Gemeindebrief 1/1999

Frühjahr


Symbol: Gönninger Kirche



In dieser Ausgabe:

Editorial ...
Begegnungsreise nach Ann Arbor - unser Schwerpunktthema ...
Ein neuer Blick auf das Eigene - von Margarete Blank-Mathieu, einer Mitreisenden ...
Die andere Blickrichtung - von Andy Smith, dem Initiator unserer Reise...
Bezirksbürgermeister Prof. Dr. Paul Ackermann im Interview ...
Kinderchorprojekte - Christine Dehlinger-Prax gewährt Einblicke ...
Weltgebetstag der Frauen 1999 - Hanna Sülzle berichtet ...
Weltmissionsprojekt 1999 in Palästina ...
Termine, Treffs, Kontakte ...
Besondere Hinweise ...
Gottesdienst gesundheitsschädlich? ...




Editorial

Einen Schwerpunkt dieser Gemeindebrief-Ausgabe bildet (natürlich) unsere USA-Begegnungsreise zur St. Luke-Gemeinde in Ann Arbor. Neben dem folgenden Artikel finden Sie ab Seite 4 die Eindrücke von Margarete Blank-Mathieu, einer unserer Mitreisenden, und ab Seite 6 von Andrew Smith, meinem amerikanischen Freund und Organisator unserer Begegnung. Wir hoffen, daß wir Ihnen unsere Eindrücke nahe bringen können!

Interessieren wird Sie außerdem das Interview mit unserem Gönninger Bezirksbürgermeister Prof. Dr. Paul Ackermann (ab Seite 9) und die anregenden Einblicke von Christine Dehlinger-Prax (Seite 12) in ihre Kinderchor-Projekte. Von Hanna Sülzle stammt der Rückblick auf den "Weltgebetstag der Frauen" (Seite 14). Neben Kurzinformationen nehmen wir Sie auf Seite 15 mit nach Palästina, wo wir in diesem Jahr ein Projekt unterstützen.

 

Begegnung über den "Großen Teich"

Eindrücke von einer Gemeindereise

Liebe Leserin, lieber Leser!

Was vor über drei Jahren mit "virtuellen" Kontakten über das Internet begann, mündete im März diesen Jahres in eine höchst "reelle" Begegnung: Eine achtköpfige Gruppe aus unserer Gemeinde besuchte die lutherische St. Luke-Gemeinde in Ann Arbor (Unsere Ann Arbor-Seite hier! bei Detroit. Eine Reise, die uns interessante Einblicke in unsere amerikanische Partnergemeinde (mit über 1000 Gottesdienstteilnehmern jedes Wochenende und etwa 1500 Mitgliedern) und andere Kirchen "jenseits des Großen Teichs" gab - und einen neuen Blick auf unsere eigene Situation hier in Deutschland und besonders natürlich in Gönningen. Von unseren Eindrücken möchten wir Ihnen erzählen - und auf Seite 4 und 5 dem Initiator unserer Begegnung, Andrew Smith, aus seiner Blickrichtung das Wort geben: Andy hat in Reutlingen Deutsch studiert und in der Partnerschaftsarbeit zwischen Ann Arbor und Tübingen viele Erfahrungen mit solchen Kontakten gesammelt. Für seine umfangreiche ehrenamtliche Arbeit und vor allem auch allen Gastgeber-Familien an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank!

Martin Zirngibl:

"Mich hat beeindruckt, daß die amerikanischen Christen sehr viel offener über ihren Glauben sprechen. Deshalb ist ihnen Mission ein wichtiges Anliegen. Auch identifizieren sie sich wesentlich mehr mit ihrer Gemeinde als wir das in Deutschland kennen."

Hans, Eli und Eva Lederer:

Stefan Frech:

Und meine Eindrücke? Der Gottesdienst ist bei unseren Freunden wirklich "Mitte der Gemeinde"; es ist ein zentraler Ausruck des Glaubens, miteinander zu singen und zu beten, Abendmahl zu feiern. Die Musik und die Konzentration auf den Umgang mit der Bibel und auf Glaubensfragen haben mich beeindruckt.

Zugleich habe ich gemerkt, wie bei uns vieles "ausgelagert" ist, was in USA die einzelne Gemeinde in den eigenen Händen hat: vom Religionsunterricht bis hin zu den vielfältigen Hilfen der Diakonie. Was unsere Stärke ist, gemeinsam so vieles zu schaffen, was für eine einzelne Gemeinde unmöglich wäre (auch über Konfessions-Grenzen hinweg), das hat eine schwerwiegende Schwäche: Was "ausgelagert" ist, ist nicht mehr das Eigene, ist "anonym". Immer wieder habe ich so auch unserer deutschen Gruppe erklären müssen, daß wir als Kirchen kein Geld vom Staat geschenkt bekommen, wieviel doch unsere Landeskirche und unser Bezirk tut. Für unsere amerikanischen Freunde war unser kirchliches Zusammenspiel auf den verschiedenen Ebenen und die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen, sehr fremd und die Vorstellungen entsprechend "merkwürdig": "Herr Pfarrer, bekommen Sie Ihre Rente immer noch vom Staat?" wurde ich in Kanada gefragt. Gefreut habe ich mich, als am letzten Abend einer unserer Gastgeber meinte, daß sich bei ihm das Bild von "den Deutschen" geändert habe: Die seien gar nicht so ernst und streng, wie er dachte, die könnten ja richtig lachen. Naja, gaaanz falsch lag er ja aus amerikanischer Sicht mit seinem Vorurteil nicht ¼

Alexander Behrend, Pfarrer

PS Auf unserer Internet-Homepage gibt es über die "specials"-Seite einen Bilderbogen von unserer Reise.

"Ein neuer Blick auf das Eigene" - Margarete Blank-Mathieu,

eine der Mitreisenden, über ihre Erfahrungen mit den Vereinigten Staaten und den dortigen Kirchen


Im März haben wir, eine Gruppe von acht Personen unserer Kirchengemeinde eine Reise nach Ann Arbor bei Detroit unternommen, um einige der dortigen Kirchengemeinden kennenzulernen. Wir waren in Privatquartieren untergebracht und konnten uns vor allem vom Gemeindeleben in St. Luke, einer lutherischen Kirche ein Bild machen. Aber auch andere Kirchen haben wir besucht, darunter einen Gottesdienst von Schwarzen. Bei einer Reise an die Niagara-Fälle konnten wir auch eine Baptistengemeinde kennenlernen und wurden dort ebenfalls in Privatquartieren selbstverständlich und gerne aufgenommen. Es ergaben sich innerhalb der Familien viele wertvolle Gespräche, die sicher nicht so schnell abreißen werden. In den drei Wochen, in denen ich auch eine Woche in der Nähe von Chicago einen Besuch machte, habe ich insgesamt sieben verschiedene Kirchengemeinden besucht und an deren Gottesdiensten teilgenommen. Nicht, daß ich denke, ich wüßte jetzt wirklich Bescheid über die Vielfalt der amerikanischen Gemeinden, aber einige Erkenntnisse habe ich doch gewinnen können; Sie haben im vorigen Artikel einige Eindrücke gewonnen. Ich will Ihnen hier erzählen, wie sich mein Blick auf unsere Verhältnisse hier, genau gesagt: im Blick auf meine Gönninger evangelische Kirchengemeinde verändert hat.

Ich habe meine Kirche, der ich durch meine Geburt angehöre, wieder neu lieben gelernt. Die Vielfalt der Glaubensmeinungen innerhalb meiner Kirche macht einen lebendigen Dialog möglich, aber fordert auch immer wieder zu Diskussion und Neuorientierung heraus. Die Möglichkeit, sich über Kirchengrenzen hinweg zu verständigen, den Dialog auch über Konfessionsgrenzen hinweg zu führen halte ich für eine Bereicherung.

Wir haben hier eine Vielfalt von Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen und Lebensvorstellungen innerhalb unserer Gemeinden; in Amerika gibt es eine Vielzahl von Kirchen verschiedenster Ausprägung, mit sehr traditionellem Hintergrund bis hin zu sektiererischen Vorstellungen, jedoch in einer totalen Abgrenzung, die ich für mich als einengend empfinden würde.

Aber die Selbstverständlichkeit der Aufgabenübernahme und Beteiligung bis hin zu großen finanziellen Opfern innerhalb der Kirchengemeinden wirft für mich die Frage auf, weshalb uns dies hier so schwer fällt.

Unsere Konsummentalität hat sich auch in der Kirche weitgehend breit gemacht. Der Pfarrer wird für die Aufgaben in der Kirche bezahlt. Mit der Bezahlung der Kirchensteuer habe ich mir damit ein Anrecht auf seine Dienste erworben. Dies ist die oft gelebte, wenn auch selten so deutlich ausgesprochene Meinung vieler Kirchenmitglieder.

Wir haben oft wenig Antworten auf die Frage, was wir nun wirklich glauben. Das Glaubensbekenntnis, das wir im Konfirmationsunterricht gelernt haben, erscheint uns für das alltägliche Leben zu abgehoben. Wir leben Kirche und Alltag häufig getrennt. Die Bequemlichkeit, die sich in den Kirchen hier breit gemacht hat und die Scheu vor dem eigenen Einsatz von Geld und Zeit stellt für mich persönlich eine Frage an meine eigene Einstellung dar.

Wir könnten von der Vielfalt der amerikanischen Kirchen und der unterschiedlichen Gottesdienst-Gestaltung einiges auf unser Gemeindeleben übertragen. Viele neue Formen würden unser Gemeindeleben neu beleben können. Dafür müßte aber auch mehr Beteiligung und Akzeptanz durch die Gemeindemitglieder erfolgen. Gemeinde als Dienstleistungszentrum wäre eine Möglichkeit, wieder mehr Begegnungsmöglichkeiten außerhalb der Gottesdienste zu ermöglichen und die Bedürfnisse von Menschen wirklich wahrzunehmen, die sich ja nicht in geistlichen Dingen erschöpfen, sondern auch viel praktische Alltagsgestaltung ausmachen. Vielleicht gibt es da und dort Möglichkeiten, solche Dinge in Zukunft noch mehr "mitzubedenken".

Ich bin aber auch froh, über die bei uns gelebte Ökumene und Vielfalt innerhalb meiner Heimatgemeinde, die ich nicht missen möchte. Ja, ich lebe wieder gerne hier und freue mich an dem, was mir meine Kirche möglich macht und bin auch bereit, da und dort, wo ich gebraucht werde in Zukunft mehr mitzuhelfen.

"Die andere Blickrichtung" -

Andrew Smith,

ehrenamtlicher Mitarbeiter in "St. Luke’s" und Initiator unserer Begegnung, an unseren Kirchengemeinderat (KGR)


"Liebe Brüder und Schwestern in Jesu Christo, unserem auferstandenen Herrn!

Daß eine Gruppe Menschen den Atlantik überquert und von einer zweiten Gruppe Menschen auf der anderen Seite empfangen wird, ist in diesen Jahren fast schon alltäglich geworden und längst kein großes Ereignis mehr.

Aber daß die Gruppe aus der Gönninger Kirche im Namen Jesu Christi nach Ann Arbor flog, und daß wir sie hier im Namen Jesu Christi empfingen, ist doch schon etwas Besonderes, denn hier geht zum Teil in Erfüllung, was Jesus sagte, "laß sie eins werden" und "dadurch werden alle Menschen wissen, daß ihr meine Jünger seid, daß ihr einander liebet."

Es ist auch nichts neues, wenn eine Gruppe europäischer Touristen durch die USA reisen und die Sehenswürdigkeiten anschauen. Es ist aber doch bemerkenswert, wenn eine Gruppe Christen eine Zeit lang in einer amerikanischen Gemeinde weilt und dort zusammen mit den einheimischen Christen betet, singt und über unseren gemeinsamen Glauben spricht.

Schon alltäglich ist es, wenn Ausländer die verschiedenen Sehenswürdigkeiten in den USA und Kanada besuchen. Aber das kraftvolle Wirken der Liebe Jesu ist es, wenn die Christen aus Gönningen sich über unsere verschiedenen Missionstätigkeiten im Inland und Ausland informieren - und nicht nur informieren, sondern gleich besprechen, ob die Gemeinde in Gönningen irgendwie zusammen mit der Gemeinde in Ann Arbor etwas unternehmen könnte, um das Evangelium Jesu Christi zu verbreiten unter allen Menschen und den armen und kranken Menschen zu helfen - und wenn die Gönninger Christen nicht nur mit uns, sondern auch mit Christen anderer Konfessionen gesprochen, gesungen, und gebetet haben.

Wir sind dem KGR Gönningens sehr dankbar, denn wir wissen, diese Gruppe kam zu uns mit der Erlaubnis und mit geistlicher Unterstützung des KGR. Demgemäß bezeugte die Liebe und der Glaube dieser Gruppe die Liebe und den Glauben der Gönninger Gemeinde, und die Gastfreundlichkeit, die wir dieser Gruppe zu zeigen versucht haben, soll auch als unsere Freundlichkeit gegenüber allen in der Gönninger Gemeinde interpretiert werden.

Obwohl wir in zwei verschiedenen Ländern leben, mit verschiedenen Sprachen und Kulturen, können wir einander sofort begrüßen, weil wir zusammen auf demselben Grunde stehen: Unser fester Boden ist Jesus, seine Geburt, Leben, Lehrtätigkeiten, sein Sterben und sein Auferstehen. Wir sind dadurch Brüder und Schwestern, und wir sind dadurch Knechte desselben Herrn. Als die Gruppe aus Gönningen am Flughafen landete, konnten wir einander sofort als Geschwister begrüßen.

Ziel dieser Begegnung war es, daß wir alle - aus Gönningen und aus Ann Arbor - einander gegenseitig im Glauben stärken konnten: Denn wenn man hört, wie man in einem fremden Lande denselben Glauben lebt und denselben Herrn Jesus lobt und dieselbe Bibel liest, ist das doch aufbauend.

Ein zweites Ziel war es, daß wir alle - Deutsche und Amerikaner - besser verstehen, daß "die eine" Kirche durch die ganze Welt eins ist, daß die Bibel und die Sakramenten unser geistliches Leben so bestimmen, wie sie in Deutschland das geistliche Leben bestimmen.

IBM, VW, Daimler-Chrysler: Viele deutsche Firmen haben amerikanische Zweigstellen, und viele amerikanische Firmen haben deutsche Zweigstellen. Das Reich Gottes hat aber Hauptsitz im Himmel, mit Zweigstellen in Deutschland und in Amerika und in vielen anderen Ländern. Dadurch ist die Kirche Jesu Christi anders als irgendeine Firma oder Verein. Wir sind Mitarbeiter mit demselben Chef. Hoffentlich können wir leistungsvoller arbeiten, denn wir haben dieselbe Aufgabe, wenn auch in anderen Ländern, wenn wir einander mindestens kennen, und vielleicht doch ab und zu Missionstätigkeiten zusammen unternehmen.

Wie Ron Wrightson, unser Gemeinde-Manager, sagte, "wenn wir die ganze Ewigkeit zusammen verbringen werden, sollen wir vielleicht doch diesseits einander kennenlernen."

Hinsichtlich der zwei oben genannten Ziele war diese Begegnung als erfolgreich zu bezeichnen.

Künftige Begegnungen zwischen unseren Gemeinde könnten nicht nur diese zwei Ziele weiter erfüllen, sondern auch das dritte Ziel, die Arbeit des Reiches weitertragen, das Evangelium zu verbreiten, und den Armen und Kranken zu helfen.

Wir sollen alle technischen Mittel dazu verwenden, daß wir nicht nur zusammenarbeiten, wenn wir über den Atlantik fliegen, sondern auch per E-Mail, Fax, Luftpost und sonstige Mittel die Arbeit Gottes fortbringen. Mag der Heilige Geist uns Kreativität geben, daß wir auf alle möglich Weise seinen Willen erfüllen!

Noch ein Mal möchte ich dem KGR und der Gemeinde Gönningen danken.

In der Verbundenheit des Glaubens,

Andrew Smith"

PS Wir freuen uns auf Euch im Jahr 2000, lieber Andy!

"Rückblick" - Was meint eigentlich der Bürgermeister dazu ...

Dietrich Birkenhofer befragt Paul Ackermann


Unser Rückblick ist auch diesmal eher ein Einblick: Befragt haben wir den Gönninger Bezirksbürgermeister Prof. Dr. Paul Ackermann.

Herr Ackermann, wie kommt man dazu, als Professor für Politiwissenschaft mit einem Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg Bezirksbürgermeister in Gönningen in werden?

Ich war in der 1988 aufgelösten Pädagogischen Hochschule Reutlingen tätig und wohne nun schon seit 25 Jahren in Gönningen. Da ich als dortiger Rektor einen gewissen Bekanntheitsgrad hatte, wurde ich vor 19 Jahren, gewissermaßen auch als Vertreter der "Neubürger", in den hiesigen Bezirksgemeinderat gewählt, nachdem Rudolf Diegel nach 34jähriger Tätigkeit als Bürgermeister sein Amt aufgegeben hatte. Sicher spielte dabei auch die Annahme eine Rolle, daß ich von meinem Fach her gewisse Voraussetzungen mitbringe. Mich persönlich hat es gereizt, nachdem ich mich beruflich mehr theoretisch mit Politik befasse, diese einmal in der politischen Praxis vor Ort kennenzulernen und mich dort zu bewähren. Außerdem konnte ich von einer sachlichen und menschlich guten Zusammenarbeit im Bezirksgemeinderat ausgehen.

Wie können Sie Ihre Gönninger Amtsgeschäfte mit Ihrem Hauptberuf zeitlich vereinbaren. Kann man dabei noch von einem Hobby sprechen?

Ja, wenn man unter einem Hobby eine Beschäftigung versteht, die Spaß macht, was den Ärger nicht ausschließt. Bei einem Hobby darf man nicht die Arbeitsstunden zählen. Ich bin am Donnerstagnachmittag zur Erledigung der Verwaltungsangelegenheiten und für die Sprechstunde immer im Rathaus. Natürlich schaue ich abends nach meiner hauptberuflichen Tätigkeit dort vorbei, um Post zu lesen und dringende Angelegenheiten zu erledigen. Dazu kommen natürlich noch andere Besprechungstermine etwa über den neuen Kindergarten oder den Jugendtreff, um Beispiele aus einer Woche zu nennen, und Telefonate mit der Stadtverwaltung, die ich von zu Hause führen muß. Nicht zu vergessen die Abend- und Wochenendveranstaltungen der Vereine und nicht zuletzt die Sitzungen des Bezirksgemeinderats. Ich habe den Vorteil, daß ich von meinem Hauptberuf her terminlich etwas flexibel bin. Ich kann zu jeder Tag- und Nachtzeit meine Vorlesungen vorbereiten und an meinen Veröffentlichungen arbeiten.

Was ist Ihre Hauptaufgabe?

Ich sehe mich einmal als Interessenvertreter Gönningens innerhalb der Stadt Reutlingen Ich bin Vorsitzender des Bezirksgemeinderats und muß dessen Sitzungen vorbereiten und Beschlüsse durchsetzen. Dazu bedarf es guter Kontakte zu dem Reutlinger Gemeinderat und vor allem zu vielen Ämtern der Verwaltung. Manchmal kommen ich mir auch als "Prellbock" vor. Dann möchte ich Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger und die verschiedenen Gruppen des Ortes sein. Es ist erstaunlich, wie vielfältig deren Anliegen, politische Alltagssorgen und Interessen sind, von den Wünschen nach Spielplätzen für Kinder bis zu den Bedürfnissen der alten Menschen, die sich einfach freuen, wenn ich Sie an ihren runden Geburtstagen besuche. Besonders wichtig ist mir der Kontakt zu den Kirchen, den Vereinen und der Schule, die das hiesige Gemeinschaftsleben tragen. Hier gilt es, Anregungen aufzunehmen, selbst soziale und kulturelle Impulse zu geben und zu koordinieren oder zu organisieren.

Welche Entscheidungsbefugnis hat der Bezirksgemeinderat, dessen Vorsitzender sie sind?

Der Bezirksgemeinderat besteht aus elf Mitgliedern und wird alle fünf Jahre zusammen mit dem Reutlinger Gemeinderat vom Volk gewählt. Er wählt jeweils auf fünf Jahre den Bezirkbürgermeister. Der Bezirksgemeinderat ist zu allen wichtigen Angelegenheiten des Stadtbezirkes zu hören und hat dabei die Entscheidungsbefugnis eines beschließenden Ausschusses. Fällt die Entscheidung in die Zuständigkeit des Reutlinger Gemeinderates, so hat der Bezirksgemeinderat ein Vorschlagsrecht. Ein Vertreter des Bezirksgemeinderats wird als Sachverständiger zu den Ausschußsitzungen des Reutlinger Gemeinderats hinzugezogen, wenn es um Gönninger Angelegenheiten geht. Da die Stadt Reutlingen das Initiativ- und Beratungsrecht der Bezirksgemeinderäte großzügig interpretiert, konnte Gönningen ein Stück Eigenständigkeit bewahren. Mir ist kein Fall bekannt, wo eine wichtige hiesige Angelegenheit gegen den Willen des Bezirksgemeinderats entschieden wurde. Natürlich können aus finanziellen Gründen nicht alle Wünsche oder nicht sofort erfüllt werden. Ein Vorteil des Gönninger Bezirksgemeinderats besteht darin, daß darin Parteipolitik keine Rolle spielt, und er zwar intern zuweilen hart über eine Sache diskutiert, nach außen hin aber weitgehend geschlossen auftritt. So können Anträge an die Stadt nicht mit dem Argument "Ihr seid euch ja selbst nicht einig" abgelehnt werden.

Wie sehen Sie das Verhältnis von bürgerlicher Gemeinde und Evangelischer Kirchengemeinde? Gibt es Bereiche, in denen die Kirchengemeinde (noch) aktiver werden sollte?

Die beiden Institutionen arbeiten seit Jahren sehr gut zusammen. Symptomatisch dafür ist, daß mein Stellvertreter auch Stellvertreter des Pfarrers im Kirchengemeinderat ist. Die Kirchengemeinde engagiert sich neben ihrer zentralen Aufgabe, der Glaubensverkündigung, in ungewöhnlich vielen Bereichen, von den Miniclubs bis zu den Jungen Senioren und dem "Kaffeestündle" für alte Menschen. Dazu kommen soziale Initiativen und kulturelle Veranstaltungen, z.B. mit ihren drei Chören. Eine Gruppe hat es in unserer Gesellschaft besonders schwer, die Jugendlichen. Wir sollten uns alle bemühen, ihnen zu helfen, daß sie ihren eigenen Weg finden, auch wenn im Bereich der Jugendarbeit keine Lorbeeren zu ernten sind.

"Miteinander Christ sein, für den Nächsten da sein", ist der Leitspruch der Evangelischen Kirchengemeinde. Wie könnte die Losung der bürgerlichen Gemeinde lauten.

Folgender Spruch des Schriftstellers Max Frisch könnte unser Motto sein: "Demokratie heißt, sich in die eigenen Angelegenheiten einmischen". Sie sprechen zu Recht von "bürgerlicher" Gemeinde, zu der wir ja alle gehören. Die Bürgerinnen und Bürger sollten immer mehr begreifen, daß die Gemeinde nicht Sache des Bezirksgemeinderats oder des Bezirksbürgermeisters, sondern ihre eigene Angelegenheit ist. Man spricht heute bewußt von Bürgergesellschaft, d.h. die Bürger sollen die gesellschaftlichen Probleme selbst in die Hand nehmen und nicht alles dem Staat überlassen. In Gönningen gibt es dazu gute Ansätze, wenn auch die "Ehrenämter" nicht mehr so gefragt sind wie früher. Ich habe neulich in einer wissenschaftlichen Untersuchung gelesen, daß gerade ältere Menschen, die ehrenamtlich tätig sind, länger leben als die Inaktiven. Also....

Was macht Gönningen als Wohnort so attraktiv?

Natürlich die herrliche landschaftliche Lage. Wir haben das Glück, auf dem Land, fast in der Natur und trotzdem in einer Großstadt zu leben. Auch die Nähe von Tübingen und Stuttgart ist nicht zu verachten. Es gibt wenige Orte, die eine so interessante Geschichte mit so unterschiedlichen Themen wie z.B. Stöffelburg, Samenhandel, Tuffstein haben. In vielen historischen und aktuellen Zeugnissen wird darauf hingewiesen, daß hier von der Geschichte her bedingt ein besonders interessanter Menschenschlag lebt, der auch Neubürgern gegenüber offen ist. Gönningen ist kein enges Dorf, sondern eine weltoffene Kleinstadt, in der das Prinzip des "Leben und Lebenlassen" gilt.

Ihre Pläne für die Zukunft?

Probleme gibt es in einem so großen Ort immer; kaum hat man das eine gelöst, kommt ein anderes, unerwartetes. Wir leben hier nicht in einer "heilen Welt", wenn ich nur an die steigende Belastung durch den Durchgangsverkehr denke. Ich möchte auch keine Versprechen für die Zukunft machen, da alle Projekte unter einem finanziellen Vorbehalt stehen. Nachdem das Problem der Kindergärten für die nächsten Jahre gelöst ist, müssen wir uns weiterhin um die Jugendlichen kümmern. Ich hoffe, daß der ehemalige Lokschuppen, der ja auch ein historisches Denkmal darstellt, in den nächsten Jahren - auch von den Bürgern selbst - so restauriert wird , daß er von den verschiedenen Gruppen für Gemeinschaftszwecke genutzt werden kann. In dem neuen Baugebiet Brühlwiesen könnten altengerechte Wohnungen gebaut werden. Ich habe auch den Traum, langfristig, den Bereich des viel zu wenig beachteten Wasserfalls beim ehemaligen Pappenwerk als kleinen Park zu gestalten. Wir sollten nicht nur nach Neuem rufen, sondern auch das, was wir haben, bewahren und schützen. Ich denke an unsere Landschaft und Natur, aber auch an unsere historischen Bauten und Häuser im Ortskern und nicht zuletzt den noch teilweise vorhandenen sozialen Zusammenhalt.

"Einblick" - Kinderchor-Projekte in unserer Gemeinde

Christine Dehlinger-Prax berichtet über ihre Erfahrungen


"Gottes zärtliche Berührung" - Begegnung mit Frauen aus Venezuela

ein Rückblick auf den "Weltgebetstag der Frauen" von Hanna Sülzle

"Gottes zärtliche Berührung" unter diesem Motto stand der Weltgebetstag der Frauen, den wir in weltweiter Verbundenheit mit vielen anderen Gruppen von Christinnen am 5. März auch in Gönningen feierten. Die Liturgie für den WGT wird in jedem Jahr von Frauen eines der ärmsten Länder unserer Erde erarbeitet. In diesem Jahr kamen die Frauen aus Venezuela zu Wort. Sie haben uns einen Einblick gegeben in ihre von großer Armut geprägte Lebenssituation gegeben. Die Sorge für die Familie lastet meist ausschließlich auf ihren Schultern. Dazu sind sie häufig männlicher Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt ausgesetzt. Angesichts dieses Elends überrascht das Thema, das sie für den Weltgebetstag gewählt haben: "Gottes zärtliche Berührung". An drei Bibel-Texten verdeutlichten sie ihr Gottesbild: ein den Menschen zugewandter, fürsorgender, väterlicher, hilfreicher, heilender, zärtlicher Gott, mit dessen Gegenwart sie rechnen bei der Bewältigung ihres notvollen Alltags.

Der Feier des WGT war im Februar ein Abend vorausgegangen, an dem wir durch einen persönlichen Reisebericht eingestimmt wurden auf Land und Leute. Dieser Bericht hat unsere Touristenvorstellungen von diesem südamerikanischen Land und den Lebensbedingungen der Mehrzahl seiner Einwohner zurecht gerückt. Am 5. März fanden sich dann mehr als 40 Frauen aller Altersstufen zu diesem ökumenisch vorbereiteten und gestalteten Abendgottesdienst ein. Das Miteinanderfeiern der Liturgie, die durch szenische Elemente eindrücklich veranschaulichte, was uns die venezolanischen Frauen von sich sagen wollten, und das gemeinsame Singen und musizieren ihrer Lieder - teils in spanischer Sprache - verband uns Frauen untereinander und zugleich mit allen den Weltgebetstag feiernden Gruppen weltweit.

"Beten und Handeln gehören zusammen" - dieser Grundsatz kennzeichnet die Weltgebetstagsbewegung seit ihren Anfängen. Durch unsere Kollekte tragen wir dazu bei, daß Frauenzentren vor Ort entstehen, in denen Frauen Beratung, medizinische Hilfe und psychologische Betreuung erfahren. Für viele Frauen ist diese erfahrene Hilfe ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität, das ihnen Mut macht, selbst Wege zur Verbesserung ihrer Lebenssituation zu suchen und zu gehen.

Im kommenden Jahr wird die Weltgebetstagsliturgie aus Indonesien kommen. Wenn Sie Indonesien kennen und über Land und Leute, über Ihre Eindrücke und Erlebnisse gerne berichten möchten, sind Sie dazu herzlich eingeladen! Infos unter Tel. 2365 (Ev. Pfarramt Gönningen).

Zeichen der Hoffnung -

unsere Gemeinde unterstützt geistig behinderte Kinder in Palästina

Neben unseren Verbindungen ins bolivianische La Paz und dem Brückenbau-Projekt auf Madagaskar (für das das Konto mittlerweile gefüllt ist) richten wir unseren Blick in diesem Jahr in den Nahen Osten. Im Rahmen unseres Weltmissions-Projektes unterstützen wir ein Zentrum für geistig behinderte Kinder in Palästina. Der Projekt-Träger, die "Herrnhuter Missionhilfe", stellt es vor.

"Zeichen der Hoffnung in einem friedlosen Land wie Palästina zu setzen, erfordert viel einfühlsame Phantasie sowie die Fähigkeit, Enttäuschungen und Rückschläge auszuhalten und nicht auf schnelle Erfolge zu blicken.

Im Jahre 1981 hat die Herrnhuter Brüdergemeine in ihrem früheren Lepra-Krankenhaus bei Ramallah damit begonnen, geistig behinderte arabische Mädchen zu betreuen. Die Aufbauphase dieser Einrichtung wurde immer wieder durch äußere Ereignisse erschwert, gelegentlich sogar in Frage gestellt. Inzwischen hat sich die Arbeit weitgehend gefestigt, qualifiziert und strukturiert. Neben 17 Mädchen im Internat werden derzeit weitere 15 Kinder - darunter inzwischen auch Jungen - als Tagesschüler betreut. Seit kurzem werden vier schwerbehinderte Kinder in einer eigenen Klasse speziell gefördert. Eine ebenfalls erst kürzlich begonnene Arbeit zielt darauf ab, behinderten männlichen Jugendlichen einfache handwerkliche Fähigkeiten zu vermitteln, die sie in ihrer häuslichen Umgebung einsetzen können. Von besonderer Bedeutung für die Konzeption der Arbeit ist die Dorfarbeit. In diesem Programm werden insgesamt über 150 Kinder, darunter auch ehemalige Schüler der Einrichtung, erreicht.

Außer einer europäischen Mitarbeiterin für Verwaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit sind die 22 Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeiter des Sternbergs Palästinenser. Die leitenden Mitarbeiterinnen gehören christlichen Kirchen an, doch ist das Miteinander mit den etwa zehn muslimischen Kolleginnen positiv und spannungsfrei."

Verschiedene Gottesdienst-Opfer in diesem Jahr sind für dieses Projekt bestimmt; natürlich können Sie auch direkt spenden: Konto 91569 bei der Kreissparkasse Reutlingen (BLZ 640 500 00; Ev. Kirchengemeinde; Stichwort "Weltmission").

Termine - Treffs - Kontakte

So 2.5.

9.30 Uhr

Kirche

Konfirmations-Gottesdienst
Herzliche Einladung an die ganze Gemeinde, mit ihren Konfirmandinnen und Konfirmanden zu feiern! Der Gospelchor gestaltet den Gottesdienst mit.

So 2.5.

9.30 Uhr

Gemeindehaus

Kindergottesdienst

Do 6.5.

 

ab Rathaus

Jüngere Senioren (Donautal)

So 9.5.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst mit Konfirmanden-Abendmahl

So 9.5.

9.30 Uhr

Gemeindehaus

Kindergottesdienst

Mo 10.5.

20 Uhr

Gemeindehaus

Israel-Abend

Es lädt Sie der "Hauskreis
Delesky" herzlich ein!

Do 13.5.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst an Christi
Himmelfahrt

Fr 14.5.

20 Uhr

Gemeindehaus

Kirchengemeinderat-Sitzung

So 16.5.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst (6. Sonntag nach Ostern) mit Taufen

So 16.5.

9.30 Uhr

Gemeindehaus

Kindergottesdienst

Do 20.5.

14.30 Uhr

Gemeindehaus

Kaffeestündle "Besser hören"

So 23.5.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst am Pfingstfest

Mo 23.5.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst an Pfingstmontag

So 30.5.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst am
Dreieinigkeitsfest

Fr 4.6.

 

Kirche

Konzert des Gospelchores Laichingen

So 6.6.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst (1. Sonntag nach
dem Dreieinigkeitsfest)

Mi 9.6.

20 Uhr

Gemeindehaus

Konfirmanden-Anmeldeabend

Do 10.6.

 

ab Rathaus

Jüngere Senioren (Ludwigsburg)

Sa 12.6.

 

Kirche

Klassik-Konzert für Saxophon

So 13.6.

10 Uhr

Kirche

Familien-Gottesdienst

Mitgestaltet vom Evang.
Kindergarten Rosmarinstraße
und den Posaunenchören
Gönningen und Ohmenhausen

So 13.6.

17 Uhr

Gemeindehaus

Jugendgottesdienst

Mi 16.6.

15 Uhr

Kirche

Erster Konfirmandenunterricht

Do 17.6.

14.30 Uhr

Gemeindehaus

Kaffeestündle (Neuseeland)

Mi 16.6.-
So 20.6.

 

Stuttgart

Deutscher Evangelischer
Kirchentag

So 20.6.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst (3. Sonntag nach
d. Dreieinigkeitsfest) mit Taufen

So 20.6.

9.30 Uhr

Gemeindehaus

Kindergottesdienst

So 27.6.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst (4. Sonntag nach
dem Dreieinigkeitsfest) mit Feier des Heiligen Abendmahls

So 27.6.

9.30 Uhr

Gemeindehaus

Kindergottesdienst

So 4.7.

11 Uhr

Roßbergwiese

Ökumenischer Gottesdienst zum Auftakt des katholischen Roßbergwiesenfest;
parallel Kinderangebot!

Do 8.7.

 

ab Rathaus

Jüngere Senioren (Tagesfahrt)

So 11.7.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst (6. Sonntag nach
d. Dreieinigkeitsfest) mit Taufen

So 11.7.

9.30 Uhr

Gemeindehaus

Kindergottesdienst

Do 15.7.

14(!) Uhr

ab Gemeindeh.

Kaffeestündle auf dem Roßberg

So 18.7.

10 Uhr

Gemeindehaus-
Garten

Familien-Gottesdienst und
Gemeindefest

So 25.7.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst (8. Sonntag nach
dem Dreieinigkeitsfest)

 

Besondere Hinweise

Unser Umwelt-Tip (Nr. 6)

"Wußten Sie, daß ¼ " - von Konrad Wagner

¼ Sie auch bei der Körperpflege die Umwelt schonen und zugleich bares Geld sparen können?

Ein Vollbad benötigt etwa 200 Liter Trink(!)-Wasser, duschen dagegen - je nach Verhalten - lediglich 50 bis 100 Liter.

Und für Ihre Pflegeartikel gibt es ja mittlerweile vielerorten Nachfüll-Packungen, um den Verpackungsmüll zu verringern. Eine saubere Sache ...

Kirchentag 99 in Stuttgart

Ein Kirchentag direkt vor der Hautür - das dürfen Sie nicht verpassen! Im Pfarramt und im Gemeindehaus gibt es nähere Informationen über dieses kirchliche Großereignis mit mehr als 100.000 Teilnehmern. Oder bestellen Sie Ihr Info-Heft beim Ev. Kirchentag, Geschäftstelle, Pf. 300469, Tel. (0711) 89662 0, Fax (0711) 89662 266, EMail! Wir wer-den in unserer Gemeinde ein Treffen anbieten, um Fahrgelegenheiten zu koordinieren und sich näher zu informieren!

11.8.99 - 12.35 Uhr: "Schwarze Sonne" über Gönningen

Sie werden es nicht vergessen so lange Sie leben!

Besuchen Sie unsere Sonderseite!

Am 11. August 1999 zwischen 11.13 und 13.57 Uhr (besonders um 12.33 Uhr MESZ; Reutlingen) sollten Sie sich wenigstens für 1 Minute 59 Sekun-den nichts vornehmen und auf wolkenfreies Wetter hoffen (die statistische Wahrscheinlichkeit liegt bei ca. 58-60%): Über Gönningen (und ein paar anderen kleineren Städtchen wie Stuttgart) verfinstert sich um die Mittags-zeit die Sonne - es wurde auch mal wieder Zeit, schließlich ist die letzte Sonnenfinsternis im Südwesten 293 Jahre her (12.5.1706) ...

Es sind verschiedene Veranstaltungen unserer Kirchengemeinde in Zusam-menarbeit mit anderen Gemeinden und Vereinen geplant. Bitte beachten Sie die Ankündigungen! Näheres unter den "specials" auf unserer Internet-Seite http://goenningen.home.pages.de!

Konfirmanden-Anmeldung

Mittwoch, 9. Juni - 20 Uhr - ev. Gemeindehaus

"Konfis"-Beginn 16. Juni

Konfirmation am 21. Mai 2000

Geschenktip: CDs, produziert in unserer Kirche

> Thomas Selle-Ensemble: 400 Jahre Thomas Selle (1599-1663). Motetten, Historien und Geistliche Kon-zerte im Ablauf des Kirchenjahres

> Carien Wijnen & Rainbow Womyn Chor: Womyn in circle. Frauen singen Heilungs- und Kraftlieder; 1998.

je DM 30.- beim Pfarramt, Torstr. 20; gewinnen können Sie eine Selle-CD, wenn Sie sich über unsere Internet-Seite http://goenningen.home.pages.de melden! Hier gibt es auch kurze Hörbeispiele und nähere Infos.

Kann der Gottesdienstbesuch der Gesundheit schaden?

Aber nein, im Gegenteil:

Professor Harold Koenig von der Duke University in Durham im amerikanischen Bundesstaat North Carolina kam in einer Studie zu dem Schluß, daß Menschen, die regelmäßig am Gottesdienst teilnehmen, weniger depressiv und körperlich fitter sind als andere. Professor Koenig folgert daraus, daß die religiösen Zeremonien eine positive Wirkung auf die menschliche Gesundheit hätten, weil sie von den eigenen Problemen wegschauen ließen.

Eine wahrhaft koenigliche Aussage ¼