Gustav-Werner-Stiftung koordiniert.

    5. Besondere diakonische Aufgaben/Aktivitäten
      1. Basar
      2. In unserer Gemeinde gibt es zwei Töpferkreise und einen Patchworkkreis. Neben dem kreativen Aspekt war die Überlegung wichtig, wie diese Kreise in das Gemeindeleben eingebunden werden können, wichtig. Zum einen teilen sich die Frauen Freud und Leid während ihrer Zusammenkünfte mit. Alle zwei bis drei Jahre gestaltet man zusammen einen Advents- oder Osterbazar. Der Erlös dieser Arbeit geht einem gemeinnützigen Zweck außerhalb der Gemeinde zu und der andere Teil ist für die eigene Gemeinde. Mit dem Bazar erreicht man auch Menschen, die man sonst nicht erreicht. Der Bazarnachmittag ist wie ein kleines Gemeindefest, an dem die Leute auch kommen, um bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch kommen. Für mich selber ist es wichtig, das nötige Gespür zu haben, wann es Zeit ist, zu der die Frauen wieder den Elan und Freude haben, für die Vorbereitung eines Bazars. Man darf sich nicht so sehr vom Zeitfaktor bestimmen lassen.
        (Claudia Behrend;
        Jg. 1962; seit 1995 in Gönningen; Frau des Pfarrers; Mitarbeit im Cassettendienst und bei Projekten)

      3. Miniclubs und Miniclub-Basare
      4. Im Untergeschoß des Gemeindehauses ist ein Raum für die Miniclub-Arbeit der Kirchengemeinde reserviert. Mütter mit Kindern zwischen null und drei Jahren treffen sich hier in z. Z. fünf Gruppen. Die Miniclub-Arbeit, die es seit schon etwa 20 Jahren in der Gemeinde gibt, erfreut sich großer Akzeptanz; der Umfang ist trotz Veränderung im Kindergarten-Sektor und Eröffnung einer privaten Krippen-Initiative nicht zurückgegangen, eher noch gestiegen. Zweimal jährlich finden Treffen zwischen Pfarrer und Gruppenleiterinnen zur Koordination und gegenseitigen Information statt. Die Teilnahme am Miniclub selbst ist unentgeltlich; die Kirchengemeinde fördert die Arbeit durch das Bereitstellen der räumlichen Ressourcen und durch einen finanziellen Beitrag, z. Z. in Höhe von DM 100.- pro Gruppe.

        In der Regel im Frühling und Herbst werden von den Miniclub-Teilnehmerinnen Kinderkleider-Basare durchgeführt, die große Resonanz finden; ein Teil des Überschusses kommt oft einem gemeinnützigen Zweck zugute.

      5. Einzelpersonen
      6. Die Kirchengemeinde unterstützt im Bedarfsfall einzelne Personen durch finanzielle und personelle Zuwendung; einige Familien mit behinderten Mitgliedern werden in der Adventszeit besucht und beschenkt.

      7. Partnerarbeit mit Ostdeutschland

    Zur Kirchengemeinde im thüringischen Jena bestand eine Partnerschaft, zu der ich bei unserem Aufzug 1995 allerdings keinen Zugang über Gemeindeglieder fand, sodaß die Beziehung weitestgehend einschlief.

  2. Erwachsenenarbeit
    1. Haus- und Gesprächskreise
      1. Altpietistische Gemeinschaft
      2. Wir treffen uns mittwochs zur Frauenstunde (ca. 12 Frauen) und am Sonntag Abend zur allgemeinen Versammlung (zusätzlich ca. Männer) zur Betrachtung eines fortlaufenden Bibeltextes, zum Singen und Beten. Brüder aus dem Bezirk Steinlach werden zur Leitung der hiesigen Stunden eingeteilt. Die Gemeinschaft besteht seit Ende des 18. Jahrhunderts in Gönningen. Die organisatorische Leitung obliegt KGRin Ruth Wick. Die Teilnehmerzahl ist seit 1978 stabil; die Teilnehmer sind höheren Alters.
        (Ruth Wick;
        Mitarbeit von 1955 bis 1964, nach Rückkehr nach Gönningen seit 1978 wieder als Mitarbeiterin tätig; seit 1995 im KGR)

      3. Gesprächskreis
      4. Der Anstoß zum Angebot dieses Kreises ging von einzelnen Teilnehmer/innen an einem im Sommer 1998 in Gönningen durchgeführten Gemeindeseminar "Grundkurs des Glaubens" aus, mit dem Wunsch nach einem regelmäßigen Gedankenaustausch zu Themen des christlichen Glaubens und Lebens. Im Oktober 1998 startete das Angebot durch Pfarrer Alexander Behrend, das von acht Gemeindegliedern, mit einer Ausnahme alle über 60 Jahre, wahrgenommen wird. Die Gruppe vereinbarte zunächst für die Zeit von Oktober 1998 bis April 1999 sich im 14tägigen Abstand an einem Wochentag für je 1 1/2 bis 2 Std. abends zu treffen. Die Themen sollten von den Teilnehmern vorgeschlagen und gemeinsam abgestimmt werden. Dem Wunsch der Gruppe entsprechend, sollte die Leitung und inhaltliche Gestaltung, um der theologischen Kompetenz willen, bei Pfr. Behrend liegen. Die Reflexion am Ende des ersten Durchgangs zeigte, daß die gewählte Form und Inhalte den Vorstellungen der Teilnehmer entsprach und eine Fortsetzung gewünscht wird. So fand das Angebot im Oktober 1999 und 2000 seine Fortsetzung bei nahezu unveränderter Teilnehmerschaft. Die krankheitsbedingte Ab wesenheit von Pfr. Behrend und terminliche Schwierigkeiten bzw. familiäre Verpflichtungen einiger Gruppenmitglieder verursachten in diesem Jahr eine größere Pause. Mit einer Fortsetzung im Oktober dieses Jahres ist wohl zu rechnen. Die bisher vorgeschlagenen und bearbeiteten Themen waren:
        Überblick über die wesentlichen Teile des AT und NT;
        Gottesliebe;
        das Apostolische Glaubensbekenntnis;
        Tod und ewiges Leben;
        Beten;
        Rechtfertigung.
        Die inhaltliche Vorbereitung und Gestaltung übernahm Pfr. Behrend. Soweit erforderlich stimmen wir Organisatorisches miteinander ab. Die Gespräche waren von Anfang an von großer Offenheit bestimmt, was möglicherweise auch dadurch begründet sein kann, daß sich mindestens fünf Teilnehmer als Kirchenchormitglieder lange schon kannten. Der Kreis soll für weitere Teilnehmer jederzeit offen sein, weshalb vor Beginn einer neuen Phase öffentlich dazu eingeladen wird. Die derzeitige Altersstruktur könnte ein Grund dafür sein, daß jüngere Teilnehmer eher Abstand nehmen.
        (Hanna Sülzle)

      5. Hauskreis Delesky
      6. Unser Hauskreis besteht seit ungefähr zehn Jahren in etwas unterschiedlicher Zusammensetzung. Seit fünf Jahren leiten wir Birgit (35 Jahre) und Werner (38 Jahre) Delesky den Hauskreis, in dem wir bis dahin Teilnehmer waren.

        Der Hauskreis trifft sich wöchentlich montags in der Zeit von 20.00 h- 22.00 h (danach ist offenes Ende) in der Wohnung der Hauskreisleiter in der Stöffelburgstr. 4 in Gönningen. Wir sind zur Zeit ca. 8 - 10 Personen, d.h. Ehepaare und Singles, im Alter von ca. 25 - 40 Jahren.

        Unser Ziel ist Glaube und Alltag miteinander in Verbindung zu bringen, so daß Glaube als Lebensstil praktiziert werden kann.

        Wir haben ein wechselndes monatliches Programm mit Abenden zu fortlaufenden biblischen Texten, Lieder und Gebetsabenden, offenen Gesprächsrunden.

        Das Programm wird von den Hauskreisleitern halbjährlich erstellt und dann mit der Gruppe besprochen. Die Abende werden von den Gruppenteilnehmern abwechselnd vorbereitet.

        Natürlich gehen wir auch aus unseren vier Wänden raus und verbringen einen geselligen Abend mit Kegeln, essen gehen, Feste feiern, aber auch gemeinsamen Wochenenden usw.

        Außerdem ist uns die Transparenz nach außen und zur Gemeinde hin wichtig. Dies versuchen wir durch einzelne Aktionen z.B. Beteiligung beim Gemeindefest oder die jährlich stattfindende Osteraktion zu erreichen.

        In der Kirchengemeinde tätig sind wir Birgit und Werner Delesky seit ungefähr zehn Jahren. In den ersten Jahren vor allem in der Jugendarbeit (Teeniekreis) und einzelnen Projekten, sowie in einer Lebensgemeinschaft (bis Ende 1998).

        Unsere Wünsche sind, dass sich weitere Zellgruppen bilden, in denen Menschen in ihrem persönlichen Glauben wachsen und sich herausfordern lassen können. Die Kreise sollten untereinander und mit der Gemeinde vernetzt sein. Außerdem wünschen wir uns mehr Familien und junge Menschen im Gottesdienst.

        (Birgit und Werner Delesky)

      7. Hauskreis Blumöhr

      Dieser Hauskreis bildete sich 1996 aus Mitarbeiternnen und Mitarbeitern sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines Glaubensgrundkurses, der in Gönningen stattfand. Titel dieses Kurses war "Christ werden, Christ bleiben". Wir sehen unseren Hauskreis nach wie vor aus diesem Blickwinkel. Hauptinhalt ist das "Christsein im Alltag", d.h. welche Konsequenzen hat es eigentlich auf mein Leben, wenn ich Christ werde oder bin? Dieser Hauskreis soll schwerpunktmäßig bei diesem Thema Hilfestellung geben. Oft zeigt sich erst im Austausch mit anderen Christen, daß man nicht der, die einzige ist und alleine steht mit einem Problem oder einer Frage, sondern andere Christen vieles gleich oder ähnlich erleben. Zu Beginn wurde der Hauskreis durch ein dreiköpfiges Leiterteam geleitet, mittlerweile gibt es nur noch einen (An-)Leiter. Neben Bibelarbeiten, Predigttextvorbereitungen und Gebetsabenden beschäftigen wir uns auch mit einer Reihe von anderen Themen, wie Missionsarbeit, christlicher Literatur, oder auch biblischen Themen, wie Heiliger Geist oder Engelbildern. Auch die Auseinandersetzung mit anderen Weltreligionen und deren Inhalten war und ist ein Diskussionspunkt. Wir sind derzeit neun Personen. Der Hauskreis findet wöchentlich, dienstags um 20.00 Uhr in Gönningen statt.
      (Ralph Blumöhr)

    2. "Konziliarer Prozeß"
    3. Ich bin seit 1,5 Wahlperioden im KGR und fühle mich besonders dem konziliaren Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung verpflichtet. Deshalb bin ich im KGR auch für diesen Bereich zuständig.
      - So organisiere und erledige ich zusammen mit KGR Anja Schwenk-Stotz den Dritte-Welt-Verkauf an den Adventssonntagen in der Kirche. Unsere Kirchegemeinde ist Mitglied beim Eine-Welt-Verein Reutlingen. Ich vertrete uns bei der Mitgliederversammlung.
      - Nach der Behandlung der ökologischen Leitlinien der Landeskirche im KGR haben wir ein Kinderumweltprojekt, das "Grünes Tal" in Zusammenarbeit mit Gönninger Vereinen und Institutionen angeregt und organisiert. Es läuft jetzt im vierten Jahr.
      - Wir versuchen auch im Energieverbrauch der Kirchengemeinde uns schöpfungsgerecht zu verhalten. So habe ich angeregt, einen Teil unseres Stroms als Ökomix zu etwas höherem Preis von den Stadtwerken Reutlingen zu beziehen. In Zusammenarbeit mit Konrad Wagner (leider inzwischen nach Tübingen verzogen) haben wir unsere alten Stromverträge überprüpft und danach einen teilweisen Ökomix-Bezug beschlossen.
      - Zur Zeit bin ich dabei in Zusammenarbeit mit dem Umweltbeauftragten der Landeskirche unsere Heizung im Gemeindehaus zu überprüfen, um gegebenenfalls notwendige umweltgerechte Erneuerungen vorzuschlagen.
      - Im allgemeinen versuchen wir bei unseren Entscheidungen den Umweltaspekt zu berücksichtigen.
      - Wir sind Mitglied bei der Erlaßjahr-Kampagne. Ich sichte die laufenden Informationen der Kampagne und habe uns auf der Demonstration zum Erlaßjahr 2000 beim Kirchentag vertreten.
      - Wir beteiligten uns bei der Kampagne für saubere Kleidung mit einem finanziellen Beitrag.
      Ausblick:
      Schön wäre es, mit anderen Menschen zusammen am Thema "Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung" zu arbeiten, um sich gegenseitig zu unterstützen. Dann könnten wir vielleicht für unsere Kirchengemeinde ein Umweltaudit, wie von der Landeskirche initiiert , durchführen. Wir könnten einen autofreien Sonntag organisieren und einen Tag der Schöpfung ausführlich gestalten. Vielleicht ließe sich sogar eine Photovoltaikanlage für unsere Kirchengemeinde installieren. Für demnächst möchte ich wieder unsere Umwelttipps im Gemeingebrief in Angriff nehmen (die Konrad Wagner über fast drei Jahre betreute).
      (Ursel Nübel)

    4. Kreativ-Angebote
      1. Patchwork-Runde
      2. Die Patchwork-Runde besteht seit Januar 1999; sie wurde auf meine Anregung hin gegründet. 15 Frauen im Alter von 35 bis über 70 Jahren treffen sich hier am Dienstag Nachmittag vierzehntätig; die Gruppe ist seit Anfang konstant; Organisation und Vorbereitung obliegen mir und einzelnen Gruppenmitgliedern..
        Als Ziel sehen wir das Erleben generationsübergreifender Gemeinschaft; das gemeinsame Arbeiten für den Osterbasar verstärkt das Gruppengefühl und die Inteaktion.
        (Monika Maier-Geisel;
        Jg. 1936, vh., zwei Kinder, zwei Enkel; seit 1992 in Gönningen ansässig, seit vier Jahren im Ruhestand; Mitglied im Kirchenchor seit 1997)

      3. Töpferkreise

      Ort und Zeit: seit circa 15 Jahren wird im Gemeindehaus getöpfert; ein eigener Brennofen wurde 1986/87 im Rahmen einer Erbschaft, die für das Gemeindehaus verwendet werden mußte, angeschafft; seitdem gibt es zwei offene Töpfergruppen, die sich dienstags am Nachmittag (15.30 bis 17.30 Uhr) und am Abend (20 bis 22 Uhr) treffen, anfangs wöchentlich, seitzwei Jahren vierzehntägig; es gab auch einmal eine Kindergruppe, die neben den Großen töpferte, aber dies war zu nerven- und zeitaufwendig.
      Teilnehmerinnen: Die Gruppen bestehen zum einen aus älteren Frauen aber auch aus jungen Frauen, teilweise mit Kindern, die ebenfalls mittöpfern; die Frauen kommen hauptsächlich aus Gönningen, beide großen Konfessionen sind vertreten.
      Gestaltung der Treffen: Wir töpfern nach Lust und Laune ohne Scheibe, aber mit vielen Ideen vom Igel, Huhn oder Hase über Vasen, Blumentöpfe, Schüsseln, Becher und Kannen, Weihnachts-, Oster- , Fenster- oder Gartenschmuck. Im Gemeindehaus steht unser Brennofen und dort lagern wir das Material vom Ton bis zu den Glasuren. Jeder Mann und jede Frau ist uns herzlich willkommen. Wir bieten eine nette Atmosphäre, aber keinen Töpferkurs. Anfänger bekommen gerne tatkräftige Hilfe und Anleitungen, aber sonst töpfert, bemalt oder glasiert jeder, was und wie es ihm Spaß macht. Im letzten Herbst haben wir uns alle gemeinsam Unterrichtsstunden von einer professionellen Töpferin geleistet. Dies gab der Gruppe wieder neue Ideen und Auftrieb. Unterhaltung, offene Diskussionen über "Gott und die Welt", über die Geschehnisse in der Kirchen- und in der bürgerlichen Gemeinde, aber auch das Miteinander stehen oft mehr im Vordergrund als das Töpfern. Wie haben Gruppenmitglieder, die auf die 80 Jahre zugehen, auch Witwen, für die der Dienstagstermin ein wichtiger Zeitpunkt im täglichen , manchmal auch einsamen Leben ist.
      Wir haben in den letzten 15 Jahren alle Basare mitgestaltet, zum Teil auch allein ausgerichtet und damit doch mehrere Projekte in der Kirchengemeinde und – was uns immer wichtig war – auch außerhalb der eigenen Gemeinde unterstützt. Mehrere Jahre haben die katholischen Frauen aus unserem Ort und aus unserer Töpfergruppen sogar einen eigenen Stand auf den Basaren gehabt, mit dem sie unsere Ziele mitunterstützten. Für manche jüngere Frau, war und ist das Töpfern auch die Gelegenheit, wieder in der Kirchengemeinde Fuß zu fassen und sich dann z. B. auch ohne Schwellenangst an den Gemeindefesten zu beteiligen oder sich in anderen Bereichen zu engagieren.
      (Ulrike Gerstlauer;
      Jg. 1954, sie lebte bis 1995 im Gönninger Pfarrhaus mit ihrem Mann, der hier als Pfarrer tätig war, und ihrer Tochter)

    5. Seniorenarbeit
      1. "Kaffeestündle"
      2. Was tut die Gruppe, seit wann?
        Wir gestalten einmal im Monat einen Nachmittag für die Senioren unserer Gemeinde. Bei jeder Veranstaltung gibt es einen Programmpunkt von etwa einer Stunde, für den ein(e) Referent(in) eingeladen wird.

        Wir bieten: Dias, Filme, Reiseberichte, Lebensbilder, Lesungen, aber auch Heiteres wie Sketche in Mundart, Gedächtnistraining und musikalische Darbietungen. Großen Wert legen wir auf themen- oder jahreszeit-bezogene Dekoration und einladend gedeckte Tische. Häufig stellen wir auch das Gebäck selbst her. Die Einrichtung des früher sogenannten "Altennachmittags" gibt es in Gönningen seit etwa 4o Jahren. Darüber hinaus übernehmen wir Gratulations-Besuche bei Gemeindegliedern zum 75. bis 79. Geburtstag.
        Wer arbeitet mit, bereitet vor?
        Wir sind zur Zeit ein Team von acht Frauen. Bei der Vorbereitung und Planung arbeiten der Pfarrer und das Team zusammen.
        Wie funktioniert die Vorbereitung?
        An einem Nachmittag werden im Gespräch Ideen zusammengetragen. Wir bemühen uns, sie in möglichst abwechslungsreicher Folge zu verwirklichen.
        Wer wird durch das Angebot erreicht?
        Senioren im Alter zwischen 65 und 80 Jahren. Wir haben eine Besucherzahl zwischen 4o und 6o Personen je Nachmittag. Seit die Gruppe der Jüngeren Senioren besteht, ist der Altersschnitt bei unseren Besuchern gestiegen.
        Welche Veränderungen erwarten Sie, welche Ziele haben Sie?
        Da wir uns durch das Opfer der Besucher selbst finanzieren könnten, erwarten wir keine Veränderungen. Unser Ziel ist es, weiterhin in bewährter Weise unseren Gästen einen unterhaltsamen und fröhlichen Nachmittag bieten zu können.
        (Roswitha Haussecker;
        ich bin 56 Jahre alt und in diesem Jahr 2o Jahre Mitarbeiterin in der Seniorenarbeit unserer Kirchengemeinde. Da wir acht Frauen uns als gleichberechtigt verantwortlich verstehen, will ich noch anfügen, daß wir zwischen 54 und 66 Jahre alt sind und seit drei bis 2o Jahren mitarbeiten.)

      3. "Jüngere Senioren" und Seniorenfreizeit
      4. Im Jahre 1989 wurde auf Veranlassung von Pfarrer Heinz Gerstlauer in Gönningen eine überkonfessionelle Seniorengruppe ins Leben gerufen, die sich den Namen "Jüngere Senioren" gab und die bis heute fortbesteht und sich wachsender Beliebtheit erfreut. Erreicht werden durch die Gruppe sehr viele Alleinstehende, aber auch Ehepaare. An jedem ersten Donnerstag im Monat trifft sich die Gruppe zu einem kleinen Spaziergang in Gönningen mit anschließendem gemütlichen Beisammensein im Gemeindehaus oder zu einem Halbtagesausflug mit dem Bus in die nähere Umgebung, verbunden mit einer kleineren Wanderung oder einer Besichtigung (Schloß Sigmaringen, Naturkundemuseum Rosenstein und Planetarium in Stuttgart, Krippenausstellung in Schramberg-Sulgen, Renningen und Ludwigsburg usw.). Ferner findet jährlich ein Tagesausflug statt, ebenfalls verbunden mit einer Besichtigung (Freilandmuseum Wackershofen, Zeppelinmuseum Friedrichshafen, Technikmuseum Sinsheim und Bad Wimpfen usw.). Höhepunkt jeden Jahres ist eine achttägige Freizeit unter Niitwirkung von Pfarrer Gerstlauer und jetzt von Pfarrer Alexander Behrend. Die Freizeiten haben bisher stattgefunden in Sütirol, im Bayerischen Wald, in Sils Maria im Engadin, in Kärnten, in der Fränkischen Schweiz, in der Toskana, am Rhein, in der Sächsischen Schweiz und für dieses Jahr ist eine Freizeit in der Lüneburger Heide geplant.
        Die Teilnehmerzahl liegt
        a) bei den örtlichen Veranstaltungen zwischen 50 und 80 Personen,
        b) bei den Halbtagesausflügen und den Tagesausflügen zwischen 50 und 60 Personen und
        c) bei den Freizeiten zwischen 45 und 50 Personen.
        Das Alter der Teilnehmer lag zunächst zwischen 60 und 70 Jahren und liegt heute zwischen 60 und 85 Jahren. Dies macht die Programmgestaltung zunehmend schwieriger. Die Organisation liegt seit 1995 in den Händen von Gustav Wagner (70 Jahre), dessen Ehefrau Vera Wagner (66 Jahre) und Max Weisser (75 Jahre) unter tatkräftiger Mithilfe von verschiedenen Gemeindemitgliedern bei den Veranstaltungen im Gemeindehaus. Bis zu seinem krankheitsbedingten Ausscheiden im Jahre 1998 hat sich Adolf Simschek um die Seniorengruppe in hohem Maße verdient gemacht,
        (Max Weisser; Gustav Wagner)

      5. "Gönninger Seniorennachmittag"

      Im Advent findet ein "Gönninger Seniorennachmittag" gemeinsam mit der Bezirksgemeinde und der katholischen Kirchengemeinde statt. Er wird vom Kaffeestündle-Team mit vorbereitet und ersetzt das Dezember-Kaffeestündle.

    6. Arbeit mit Frauen: Weltgebetstag der Frauen
    7. Entwicklung: Der WGT wird in Gönningen seit etwa 30 Jahren gefeiert. Nachdem er eingeführt war, fanden sich immer Frauen, die sich über längere Zeit für seine Vorbereitung und Durchführung verantwortlich eingesetzt haben. Den Verantwortlichen gelang es, jeweils eine Gruppe von Frauen zu gewinnen, die sich in Zusammenarbeit mit Frauen aus der Kath. Kirchengemeinde St. Michael für die Vorbereitung und Durchführung engagierten. Nachdem 1997 Frau Heinz altershalber die Verantwortung abgab, zogen sich andere ältere Frauen ebenfalls zurück. Glücklicherweise konnten einige jüngere Frauen für diese Aufgabe gewonnen werden, so daß dieses Jahr eine Vorbereitungsgruppe von 14 Frauen zur Verfügung stand.
      Vorbereitung: Da sich die Gruppe in dieser Zusammensetzung sonst nicht trifft, beginnt die organisatorische Verbereitung Anfang Januar mit der persönlichen (telefonischen) Anfrage um Bereitschaft zur Mitarbeit. Der schriftlichen Einladung wird die Liturgie beigefügt mit der Bitte, sich bis zum ersten Treffen damit vertraut zu machen. Meine eigene inhaltliche Vorbereitung umfaßt die Gewinnung von Informationen über das WGT-Land, seine gesellschaftliche Situation und die Lebenssituationen der Frauen dort. Die Teilnahme an dem dreitägigen Workshop der württembergischen AG Christlicher Frauen für den WGT, Stuttgart, im September 2000 war mir dabei sehr hilfreich, so daß ich voraussichtlich auch dieses Jahr dieses Angebot in Anspruch nehmen werde. Aus den vom Deutschen WGT-Komitee in Stein herausgegebenen Arbeitshilfen "Ideen und Informationen" wähle ich geeignete Vorschläge (Sprecherfolgen, Szenische Darstellungen und Texte) mit denen die Liturgie so gestaltet werden kann, daß nicht nur Zuhören gefordert, sondern die Liturgietexte veranschaulicht werden können. Diese Vorschläge lege ich der Vorbereitungsgruppe beim ersten Treffen vor, und wir entscheiden gemeinsam, was wir davon verwenden. Außerdem wird geklärt, wer sich in welcher Weise an der Liturgie beteiligt, und welchen Beitrag die "Musikergruppe" leisten kann. An einem zweiten Abend unmittelbar vor dem WGT wird der ganze Verlauf des Gottesdienstes geprobt. Diesen zweiten Termin halte ich für unverzichtbar, zum einen, weil jede Beteiligte größere Sicherheit für ihren Part gewinnt und die Gruppe angesichts der gemeinsamen Aufgabe mehr Verbundenheit untereinander entwickeln kann. Alle sonstigen notwendigen Vorbereitungen übernehme ich selbst, weil es mir ein Anliegen ist, die Frauen, die entweder berufstätig und/oder durch ihre Familien oder andere Aufgaben in der Gemeinde beansprucht sind, nicht zu überfordern.
      Wen erreicht das Angebot? Die Erfahrung bestätigt, daß die Mehrzahl die Mitwirkung an der Gestaltung der WGT-Liturgie als persönliche Bereicherung erfährt. Darüber hinaus nehmen ca. 35 Frauen verschiedenen Alters am WGT-Gottesdienst teil. Die Überschneidung mit den Winterferien schränkt die Teilnahme jüngerer Frauen leider ein. Die spontanen Reaktionen der Teilnehmerinnen und die Kollekte bestätigen, daß die Form der Gestaltung Anklang und Zustimmung finden.
      Veränderungen/Ziele: Die Erfahrungen der letzten drei Jahre bestätigen, daß je nachdem, wie fremd und fern das sog. WGT-Land ist, es sich lohnt, etwa 10 bis14 Tage vor dem WGT einen Infoabend anzubieten, so daß die Landesinformationen im Ablauf des Gottesdienstes weniger Raum beanspruchen und dafür der Feier der Liturgie mehr Gewicht zukommt. Ich stelle mir vor, in Absprache mit unseren Nachbargemeinden Bronnweiler und Ohmenhausen künftig zu einem solchen Abend einzuladen. Ein größerer Teilnehmerkreis rechtfertigt u.a. auch die Ausgaben für eine/n entsprechend qualifizierte/n Referentin/en. Daß sich auch in diesem Jahr wieder einige jüngere Frauen zur Mitarbeit gewinnen ließen, stimmt mich hoffnungsvoll im Blick auf den Fortbestand.
      (Hanna Sülzle;
      meine eigene Mitarbeit am WGT beschränkt sich auf die Zeit ab 1999. Dagegen bin ich seit 1983 Mitglied des Evangelischen Kirchenchores. Erst der Ruhestand ermöglichte mir, mich stärker zu engagieren.)

    8. Ökumenische Bibelwoche
    9. Seit vielen Jahren wird in der letzten Januarwoche eine Bibelwoche nach Vorschlägen der Bibelgesellschaften gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde und der Evangelisch-methodistischen Kirche Reutlingen durchgeführt. Den Auftakt bildet jeweils ein Einführungsabend mit einem Tübinger Theologie-Professor, die weiteren drei Abende übernehmen Vertreter der drei Konfessionen. Abgeschlossen wird die Reihe durch einen ökumenischen Gottesdienst am Sonntag-Vormittag in der katholischen Kirche. Die Teilnehmerzahl lag in diesem Jahr zwischen 30 und 60 Personen. In den letzten Jahren waren die Professoren Gese, Dietzfelbinger, Mittmann, Theobald und Hofius sowie Privatdozent Neef zu Gast.

    10. Themenbezogene Einzelveranstaltungen und Veranstaltungsreihen
    11. Im Frühsommer und Herbst werden themenbezogene Einzelveranstaltungen und Veranstaltungsreihen durchgeführt, die sich aus dem Tagesgeschehen oder besonderen kirchliche Ereignissen oder Anregungen.

      So wurde 1996 ein Luther-Wochenende durchgeführt, 1997 gab es eine Reihe zum Sozialwort der Kirchen und 1998 Veranstaltungen zu ökologische Fragen;; 1999 standen die Sonnenfinsternis und die sog. Jahrtausendwende im Mittelpunkt. Dabei wird versucht, verschiedene Veranstaltungsformen zu mischen: Vorträge, Gottesdienste, Intenet-Seiten ¼

      Die Resonanz ist sehr unterschiedlich; bei sozialpolitischen Themen ist die Beteiligung schwach, bei lebenspraktischen Fragen groß (Thema "Trauern" mit Pfr. Dr. Ingo Sperl).

    12. "Religionsunterricht für Erwachsene"

    In diesen Tagen startet in Ohmenhausen der erste Kurs "Religionsunterricht für Erwachsene", der in Gönningen im Herbst angeboten werden wird. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekte beider Gemeinden, für das sich sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den beiden Orten in den entsprechenden Kursen des Gemeindedienstes schulen ließen.

  3. Übergemeindliche Kontakte
  4. Bereits 1998 hat unser Kirchengemeinderat auf dem Hintergrund der Pfarrplan-Diskussionen eindeutige Signale in die Nachbarschaft gesandt, an einer engeren Zusammenarbeit interessiert zu sein. Aufgrund anstehender Pfarrerwechsel dort, war die Resonanz bescheiden.

    Mittlerweile hat sich durch den ortsübergreifenden Dienst von Diakon Kopp vor allem mit Ohmenhausen ein intensiverer und wachsender Kontakt ergeben: "Religionsunterricht für Erwachsene", "Doppeldienste" im August, gemeinsames Info-Magazin für die Jugendarbeit, gemeinsamer Gemeindebrief-Mantel zu Ostern mit den (z. T. gemeinsamen) Angeboten ¼

    Mit Bronnweiler war die konkrete Zusammenarbeit bislang eher zurückhaltend, was wohl mit der ungeklärten Diskussion über die prozentuale Ausstattung der dortigen Pfarrstelle zusammen hing.

    Zusammenarbeit bedeutet nicht, daß damit primär Ressourcen eingespart werden sollen – auch das kann im günstigen Falle geschehen; bei der Zusammenarbeit wird es vor allem um die Qualitätsfrage gehen, vor die sich die kirchlichen Angebote je länger desto mehr gestellt sehen werden. Außerdem muß differenziert werden, in welchen Segmenten welche Form der Zusammenarbeit möglich und sinnvoll ist: in der Seniorenarbeit die Mitarbeiterschulung, in der Erwachsenenbildung Seminare, Chöre öffnen sich für gemeinsame Projekte ¼

    Bei den "Gottesdiensten im Grünen" sowie bei Projekten, bei denen dies sinnvoll erscheint, gab und gibt es außerdem eine Zusammenarbeit "hinauf auf die Alb" (Genkingen); die Veranstaltungen zum "Millennium" wurden gemeinsam mit dem Reutlinger "Haus der Familie" und der Gesamtkirchengemeinde Reutlingen getragen.

  5. Mission und Ökumene
    1. Weltweite Kontakte
      1. "Arco Iris"
      2. Pfarrer Behrend bekam vor einigen Jahren einen Brief aus Boliviens Hauptstadt La Paz (span. "Der Frieden"): "Sehr geehrter Herr Pfarrer Behrend, lieber Bruder! Ein ganz herzliches Dankeschön noch einmal an die Gönninger Kirchengemeinde für die Unterstützung unserer Heim- und Straßenkinder und für die Überweisung der rund 3000.- DM. Für uns war diese Spende eine große Überraschung und Hilfe! Von dem Betrag habe ich zehn besonders stabile Doppelbetten aus Stahl fertigen lassen. Das war für uns eine wichtige und längst gewünschte Anschaffung. In unseren Häusern schliefen früher die Kinder unter zehn Jahren zu dritt in einem Bett. Jetzt haben wir nur noch ganz wenige, die zu zweit ein Bett teilen. Wir möchten bald so weit sein, dass jedes Kind sein eigenes Bett hat. Die zweite Hälfte Ihres Geldes habe ich in unsere "kleine Kasse" getan. Damit finanzieren wir die täglich anfallenden Unkosten, die niemand im Voraus berechnen kann: Medikamente und Krankenhauskosten, Entbindungen und Kautionen (um die Kinder aus den Gefängnissen zu holen), Lebensmittel, Fleisch, Salat (für besonders unterernährte Kinder, die in eine spezielle Ernährung brauchen)..."

        Seit 1996 unterstützt die Gönninger Kirchengemeinde zusammen mit der Altenburger Kirchengemeinde die Stiftung Arco Iris des Padre Jose in Bolivien. Padre Jose ist ein katholischer Pfarrer aus Sulz am Neckar. Seit 1992 betreut er neben 40.000 (!) Gemeindegliedern auch noch auf vielfältige Weise Straßenkinder von La Paz.

        Es gibt tausend Gründe überall auf der Welt zu helfen. Pater Jose haben wir in Gönningen selbst persönlich kennengelernt, als er sich bei uns für die Hilfe bedankte. Dabei haben wir Vertrauen gewonnen, seine Arbeit besser kennen gelernt und sind überzeugt, dass seine Arbeit gut und hilfreich ist und, dass das Geld optimal angewendet wird – vor allem ohne großen Verwaltungsaufwand.

        Betroffene Kinder sollen nun selbst zu Wort kommen, denn in einem Gottesdienst bei Padre Jose schrieben sie ihren größten Wunsch auf einen Zettel:

        Keinen Hunger haben (Michael, 10 Jahre)

        Eine Matratze zum Schlafen (Carla, 8 Jahre)

        Eine Mutter die mich mag (Eva, 7 Jahre)

        Eine warme Decke für die Nacht (Lorenzo, 11 Jahre)

        Ein Paar Schuhe (Vladimir, 12 Jahre)

        Jemand, dem ich vertrauen kann (Justina, 10 Jahre)

        Einen Kuß von der Mutter Gottes (Manuel, 10 Jahre)

        Das tägliche Brot (Heinz, 11 Jahre)

        Dass man mich nicht mehr schlägt (Anna, 8 Jahre)

        Jede Nacht einen Platz zum Schlafen (Alberto, 10 Jahre)

        (D. Birkenhofer)

      3. Ambohitsara auf Madagaskar
      4. Vor rund drei Jahren bekam ich bei einem privaten Aufenthalt auf Madagaskar Kontakt zu einem abgelegenen Dorf an der Ostküste der riesigen Insel. Zusammen mit meiner Frau, die im "Kaffeestündle" der Gemeinde tätig ist, haben wir uns vorgenommen, etwas für dieses Dorf zu tun. Durch unseren Kontakt zu Herrn Pfarrer Behrend starteten wir gemeinsam eine Spendenaktion "Hilfe für Ambohitsara/Madagaskar".

        Unser erstes Projekt war eine Brücke für Ambohitsara, damit vor allem die vielen Kinder auf ihrem Weg zur Schule nicht durch den Fluß waten mußten. Das "Gönninger Brückle" wurde bald Wirklichkeit und es folgten nach weiteren Besuchen in diesem Dorf mehrere Hilfsaktionen. So haben wir hunderte von Wolldecken gekauft, Brunnen gegraben, die Realschule mit einem Erweiterungsbau versehen und sind nun an der Lösung des Bewässerungsproblems für die Reisfelder mittels eines Windrades. Die Spenden der Gönninger Gemeinde und auch private Spenden aus meiner Apotheken-Kundschaft haben bisher schon sehr viel Hilfe gebracht. Ich verbürge mich stets für das 100%ige Ankommen der Spenden; auch meine eigenen Reisekosten trage ich selbst.

        (Eberhard Haule,
        Apotheker, Gönningen, 59 Jahre)

      5. St Luke-Gemeinde Ann Arbor (Michigan/USA)
      6. Eine offiziöse Gemeinde-Partnerschaft gibt es mit der lutherischen Kirchengemeinde St. Luke in Ann Arbor (Michigan/USA); diese Gemeinde zählt zum "linken Flügel" der konservativen Missouri-Synode. Wir freuen uns darüber, daß über diese innerlutherischen Schranken hinweg die persönlichen Beziehungen zu einer recht intensiven Partnerschaft geführt haben. Ausgangspunkt war der Kontakt zwischen dem dortigen Gemeindeglied Andrew C. Smith und mir: Über die Suchbegriffe "Kirche, Reutlingen" war er 1996 auf unserer Gemeinde-Internet-Seite gestoßen; Smith hatte in Reutlingen Deutsch studiert und ist seit vielen Jahren aktiv in der Austauscharbeit zwischen den Partnerstädten Tübingen und Ann Arbor als Lehrer tätig. Von daher drängte sich irgendwann der Gedanke auf, ob solcher Austausch nicht auch zwischen den Kirchengemeinden denkbar wäre – ein für amerikanische Verhältnisse durchaus nicht selbstverständlicher Einfall. Nach einer persönlichen Begegnung hier in Gönningen ergab sich 1999 der Besuch einer neunköpfigen Gruppe aus Gönningen in Ann Arbor, der ich selbst angehören durfte. Ein umfangreiches Programm gab uns in den zehn Reisetagen intensive Einblicke in das kirchliche und gesellschaftliche Leben. Besonders beeindruckend waren die Gottesdients-Besuche: 1500 Teilnehmer in den vier Gottesdiensten von St. Luke’s, Kirchgang in einer Mega-Church mit 5000 Personen – ein Abendmahlsgottesdienst in einer "schwarzen" Gemeinde in Detroit mit etwa 40 Frauen und Männern. Die Beziehung festigte sich und führte im vergangenen Jahr zu einer Reise von sechs amerikanischen Gemeindegliedern nach Gönningen; die Resonanz war sehr erfreulich auf beiden Seiten und es war ein glücklicher Umstand, daß einer der hauptamtlichen Mitarbeiter, Ron Wrightson, zu der Reisegruppe zählte. Durch ihn wurde der Kontakt nochmals ein Stück offizieller; er wird nun auch dabei sein, wenn in wenigen Wochen eine 13-köpfige Jugenddelegation aus Gönningen unter Leitung von Diakon Andreas Kopp nach Ann Arbor reist. Wir sind gespannt auf die Eindrücke, die die Jugendlichen sammeln werden. Es möge ihnen gehen wie uns: Daß man das Eigene, Selbstverständliche wieder neu sehen lernt und sowohl die Stärken des eigenen Umfeldes wie auch Entwicklungs-Chancen erkennt. Besonders deutlich wird im Kontakt mit St. Luke’s, daß dies eine Beziehung ist, die Menschen im Glauben an Jesus Christus zusammenführt.

      7. Osteuropa (St. Petersburg, Kasachstan, Ukraine)

      Als Besucher des Gönninger Samenhandelmuseums und an der Geschichte Gönningens interessierte "Neubürger"( vor 10 Jahren zugezogen ) war uns, Sigrun und Hans-Peter Häußermann, bekannt, dass in den letzten Jahrhunderten Gönninger Samenhändler bis nach Osteuropa vorgedrungen waren. In St. Petersburg und an der Wolga gab es damals größere deutsche Gemeinden, die wahrscheinlich auch zum Kundenstamm gehörten. Diese Information im Hinterkopf ließ uns vor drei Jahren schnell auf eine Anfrage von Schwester Fridel, der früheren Leiterin des Kinderheims im Hohbuch reagieren. Sie suchte damals eine Partnergemeinde für eine deutsche evangelische Kirchengemeinde in St.Petersburg.
      Schwester Fridel verbringt ihren "Unruhestand" damit, Kontakte und Hilfstransporte in osteuropäische Länder zu organisieren und durchzuführen. Schon bald waren Kontakte zu Pfarrer Behrend und dem Kirchengemeinderat geknüpft. Am Gemeindefest 1999 konnte Frau Margret Schulmeister, eine pensionierte Lehrerin aus St. Petersburg, die anläßlich des Kirchentags zum ersten mal in Deutschland war, etwas davon berichten, wie das Leben, bzw. das "Überleben" in ihrer Stadt aussieht und wie sehr die Menschen dort auf unsere Hilfe aus dem wohlhabenden Westen angewiesen sind.
      Seit 1998 werden jährlich von einigen Gönninger Samenhändlern unverkäuflich gewordene Gemüsesamen aus dem Vorjahr gespendet, verpackt und über ein Netz von zuverlässigen Kontaktpersonen in verschiedene Länder Osteuropas gebracht. Unsere Kontaktperson in St.Petersburg ist Frau Schulmeister, in der Wolgaregion verteilt Pfarrer Bareis vom Gustav-Adolf-Werk die Spenden und in die Ukraine fährt eine Schwester Fridel bekannte Familie aus dem Remstal.
      Immer wieder zeugen Briefe und Fotos von den geernteten Früchten von der Notwendigkeit der Hilfe und von der Dankbarkeit der dort lebenden Menschen. In St. Petersburg keimen die Samen im März auf den Fensterbrettern der Stadtwohnungen vor, um dann auf einem Stück Land außerhalb der Stadt (1 Stunde und mehr Bahnfahrt ) ausgepflanzt und schließlich geerntet zu werden. Ohne diese selbst angebauten Lebensmittel könnten viele Familien nicht überleben.
      Inzwischen gab es weitere Anfragen aus dem Osten, bei denen wir von der Gönninger Bevölkerung wiederum große Unterstützung erhielten, beispielsweise eine Sammelaktion von Stoff- und Wollresten, nicht mehr gebrauchten Kurzwaren ect., die in eine Werkstadt für Behinderte nach St. Petersburg geschickt wurden. Über ein Gottesdienstopfer und einen Teil des Erlöses des Gemeindefestes konnten bedürftige ,ältere Frauen in St. Petersburg unterstützt werden, die im Monat oft nur 20.-DM Rente bekommen.
      Wir, das Ehepaar Häußermann, verstehen uns in Gönningen als Ansprechpartner und Vermittler für diese Hilfsprojekte und Kontakte nach Osteuropa. Wir freuen uns, daß wir innerhalb der Kirchengemeinde, besonders durch Herrn Pfarrer Behrend, so viel Unterstützung und spontane Hilfsbereitschaft erfahren.
      Für Anregungen und neue Projekte sind wir offen, wobei es nicht unser Ziel ist eine neue Hilfsorganisation aufzubauen, sondern eher in kleinem Rahmen Menschen zusammenzuführen, von denen der eine etwas abzugeben hat und der andere dieses braucht.
      (Sigrun und Hans-Peter Häußermann)

    2. Finanzieller Einsatz für Eine-Welt-Projekte
      1. "Brot für die Welt"
      2. In der Weihnachtszeit wird intensiv durch Veröffentlichungen und Gottesdienst-Opfer für die Aktion "Brot für die Welt" geworben. Das Spendenaufkommen konnte dadurch kontinuierlich gesteigert werden: 1998: DM 5000.-; 1999: DM 6500.-; 2000: DM 7200.-.

      3. Eine-Welt-Verkauf
      4. In den Adventsgottesdiensten werden jeweils "fair gehandelte Waren" in der Kirche nach dem Gottesdienst zum Kauf angeboten; kein großer Ertrag – allerdings steht die Erinnerung im Mittelpunkt, daß die Gemeindeglieder als Kunden manches bewegen können im Blick auf gerechtere ökonomische Strukturen.

      5. Weltmissionsprojekt

      Das Weltmissionsprojekt wird von zwei Kirchengemeinderäten jeweils aus den Vorschlägen der Landeskirche ausgesucht unter Berücksichtigung der sonstigen Aktivitäten und Schwerpunktsetzungen der Kirchengemeinde. Das jeweilige Projekt wird im Gemeindebrief durch einen Artikel vorgestellt.

    3. Ökumenische Zusammenarbeit am Ort

    Wie an etlichen Punkten des Berichtes bereits deutlich wurde, gibt es eine intensive Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde; dies findet seinen Widerhall im Atmosphärischen: man informiert sich gegenseitig (vor Gründung der Pfadfinder-Gruppen waren die beiden katholische Pfarrer mit dem Pfadfinder-Leiter bei mir und Diakon Kopp zu einem Gespräch) und unterstützt sich, wo irgend möglich.

    Positiv ist, daß sich manches institutionell festigen ließ: die vier ökumenischen Gottesdienste, die beiden Bibelwochen, der "Gönninger Seniorennachmittag" (unter Einbeziehung der Bezirksgemeinde) im Advent. Selbstverständlich werden die jeweiligen Gemeindeangebote auch von Gliedern der jeweils anderen Konfession wahrgenommen. Durch die wieder ermöglichte Präsenz eines "eigenen katholischen Pfarrers" für Gönningen, Pfr. Bernard Backenstrass, gewinnt die Schwester-Gemeinde weiter. Ein jährliches Koordinationstreffen der Verantwortlichen hat sich leider noch nicht institutionalisiert.

  6. Gebäude, Grundstücke, Finanzen
    1. Gebäude und Grundstücke der Kirchengemeinde
    2. Die Gebäude wurden im vorigen Jahr durch den landeskirchlichen Sicherheits-Ingenieur inspiziert; die meisten Anregungen wurden durch die entsprechenden Mitarbeiterinnen durchgeführt oder überdacht.

      1. Kirche
      2. Die Kirche wurde 1994 innen renoviert, kleinere Ausbesserungsarbeiten wurden 2001 durchgeführt. Sie ist an der Außenfassade in gutem Zustand, der Tuffstein bedarf keiner großen Maßnahmen. Die historische Orgel wird 2002 gereinigt und renoviert werden.

      3. Gemeindehaus
      4. Das Gemeindehaus wird mittelfristig außen renoviert werden müssen. Das Untergeschoß soll in diesem Jahr mit Eigenleistung überholt werden. Über die Heizung laufen zur Zeit Gespräche.

      5. Pfarrhaus
      6. Es handelt sich um ein staatliches Pfarrhaus. Zwei Wohnungen im Ostflügel werden von der Kirchengemeinde verwaltet; beim Auszug der Mieter im 1. Obergeschoß steht eine Renovierung an, die durch eine Rücklage finanziert ist. Zwei Garten-Grundstücke zum Pfarrhaus sind eingesät.

      7. Pfarrgrundstücke
      8. Neben Unland gibt es drei Baumwiesen, die von einem ortsansässigen Bauer gemäht werden. Eine bringt Obstertrag, der von der Pfarrfamilie versorgt wird.

      9. Kindergarten

      Der evangelische Kindergarten befindet sich in einem historischen städtischen Gebäude; größere Maßnahmen stehen nicht an.

    3. Finanzielle Situation

    Obwohl die Haushaltspläne der Kirchengemeinde jeweils nur unter massivem Einsatz Freier Mittel zum Ausgleich zu bringen sind, entsteht regelmäßig ein Überschuß, der einer Rücklage Freie Mittel zugeführt wird, die mittlerweile einen nicht unbeträchtlichen Umfang hat, sodaß auch kurzfristig Spielraum bei besonderen Vorhaben besteht. Die relativ günstige finanzielle Situation dürfte durch rege Vermietungs-Tätigkeit in Kirche und Gemeindehaus begünstigt sein.

  7. Zusammenfassende Schlußbemerkungen

Die Evangelische Kirchengemeinde Gönningen ist eine aktive Kirchengemeinde, die in ihrem Ort akzeptiert ist sowie wahr und ernst genommen wird. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln Eigeninitiative; manches kann nicht angegangen werden, weil Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Zeit nicht zur Verfügung stehen. Die Zunahme der Angebote läßt zugleich immer wieder nach dem Verbindenden fragen: Wie gewinnt das Evangelium bei uns so Gestalt, daß wir und andere es als unsere Lebenskraft erkennen können? Der Gottesdienst wird von seiner (vielleicht auch "nur" symbolischen) Bedeutung her deshalb noch zunehmen – es lohnt sich, hier Arbeit zu verwenden. Der Stellenwert und das Engagement von Ehrenamtlichen wird zunehmen – vorausgesetzt, wir können sie uns in Zukunft noch leisten: Denn ihr Einsatz ist nur mit entsprechenden Hauptamtlichen zu erreichen und zu fördern.