Gemeindebrief 4/1999

Jahreswende 1999/2000


Symbol: Gönninger Kirche



In dieser Ausgabe:

Editorial ...
Jahreslosungen ...
2000 Jahre Zeitenwende - Gedanken ...
Aktion "Gebet 2000" - machen Sie mit ...
Da geh' ich hin! Termine 1999/2000 ...
Umwelt-Tip Nr. 9 - es weihnachtet auch hier...
Die Patchwork-Runde ...
Rückblick mit dem Gönninger Liedermacher Thomas Felder ...
Unsere neue Hausmeisterin im Gemeindehaus Ingrid Eppler stellt sich vor ...
"Brot für die Wellt" ...
Die Jahreslosung 2000 - und wie sie anderswo klingt ...




Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser!

Zehn, neun, acht ... drei, zwei, eins - "frohes Neues Jahr"! So (oder so ähnlich) wird es am 31. Dezember 24 Mal rund um den Erdball zu hören sein; das erste Mal um 13 Uhr unserer Zeit. Um 16 Uhr werden wir gespannt nach Tokio schauen - dann erreicht der sogenannte Jahrtausendwechsel Japan und damit das erste hochtechnisierte Land: Anschauungsunterricht in Sachen Jahr-2000-Computerproblem wird uns geboten werden ...

Ab 18 Uhr können Sie dann anderen Gemeindegliedern im Gottesdienst in unserer Kirche begegnen - und wenn Sie möchten, können Sie diesen Gottesdienst an Silvester mit vorbereiten.

In der biblischen Besinnung auf der gegenüberliegenden Seite geht es um die Jahreslosungen, die uns 1999 und 2000 begleiten; die Veranstaltungshinweise für das zu Ende gehende 1999 und das Neue Jahr gibt es wie immer in der Mitte Ihres Gemeindebriefes.

Neben einem weihnachtlichen Umwelttip von Konrad Wagner finden Sie außerdem Einblicke in die Patchwork-Runde, ein Interview mit dem bekannten Gönninger Liedermacher Thomas Felder sowie einen Fragebogen, den unsere neue Hausmeisterin im Gemeindehaus, Ingrid Eppler, für Sie ausgefüllt hat.

Eine interessante Lektüre,
ein frohes Weihnachtsfest 1999
und ein gesegnetes Jahr 2000
wünscht Ihnen
Ihr Redaktionsteam

Jahreslosungen ...

Über zwei Bibelworte, die uns 1999 und 2000 begleiten ...

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ohne ein "Logo", eines dieser wiedererkennbaren "Markenzeichen", geht heute nichts mehr. So hat sich auch die evangelische Kirche für ihre Veranstaltungen rund um den kommenden Jahreswechsel solch ein Logo zugelegt. Sie haben es auf der Vorderseite dieses Gemeindebriefes gesehen und finden es auch auf den Innenseiten noch ein paar Mal.

Erst beim zweiten Hinsehen ist mir die Doppeldeutigkeit aufgefallen: 2000 n. Christus - 2000 mit Christus. Es ist das Typische für alle christlichen "Millenniums-Feiern", daß sie nicht nur einen sehr zufälligen Jahreswechsel begehen, sondern wirklich das "Geburtstagskind" feiern wollen, nach dem sich diese Zeit zählt; das kein Kind blieb, sondern Mann wurde, für uns starb, auferstand - und uns zusagte, immer bei uns zu sein!

Das ist die Jahreslosung, die über diesem zu Ende gehenden Jahr steht: "Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." Daß Sie das doch an der einen oder anderen Stelle Ihres Jahres 1999 gespürt haben! Wenn es galt, Abschied zu nehmen von einem Menschen - dennoch nicht allein; wenn es eine schwere Krankheit zu durchstehen galt - dennoch gehalten; aber auch: wissen, es freut sich einer mit, wenn endlich das lang ersehnte Kind zur Welt kommt; wissen, es geht einer mit, wenn das Wagnis mit dem Neubau oder dem Hauskauf eingegangen wurde ... "Ich bin bei euch!"

Liebe Leserin, lieber Leser! Dieses Wissen um Gottes Gegenwart, seine Nähe zu spüren, der Glaube an seine Präsenz in meinem Leben - manchmal im Leben fällt einem das einfach in den Schoß, und man weiß und spürt und glaubt es eben, einfach so, weil es eben klar ist. Und manchmal will und muß es erst erarbeitet, errungen, erreicht werden. "Gott spricht: Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen", so heißt es in der Jahreslosung 2000.

In Umbruchzeiten wie der unseren stellt sich immer die Frage nach der Zukunft: was wichtig sein soll, was mein Leben ausmachen soll, was mir so wichtig ist, daß ich es mit in meine Zukunft nehmen will. Der Glaube an Gottes Nähe, wie sie mir in jenem Kind in der Krippe vor 2000 Jahren, wie sie mir in jenem Mann am Kreuz, wie sie mir im Auferstandenen, der mir Leben verheißt, begegnet - diese Nähe will ich erfahren, weil ich immer noch glaube, daß mich das tragen kann und mir Orientierung gibt. Suchen Sie mit! Es gibt die Zukunft zu finden ...

Herzlichst, Ihr Alexander Behrend, Pfarrer

"2000 Jahre Zeitenwende"

Anmerkungen von Pfarrer Alexander Behrend zu einem ganz besonderen Tag

Der Tag ...

Das gab es noch nie: ein Tag, der uns weltweit in einem Thema zusammenbindet - über Kulturen, Sprachräume, Landesgrenzen und Religionen hinweg; ein Tag, an dem sich alles auf der Welt um jene ominöse Sekunden dreht, in denen sich 24 Mal an diesem Tag alle vier Ziffern der Jahreszahl ändern.

Das gab es noch nie - eine erste Jahrtausendwende hat mangels einheitlicher Kalender (und weil sich das gemeine Volk um die vorhandenen kaum scherte) nicht gegeben.

Bei der letzten Jahrhundertwende konnte man sich nicht einigen, ob man korrekt von 1900 auf 1901 feiern oder eben doch das eindrücklichere Datum 31. Dezember 1899 als letzten Tag des Jahrhunderts begehen sollte.

Wider allem besseren Wissen hat man sich im vor uns liegenden Fall längst auf diese zweite Möglichkeit festgelegt - die Magie der Zahl triumphiert über die DIN 1355, die uns wissen macht, daß wir eigentlich ein Jahr zu früh feiern werden ...

Ein Dreifaches ...

Auf dem Hintergrund dieser wenigen Andeutungen wird mir ein Dreifaches deutlich: Mit der "Jahrtausendwende" handelt es sich zum ersten um ein "gemachtes" Ereignis, ein Event; zum anderen: es handelt sich um ein Ereignis, das erst in einer wirtschaftlich weltweit verknüpften Welt möglich wird; und drittens handelt es sich um ein Ereignis der Massenmedien.

Ein "gemachtes" Ereignis ...

Wer sich auch nur einige Momente mit den Zufälligkeiten unserer Kalenderentstehung und den mit unserem Kalender zusammenhängenden Ungereimtheiten beschäftigt, der erkennt, daß die "Jahrtausend-Sekunde" ein höchst zufälliges Datum ist, das für sich genommen keinerlei "realen" Hintergrund hat.

Solche Betrachtungsweise ist geschichtlich gesehen durchaus ungewöhnlich: war es doch jahrhundertelang selbstverständlich, daß sich Zeit in ihrer geschichtlichen, göttlichen Bedeutung berechnen läßt.

Im Judentum und in der frühen christlichen Kirche ging man meist davon aus, daß Gott die Geschichte in Phasen einteilt, die sich nach vorbestimmten Zeiten ablösen; "Apokalyptik" nennt man heute in der Theologie diese Vorstellung.

Anders jedoch als früher gehen heute aber die meisten Menschen nicht mehr von einem Gott aus, der die Geschichte und das eigene Schicksal lenkt; man glaubt eher an ein ominöses Etwas; und das kann dann allerdings wirklich Angst machen, weil dieses Etwas nie ein Gegenüber für uns sein kann - es hat kein Gesicht.

Vor einem zürnenden und das Gericht sendenden Gott konnte man sich wenigstens noch anständig fürchten und in Anstand Buße üben. Dem modernen Menschen ist nicht einmal das mehr vergönnt - und so ist Angst für viele eines der Grundgefühle, die sie nun auch mit jenem Datumswechsel verbinden.

Und das Wissen um den "Y2k-Bug" ("Year 2kilo=2000"), die "Jahr 2000-Wanze", jenen ominösen Computer-Fehler, falscher Sparsamkeit entsprungen, mag diese Angst fördern und ihr einen realen Hintergrund geben.

Damit könnte es der Mensch schaffen, ein wenig Apokalypse selbst herzustellen: Der nächste Jahreswechsel könnte uns vor Augen führen, wovon wir in unseren Breiten tatsächlich leben - nicht vom Brot, schon gar nicht vom Wort aus dem Munde Gottes, sondern vom elektrischen Strom ...

Und wenn sich genügend Zeitgenossen entsprechend verhalten (Geld abheben, Lebensmittel horten), dann dürften sie dazu beitragen, daß das Befürchtete durch die Befürchtung erst produziert wird.

In einer "globalen" Welt ...

Zur Apokalypse gehörte früher auch das globale (ja eigentlich all-umfassende) Ausmaß. Doch was früher von Gott geglaubt wurde - er als der Weltenherrscher -, das hat die Wirtschaft realisiert.

Weil die Börsen und der Warenumschlag eine gemeinsame Zeitrechnung brauchen, deshalb war der "christlich-westliche" Kalender so erfolgreich.

Nicht weil er sich auf Christus bezieht, sondern weil er das gängige Instrument der ersten Wirtschaftsnationen war, deshalb setzte er sich durch. Und selbst wenn Juden, Japaner oder Jugoslawen ihre eigenen Systeme haben, richten sie sich doch alle zumindest auch nach "unserem" Kalender.

Was die christlichen Missionare nicht erreichten, schafften die Börsen und der Welthandel: die Einigung unter Christus, wenigstens kalendarisch  ...

Ein Ereignis der Massenmedien ...

Die sogenannte Jahrtausendwende zieht uns alle in ihren Bann: Die Medien tragen das Ihre dazu bei (gerade eben, wenn Sie das hier lesen, geschieht es ja ... ). Und weil wir alle wissen, was die anderen aus der Zeitung und dem Fernsehen wissen, wird sich ein typischer "massenmedialer" Effekt einstellen, dem sich zu entziehen keinem gelingen wird - denn selbst mit dem Entzug würde man bestätigen, daß es ihn gibt.

Reporter und Fernsehmacher brauchen Ereignisse und Themen - und sie machen diese zugleich. Sie schüren Ängste, weil sich Nervenkitzel gut verkauft; sie schwelgen in Rückblicken auf unser Jahrhundert, weil wir Jahrestags-Spielereien lieben - denn ein bißchen Rhythmus braucht es zum Leben (wenn uns schon Kirchenjahr und Sonntag abhanden kommen); sie blicken in die Zukunft - und auch da haben Zukunftsoptimisten wie Matthias Horx eine leise Stimme, weil zumindest die Deutschen verliebt sind in den Pessimismus und ihn dadurch bewahrheiten.

Ein Tag mit Gott?

Der (von einer Arbeitsgruppe der Evangelischen Kirche in Deutschland, EKD) geklaute Titel "zweitausend Jahre Zeitenwende" drückt aus, was das erste und letzte Wort der Kirchen und der Christinnen und Christen zum Thema ist: Wir leben seit zweitausend Jahren in der Zeitenwende, die mit Jesu Kreuz und Auferstehung eingeläutet wurde. Von daher ist auch unser 31. Dezember mit seinen 24 Jahr-2000-Sekunden eine Zeitenwende; aber eben auch nur eine unter bislang über 700.000 Tagen seit Christi Geburt.

Und vor allem: Er ist - um ein weiteres EKD-Motto aufzunehmen - nicht zuerst ein Tag "2000 nach Christus", sondern einer der Tage mit Christus.

Wie in allen hervorgehobenen und durchaus auch mit Ängsten besetzten Zeiten bietet auch unser Tag die Chance auf eine (gemeinsame) Selbstbesinnung auf das, was uns tragen und bestimmen soll: allein die wirtschaftlichen Zusammenhänge, die dieses gemeinsame Erlebnis erst ermöglichten?; allein die mediale Realität, die dieses gemeinsame Erlebnis erst macht und transportiert?; oder machen wir aus dem von uns gemachten Ereignis "Jahrtausendwende" etwas, das uns zum Guten wendet?

"Wie kann, was vor 2000 Jahren geschah, heute noch so viel für uns bedeuten und die Zukunft der ganzen Welt bestimmen? Das Apostolische Glaubensbekenntnis antwortet, daß es der Geist Gottes ist, der das Werk Jesu fortsetzt und vollendet", so habe ich es meinen Konfirmandinnen und Konfirmanden beigebracht ...

Vielleicht schenkt es uns der Geist Gottes und macht aus dem "globalen Event und Medienereignis" etwas, das uns hilft, die Zukunft zu gestalten und mutig nach vorn zu blicken: wenn wir es neu begreifen, daß unsere Zeit in und aus Gottes Händen ist, wir mit ihm unsere Wege gehen und in Verantwortung vor Jesus Christus leben und ihm nachfolgen.

Weitere Infos und interessante Links zum Thema finden Sie auf unseren Internet-Sonderseiten www.19992000.home.pages.de!

Aktion "Gebet 2000"

Machen Sie mit! Beten Sie mit!

Mal wieder beten ... Dank und Bitte vor Gott aussprechen, vielleicht sogar einmal in einem einfachen Satz niederschreiben ...

Machen Sie mit bei unserer Aktion "Gebet 2000"!

Ihre Gebete werden dann unseren Gottesdienst an Silvester (um 18 Uhr in unserer evangelischen Kirche) mitprägen.

Als Beilage zu diesem Gemeindebrief finden Sie zwei Postkarten. Auf ihnen können Sie an diesem gemeinsamen Übergang ins Jahr 2000 Ihren Dank für das, was war und ist, und Ihre Bitte oder Fürbitte im Blick auf die Zukunft niederschreiben - ein kurzer Satz oder auch nur ein Wort oder vielleicht sogar ein paar Zeilen ...

Geben Sie Ihre Karten bitte umgehend zurück:

Wir sind gespannt darauf, was Sie an diesem besonderen Jahreswechsel bewegt!

Da geh‘ ich hin! Termine 1999/2000

14. Dezember

19.00

Kirche

Taizé-Abendgebet

16.

14.30

Gemeindehaus

Gönninger Seniorennachmittag

17.

20.00

Gemeindehaus

Kirchengemeinderat-Sitzung

19.

9.30

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst zum 4. Advent/
Kindergottesdienst

21.

19.00

Kirche

Taizé-Abendgebet

22.

7.50

Kirche

Gottesdienst der Hauptschüler/innen

22.

8.40

Kirche

Gottesdienst der Grundschüler/innen

24.

17.00

Kirche

Gottesdienst am Heiligen Abend

25.

9.30

Kirche

Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag (Posaunenchor/Abendmahl)

26.

9.30

Kirche

Gottesdienst (2. Weihnachtsfeiertag)

28.

19.00

Kirche

Taizé-Abendgebet

31.

18.00

Kirche

Gottesdienst am Altjahrsabend

1. Januar

18.00(!)

Kirche

Gottesdienst am Neujahrstag

2.

9.30

Kirche

Gottesdienst (1. S. nach d. Christfest)

4.

19.00

Kirche

Taizé-Abendgebet

6.

9.30

Kirche

Gottesdienst am Erscheinungsfest

8.

17.00

Kirche

Abschiedskonzert des Gönninger Gospelchores für Romy Camerun und Cornelius Fritz

9.

9.30

Kirche

Gottesdienst am Ersten Sonntag nach dem Erscheinungsfest (SnE)

16.

9.30

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst am 2. SnE (Taufen)/
Kindergottesdienst

16.

17.00

Gemeindehaus

Mitarbeiter/innen-Fest

18.

19.00

Gemeindehaus

Jugend-Mitarbeiter/innen-Konvent

20.

14.30

Gemeindehaus

Kaffeestündle "Mundart"

23.

9.30

Gemeindehaus(!)

Gottesdienst am 3. SnE)/
Kindergottesdienst

25.

20.00

Gemeindehaus

Bibelabend (Dr. H.-D. Neef)

26.

20.00

Gemeindehaus

Bibelabend (Pfr. E. Laupheimer)

27.

20.00

Gemeindehaus

Bibelabend (Pastor Dr. Niethammer)

28.

20.00

Gemeindehaus

Bibelabend (Vikar J. Ruopp)

30.

9.30

St. Michael-Kirche(!)

Ökumenischer Gottesdienst zum Abschluß der Bibelwoche

3. Februar

14.00

ab Rathaus

Jüngere Senioren (Stuttgart)

6.

9.30

Gemeindehaus

Gottesdienst am 5. SnE/
Kindergottesdienst

11.-13.

-

-

Konfirmanden-Freizeit

13.

9.30

Gemeindehaus

Gottesdienst am Letzten SnE/
Kindergottesdienst

17.

14.30

Gemeindehaus

Kaffeestündle

20.

9.30

Gemeindehaus

Gottesdienst am Sonntag Septuagesimae/Kindergottesdienst

27. Februar

9.30

Gemeindehaus

Gottesdienst am Sonntag Sexagesimae/Kindergottesdienst

im März

14.00

ab Rathaus

Jüngere Senioren (Märzenbecher)

3.

20.00

Gemeindehaus

Weltgebetstag der Frauen

5.

9.30

Gemeindehaus

Gottesdienst a. Sonntag Estomihi

12.

9.30

Gemeindehaus

Gottesdienst (Beginn der Fastenzeit)

16.

14.30

Gemeindehaus

Kaffeestündle

18.

13.30

Gemeindehaus

Miniclub-Basar

19.

9.30

Gemeindehaus

Gottesdienst am 2. S. der Fastenzeit (SdF)/Kindergottesdienst

26.

9.30

Gemeindehaus

Gottesdienst am 3. SdF/
Kindergottesdienst

1. April

-

-

Klausurtag des Kirchengemeinde-
rates; Thema "Abendmahl"

2.

-

-

Gottesdienst am 4. SdF/
Kindergottesdienst

6.

14.00

ab Rathaus

Jüngere Senioren ("Freizeit ’99")

9.

9.30

Gemeindehaus

Gottesdienst am 5. SdF/
Kindergottesdienst

13.

14.30

Gemeindehaus

Kaffeestündle

16.

9.30

Kirche(!)

Gottesdienst am Palmsonntag

4. Mai

14.00

ab Rathaus

Jüngere Senioren (Solitude)

21.

9.30

Kirche/
Gemeindehaus

Konfirmation/
Kindergottesdienst

28.

9.30

Kirche

Gd. mit Konfirmanden-Abendmahl

17.-26. Juni

-

-

Gemeindebesuch aus
Ann Arbor/Michigan (USA)

7.-9. Juli

-

-

KonfiCamp für die
Konfirmand/innen 2001

9.

-

Kirche

Haydns "Schöpfung"

16.

11.00

Roßbergwiese

Ökumen. Gottesdienst zum Roßbergwiesenfest der kath. Gemeinde

26.

7.50

Kirche

Gottesdienst der Hauptschüler/innen

26.

8.40

Kirche

Gottesdienst der Grundschüler/innen

20.

11.00

Roßbergwiese

Gottesdienst im Grünen

im September

14.30

ab Rathaus

Seniorenfreizeit

2.

20.00

Kirche

Orgelkonzert zum J. S. Bach-Jahr

5.-8.

9.00

Gemeindehaus

Kinderbibelwoche

10.

10.00

Kirche

Ökumenischer Gottesdienst zum Abschluß der Kinderbibelwoche

15.

-

Kirche

Gottesdienst der Schulanfänger/innen

8. Oktober

-

Kirche

Erntedankfest

14.

13.30

Gemeindehaus

Minclub-Basar

9. Dezember

-

-

Adventssingen der Konfirmand/innen

14.

14.30

Gemeindehaus

Gönninger Seniorennachmittag

Unser weihnachtlicher Umwelt-Tip (Nr. 9)

"Wußten Sie, daß ... " - von Konrad Wagner

Wußten Sie, daß Sie auch beim Verpacken der Weihnachtsgeschenke die Umwelt schonen und nach dem Motto "gut leben statt viel haben" handeln können?

Wenn schon Geschenkpapier, dann solches aus Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel". Und gehen Sie sparsam mit Klebestreifen um: So vermeiden Sie Kunststoffabfall und können erreichen, daß die schöne Geschenkhülle noch ein weiteres Mal den Weg auf den Gabentisch findet.

Am besten ist es aber, Geschenke ganz ohne Wegwerfartikel zu verpacken. Da gibt es viele Möglichkeiten: Ein warmer Schal, ein Geschirrtuch oder ein buntes Handtuch sind beim Beschenkten immer willkommen; bemalen Sie eine Baumwolltragetasche, oder lassen Sie Ihre Kinder eine bemalen; Sie können aber auch braunes Packpapier oder einen Schuhkarton bekleben und bemalen - und schon haben Sie eine hübsche Hülle oder Schachtel! Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt!

Ein (umwelt-)freundliches und gesegnetes Weihnachtsfest wünscht Ihnen

Ihr Konrad Wagner.

"Einblick" - in die Patchwork-Runde,

gibt Ihnen Monika Maier-Geisel

Vier vor, eins zurück - das klingt wie eine Lebenserfahrung, wer kennt das nicht. Für uns Patchworkerinnen beschreibt es jedoch die Stichfolge beim Handnähen von Patchwork.

Bei diesem gemächlichen Tun kommen einem gelegentlich auch schon einmal philosophische Gedanken über den symbolhaften Zusammenhang einer Patchworkarbeit mit unserem "Lebensteppich". Auch hier fügen sich zahlreiche Einzelstücke schrittweise nach vielen Mühen, freudig registrierten Fortschritten und neuen Erfahrungen zu einem Ganzen zusammen, das erst in seiner Gesamtheit zur vollen Wirkung gelangt. Mit Recht freuen wir uns dann über das Geschaffene, sind vielleicht sogar etwas überrascht, weil wir anfangs nicht gedacht hätten, daß uns "so was" gelingen könnte.

Im Januar diesen Jahres haben sich 15 an Handarbeit interessierte Frauen zur Patchwork-Runde zusammengefunden. Wir treffen uns vierzehntägig am Dienstagnachmittag im evangelischen Gemeindehaus, wo wir eifrig miteinander "sticheln", schwätzen und Ideen austauschen. Als Kontrapunkt zu unserer schnellebigen Zeit widmen wir uns bewußt der Handarbeit, um diese alte Tradition in gemütlicher Runde weiterzupflegen.

Gemeinsam oder in kleinen Gruppen haben wir schon Patchwork-Ausstellungen besucht, die uns neue Anregungen gaben. Ein dabei kürzlich geknüpfter Kontakt zu den "Mittelstädter Handstichlerinnen" soll im neuen Jahr einen gegenseitigen Austausch bringen.

Von dem kleinen Betrag, der jedes Mal in unser Sparschwein kommt, haben wir uns für einen Nachmittag eine Kursleiterin eingeladen, die uns in der Nähtechnik weiterbrachte. Seitdem werden mit wachsender Begeisterung weihnachtliche Sterne genäht, und wir freuen uns schon auf unser kleines internes "show and tell" bei unserer vorweihnachtlichen Patchwork-Runde mit den bisher entstandenen Stücken.

Kontakt: Monika Maier-Geisel, Tel. 2708; Brigitte Zirngibl, Tel. 912426.

"Rückblick" - Thomas Felder

mit dem Gönninger Liedermacher sprach Dietrich Birkenhofer

Thomas Felder, der seit 1978 in Gönningen wohnt, ist durch seine Lieder weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt - seit Monaten steht er neben Größen wie Reinhard Mey ganz oben auf der Liederbestenliste des Südwestrundfunks (s. Videotexttafel 757 auf S3).

Thomas, warum hast du deinen eigentlichen Beruf als Kunsterzieher am Gymnasium so früh aufgegeben?

Schon gegen Ende meines Studiums in Kunst und Anglistik war das Singen mein Broterwerb. Als ich nach Gönningen in eine Wohngemeinschaft zog, arbeitete ich gerade an meiner dritten LP "lang braucht zom komma", deren Erlös mir 1981 den Kauf des Hauses Rosenhöhe in der Stöffelburgstraße ermöglichte. Montags gab ich Kunstunterricht am Kepler-Gymnasium und an der Pädagogischen Hochschule in Reutlingen. Den Rest der Woche arbeitete ich am Haus, verschickte Schallplatten, gab Konzerte und führte Gerichtsprozesse wegen gewaltfreier Aktionen. Außerdem gab es ja noch zwei kleine Kinder.

1984 zog der Kultusminister den Schlußstrich unter meine dreijährige Lehrtätigkeit beim Staat, die ich gerne weitergeführt hätte. Eltern und Schulleitung setzten sich für mich ein, blieben aber ungehört. Zwei Jahre fand ich noch eine Anstellung am evangelisch-kirchlichen Aufbaugymnasium in Mössingen. Dann mußte ich mich entscheiden: Entweder die ganze Woche oder gar nicht.

Wie lautet deine Berufsbezeichnung jetzt?

Außer dem "Liedermacher" bin ich mein eigener Produzent, Verleger und Manager.

Gibt es einen deutschen Liedermacher, mit dem du dich vergleichen würdest?

Vielleicht mit Heinrich von Ofterdingen, der sang um sein Leben. Aber im heutigen Wirken verbindet mich vieles mit meinem Kollegen Christof Stählin. Wir sind die einzigen in ganz Deutschland, die auch Lehraufträge im Bereich Musik und Poesie wahrnehmen.

Deine Lieder sind anspruchsvoll, tiefsinnig und oft humorvoll. Stimmt dieser Eindruck?

Wenn ich nach zwanzig Jahren mit einem Lied immer noch erfolgreich auftreten kann, dann ist da vielleicht was dran.

Wieviele Musikinstrumente spielst du denn?

Eigentlich probiere ich alles aus, was mir unter die Finger kommt. Aber im Konzert beschränke ich mich derzeit auf sieben Instrumente (Klavier, Gitarre, Drehleier, Monochord, Trommel, Posaune, Mundharmonika) und meine Stimme.

Schon oft bist du auf der "Liederbestenliste" des Südwestrundfunks erschienen.

Die Jury der Liederbestenliste, das sind zwanzig Musikjournalisten aus den unterschiedlichsten Gegenden des deutschsprachigen Raums. Sie verteilen monatlich Punkte für Lieder, die sie als besonders wertvoll erachten. Auf dieser Liste tauchten immer mal wieder Titel von mir auf - zum ersten Mal 1984 auf Platz eins mit "Nie wieder Frieden kriegen". In diesen Monaten steht mein Blues über den Kirchentagsrummel ganz oben: "Mir send des Gsälz von der Erde".

Als ich meine Beiträge zum Stuttgarter Kirchentag einreichte, wurden sie rausgeschmissen, angeblich wegen des Dialektes. Ich glaube aber, die Organisatoren hatten Angst davor, daß tatsächlich ein bißchen Salz reinkommt in ihr süßes Schlabbergelee.

Wieviele Platten oder CDs gibt es von dir?

Es gibt sieben LPs und fünf CDs in meinem Eigenverlag, außerdem diverse Aufnahmen bei fremden Editionen. Und ein paar Lieder stehen auch in Schul- und Volksliederbüchern abgedruckt.

Die folgenden Stichworte haben mit dir zu tun. Nimm jeweils in einem kurzen Satz Stellung dazu!

Bescheidenheit ...

In materieller Hinsicht eine Tugend, in geistiger eine Schwäche.

Fahrrad fahren ...

Eine geniale Erfindung. Öffentliche Verkehrsmittel sollten Räder kostenlos bergauf transportieren.

Kritischer Zeitgenosse ...

Geschwätzt wird viel. Aber wie steht‘s mit unserem Handeln?

Friedensbewegung ...

Du sollst nicht töten.

Panzer ...

Ein Schutzpanzer kann nötig sein, zum Schützenpanzer sage ich "nein".

Gospelchor ...

Der Gönninger Gruppe fühle ich mich noch immer verbunden.

Kommunalwahlen 1999 ...

Die geringe Wahlbeteiligung ist alarmierend.

Kulturpolitik ...

Die Stadt Reulingen plant ein neues Kulturzentrum. Stehen die Baukosten im gesunden Verhältnis zum laufenden Kultur-Etat? Leisten wir uns auch Kultur ohne Kommerz?

Ach so, eine Frage noch: Wann findet mal wieder ein Konzert von dir in Gönningen statt?

Sobald mich jemand engagiert.

Ingrid Eppler,

unsere neue Hausmeisterin, freut sich, wenn Sie sich im Gemeindehaus wohlfühlen!

Ingrid Eppler ist seit Anfang November die neue Hausmeisterin unseres Gemeindehauses. Sie wohnt seit 1982 in Gönningen, ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Lernen Sie sie hier etwas näher kennen!

Haben Sie ein Vorbild?

Muß man das haben? Ich bin glücklich über die erreichten Ziele, die ich mir selbst gesteckt habe; ich wäre unglücklich, würde ich mich an jemandem "messen".

Welchen Traum haben Sie?

Den alten und immer wieder neuen Traum der Menschheit: das Ende aller Kriege!

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Lesen!

Wo würden Sie gerne mal Ihren Urlaub verbringen?

In Kanada! Das Land hat mich in diesem Sommer sehr beeindruckt - und ich möchte unbedingt noch einmal hin.

Ihre Lieblingsnamen?

Die Namen meiner drei Kinder: Timo, Linda und Britta.

Ihr Lieblingstier?

Meine Westie-Hündin "Nala".

Ihre Lieblingsblume?

Die Sonnenblume.

Ihre Lieblingsfarbe?

Dunkelblau.

Ihre Lieblingsspeise?

Grünkohl, ein Gericht aus meiner niedersächsischen Heimat - von meiner Mutter zubereitet, an einem bitterkalten Tag in der warmen Küche zusammen mit lieben Menschen genießen!

Welche Musikart mögen Sie?

Bei dem Gesang italienischer Tenöre träumt sich‘s am Schönsten. Ich mag aber auch die Musik, die meine 14- und 9jährigen Töchter hören, denn die macht gute Laune.

Ihr/e Lieblingsschriftsteller/in?

Ich mag Krimis mit geballter Spannung. Darum lese ich gern Agatha Christie und Minette Walters.

Ihr Lieblingsfilm?

Im Moment immer noch "Das Leben ist schön".

Welches Bauwerk bewundern Sie?

Die ägyptischen Pyramiden.

Welche Errungenschaft der Menschheit halten Sie für die wichtigste?

Die Sprache bzw. die Kommunikation in jeder Form.

Und was halten Sie für überflüssig?

Die Atomwaffen und das Klonen.

Was würden Sie sofort abschaffen?

Kinderarbeit!

Welche Stunde ist Ihnen die liebste?

Ganz früh am Morgen, wenn meine Hündin und ich unsere Runde um die Felder drehen. Da kann ich am besten die Seele baumeln lassen.

Ihr augenblickliches Lebensmotto?

Ein Lächeln kostet weniger als elektrischer Strom - und gibt mehr Licht.

"Brot für die Welt"

"Gebt den Kindern eine Chance" - auch in dieser Weihnachtszeit braucht "Brot für die Welt", das evangelische Hilfswerk für Länder in der sog. Dritten Welt, dringend Ihre Unterstützung, um langfristige Projekte weiterführen zu können und kurzfristig rasche Hilfe leisten zu können! Bitte benutzen Sie die anliegenden Opfertütchen und Überweisungsträger (KSK RT 91569) - vergangenes Jahr kamen weit über DM 5000.- aus unserer Gemeinde zusammen ...

Jahreslosung 2000

bei uns und unseren Freunden in aller Welt ...

Gott spricht:
Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
so will ich mich von euch finden lassen.
(Jeremia 29,13+14)

Bei den Kindern von "Arco Iris" im bolivianischen La Paz erklingen die Verse auf Spanisch:

Así dice Yavé:
Cuando me busquen de todo corazón,
yo me dejaré hallar por ustedes!

Bei unseren Freunden aus der St. Luke-Gemeinde in Ann Arbor heißt es:

God says:
When you seek me with all your heart,
I will be found by you.

In St. Petersburg wird unser Bibelvers natürlich auf Russisch verlesen:

BOG GOWORÍT:
JÉSSLI WSÝSCHTSCHETE MENJA WSSEM SÉRDZEM,
BÚDU JA NÁIDEN WÁMI.

Und auf Madagaskar, in Ambohitsara, beim "Gönninger Brückle" klingt es so:

A izao no lazain'i Jehovah:
Ary hitady Ahy hianareo, dia ho hitanareo Aho,
raha katsahinareo amin'ny fonareo rehetra.