Gemeindebrief 3/2000

Herbst 2000

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In dieser Ausgabe:

Ein etwas anderes Editorial ...
Mit vollen Segeln voran ...
"Rückblick" - ein Gespräch mit Cornelia Zeul ...
"Einblick" - Hauskreise unserer Gemeinde ...
PUA - Hilfe in Problemschwangerschaften ...
Gesprächskreis startet in neue Runde ...
Kinderchorprojekt: Es weihnachtet ...
Cassettendienst ...
Gitarrekreis unserer Gemeinde ...
Termine - Treffs - Kontakte ...
Macau - 1000$ von Gönningen nach China ...
Kindergarten - Happy New Year ...
Infos zum ÖkoMix-Strom für unsere Häuser ...




Gute Nachbarschaft – keine Selbstverständlichkeit

ein etwas anderes Editorial von Sigrid Meiers

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wie rasch eine fröhlich ausgelassene Stimmung in Bestürzung, ja Panik umschlagen kann, habe ich vor drei Monaten erlebt, als ich beim Abstieg vom Roßberg unglücklich stürzte und mir das Sprunggelenk brach. Meine erste Reaktion, als der Fuß eingegipst wurde: "Wie soll das gehen, ich bin doch ganz allein?" Ein Stoßgebet zum Himmel: "Herr, hilf!"

Die Erhörung dieses Gebetes erfuhr ich in den folgenden Stunden, Tagen und Wochen in so vielfältiger Weise, daß ich voll Dankbarkeit immer wieder davon reden muß. Viele Freunde und Bekannte nahmen Anteil an meinem Mißgeschick, telefonierten und besuchten mich, brachten Blumen und Geschenke mit und boten mir ihre Hilfe an. Ganz besonders engagiert und rührend aber kümmerten sich drei Nachbarinnen, zum Teil auch ihre Ehemänner, um mich. Sie brachten mir ein Mittagessen, machten Besorgungen, nahmen mir alle Wege und Handgriffe ab, die ich vom Rollstuhl aus oder auf Krücken gestützt selbst nicht erledigen konnte, begleiteten mich zu den ersten Untersuchungen ins Krankenhaus oder aber leisteten mir einfach ein wenig Gesellschaft. Es verging kein einziger Tag, an dem ich keinen Besuch hatte. Wie tröstlich das war!

Eine ganze Reihe meiner Bekannten, denen ich von dieser großartigen Nachbarschaftshilfe erzählte, gestanden, daß sie in einer ähnlichen Lage kaum mit ihren eigenen Nachbarn rechnen könnten. Nachbarschaftshilfe ist eben keine Selbstverständlichkeit. Gute Nachbarschaft beruht auf Entgegenkommen, gegenseitiger Rücksichtnahme, Toleranz und Respekt; sie muß wachsen und gepflegt werden und erweist sich folglich in ungewöhnlichen Situationen als wichtig, ja außerordentlich nützlich. Erfahrungen und Erkenntnisse, an die ich mich in Zukunft immer wieder erinnern werde.

Gute Nachbarschaft, angenehme Herbsttage und interessante Lektüre des neuen Gemeindebriefes wünscht Ihnen

Sigrid Meiers und Ihr ganzes Redaktionsteam

Mit vollen Segeln voran – auf große Fahrt mit Gott ¼

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Ferien sind nun schon einige Zeit wieder vorbei.

Nach dem großen Sommerloch hat für viele wieder der Ernst des Alltags begonnen: für die Schüler ein neues Schuljahr (vielleicht sogar das erste), für manch andere startete die Ausbildung oder das Studium, für andere ging es einfach mit der Arbeit oder den Aufgaben weiter. Auch in unserer Gemeinde- und Jugendarbeit wurde wieder so richtig durchgestartet. Die Segel wurden gehißt und alles ist wieder in See gestochen, vielleicht wie solch ein Segelschiff auf dem Titelblatt.

Einer meiner großen Wünsche ist es, irgendwann mal den Segelschein, den "Führerschein für Segelboote", zu machen, denn mich faszinieren diese Schiffe. Eines weiß ich auch ohne Segelschein: Ohne Wind bringt der beste Segelschein nichts. Ohne eine kräftige Brise läßt sich solch ein Kutter nicht oder nur mit lauten, lästigen Hilfsmotoren in Bewegung setzen.

Liebe Leserinnen und Leser, manchmal entdecke ich, daß unser Leben und unser Glauben mit solch einem Segelschiff zu vergleichen ist. Mutig und voller Energie hat man sich wieder in die Arbeit gestürzt, das Unternehmen Schule, Ausbildung oder Studium (wieder) in Angriff genommen, in der Jugend- oder Gemeindearbeit neue Leute motiviert. Oder was ist mit den Segelschiffen unseres Lebens, die schon so lange in See gestochen sind? Die Schiffe mit Namen Ehe, Partnerschaft oder Glauben?

Manchmal passiert es schnell, daß uns einfach die Puste ausgeht! Das Schiff treibt dahin, ohne richtig vorwärts zu kommen. Noch schlimmer: Es wird dahingetrieben, völlig steuerungsunfähig. Genügend Beispiele gäbe es da in meinem Leben. Und wissen Sie, was mir da immer an mir auffällt? Mir fällt auf, daß ich in solchen Situationen immer meine, ich müßte selbst genügend Puste aufbringen, damit sich genügend Wind in den Segeln fängt. Und dann puste und puste und puste ich, bis ich genauso weit wie vorher bin nur noch kaputter!

Meist merke ich erst dann: Ich selbst schaffe es nicht, aus dieser Flaute heraus zu kommen. Ich brauche einen echten Windstoß, einen Wind, der Be-Geist-ert. Liebe Leserinnen und Leser, Gott will aus Flauten Wind machen. Er will der Wind in unseren Segeln sein, damit ER unsere Segelschiffe des Glaubens, der Gemeinde, des Lebens ... weiterbringen kann.

Darum gilt: Lassen Sie uns gemeinsam die Segel setzen, damit Gott uns mit seinem guten Geist frischen Wind in so manche Situationen und Lebensumstände und nicht zuletzt auch in unsere Jugend- und Gemeindearbeit geben kann. Das wünsche ich uns allen! Wir brauchen nicht zu pusten, Gott will der Wind in unseren Segeln sein.

Ich grüße Sie herzlich, auch im Namen von Pfarrer Alexander Behrend und Vikar Joachim Ruopp, Ihr

Andreas Kopp, Diakon

"Rückblick" – Cornelia Zeul im Gespräch mit Dietrich Birkenhofer

Frau Zeul, Sie sind – soviel ich weiß – nicht in Gönningen geboren?

Ich habe Gönningen durch meinen damaligen Partner Thomas Felder kennengelernt. Wir wünschten uns für unsere Kinder eine Umgebung mit viel Natur und mit weltoffenen Leuten. Seit der Geburt unsere Zwillinge Christof und Johanna 1981 lebe ich nun hier.

Was machen Sie beruflich?

Ich habe in Tübingen meinen Magister in Volkskunde, Religions- und Musikwissenschaft gemacht. Neben der Kinderarbeit habe ich mir dann eine Existenz als Klavier- und Blockflötenlehrerin aufgebaut. Der Instrumental-Unterricht ist mittlerweile ein befriedigender "Fulltime-Job".

Ist mein Eindruck richtig, daß Sie sich besonders für die Sache der Frauen einsetzen?

Ja, ich möchte dabei sein, wo Frauen sich eigene Räume und Sprachrohre schaffen, um sich ihrer Anliegen bewußt zu werden und sich zum Ausdruck zu bringen, z.B. auf Frauenfesten oder beim "Weltgebetstag der Frauen".

Ich habe Sie schon öfters hier bei Veranstaltungen erlebt – Sie sind sehr vielseitig begabt!

Danke! Und da es von Begabungen in Gönningen wimmelt, bin ich seit ein paar Jahren damit beschäftigt, verschiedenste Aufführungen, unter anderem im Bürgersaal, zu organisieren. Am 15. Oktober spielt Hermann Harter aus dem Frickhaus mit seiner Bläserband und am 1. Dezember gibt der Liedermacher Thomas Felder dort einen Abend.

Sie haben aus dem Gospel- in den Kirchenchor gewechselt ¼

Gospeln ist toll, aber für mich nur einer von vielen Musikstilen, die mir gefallen. Als die Arbeit im Gospelchor so intensiv wurde, daß für Anderes, auch innerhalb des Chores, zu wenig Platz blieb, bin ich abgesprungen. Erna Kautter und ihr Kirchenchor hatten es mir schon seit längerem angetan. Nach vielen freundlichen Einladungen bin ich dorthin zurück, wo ich als 16-Jährige in Offenbach am Main aufgehört hatte: in den Kirchenchor meiner Gemeinde. Letztlich ist mir das Singen auf Deutsch lieber. Deutsch läßt sich aber meinem Gefühl nach nicht gut auf die Gospel-Melodien übertragen.

Seit Mai hat der Kirchenchor eine neue Leiterin ¼

Es macht Spaß dieser blutjungen Könnerin zuzusehen; es läuft recht gut! Übrigens bin ich begeistert, wie Katrin Seeger die Orgel im Gottesdienst einbringt.

Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz "Ich bewundere ¼ "

Ich bewundere Kindergärtnerinnen und Schul-Lehrerinnen! Mit größeren Kindergruppen umgehen, das könnte ich nicht.

Haben Sie Pläne für die nächste Zukunft?

Ja, wir Gönninger Instrumental-Lehrerinnen wollen weitermachen mit Konzerten, die auch Laien und Kinder ansprechen. Außerdem stehen neue Blockflötenkonzerte mit meiner Schwester Christiane Zeul an und schließlich würde ich gerne irgendwann einmal einen Liederabend zusammen mit meiner Gesangspartnerin Friedel Schmidt und unserer Pianistin Inge Schäfer geben.

"Einblick" – Hauskreise unserer Gemeinde

Auf etwa 3000 wird die Zahl der Hauskreise in unserer württembergischen Landeskirche geschätzt – neben einem Gesprächskreis (siehe Seite 7) gibt es davon auch zwei in unserer Gemeinde. "Einblicke" geben Ihnen die Leiter dieser Kreise, Ehepaar Delesky und Ralph Blumöhr.

Hauskreis Delesky

Sich mit anderen Menschen in gemütlicher Runde in einer Wohnung zu treffen und über den eigenen Glauben nachdenken, das ist "Hauskreis". Der Hauskreis bei uns, Familie Delesky, trifft sich wöchentlich montags in der Zeit von 20 bis 22 Uhr (danach ist offenes Ende) in der Stöffelburgstr. 4. Wir sind zur Zeit acht bis zehn Personen: Ehepaare und Singels im Alter zwischen 25 und 40 Jahren.

Unser Ziel ist es, Glaube und Alltag miteinander in Verbindung zu bringen, so daß Glaube als Lebensstil praktiziert werden kann. Wir haben ein wechselndes monatliches Programm mit Abenden zu fortlaufenden biblischen Texten, Lieder- und Gebetsabenden, offenen Gesprächsrunden. Wichtig ist für uns aber auch, aus unseren vier Wänden rauszugehen und zusammen einen geselligen Abend mit Kegeln, essengehen, Feste feiern ¼ zu verbringen.

Gerne dürfen Sie bei uns reinschnuppern – wir freuen uns auf Sie!

Kontakt: Birgit und Werner Delesky, Stöffelburgstr. 4, Tel.: 60716

Hauskreis Blumöhr

Dieser Hauskreis bildete sich 1996 aus Mitarbeitern und Teilnehmern eines Glaubens-Grundkurses, der in Gönningen stattfand. Titel dieses Kurses war "Christ werden, Christ bleiben". Wir sehen unseren Hauskreis nach wie vor aus diesem Blickwinkel. Hauptinhalt ist das "Christsein im Alltag": Welche Konsequenzen hat es eigentlich auf mein Leben, wenn ich Christ werde oder bin? Dieser Hauskreis soll schwerpunktmäßig bei diesem Thema Hilfestellung geben. Oft zeigt sich erst im Austausch mit anderen Christen, daß man nicht der einzige ist und alleine steht mit einem Problem oder einer Frage, sondern andere Christen vieles ähnlich oder gleich erleben. Wir sind derzeit sechs Personen und würden uns freuen, wenn Sie uns einmal besuchen würden.

Der Hauskreis findet wöchentlich, dienstags um 20.00 Uhr statt.

Kontakt: Ralph Blumöhr, Tel. (07121) 754478 (Email: RalphBlumoehr@gmx.de)

"Hauptsache gesund ¼ "? PUA: Beratungsstelle zu vorgeburtlichen Untersuchungen und bei Risikoschwangerschaften

Katrin S. freute sich sehr auf ihr erstes Kind. Dann entdeckte der Frauenarzt beim Ultraschall eine Unregelmäßigkeit. Dringend riet er ihr zu einer Fruchtwasseruntersuchung, "damit man eventuell einen Abbruch einleiten kann". Sie wußte nicht, wie ihr geschah. Eben noch war alles in Ordnung, und jetzt redete der Arzt so schnell und selbstverständlich von einer Behinderung und Tötung ihres Kindes? Verzweifelt war sie damals nach Hause gefahren, ohne einen klaren Gedenken fassen zu können. Die zwei Wochen, die das Ergebnis auf sich warten ließ, "waren die Hölle". So berichtete Katrin S., die damals im vierten Monat schwanger war. Sie versuchte sich vorzustellen, wie ihr Kind aussehen könnte: "Aus dem niedlichen Wesen in mir wurde mehr und mehr etwas Fremdes, das mir Angst machte, und das ich lieber nicht sehen wollte". Verwandte und Freunde reagierten hilflos und gaben zu, sich ein behindertes Kind in der Familie nicht so recht denken zu können. In ihrer Not und ihrem Hin- und Hergerissensein suchte sie Beratung und Hilfe.

Besonders schwangere Frauen über 35 Jahren müssen von ärztlicher Seite über Ultraschall, Fruchtwasseruntersuchung oder Triple-Test aufgeklärt werden. Diese Aufklärung wird oft wie eine Empfehlung aufgefaßt. Verwandte und Freunde drängen oftmals dazu, diese Untersuchungen durchführen zu lassen. Die werdenden Eltern müssen aber selbst darüber entscheiden, ob sie ihr ungeborenes Kind im Mutterleib untersuchen lassen wollen oder nicht.

Die meisten Frauen und Männer wissen nicht, daß durch vorgeburtliche Diagnostik nur etwa drei Prozent aller Behinderungen festgestellt werden können und wiederum nicht jeder unklare Befund auf ein krankes Kind schließen läßt und daß rund 96 Prozent aller Schwangerschaften mit der Geburt eines gesunden Kindes enden.

PUA ("Pränatale Untersuchung und Aufklärung"), eine Beratungsstelle von Diakonie und Evangelischer Landeskirche in Württemberg, berät und begleitet Frauen und Paare vor und während der Untersuchungen sowie angesichts einer festgestellten Behinderung oder Erkrankung des Ungeborenen. "Werdende Mütter und Eltern werden auf dem Weg zu einer persönlich begründbaren und tragfähigen Entscheidung begleitet", umschreibt die Diakonin und Kinderkrankenschwester Annegret Braun, Leiterin von PUA, ihre Aufgabe. Die Beratungsstelle PUA im Diakonischen Werk Württemberg ist telefonisch erreichbar unter (0711) 11656-341 oder -168; der Reutlinger Arbeitskreis (Rosemarie Henes) hat die Telefonnummer (07121) 230710.

Gesprächskreis im Gemeindehaus

Neue Runde ab Donnerstag, 19. Oktober

Am Donnerstag, 19. Oktober startet eine neue Runde des Gesprächskreises bis etwa April 2001 (vierzehntägig, donnerstags). Wir laden Sie ein in das neu gestaltete "Korbsessel-Zimmer" im Gemeindehaus. Die Themen legen wir miteinander fest. Infos: Hanna Sülzle, Tel. 3893, oder Ehepaar Behrend, Tel. 2365

Kinderchorprojekt – es weihnachtet ¼

Naja, ein bißchen Zeit ist noch bis Weihnachten – ab Mittwoch, 8. November, möchten wir Euch (d. h. alle Kinder ab der 2. Klasse) aber schon jetzt wieder herzlich zu einem Kinderchorprojekt einladen! Katrin Seeger wir mit Euch jeweils zwischen 16.30 und 18 Uhr im Gemeindehaus "trainieren"– die Aufführung wird dann am 23. oder 24. Dezember sein! Wir freuen uns auf Euch! Infos bei Frau Seeger, Tel. (07121) 346181.

Cassettendienst

Vierzehntägig können Sie sich eine Hörcassette unserer Gottesdienste zustellen lassen – ideal für alle, die ans Haus gebunden sind oder viel im Stau stehen! Dieser Dienst ist für Sie kostenlos! Schon etwa 20 Personen sind dabei! Infos: Elke Grimm, Tel. 6677; Ev. Pfarramt, Tel. 2365.

Gönninger Gitarrekreis

Wer hat Lust und Laune, mal bei uns vorbeizuschauen? Ihr findet uns mittwochs um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus im Untergeschoß! Infos: Adelheid Schönig, Tel. 60411.

Termine - Treffs - Kontakte

8.

Oktober

10.00

Kirche

Familiengottesdienst am
Erntedankfest, mit dem Kindergarten Rosmarinstraße

14.

 

14.00

Gemeindehaus

Miniclub-Basar

15.

 

9.30

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst mit Vorstellung der Konfirmandinnen und Konfirmanden/Taufen/Kindergottesdienst

19.

 

14.30

Gemeindehaus

Kaffeestündle (Pfr. D. Börries: Umgang mit Depressionen)

19.

 

20.00

Gemeindehaus

Erster Abend des Gesprächs-
kreises (siehe Seite 7!)

22.

 

9.30

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst mit Abendmahl (18. Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest)/ Kindergottesdienst

29.

 

9.30

Kirche

Gottesdienst (19. S. n. d. D.)

29.

 

17.00

Kirche

Benefizkonzert der Morino-Gruppe Gönningen
zugunsten unseres
Madagaskar-Projektes

2.

November

14.00

ab Rathaus

Jüngere Senioren (Wanderung um Gönningen; Abschluß im Gemeindehaus)

5.

 

9.30

Kirche

Gottesdienst am
Reformationsfest

8.

 

16.30

Gemeindehaus

Erstes Treffen zum
Kinderchorprojekt (s. S. 7!)

12.

 

9.30

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst am Drittletzten Sonntag im Kirchenjahr:
Jugendsonntag, Taufen/
Kindergottesdienst

16.

 

14.30

Gemeindehaus

Kaffeestündle

19.

 

9.30

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst am Vorletzten Sonntag im Kirchenjahr, Abendmahl/
Kindergottesdienst

22.

 

20.00

St. Michael- und Ev. Kirche

Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag, Kirchenchor

26.

 

9.30

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst am Letzten Sonntag im Kirchenjahr: Totensonntag/
Kindergottesdienst

3.

Dezember

9.30

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst am Ersten Advent/
Kindergottesdienst

7.

 

14.30

ab Rathaus

Jüngere Senioren
(Adventsnachmittag)

9.

 

13.30

ab Gemeindehaus

Adventssingen der Konfirmandinnen und Konfirmanden

10.

 

9.30

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst am Zweiten Advent/
Taufen/Kindergottesdienst

11.

 

19.30

in den Häusern

Hausgebet im Advent

14.

 

14.30

Gemeindehaus

Gönninger Seniorennachmittag
(gemeinsam mit der Bezirksgemeinde Gönningen und der kath. St. Michael-Gemeinde)

17.

 

9.30

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst am Dritten Advent/
Kindergottesdienst

17.

 

17.00

Kirche

Konzert des Gönninger Gospelchores

$1000 für Macau – Gemeindefest-Erlös für einen Mitarbeiter der Lukas-Gemeinde/Ann Arbor in China

1000 US-Dollar konnten wir aus dem Gemeindefest-Erlös einem Mitarbeiter unserer amerikanischen Partnergemeinde St. Luke’s/Ann Arbor zukommen lassen; Pastor Michael Paul arbeitet auf der südlich von Kanton gelegenen Halbinsel. Ende 1999 wurde aus der portugiesischen Kolonie ein chinesisches Territorium mit einem Sonderstatus ähnlich wie Hongkong. Hier seine Zeilen an Sie!

In Macau ist eine lutherische Gemeinde im Entstehen. Die Missionare unseres amerkanischen Kirchenbundes, dem auch die St. Luke-Gemeinde angehört, möchten die Menschen hier kennen lernen: Sie laden dazu zu Englisch-Kursen ein.

1996 kamen meine Frau Jen-Yi (Irene) nach Macau; wir arbeiten mit der Missionarin Anastasia Wilch (die übrigens fließend Deutsch spricht) und drei ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammen, die je ein Jahr lang hier Englisch unterrichten. In unserem Zentrum bieten wir Englischstunden zu sehr niedrigen Preisen an und auch ganz kostenlos Englische Bibelstunden für Anfänger, in denen die Studenten gleichzeitig Englisch und Gottes Wort lernen.

Seit unserer Ankunft haben wir neun Erwachsene und ein Kind getauft. Wir haben jeden Sonntag Gottesdienst mit drei bis acht chinesischen Besuchern. Unsere Arbeit geht langsam voran: Vier Jahrhunderte Widerstand gegen das Christentum machen sich bemerkbar; viele Menschen leben auch nur kurzfristig auf der Halbinsel, um dann nach drei Jahren zurückzukehren nach China. Aber sie nehmen das Evangelium mit; der ständige Wechsel behindert es allerdings, daß eine feste Gemeinde mit längerfristigen ehrenamtlichen Leitern entsteht.

Heute war der erste Tag unseres neuen "Englisch-Semesters". Wir hoffen, in diesem Halbjahr mindestens hundert Studenten zu erreichen. Wir haben jetzt drei verschiedene Englisch-Bibel-Stunden, zu denen wir alle unsere Studenten einladen. Bisher nahmen jeweils 15 bis 25 Personen teil; fast alle sind keine Christen. Seit kurzem haben wir auch einen Gottesdienst und eine Bibel-Stunde auf Chinesisch am Sonntag-Morgen und einen Gemeinschaftsabend mit Singen, Bibelstunde und Beten jeden Mittwoch-Abend bei uns zu Hause. Wir bräuchten eigentlich noch eine Bibelstunde auf Chinesisch mehr, sind aber im Moment dazu leider nicht in der Lage.

In den letzten sechs Monaten tauften wir vier Menschen, im Alter zwischen 15 und 22 Jahren; drei Personen hier aus Macau, eine vom chinesischen Festland. Im Moment haben wir niemanden in der Tauf-Vorbereitung, aber einige, die sich dafür interessieren. Wir sind gespannt, was Gott wirken wird!

Kindergarten Rosmarinstraße: Happy New Year!

Das "Neue (Kindergarten-)Jahr" hat begonnen und wir wünschen uns, daß es bei allen Veränderungen, die es gab und die vor uns liegen, ein "glückliches Neues Jahr" wird! Ein Jahr des Übergangs: Durch die städtischen Aktivitäten für mehr Kindergartenplätze in Gönningen (Neubau des Kindergartens in der Ziegelhüttestraße) kann das Provisorium "Apfelbaumgruppe", das zu einer gewissen räumlichen Enge beigetragen hat, in unserer Einrichtung zum Kindergartenjahr 2001/2002 aufgegeben werden. Das wirft sein Licht schon in das jetzt beginnende Jahr hinein, da wir allen Kindern eine Kindergartenzeit ohne Einrichtungswechsel ermöglichen möchten und auch Platz für die Geschwisterkinder benötigen. Deshalb konnten nicht mehr alle 65 zur Verfügung stehenden Plätze belegt werden. Da sich Frau Renate Klein kurzfristig beruflich umorientiert hat, werden wir im aktuellen Kindergartenjahr nun mit folgender Besetzung arbeiten: Elfi Rill und Marlene Kunath werden die Apfelbaumgruppe betreuen, die zunächst vormittags weiterbestehen wird und in den ersten Wochen und Monaten 2001 in die Birnbaum- und Kirschbaumgruppe aufgehen wird; hier begleiten Martina Hipp und die Anerkennungspraktikantin, Andrea Hack, bzw. Siegrid Schäfer und die Vorpraktikantin, Nicole Pick, die Kinder. Frau Hipp und Frau Schäfer werden gemeinsam die Einrichtungs-Leitung fortführen – darüber freuen wir uns seitens der Kirchengemeinde sehr! Im Blick auf die Kinderzahl sind wir dankbar für die gute personelle Ausstattung, durch die wir die Kinder bei der Umgewöhnung hoffentlich bestmöglich begleiten werden können.

Eine saubere Mischung – "ÖkoMix-Strom" der Reutlinger Stadtwerke für Gemeindehaus und Pfarramt – eine Alternative auch für Sie! Infos von Konrad Wagner

In Deutschland ist der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossene Sache. Er dauert zwar lang (manchem vielleicht zu lang), aber er konnte halt nur so einvernehmlich mit den Energiekonzernen vereinbart werden. Und dieser "Konsens" ist allemal besser als ein jahrelanger Streit mit ungewissem Ausgang.

Jetzt dürfen wir uns aber nicht beruhigt im Sessel zurücklehnen. Weiterdenken ist angesagt und vorsorgen. Es muß verhindert werden, daß eine vielleicht kurzfristig entstehende Energielücke durch den Import von billigem Atomstrom aus Frankreich oder Russland oder gar durch den Bau neuer Kohlekraftwerke geschlossen wird. Das hieße "den Teufel mit dem Beelzebub austreiben"; denn unsere Regierung hat sich 1992 (also noch mit dem Kanzler Kohl) verpflichtet, die CO2-Produktion in den kommenden Jahren erheblich zu verringern. Daß dies nötig ist, begreifen allmählich angesichts der Klimaveränderungen auch die letzten Zweifler.

Die wichtigste Aufgabe ist, die Energieeinsparung energisch voranzutreiben. Dies ist ganz ohne Einbuße an Lebensqualität und ohne großen Verzicht möglich, durch Wärmedämmung und richtiges Lüften, durch Verwendung von Energiesparlampen, durch Ausschalten der "Allzeit-bereit-Schaltung" (stand-by) an Fernseher und Videorekorder über Nacht ¼ Gleichzeitig muß auf erneuerbare Energiequellen umgestiegen werden. Dies kann aber in der Marktwirtschaft nur gelingen, wenn wir, die Verbraucher, bei der Elektrizität – wie beim Fleisch – darauf achten, wo unser Strom herkommt und wie er hergestellt wird. Wir sollten unser Energieversorgungsunternehmen, in Gönningen also die Stadtwerke Reutlingen, danach fragen und das Angebot prüfen.

Dies haben auch Pfarrer Behrend und unser Kirchengemeinderat so gesehen. Sie sind sich der besonderen Verantwortung der Kirchen unter dem Motto "Bewahrung der Schöpfung" bewußt. Deshalb haben sie im April Ursel Nübel zum "Kontakttag mit dem Umweltrat der Ev. Landeskirche" nach Stuttgart entsandt, wohin ich sie begleitet habe. Dort wurde aus vielen Gemeinden berichtet, was schon geschehen ist und was noch läuft. Einige Teilnehmer haben dabei kritisch angemerkt, daß die Landeskirche beim Abschluß des Rahmenvertrags zur Stromversorgung ihrer Gliedgemeinden durch die "Energieversorgung Baden-Württemberg" (EnBW) versäumt habe, auf die Herkunft des von der EnBW gelieferten Stroms zu achten; der bestehe nämlich zu mehr als 80% aus Atomstrom.

Nachdem Frau Nübel im Kirchengemeinderat davon berichtet hat, bat dieser mich, der Frage hier vor Ort nachzugehen und zu erkunden, welche Möglichkeiten es gibt, den Rahmenvertrag zu kündigen, und vor allem: was das kosten würde. Denn es war bekannt, daß gerade die Stadtwerke Reutlingen seit dem Frühjahr 2000 den atomstromfreien Öko-Mix-Tarif anbieten, der allerdings etwas teurer ist als der normale Tarif des Rahmenvertrags. Daraufhin habe ich eine Aufstellung des Stromverbrauchs und der bisher geltenden Tarife bei den verschiedenen "Zapfstellen" der Gemeinde (Gemeindehaus, Kindergarten, Kirche und Pfarrhaus) angefertigt und bin damit zu den Stadtwerken gegangen. Bei mehreren Besuchen habe ich dort in dem zuständigen Tarifexperten, Herrn Lorenz, einen sehr aufgeschlossenen und verständnisvollen Gesprächspartner gefunden, der das Anliegen des Kirchengemeinderates sofort begriffen und Vorschläge gemacht hat. Er erklärte, daß der Aufpreis von sieben Pfennig pro Kilowattstunde Öko-Mix-Strom nicht etwa von den Stadtwerken einfach eingesteckt, sondern ausschließlich zur Förderung des Baus neuer Anlagen verwendet wird, die mit Hilfe der sogenannten Photovoltaik direkt die Sonnenenergie in elektrischen Strom umwandeln. Dieser Öko-Mix-Strom "schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe": Einmal stammt er garantiert aus umwelt- und klimafreundlichen Quellen wie Sonne, Wind, Erdwärme und Blockheizkraftwerken (hochwirksame lokale Erdgas-Kraftwerke, die nicht nur Strom, sondern auch Heizwärme erzeugen); also stellt er eine zukunftsfähige Alternative zum Atomstrom dar. Zweitens unterstützt er aber auch die Verbreitung (und damit auch die Verbilligung) des Solarstroms. Er entspricht also genau den eingangs dargelegten Anforderungen an eine nachhaltige Stromversorgung. Dies wurde übrigens inzwischen den Reutlinger Stadtwerken durch ein Zertifikat des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) bestätigt !

Am 25. Juli, kurz vor der Sommerpause, habe ich den Kirchengemeinderat über die Ergebnisse meiner Erkundigungen informiert. Nach einer ausführlichen Diskussion hat dieser dann – zunächst einmal für ein Jahr – beschlossen, daß ab August das Gemeindehaus und das Pfarrhaus mit Öko-Mix-Strom versorgt werden. Für Kirche und Kindergarten käme dieser Umstieg wegen der dort vorhandenen Elektroheizungen, für die es zudem schon bisher Sondertarife gibt, zu teuer.

Das ist fürwahr "ein Schritt in die richtige Richtung". Ein kleiner zwar; aber wir wissen es ja: "Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann verwandelt sich das Antlitz der Erde." (Afrikanisches Sprichwort)

Besonders schön und wirkungsvoll wäre es, wenn sich möglichst viele Gemeindemitglieder nach dem Lesen dieses Berichts überlegen würden, ob sie es in ihrem privaten Bereich nicht der Kirchengemeinde gleichtun könnten. Prüfen Sie doch einmal, was die Wahl des "Öko-Mix-Tarifs" Sie persönlich kosten würde!

Am einfachsten geht das, indem Sie die letzte Abrechnung der Stadtwerke hernehmen, die dort angegebene Telefonnummer wählen (07121-582 3700) und sagen, Sie denken daran, Ihren Stromtarif auf "ÖkoMix" umzustellen, und wünschten Beratung. Sie werden sehen, daß dies nicht sehr viel teurer wird – vor allem dann, wenn Sie die Kosten für den neuen Tarif mit dem Preis vergleichen, den Sie noch im Jahr 1998 für Ihren Strom bezahlt haben.

Es kommt darauf an, viele kleine Schritte zu tun - und die Schöpfung zu bewahren!