Gemeindebrief 2/2002

Über den eigenen Kirchturm hinaus schauen …




In dieser Ausgabe:

Abschied von Brigitte Zirngibl als Mesnerin ...
"Über den Kirchturm hinaus" ...
Weltgebetstag(e) ...
"Gewalt überwinden" ...
KGR-Tagung ...
Theologie-Kurs ...
"Weihnachten im Schuhkarton" ...
Termine - Treffs - Kontakte ...
Ev. Jugend: Basis-Gruppen ...
Umwelt-Tipp Nr. 12 ...
Konfis03 ...
Diakonie-Sammlung 2002 ...
Kirchegemeinderat Eberhard Haule ...
Goes, von Weizsäcker, Gönningen ...




Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser!

Abschied von Brigitte Zirngibl als Mesnerin: Bis vergangenen Monat verrichtete Brigitte Zirngibl sehr einfühlsam den Mesner(innen)dienst an unserer Peter-und-Paul-Kirche. In einem Gottesdienst am 23. Juni wurde Frau Zirngibl aus ihrem Dienst verabschiedet. Aus persönlichen Gründen beendete sie ihre fünfjährige Tätigkeit. Mit großer Hingabe bereitete sie für alle Anlässe den Kirchenraum vor und strahlte insbesondere im Gottesdienst Ruhe und Umsicht aus. Oft war ihre ganze Familie im Einsatz, ihr Mann spielte am Keyboard oder an der Orgel, die Kinder halfen beim Abendmahl oder beim Verteilen wichtiger Handzettel – alles zum Wohl unserer Gönninger Kirchengemeinde. Dafür danken wir alle nochmals der Familie Zirngibl!

Jetzt wird eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gesucht, aber zunächst müssen wir die obligatorische sechsmonatige Wiederbesetzungssperre überbrücken; das heißt: zusammenrücken und improvisieren. So ist hauptsächlich der ganze Kirchengemeinderat aufgerufen, in dieser Zeit Mesnerdienst zu leisten.

Frau Zirngibl gab deshalb eine Einführung in die Mesnertätigkeit und dabei zeigte sich sehr schnell: Mesner schließen nicht nur die Türen auf und lassen je nach Anlass läuten oder besorgen Blumenschmuck. Da gibt es viel mehr zu tun, nicht nur bei den "normalen" Gottesdiensten, sondern vor allem auch an kirchlichen Festtagen wie Weihnachten oder Erntedank und bei Taufen oder Hochzeiten, bei Familiengottesdiensten oder Gottesdiensten im Chorraum unserer Kirche. Wie schön, wenn es dann mit so viel Geschick und persönlichem Einsatz geschieht wie bei Frau Zirngibl!

Wenn nun in den nächsten Monaten beim Mesnerdienst etwas schief läuft, falls statt der Tauf- die Vaterunser-Glocke läutet, am helllichten Tag die Außenbeleuchtung brennt, der Blumenschmuck nicht so perfekt ist oder sonst ein Fehler gemacht wird, dann haben Sie bitte mit uns Nachsicht. Nichts ist beabsichtigt, sondern einfach aufgrund ungewohnter Tätigkeit entstanden. Und im Übrigen freuen wir uns jetzt schon auf die Nachfolge von Frau Zirngibl.

Für den Kirchengemeinderat

und das Gemeindebrief-Redaktionsteam, Ihr

Dietrich Birkenhofer

Über den eigenen Kirchturm hinaus schauen …

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Ferienzeit ist wie geschaffen dazu, über den eigenen, den heimischen Kirchturm hinaus zu schauen. Reisen bildet – und wer nicht reisen kann oder mag, unternimmt einen Ausflug oder erwandert sich die Umgebung.

Über den eigenen Kirchturm hinaus schauen wir auch mit unserem Titelbild. Der filigrane Turm der evangelischen Kirche in Ohmenhausen ist der Aufmerksamkeit wert. Auf einer Foto-Tour hat ihn Dietrich Birkenhofer abgelichtet.

Wenn ich fremde Kirchtürme sehe und mir die Redewendung vom "Darüber-hinaus-Schauen" ins Gedächtnis kommt, erinnert es mich daran, dass ich diese Impulse von außen, dass ich diese Fingerzeige Gottes brauche, dass ich es brauche, angesprochen zu werden, von anderen das rechte Wort gesagt zu bekommen.

Es fordert meinen eigenen Glauben heraus, wenn ich den in Stein gemeiselten Glauben entdecke an einem Kirchturm. Es fordert mich heraus, darüber nachzudenken, was mein Leben trägt, wenn ich den Glauben anderer Menschen erlebe. Es ist gut, über den eigenen Kirchturm hinaus zu schauen: Wenn man Glück hat, entdeckt man, was es daheim und in einem selbst schon gibt! Fremde Kirchtürme öffnen den Blick für den eigenen – Reisen bildet auch in dieser Hinsicht.

In der Nachbarschaft unserer evangelischen Gemeinden in Bronnweiler, Gönningen und Ohmenhausen entwickelt sich das: Ich entdecke den Glauben und die Ansichten der anderen und bekomme einen neuen Blick auf das Eigene, lerne es schätzen oder kritisch sehen. Das tut gut und eröffnet uns Chancen für die Zukunft. Über den eigenen Kirchturm hinaus schauen: Mit unseren Sommer-Gottesdiensten läßt sich das besonders geschickt machen – mehr dazu auf Seite 8 …

Über den eigenen Kirchturm hinaus schauen – der geruhsamere Rhythmus der Sommerwochen macht’s möglich. Gönnen Sie es sich – und entdecken Sie am Anderen das Eigene neu, vielleicht auch den eigenen Glauben.

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Alexander Behrend, Pfarrer

PS Auch Jesus war ja bekanntermaßen viel unterwegs. Und selbst ihm ging es so, dass er immer wieder ins Staunen kam, was ihm da auf seiner Reise an Glaube begegnete: Lesen Sie es in einer ruhigen Stunde doch mal in Ihrer Konfirmations-Bibel nach! Mein Tipp: Markus-Evangelium, Kapitel 8, 5-12 und Kapitel 15,21-28.

"Einblick": Weltgebetstag

Ein ökumenischer Beitrag zur Vernetzung in der Einen Welt, gestaltet aus dem Erlebnishorizont von Frauen

Seit Jahrzehnten feiern Frauen und zunehmend auch Männer weltweit am ersten Freitag im März den Weltgebetstag. Dazu erarbeiten Frauen aus einem bestimmten Land die Gottesdienstliturgie, die dann an diesem Tag in 170 Ländern der Erde gefeiert wird. Das ist wie eine liturgische ökumenische Weltreise, von Frauen gestaltet, offen für alle. Dabei werden wir mit den sehr verschiedenen Lebenssituationen von Frauen konfrontiert.

Mit den Frauen aus Madagaskar, die im Jahr 1998 zum Weltgebetstag eingeladen hatten, verbindet uns in Gönningen ein besonderes Verhältnis. Eberhard Haule, Kirchengemeinderat der evangelischen Gemeinde, organisiert seit Jahren Hilfsprojekte auf der afrikanischen Insel. Gerade in diesen Tagen denken wir besonders an die Madegassen: Ein seit Anfang des Jahres, mit der Präsidentschaftswahl begonnener Bürgerkrieg, reibt das Land auf. 1999 begegneten wir den Frauen aus den Slums von Venezuela, im Jahr 2000 den Problemen des weitläufigen Inselstaates Indonesien und 2001 den Frauen des stark traditionsgebundenen südpazifischen Inselstaates West-Samoa. Für dieses Jahr hatten die rumänischen Frauen die Liturgie ausgearbeitet, die sehr von der orthodoxen Tradition geprägt war. Nicht nur in Rumänien selbst war eine Auseinandersetzung vorausgegangen, die eine versöhnende Wirkung zwischen den verschiedenen christlichen Konfessionen mit sich brachte; auch für uns war die Begegnung mit einem fremden Land und seinen Sitten und seinen Problemen wieder einmal spannend und anregend. Mitgefühl und finanzielle Solidarität sind das eine. Das Beten in einem fremden liturgischen Rahmen brachte uns darüber hinaus ins Gespräch, was uns im Gottesdienst gefällt, was uns fehlt, was uns befremdet, was uns vorschwebt und wie wir uns das Menschsein nicht nur individuell, sondern auch weltumspannend vorstellen können. So verschieden die gesellschaftlichen Bedingungen in diesen Ländern sich uns darstellten, so war und ist allen gemeinsam, dass Gewalterfahrungen das Leben der Frauen bestimmen. Das gab den Anstoß für uns, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Weltgebetstag und der jüngst vom Ökumenischen Rat der Kirchen ausgerufenen Dekade "Gewalt überwinden". Wir stellen uns vor, bei geeigneten Anlässen in der Gemeinde (Gemeindefest, Konzerte, Gottesdienst) das Weltgebetstagsland des Jahres einzubeziehen. "Informiertes Beten und vom Gebet durchdrungenes Handeln" kennzeichnen die Weltgebetstagsbewegung. So gehen unsere Sonntagsgottesdienst-Opfer des Weltmissionsprojektes dieses Jahr an Frauen in Rumänien. Im nächsten Jahr führt unsere WGT-Reise in den Libanon. Mit diesem Land im Nahen Osten, in dem es besonders viele christliche Gemeinden gibt, wollen wir uns bis zum nächsten Weltgebetstag (es ist der 7.3.2003) befassen und planen dazu für Februar eine Informationsveranstaltung.

Wer Zeit und Lust hat bei der Planungsgruppe mitzumachen, ist am Samstag, den 9.11. und/oder am Samstag, den 15.2.2003, jeweils 15.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus herzlich willkommen.

Ihre Hanna Sülzle (Tel. 3893), Inge Schäfer, Conni Zeul

"Gewalt überwinden": Ausstellung mit Konzert-Gottesdienst am 17.11.2002 – eine Einladung zum Mitmachen



… unser täglich Brot gib uns heute …

Wer ist nicht besorgt über das Ausmaß an Gewalt in der Welt: Angst, nicht genug zu kriegen, Streit um Wasser, um fruchtbaren Boden und bessere Marktchancen, auch um das bessere Lebenskonzept. Unfairer Streit führt zu Krieg und Terror. Auch in unserer nächsten Umgebung erleben wir Erschreckendes: Frustrierte gewaltbereite Jugendliche, Familien auf Pulverfässern und schließlich die alltägliche Selbstentfremdung durch Rollen die wir ausfüllen müssen.

… und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern …

Wie kann man die Spiralen der Gewalt überwinden? Wie ist das Gebot der Feindesliebe, von der Jesus in der Bergpredigt spricht, gemeint? Was soll das heißen: "die andere Backe hinhalten"? Die Antwort lautet: das zu tun, was "der Feind" nicht erwartet hätte. Der Gegner findet sich plötzlich in einer anderen Position wieder und muß neu überlegen. Das ist die Chance.

… und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen …

Beim Malen, Modellieren, Singen, Tanzen, Lesen, Basteln, Schauspielern, Musizieren können wir etwas über unsere gegenwärtige Befindlichkeit erfahren. In der Auseinandersetzung mit Material, Wörtern und Tönen fühlen wir vor, wir probieren ungewöhnliche, neue Wendungen aus und erfahren neue Sichtweisen auf die alten Dinge. Durch Kreativität üben wir innere Beweglichkeit und Empfänglichkeit. Kunst bereitet uns vor auf Neues.

Im November diesen Jahres wollen wir im größten architektonischen Kunstwerk Gönningens, der evangelischen Kirche, eine Ausstellung auf die Beine stellen und dazu ein Konzert veranstalten, eingebettet in das älteste Ritual Gönningens, der christlichen Liturgie. In diesem Gottesdienst am Sonntag, dem 17. November, wollen wir uns gegenseitig zeigen, was uns aktuell bewegt, wenn wir Gewalt wahrnehmen. Unter einem gemeinsamen Dach von Besinnung und Inspiration sollen Gefühle wie Angst, Hoffnung, Ratlosigkeit oder Heiterkeit Ausdruck finden können.

Diese Dekadeveranstaltung soll in den kommenden Jahren seine Fortsetzungen finden. Es dürfte spannend sein zu schauen, wie sich unsere Perspektiven über die Zeit entwickeln.

Wir laden Sie alle sehr herzlich ein, für die Ausstellung oder für das geplante Konzert etwas beizutragen!

Die Ausstellung soll im ganzen November stehen. Für den Konzert-Gottesdienst soll ein vorgetragener Text, ein Musikstück oder eine Körperperformance nicht länger als vier Minuten dauern.

Nachfragen und Anmeldungen für Beiträge:

zum Gottesdienst: Alexander Behrend 2365, Ursel Nübel 5270

zur Ausstellung: Thomas Felder 3120, Hanns Haussecker 7857, Susanne Stähle 4119

zu Bühnenbeiträgen: Inge Schäfer 7516, Conni Zeul 6335.

Ihre Conni Zeul

Cognac-Rahmsoße …

Klausur des Kirchengemeinderates unserer Gemeinde im Juni



hinten v. l.: Beate Heissel (Kirchenpflegerin, Pfarramtssekretärin), Conni Zeul, Susanne Stähle, Dietrich Birkenhofer (Zweiter Vorsitzender des KGR), Daniela Hettler, Alexander Behrend (Pfarrer)
sitzend: Sigrid Meiers, Ursel Nübel, Eberhard Haule, Rainer Ganzner, Helmut Unger

Einmal im Jahr geht der KGR in Klausur, diesmal für zwei Tage nach Birkach (einem Stuttgarter Stadtteil) ins Studienzentrum der württembergischen Landeskirche. Ziel und Zweck sind gemeinsames Nachdenken über das, was wir tun und tun wollen, aber auch das sich näher Kennenlernen, denn der neue KGR ist schließlich erst vor einem guten halben Jahr in dieser Zusammensetzung gewählt worden.

Als erstes wurde in Teams ergründet, was die Bibel an verschiedenen Stellen über die ersten christlichen Gemeinden berichtet. Wir suchten Antwort auf die Fragen "Was war diesen Gemeinden wichtig?", "Wie stellt man sich diese Gemeinden vor?", "Mit welchem Motto kann man sie charakterisieren?".

In einem weiteren Programmpunkt ging es um die persönlichen Vorstellungen von dem, was Gemeinde ist oder sein sollte, aber auch um Visionen, die die Gönninger Gemeinde betreffen. Jeder von uns hatte Gelegenheit, sein persönliches Bild von Gemeinde und Gemeindeleben vorzutragen. Das Resultat dieser langen Diskussionen floss auch in die "Funktionsgliederung" ein, in die Aufgabengliederung für die einzelnen Kirchengemeinderätinnen und -räte. Mit dieser Schwerpunktsetzung soll jeder Arbeitsbereich und alle Mitarbeitende ihren Ansprechpartner erhalten und jemanden, der besonders auf diesem Felde mitdenkt. Folgende Aufteilung hat sich ergeben: (nach Personen geordnet)

Ein wichtiger Programmpunkt war die Einrichtung eines Mitarbeitenden-Konventes. Darunter verstehen wir ein Gremium von Kirchengemeinde-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, das sich über alles was zur Zeit wichtig für unsere Kirchengemeinde ist, ausspricht. Mehr wird zu einem späteren Zeitpunkt zu sagen (und schreiben) sein.

Ja, und was hat das alles mit der Cognacrahmsoße zu tun? Viel, denn ohne diesen lukullischen Genuss (es blieb nicht der einzige) hätten wir uns an diesen Tagen nicht so wohl gefühlt – und das war bei aller Arbeit auch nicht ganz unwichtig!

Ihr Dietrich Birkenhofer

Theologiekurs: Zwischen Himmel und Erde

Ab Ende September 2002 mit 18 Abenden auch in Ihrer Nähe:

Gelegenheit, interessante Themen der Theologie zu bedenken.

Durch fachkundige Begleitung bilden Sie sich selbst Ihre Meinung über Fragen der Theologie und des Glaubens.

Der Theologiekurs qualifiziert Sie. Sie erhalten ein Zertifikat.

Der Kurs wird in unserer Region an drei Orten angeboten. Jeweils montags in Dettingen/Erms, donnerstags in Münsingen und freitags in Eningen. Fragen Sie in Ihrem Pfarramt nach dem Themenprospekt und nach weiteren Einzelheiten. Aus unserer Gönninger Gemeinde wird Pfarrer Alexander Behrend das Referat des Abschlussabends halten. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: Evangelisches Bildungswerk im Landkreis Reutlingen, Bismarckstr.28, 72525 Münsingen (Tel. 07381-4967, Fax 07381-501812, E-mail: ev.bildungswerk@kirche-reutlingen.de), Ev. Pfarramt Gönningen, Tel. 2365.

Gönninger ökumenische Kinderbibelwoche 2002

Dienstag, 3. September, bis Freitag, 6. September

evang. Gemeindehaus

9.00 bis 12.00 Uhr

Familiengottesdienst mit anschl. Mittagessen:

Sonntag, 8. September

um 10.00 Uhr in der ev. Kirche

Jetzt schon an Weihnachten denken …

… nein, wir sind nicht total durchgedreht und wir wissen, dass Advent und Weihnachten erst im Dezember sind: Wir weisen Sie trotzdem jetzt schon auf unsere Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" hin. Da sie letztes Jahr so positive Resonanz fand, wird es sie auch dieses Jahr geben. Und weil die Schuhkartons ihre "Reise-Zeit" brauchen, um in fernen Ländern anzukommen, geht es gleich nach den Sommerferien los.

Kindern in ärmeren Ländern durch ein Weihnachts-Päckchen Freude bereiten: Auch das ist eine Möglichkeit, im Kleinen ein Zeichen unserer christlichen Hoffnung zu setzen! Im letzten Jahr konnten wir rund 200 Päckchen an die Sammelstelle in Reutlingen bringen. Herzlichen Dank nochmals dafür! Nun wollen wir dieses Projekt gerne weiterhin unterstützen und auch in diesem Jahr etlichen Kindern eine Freude machen. Wir hoffen sehr auf Ihre Unterstützung.

Allerdings gibt es einige Änderungen, auf die wir Sie hinweisen müssen:

Die Einfuhrbestimmungen der Empfängerländer haben sich drastisch verschärft. Daher dürfen keine Schokolade oder schokoladehaltigen Süßigkeiten, keine Gummibärle bzw. gelatine-haltigen Süßigkeiten, keine gebrauchten Spielsachen, Kleidungsstücke, Schuhe und Kuscheltiere in den Schuhkarton gepackt werden!

Das zu jedem Schuhkarton gehörende Reisegeld in Höhe von € 6,- bitten wir Sie zu überweisen auf Konto Nr. 104102 bei der Postbank Berlin (BLZ 100 100 10), Verwendungszweck 10 500.

Infozettel, aus denen Genaueres hervor geht, liegen aus in Gönninger Läden, im Pfarramt, in der Kirche und bei den Familien Frech und Zirngibl (Adressen s. u.).

Wir freuen uns auch über Spenden, mit denen wir etwas besorgen können, falls Ihnen ein ganzes Päckchen zu packen zu viel erscheint.

Wir brauchen Fleecestoffreste für Mützen, Stoffreste für Puppenbettle (gemeinsamer Nähtermin), Sockenwolle oder fleißige Strickerinnen, die Spaß daran haben, Socken herzustellen.

Wer Lust hat, beim Nähen von Mützen und Puppenbettle mitzumachen, kann sich folgende Termine vormerken: Dienstag, 27.08.2002, 9:30 bis 12:00 Uhr, und Donnerstag, 26.09.2002, 20:00 bis 22:30 Uhr, jeweils im evangelischen Gemeindehaus.

Die Pakete können ab dem 13.10. abgegeben werden: im Pfarramt (ab sofort), in der Kirche nach dem Gottesdienst, bei Sabine Frech, Lichtensteinstr. 76, Tel 80948, und bei Brigitte Zirngibl., Hauptstr. 22, Tel 912426. Letzter Abgabetag ist der 10.11.2002!

Wir freuen uns, dass Sie mitmachen!

Ev. Kirchengemeinde Gönningen – Torstr. 20 – 72770 RT – Fon (07072) 2365 – Fax 60877 – EMail PfarramtGoenningen@gmx.de – www.EKGGoenningen.de

Termine – Treffs – Kontakte

Sommer-Gottesdienste für Frühaufsteher, Langschläfer und Ausflügler

In den großen Ferien haben Sie die Wahl: An jedem Wochenende zwischen dem 27. Juli und 1. September wird es in unseren drei Gemeinden Bronnweiler, Gönningen und Ohmenhausen wechselnd jeweils einen Gottesdienst am Samstag um 19 Uhr sowie am Sonntag um 9.00 und 10.15 Uhr geben. Die Gottesdienste werden jeweils vom selben Pfarrer gestaltet. Sie haben die Wahl …

Sa

27.

Juli

19.00

Kirche
(Chorraum)

Gottesdienst (Pfr. Andreas Bihl, Ohmenhausen; 9. Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest)

außerdem: Ohmenhausen 9.00 Uhr, Bronnweiler 10.15 Uhr

So

4.

Aug.

9.00

Kirche
(Chorraum)

Gottesdienst (Pfr. z. A. Joachim Ruopp, Gönningen; 10. SndD, Israel-Sonntag)

außerdem: Ohmenhausen 10.15 Uhr, Bronnweiler 19.00 Uhr

Do

8.

 

13.30/
14.30

Gemeindehaus

Kleine Wanderung der Jüngeren Senioren mit anschl. Kaffeetrinken

So

11.

 

10.15

Kirche

Gottesdienst mit Taufe(n) (Pfr. Alexander Behrend, Gönningen; 11. SndD)

außerdem: Ohmenhausen 19.00 Uhr, Bronnweiler 9.00 Uhr

Sa

18.

 

19.00

Kirche

(Chorraum)

Gottesdienst (Pfrin. z. A. Ulrike Schaich, Ohmenhausen; 12. SndD)

außerdem: Ohmenhausen 9.00 Uhr, Bronnweiler 10.15 Uhr

So

25.

 

9.00

Kirche

(Chorraum)

Gottesdienst (Diakon Andreas Kopp, Gönningen/Ohmenhausen; 13. SndD)

außerdem: Ohmenhausen 10.15 Uhr, Bronnweiler 19.00 Uhr

 

 

 

10.30

Kirche

Orgelmatinée mit Katrin Seeger

So

1.

Sept.

10.15

Kirche

(Chorraum)

Gottesdienst (Pfarrer Karl-Friedrich Schmid, Bronnweiler; 14. SndD)

außerdem: Ohmenhausen 19.00 Uhr, Bronnweiler 9.00 Uhr

Di-Fr

3.-6.

 

9.00-12.00

Gemeindehaus

Ökumenische Kinderbibelwoche

Sa

7.

 

20.00

Kirche

Reutlinger Orgel-Sommer 2002 mit Jochen M. Arnold

So

8.

 

10.00

Kirche

Familiengottesdienst mit anschl. Mittagessen, Abschluss der "KiBiWo"

Fr

13.

 

9.45

Kirche

Gottesdienst für die Schulanfänger

Sa

14.

 

9-16

Gemeindehaus

Jungschar-Uni – Fortbildung für Mitarbeitende in der Jugendarbeit

Fr

13.

Sept.

20.00

Gemeindehaus

Öffentliche

Kirchengemeinderatssitzung

So

15.

 

10.00

Lokschuppen

Ökumenischer Gottesdienst beim Einweihungsfest des Lokschuppens

 

 

 

10.00

 

Kinderkirche

 

 

 

11.00

Roßberg

Gottesdienst im Grünen

Do

19.

 

14.30

Gemeindehaus

Kaffeestündle zum Thema "Erbrecht"

Sa

21.

 

 

Gemeindehaus

Miniclub-Secondhand-Basar

 

 

 

 

Kirche

Konzert des Reutlinger Kammerchores

So

22.

 

9.30

Kirche

Gottesdienst (17. SndD), gestaltet durch die Konfirmandinnen und Konfirmanden, evtl. Taufe, Gospelchor

 

 

 

9.30

Gemeindehaus

Kindergottesdienst

So

29.

 

10.00

Kirche

Gottesdienst (18. SndD), gestaltet vom "Freundeverein des Evang. Jugendwerkes Bezirk Reutlingen" mit Einführung von Bezirksjugendreferent Ralph Dörr

 

 

 

10.00

Gemeindehaus

Kindergottesdienst

Do

3.-10.

Okt.

--

 

Freizeit der Jüngeren Senioren in Meran

So

6.

 

9.30

Kirche

Gottesdienst (19. SndD))

 

 

 

9.30

Gemeindehaus

Kindergottesdienst

So

13.

 

10.00

Kirche

Familiengottesdienst

zum Erntedankfest (20. SndD)

Evangelische Jugend Gönningen: Basis-Arbeit

Ein neues Angebot unserer Jugendarbeit ab Oktober!

Ab Oktober wird es in unserer Jugendarbeit "Basisgruppen" geben! "Komischer Name, was soll denn das?", so fragen sich bestimmt einige von euch. Nun, unsere Arbeit, unser Leben braucht eine Basis, die uns trägt und eine Richtung gibt. Wenn du Lust hast, dich mal intensiver um diese Basis zu kümmern, laden wir dich herzlich ein: über deinen oder "den" Glauben zu reden, gemeinsam zu beten, zusammen in der Bibel zu lesen!

Melde dich bitte bei Pfarrer Alexander Behrend, Tel. 2365, oder bei Daniela Hettler (Tel. 60960), Diakon Andy Kopp (Tel. 07121-506643) oder Brigitte Zirngibl (Tel. 912426). Einige Jugendliche suchen bereits Mitinteressierte, die sich regelmäßig mit ihnen und einer Person, die die Gruppe leiten wird, treffen. "Ich hab so oft keine Zeit" wird dabei kein Problem sein: denn für jeden kann es einen angemessenen Zeitabstand geben (wir variieren zwischen wöchentlich und monatlich stattfindenden Gruppen).

Na, interessiert? Dann ran ans Handy!

Eure Daniela Hettler

Unser Umwelt–Tip (Nr. 12)

"Wußten Sie, dass ... " von Ursel Nübel

Wussten Sie, dass Sie auch beim Kauf von Obst und Gemüse einen kleinen Schritt gegen den Klimakollaps unserer Erde tun können ?

Wenn Sie Produkte aus der Region kaufen, sparen sie lange Transportwege für diese Güter und verhindern damit unnötigen Kohlendioxyd-Ausstoß von Lastwagen, Flugzeugen usw. – und CO2 trägt zur künstlichen Erwärmung unserer Erde bei.

Konfis03: Gut begleitet durchs Konfis-Jahr:

14 Ex-Konfis begleiten unsere 23 neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden

Es hat sich schon fast zu einer festen Größe in unserer Gemeinde entwickelt: Dass "den Konfis" nicht nur der Pfarrer (oder der Diakon) "hält", sondern dass Konfis von ehrenamtlich Mitarbeitenden mitgetragen wird. Viele der Konfirmierten freuen sich schon Monate vorher darauf, jetzt aktiv an der Gestaltung des Konfirmanden-Jahres mitzuarbeiten – in diesem Jahr sind es 14(!) Ex-Konfis, die in zwei Mitarbeiter-Gruppen aufgeteilt sind.

So wünschen wir unseren 23 Konfirmandinnen und Konfirmanden, dass ihnen das Jahr etwas bringt, dass sie sich neu Gedanken über den Glauben machen können, dass sie als Gruppe gut zusammenwachsen und natürlich auch viel Spaß bei der Sache haben – nicht nur am Grillfeuer.

Unser Konfis ist übrigens "transparent": Unter konfis.EKGGoenningen.de können Sie im Internet mitverfolgen, was bei uns so läuft!

Zur Diakonie-Sammlung 2002

"Die Löcher im sozialen Netz werden immer größer – manche Arbeitsbereiche sind bedroht."

"Wir befürchten, dass immer mehr Menschen in Armut geraten. Viele so genannte Reformen im sozialen Bereich führen dazu, dass die Zahl der Armen zunimmt. Durch Kürzungen sind inzwischen ganze Arbeitsbereiche bedroht, wie zum Beispiel die Hilfen für Langzeitarbeitlose. Für die Diakonie bedeutet dies, aktiv zu werden, sich politisch für Menschen am Rand der Gesellschaft einzusetzen und schnelle Hilfe zu leisten, wo Menschen in Not sind. Deshalb lautet das Motto auch in diesem Jahr ‚Handeln Ehrensache‘", so Oberkirchenrat Jens Timm, Hauptgeschäftsführer des Diakonischen Werks Württemberg.

Über 661.000 Euro wurden im vergangenen Jahr im Rahmen der Sammlung von Ihnen gespendet. Mit dem Geld wurde unter anderem die Förderung von Ehrenamtlichen, die Unterstützung von Arbeitslosen, Überschuldeten und Armen, Hilfen für Pflegebedürftige und deren Angehörige, offene Hilfen für Behinderte, Projekte für Kinder und Jugendliche sowie Integrationsmaßnahmen für Aussiedler und Ausländer finanziert. 25 Prozent der Spenden bleiben in den Kirchenbezirken und Gemeinden und werden für eigene diakonische Aufgaben verwendet. Auch in diesem Jahr bitten wir Sie herzlich um Ihre Unterstützung! Bitte beachten Sie die Beilagen zu diesem Gemeindebrief!

Cassettendienst: Abschied von Elke Grimm

Seit Mitte 1999 gibt es den Cassettendienst in unserer Gemeinde: Über ein Dutzend Kopien werden jeweils von den Gottesdienst-Mitschnitten erstellt und in die Häuser gebracht. Elke Grimm hat diesen wichtigen Bereich unserer Gemeindearbeit ins Leben gerufen und nun über drei Jahre geleitet. Wir danken ihr herzlich für ihr großes Engagement und wünschen ihr auch weiterhin Gottes Segen! Nach ihrem Ausscheiden aus dem Cassettendienst hat sich Kirchengemeinderat Helmut Unger bereit erklärt, das Aufnehmen der Gottesdienste zu übernehmen. Wir begrüßen ihn herzlich im Cassetten-Team! Herzlichen Dank an dieser Stelle Claudia Behrend und (als neue Ansprechpartnerin) Irmtraud Schöninger, Tel. 5219, für das Überbringen der Cassetten in die über ein Dutzend Häuser und für die damit oftmals verbundenen Besuche!

Sein Herz schlägt für Madagaskar …

Unser "FAZ"-Fragebogen ging diesmal an Kirchengemeinderat Eberhard Haule

Sie sollen unsere neu gewählten Kirchengemeinderätinnen und -räte etwas näher kennenlernen – das ist das Anliegen dieser Interview-Reihe, die in der letzten Ausgabe Daniela Hettler eröffnet hat. In Anlehnung an das Muster der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" fragten wir diesmal Kirchengemeinderat Eberhard Haule, verheiratet, Vater von zwei Kindern, von Beruf Apotheker; Schwerpunkt im Kirchengemeinderat: Öffentlichkeitsarbeit und übergemeindliche Kontakte.

Haben Sie ein Vorbild? Nein.

Welche besonderen Eigenschaften würden Sie gerne besitzen?

Ich würde gerne viele Sprachen beherrschen, auch ausgefallene wie Suaheli, Malgashi oder Zulu.

Welcher Traum sollte mal für Sie in Erfüllung gehen?

Ich bin wunschlos glücklich.

Ihre Lieblingsbeschäftigung (wenn Sie viel Zeit haben)?

Ein Spaziergang am Strand.

Wie heißt Ihr Konfirmationsspruch?

"Ich habe Dich je und je geliebt, darum habe ich mich zu Dir gezogen, aus lauter Güte."

Lieblingskirchenlied?

"Ich steh‘ an Deiner Krippe hier".

Ihr Lieblingskomponist?

Ludwig van Beethoven.

Welche Musikart lieben Sie besonders?

Alles außer kommerzieller Volksmusik, Oper und Operette, doch sehr gerne Klassik, aber auch die Rolling Stones u.ä.

Lieblingsschriftsteller? John Grisham.

Lieblingsfilm? Casablanca.

Ihr Lieblingstier? Das Zebra.

Ihre Lieblingsblume? Die Bougainville.

Ihre Lieblingsfarbe?

Grüngelb, wie die Reisfelder im Hochland von Madagaskar.

Lieblingssportart?

Fußball.

Ihr Lieblingsname?

Lieselotte.

Welches Bauwerk bewundern Sie am meisten?

Den Mailänder Dom.

Welche Errungenschaft halten Sie für die wichtigste?

Das geschriebene Wort mit allen modernen Erweiterungen.

Welche menschliche Errungenschaft halten Sie für überflüssig?

Die Atombombe.

Welches Elend auf der Welt würden Sie sofort abschaffen?

Es gibt so viel, unendlich viel Elend, es dürfte unmöglich sein, dies zu beseitigen.

Welche Stunde am Tag ist Ihnen die liebste?

Die Morgenstunde.

Ihr augenblickliches Lebensmotto?

Konzentriere dich auf das Heute, morgen kommt alleine.

Welche Frage haben Sie vermisst?

"Glauben Sie an Gott?"

Goes, von Weizsäcker und ein unbekanntes Stückchen Gönninger Geschichte …

Was wir schon immer ahnten: Auch so prominenten Zeitgenossen wie dem Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker (sein Großvater Carl war ein bekannter Neutestamentler in Tübingen) ist Gönningen ein Begriff – zumindest seit der Tischrede von Albrecht Goes, der wir folgenden Abschnitt entnehmen:

"Mein Vater Eberhard Goes hatte zuweilen in seinem Kandidatenjahr die Sonntagspredigt-Stellvertretung in einem der Dörfer in Tübingens Nähe übernommen; eine Stelle aus Kolosser 2 war der Sonntagstext, und so antwortete denn der Kandidat auf die Frage seines Theologie-Professors Carl Weizsäcker, womit er sich gerade beschäftige: ‚Ich habe, Herr Professor, am nächsten Sonntag die Gönninger vor den Gefahren der Philosophie zu warnen.‘ Der Professor kombinierte sofort, lächelte und gab zurück: ‚Nun, in Gönningen, da werden sich die Gefahren in Grenzen halten.‘"

Ob die Predigt, vermutlich am 13. August 1893, wirklich gehalten wurde und was der junge Studiosus Goes ausrichtete, ist leider nicht überliefert … Ob die Gefahren, Falsches zu denken und zu glauben allerdings so gering zu achten sind, bleibe dahin gestellt …

PS Diese Lesefrucht verdanken wir übrigens unserem "Alt-Bürgermeister" Rudolf Diegel!