Gemeindebrief 4/1998

Weihnachten


Symbol: Gönninger Kirche




Jahreslosung 1999

In dieser Ausgabe:

Achten Sie auf die Sterne ...
"Süßer die Glocken nie klingen ..." - die Gönninger Glocken ...
Eine Brücke für Madagaskar ...
Organist Dr. Utz Wagner ...
Umwelttip Nr. 5 ...
Erlaßjahr 2000 ...
Termine 1999 ...
Patchwork-Kreis ...
Der neue Jugendkreis ...
Mitarbeiterinnen ...
Ein Interview mit Rüdiger Mauser, Zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderates ...




Achten Sie auf die Sterne Ό

Anregungen für die Weihnachtszeit von Diakon Andreas Kopp

Liebe Leserin, lieber Leser!

"Was für en prachtvoller Sternenhimmel", denke ich gerade des nachts öfters. In den kalten, klaren Nächten tut sich eine wahre Pracht am Himmel auf! In der Advents- und Weihnachtszeit begegnen uns viele Sterne. Sie hängen in Fenstern, in Einkaufspassagen, an Bäumen, manche sind aus Papier, aus Stroh andere wieder leuchten oder blinken sogar. Oft denke ich in diesen Tagen nach: "Wie sah wohl der Stern aus, der für die drei Magier aus dem Morgenland den Weg wies?". Im Matthäus-Evangelium heißt es: "Und siehe, der Stern, den sie schon bei seinem Aufgehen beobachtet hatten, ging ihnen voraus. Genau über der Stelle, wo das Kind war, blieb er stehen".

Der Stern war es, der die drei Magier zu dem außergewöhnlichen Kind führte: zu dem königlichen Kind, zu dem göttlichen Kind, zu Jesus.

Die drei Magier waren Sterndeuter. Sie wußten was dieser Stern bedeutet. Ein neuer König ist in Israel geboren, der König der Könige. Gott machte es den Sterndeutern auf ihre Weise deutlich: durch einen Stern. So teilte Gott sich diesen dreien mit und führte sie zu seinem Sohn.

Nun hat sie wieder begonnen, die Zeit der Sterne. Ich wünsche ihnen in den nächsten Tagen noch einen ganz anderen Stern. Einen Stern, der sie zu dem außergewöhnlichen Kind führt: zu dem königlichen Kind, zu dem göttlichen Kind, zu Jesus. Dabei wünsche ich ihnen, daß dieser "Stern" ihnen so begegnet, daß er sie mitreißen kann. Die Sterndeuter, sie brauchten einen Stern, den sie deuten konnten. Und was brauchen Sie? Wie kann sich Gott in dieser hektischen Zeit Ihnen mitteilen?

Vielleicht sind es einige Momente der Ruhe und Stille, in denen sie sich auf das Geschehen von Weihnachten konzentrieren können. Gott kommt zu uns!

Vielleicht sind es die Gottesdienste im Advent und an Weihnachten, in denen Gott ihnen begegnen möchte. Vielleicht sind es auch Abende mit Freunden oder Begegnungen mit anderen Menschen.

Eines weiß ich: Egal wie, aber Gott möchte Ihnen solch einen "Stern", der sie ganz persönlich, so wie es für sie am hilfreichsten ist, um Jesus zu entdecken, schenken. Denn Gott möchte ihnen begegnen.

Achten sie auf solche Sterne!

Andreas Kopp, Diakon

"Süßer die Glocken nie klingen ... "

Dietrich Birkenhofer nimmt Sie mit auf den Kirchturm

Glockengeläut fasziniert. Als ich aber einmal in einem österreichischen Urlaubsort in einem Gasthaus direkt neben einer Kirche übernachtete, war ich jedoch nicht begeistert, wenn morgens in aller Frühe, zur schönsten Ausschlafzeit, die Glocken "bimmelten". Der Mesner, ein alter Mann, betätigte die Glocken von Hand um seinen Mitbürgern zu signalisieren: "Kommt zur Messe!"

Hier in Gönningen empfinde ich das anders. Wenn morgens um 6.00 Uhr (genau von 6.01 Uhr bis 6.04 Uhr) zum Tagesbeginn geläutet wird, freue ich mich darüber. Erstens wohne ich nicht neben der Kirche. So höre ich das Geläute etwas gedämpft und zweitens ist mir dieser Ton lieber als der schrill klingelnde Wecker, der mich zur Not etwas später aus dem Bett holen würde.

Alle viertel Stunden ertönen ein, zwei und mehr Glockenschläge vom Kirchturm. Diese hörbare Zeitansage regelt sekundengenau die funkgesteuerte Uhr. Eigentlich könnte man ohne eigene Uhr auskommen, man müßte nur die Glockenschläge mitzählen.

Über die Lebensgeschichte der Gönninger Glocken und deren Vorgänger (bis ins 15. Jahrhundert zurückgehend) kann im 1990 herausgegebenen Heimatbuch "Die Gönninger, ein Völklein frisch-belebt" nachgelesen werden. Dort wird berichtet, daß nach dem 2. Weltkrieg zu der Friedensglocke (von 1921) weitere drei Glocken hinzukamen und am 1. Oktober 1950 eingeweiht wurden. Die Tonfolge der Glocken (fis, a, h, cis) entspricht den Anfangstönen des Adventsliedes "Oh Heiland reiß die Himmel auf, ...."

Ursprünglich war die Glocke ein Signalinstrument zu häuslichen und öffentlichen Zwecken. Selten dient sie noch in der weltlichen Gemeinde als Warnzeichen oder Hilferuf in Notfällen. In der christlichen Gemeinde ruft sie heute zum Gottesdienstbesuch oder zum Gebet auf. Die Glocken melden sich aber nicht nur im Viertelstundentakt, sie sind zu ganz bestimmten Zeiten auch länger hörbar: Im Winter etwas anders als im Sommer, am Sonntag nochmals anders als an Werktagen. Für Beerdigungen oder Trauungen gibt es weitere Vorschriften. In Gönningen gibt es sogar Absprachen mit der katholischen Gemeinde. Grundlagen sind die Läuteordnung des örtlichen Kirchengemeinderates und Verordnungen der Landeskirche. Übrigens werden unsere Glocken jährlich von der Glocken- und Kunstgießerei Rincker aus Sinn in Hessen gewartet.

Im Sommer fordert das Läuten um 6.01 Uhr zum Morgengebet auf. Das Läuten um 11.01 Uhr verweist auf den Eintritt der Finsternis bei der Kreuzigung Christ. Das 15.01-Uhr-Läuten erinnert an den Tod Christi und das Läuten um 16.01 Uhr kündet von der Kreuzabnahme. Um 19.31 Uhr wird zum Abendgebet gerufen. Die merkwürdigen Zeiten (wie 6.01 etc) kommen daher, daß man den Stundenschlag abwarten muß und dann erst kann das Läutewerk zur nächsten vollen Minute einsetzen.

Unsere Glocken 1, 2, 3 und 4 sind unterschiedlich im Einsatz, meist allein die Glocke 1 oder 2, alle zusammen zu Beginn eines Gottesdienstes, vor einer Beerdigung oder vor einer Trauung. Während einer Taufhandlung wird Glocke 4 geschlagen. Sie ist übrigens die kleinste Glocke.

Sicherlich registriert jeder Gönninger unterschiedlich das Geläut der Glocken. Es gehört zu unserem Leben wie Wasser und Luft oder die grünen Wälder und Wiesen rund um Gönningen. Machen Sie mal eine Hörprobe. Manchmal wird das Läutwerk abgeschaltet, weil gerade Tonaufnahmen in unserer Kirche durchgeführt werden. Sie werden schnell merken, daß irgend etwas in Gönningen fehlt: nämlich der Klang der Glocken.

Und falls Sie sogar die Glocken ganz aus der Nähe sehen und hören möchten, melden Sie sich einfach bei mir, Tel. 7678. Wir vereinbaren einen Termin und klettern im Turm hoch – 82 Stufen – zum Glockenstuhl. Schwindelfrei sollte man sein. Und damit es nicht zu lange "bimmelt", sollte es nicht kurz vor Beginn des Gottesdienstes sein, sondern besser fünf Minuten nach einer vollen Stunde.......

Außerdem ist es vorteilhaft, nicht das "Sonntagshäß" anzuziehen. Zur besseren Erkundung ist eine Taschenlampe sehr hilfreich. Sie können dann viele Einzelheiten der Glockenstube erkunden, z.B. die Holzart des Glockenstuhles, die Inschrift auf jeder Glocke, die Glockengießerei, die technische Konstruktion der Aufhängung, die unterschiedlichen Klöppel und die Läutevorrichtung. Und falls Sie wollen, können Sie auch einen Blick durch eine der Turmluken wagen und Gönningen rund um den Kirchenbereich von oben betrachten.

Eine Brücke für Madagaskar.


Durch den Weltgebetstag der Frauen 1998 rückte der Instelstaat Madagaskar in den kirchlichen Blickpunkt. Im Oktober waren Eberhard und Renate Haule aus unserer Gönninger evangelischen Kirchengemeinde in dem Land an der Südost-Küste Afrikas. Betroffen haben sie dort erlebt, wie Kinder bei ihrem Schulbesuch einen besonders in der Regenzeit tückischen Fluß überqueren müssen – oder genauer gesagt: durch-queren müssen. Schnell stand für die beiden fest: Da muß eine Brücke hin! Damit die Gefahr vor Hochwasser, Krokodilen und nasse Kleider bald der Vergangenheit angehört, bitten wir Sie um die Unterstützung dieses Projektes! Es wird von einer deutschen Bauleitung auf Madagaskar durchgeführt werden; der Pfarrer des Dorfes dort hat die Schirmherrschaft übernommen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, DM 6000 aufzubringen – vielleicht gelingt uns das miteinander bis Ostern?! Nähere Informationen erhalten Sie gern bei Ehepaar Haule, Tel. (07072) 4194. Auf einer Schautafel im Gemeindehaus werden wir Sie über den Fortgang des Projekts informieren.

Spendenkonto:

Ev. Kirchengemeinde Gönningen – Konto 91569 – Kreissparkasse Reutlingen – BLZ 640 500 00 – Stichwort "Madagaskar"

Sie erhalten eine Spendenbescheinigung!

"Einblick" – Utz Wagner –

seit 17 Jahren an der Gönninger Orgel, und die Zeit davor ...

Wann ich genau das Licht der Musikwelt erblickt habe, bleibt im Dunkel meiner Nordschwarzwälder Vorgeschichte verborgen. Stationen wie Blockflötenspiel im Schul-Ensemble, Klavier- und Querflötenunterricht, Schulorchester und Kinder- und Jugendchor brachten mich musikalisch auf die "richtige" Bahn. Eine glückliche Fügung führte dann dazu, daß ich einen Bezirkskantor zum Klavierlehrer bekam, der mir an der Orgel der am äußersten Rand Württembergs gelegenen Stadtkirche in Neuenbürg die ersten Einblicke in die Geheimnisse des Orgelspiels gab. Bei dessen Nachfolgerin, meiner hochgeschätzten Lehrerin, Kirchenmusikdirektorin Friedburg, gelangte ich dann bis zur C-Prüfung in Orgelspiel und Chorleitung. Schon vorher war allerdings manche gottesdienstliche "Prüfung" zu meistern. Und wenn die gerade traktierte Orgel sich mit kleinen Mucken rächte, wurde ihr eben kurzerhand eine kleine Reparatur aufgezwungen.

Noch viele Jahre während des Studiums in Tübingen hatte die Wochenendheimfahrt auch das sonntägliche Orgelspiel zum Ziel. Chormäßig von der heimatlichen Bezirkskantorei geprägt, gab es in Tübingen tiefgreifende und beeindruckende musikalische (und theologische) Erfahrungen in der Stiftskantorei bei KMD Steiff. Dort kam es dann auch zum ersten Kontakt mit der damaligen Mitsängerin Erna Kautter, die dann 1982 meinen Orgeleinstieg in Gönningen einfädelte. Übrigens meine ganz allgemeine Erfahrung: Wer sich in Württemberg und anderswo kirchenmusikalisch betätigt, findet nicht nur viele Freunde, sondern findet immer wieder an vielen Stellen bekannte Gesichter und Querverbindungen zwischen Menschen, wie in einer großen Familie.

Diese kirchenmusikalische Familie wurde für mich auch immer wieder und besonders spürbar beim Chorgesang: ob im Collegium vocale in Gomaringen, ob in der Reutlinger Leonhardskirche oder im Kantatenchor der Christuskirche oder im Besonderen zusammen mit der Familie Kautter bei den Chortagungen von G. Steiff: Das gemeinsame Chorsingen macht Spaß, belebt Körper und Geist und viele freundschaftliche Verbindungen, und gibt uns das Gefühl, Gottes Botschaft mit unseren Mitteln zur Sprache zu bringen. Damit Musik im Bereich der Kirche weiterhin nicht ausschließlich auf das Engagement der Akteure angewiesen ist, sondern ein Mindestmaß an gerechter und effizienter finanzieller Unterstützung stattfindet, versuche ich, mich seit einigen Jahren in zwischenzeitlich drei kirchengemeindlichen und -bezirklichen Kirchenmuskikausschüssen für die Belange der Kirchenmusik einzusetzen. Diese "kirchenmusik-politische" Arbeit stellt aber nur einen ganz kleinen Teil dar, die praktische Kirchenmusik den weitaus größeren. Beinahe 17 Jahre spiele ich jetzt in Gönningen die Orgel, erlebe jetzt schon die dritte Pfarrer-"Generation", und musiziere zusammen mit der Gönninger Gemeinde, dem Kirchen- und Posaunenchor immer noch genauso gerne wie vor 17 Jahren alte, neue, und zum Teil auch ganz neue Kirchenmusik. Ich würde mich freuen, wenn das gemeinsame Tun noch eine lange Tradition bekommen könnte.

 

Unser Umwelt–Tip (Nr. 5)

"Wußten Sie, daß ... " oder: "O Tannenbaum" und "du fröhliche" – von Konrad Wagner

Wußten Sie, daß Sie auch rund um den Weihnachtsbaum die Schöpfung bewahren können? Wenn Sie beim Christbaumkauf eine heimische Rotfichte, Weißtanne oder Kiefer (möglichst aus einer Durchforstung) wählen, vermeiden Sie weite umweltschädliche Transportwege oder Chemie-Einsatz bei der Plantagenaufzucht. Und bitte keinen "günstigen" Plastik-Baum! Untersuchungen ergaben, daß jemand, der jährlich einen frischen Baum kauft, die Umwelt weniger belastet, als derjenige, der 20 Jahre lang denselben Plastik-Baum schmückt.

Übrigens: Lametta kann bis zu 98% aus Blei bestehen und muß dann als Sondermüll entsorgt werden. Schmücken Sie den Baum lieber mit Äpfeln, Nüssen, Strohsternen und Holzfiguren oder Glaskugeln aus dem Erzgebirge. Und Stearinkerzen sind aus ökologischer Sicht den Paraffinkerzen (aus Erdöl) vorzuziehen! Ein frohes und umweltverträgliches Fest wünschen wir Ihnen!

 

Erlaßjahr 2000 - eine Kampagne zieht Kreise

Unsere Kirchengemeinde ist Mitträgerin der weltweiten Kampagne "Erlaßjahr 2000".

Wir bitten Sie, diese Aktion durch Ihre Unterschrift zu unterstützen! Ein gezielter und kontrollierter Schuldenerlaß kann armen Ländern eine neue Perspektive im neuen Jahrtausend geben! Helfen Sie mit und informieren Sie sich durch das anliegende Faltblatt. Ihren Abschnitt mit der Unterschrift können Sie auf dem Pfarramt, Torstr. 20, einwerfen.

Gottesdienste an Weihnachten und zu Beginn des Neuen Jahres

So 20.12.

10 Uhr

Kirche

Familiengottesdienst mit
Kindersingspiel
"Der Räuber Horificus"

Do 24.12.

17 Uhr

Kirche

Gottesdienst am Heiligen Abend (Kirchen- und Posaunenchor)

Fr 25.12.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst mit Feier des Abendmahls (Kirchenchor)

Sa 26.12.

19 Uhr

Kirche

Abendgottesdienst (Diakon Kopp)

So 27.12.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst am 1. Sonntag nach dem Christfest (Pfr. W. Weber)

Do 31.12.

18 Uhr

Kirche

Gottesdienst am Altjahrs-Abend

Fr 1.1.99

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst am Neujahrstag (Lektorin Krautter)

So 3.1.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst (2.S.n.d.Christfest)
(Gemeinschaftspfleger Bier)

Mi 6.1.

9.30 Uhr

Kirche

Gottesdienst am Erscheinungsfest

(Pfr. i. R. H. Speidel)

So 10.1.

9.30 Uhr

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst und
Kindergottesdienst

So 17.1.

9.30 Uhr

Kirche/
Gemeindehaus

Gottesdienst mit Taufe(n)/
Kindergottesdienst

So 24.1.

10 Uhr

Gemeindehaus

Gottesdienst/Kindergottesdienst

u. a. berichtet Eberhard Haule über das Madagaskar-Projekt

Nach der letzten "Gemeindehaus-Gottesdienst-Zeit" wurde angeregt, ob die alte Gönninger Tradition nicht wieder aufleben könnte, im Winter die Gottesdienste erst um 10 Uhr beginnen zu lassen. Der Kirchengemeinderat hat beschlossen, diese Idee probeweise aufzunehmen und im April wieder darüber zu beraten. Bitte sagen Sie uns Ihre Erfahrungen mit dieser Uhrzeit und Ihre Eindrücke, ob diese Regelung zum Beispiel für Familien und die Kindergottesdienste von Vorteil ist!

Termine 1999

So 17.1.

19.00

GH

19 Uhr Mitarbeiter-Fest

Do 21.1.

14.30

GH

Kaffeestündle: "Bronnweiler Weiber"

So 24.1.

10(!).00

GH

Erster Gemeindehaus-Gottesdienst

ab Di 26.1.

20.00

GH

Ökumenische Bibelwoche

So 31.1.

10.00

St. Michael

Abschlußgottesdienst der
Ökumenischen Bibelwoche

Do 4.2.

–

ab Rathaus

Jüngere Senioren: Die Krippen- und Glasfensterausstellung in Sulgen

So 7.2.

17 Uhr

GH

Jugendgottesdienst und "Bistro-Time"

Do 18.2.

14.30

GH

Kaffeestündle: "Wilhelm Hauff"

So 21.2.

–

GH

Spielenachmittag "für alle"

26.-28.2.

–

–

Konfirmandenfreizeit

4.-13.3.

–

–

Ann Arbor-Reise

Fr 5.3.

–

GH

Weltgebetstag der Frauen

Do 11. (od. 25.) 3.

14.00

ab Rathaus

Jüngere Senioren: Fahrt zur Märzenbecherwanderung

Do 18.3.

14.30

GH

Kaffeestündle: "Orchideen"

Sa 20.3.

–

GH

Second-Hand-Basar der Miniclubs

So 28.3.

9.30

Kirche

Erster Gottesdienst in der Kirche

So 28.3.

–

Kirche

Kirchenchor-Konzert

Do 8.4.

14.00

ab Rathaus

Jüngere Senioren: Film-Nachmittag im Gemeindehaus

6.-11.4.

–

GH/
Kirche

Schwarzlicht-Theater, Projekt für 5. bis 7. Klässler (Diakon Kopp)

Do 15.4.

14.30

GH

Kaffeestündle

So 2.5.

9.30

Kirche

Konfirmationsgottesdienst

Do 6.5.

–

ab Rathaus

Jüngere Senioren: Fahrt ins Donautal bei Beuron

So 9.5.

9.30

Kirche

Konfirmanden-Abendmahl

Do 20.5.

14.30

GH

Kaffeestündle mit Gerhard Schnitter

Mi 9.6.

20.00

GH

Konfirmanden-Anmeldeabend

Do 10.6.

–

ab Rathaus

Jüngere Senioren: Fahrt ins Ludwigsburger "Blühende Barock"

Mi 16.6.

15.00

Kirche

Erstes Konfirmanden-Treffen

16.-20.6.

–

–

Kirchentag in Stuttgart

Do 17.6.

14.30

GH

Kaffeestündle

So 4.7.

11.00

Roß-berg

Ökumenischer Gottesdienst beim kath. Roßbergwiesenfest

Do 8.7.

–

ab Rathaus

Jüngere Senioren: Tagesausflug Freiburg i. B. und Südschwarzwald

So 18.7.

10.00

GH

Gemeindefest

Do 15.7.

14(!).00

ab GH

Kaffeestündle auf dem Roßberg

Do 5.8.

14.00

ab Rathaus

Jüngere Senioren: Grillnachmittag in Gomaringen

So 5.9.

9.30

GH

Schwäbischer Gottesdienst

7.-10.+12.9.

10.00

GH/
Kirche

Ökumenische Kinderbibelwoche/
Familiengottesdienst

12.-19.9.

–

–

Seniorenfreizeit im Salzkammergut

Do 16.9.

14.30

GH

Kaffeestündle

Fr 17.9.

9.45

Kirche

Schulanfängergottesdienst

So 19.9.

11.00

Roßbg.

Gottesdienst im Grünen

Do 7.10.

20 Uhr

Kirche

Konzert "Russische Seele"

Sa 9.10.

–

GH

Second-Hand-Basar der Miniclubs

So 10.10.

10.00

Kirche

Erntedankfest/Familiengottesdienst

Do 14.10.

–

ab Rathaus

Jüngere Senioren: Ausfahrt

Do 21.10.

14.30

GH

Kaffeestündle

Do 4.11.

14.00

ab Rathaus

Jüngere Senioren: Wanderung um Gönningen

Do 18.11.

14.30

GH

Kaffeestündle

So 28.11.

14.00

GH

Großer Altennachmittag

Do 2.12.

14.00

ab Rathaus

Jüngere Senioren: Adventstreffen

Sa 4.12.

14.00

ab GH

Adventssingen der Konfirmanden und des Kindergartens

Do 16.12.

14.30

GH

Kaffeestündle

 

Patchwork-Runde

Info-Treffen am Dienstag, 21.1.99 um 15 Uhr

Patchwork – eine alte Handarbeitskunst – soll in Gönningen nun auch einen festen Platz bekommen. Gemeinsam wollen wir Techniken erlernen und schöne kleine und große Dinge herstellen. Die Handarbeit steht dabei im Vordergrund und auch das Gespräch soll nicht zu kurz kommen. Geplant ist, sich ab Januar 1999 alle 14 Tage in fröhlicher Runde im evangelischen Gemeindehaus zu treffen. Nähere Informationen erhalten Sie am Dienstag, 12. Januar, ab 15 Uhr im Gemeindehaus. Oder Sie rufen an: Monika Maier-Geisel, Tel. 2708; Brigitte Zirngibl, Tel. 912 426.

Pit-Pat spielen und über Gott nachdenken –

ein Gruß aus dem neuen Jugendkreis

Seit September sind wir nun schon als Jugendkreis zusammen und vieles haben wir bereits miteinander unternommen: Pit-Pat und Action-Abende, Schlittschuhlaufen und ganz persönlich über Gott nachdenken standen auf dem Programm – und im Fernsehen waren wir auch schon: beim SWR in Stuttgart, in der Sendung "Um Himmels Willen". 18 Jungen und Mädchen sind wir in unserem Jugendkreis, hauptsächlich Konfirmierte des vergangenen Jahrgangs. Gerade sind wir dabei, fleißig zu basteln, für den Weihnachtsmarkt in Reutlingen. Ein bißchen Geld verdienen, weil wir im nächsten Jahr eine Jugendkreisfreizeit machen wollen. Über Ihren Besuch an unserem Stand auf dem Reutlinger Weihnachtsmarkt würden wir uns sehr freuen. Wir sind dort am Montag, 21. Dezember! Wir freuen uns auf Sie!

Leute, Leute –

von Mitarbeiterinnen in unserer Gemeinde

Nach gut einjähriger Tätigkeit hat Susan Haug ihre Tätigkeit als Kirchenpflegerin in unserer Gemeinde niedergelegt; sie hat an der Sonderberufsfachschule, an der sie schon bislang tätig war, nun eine vollzeitige Stelle erhalten.

Beurlaubt wurde durch den Oberkirchenrat – auf eigenen Wunsch – Pfarrerin z. A. Ulrike Haas. Sie wird bis auf weiteres in Gönningen wohnen bleiben.

Wir wünschen beiden Damen Gottes Segen und danken für ihren Dienst in unserer Kirchengemeinde! In Angelegenheiten, die bisher im Verantwortungsbereich von Frau Haug und Pfrin. Haas lagen, wenden Sie sich bitte ans Pfarramt.

Beurlaubt wurde auch Renate Klein, Leiterin unseres Kindergartens in der Rosmarinstraße: Ab Februar wird sie eine Aufbauausbildung zur Heilpädagogin absolvieren. Wir wünschen ihr dabei viel Erfolg und freuen uns auf ihren Wiedereinstieg in unserer Einrichtung Mitte 2000!

"Rückblick" – Ein Gespräch mit Rüdiger Mauser

– ein Rückblick anderer Art. Dietrich Birkenhofer fragt nach.

Rüdiger Mauser ist ein waschechter Gönninger, verheiratet und Vater zweier Kinder, Konrektor in Nehren, stellvertretender Bezirksbürgermeister, seit vielen Jahren Laienvorsitzender des Kirchengemeinderates und Mitglied vieler Gönninger Vereinen. – Was kennzeichnet einen echten Gönninger?

Ich stamme aus einer alten Gönninger Familie, die schon seit Generationen hier ansässig ist. Von daher könnte man mich als waschechten Gönninger bezeichnen. Ich denke, es ist nicht wichtig, daß einer hier geboren wurde oder schon mindestens zehn Jahre in unserem Ort lebt. Maßgebend ist, daß man sich auf seine Wohngemeinde einläßt, sie interessiert und kritisch begleitet, kreative Kräfte wahrnimmt und nach Möglichkeit mithilft und sich hier nicht nur wegen der überaus schönen Landschaft wohlfühlt.

Aus welchen Gründen engagierst du dich in der bürgerlichen Gemeinde und in der Kirchengemeinde?

Als damaliger CVJM-Leiter wurde ich 1971 von Pfarrer Schüle gebeten, mich für eine Mitarbeit im Kirchengemeinderat zur Verfügung zu stellen. Drei Jahre später kandidierte ich nach Aufforderung von Melchior Huber auch für den Bezirksgemeinderat. Mein Beruf und meine Tätigkeit als Gaujugendwart im Lichtensteingau zeigten mir, daß es wichtig ist, insbesondere für Kinder und Jugendliche die richtigen Rahmenbedingungen in einer Kommune zu schaffen. In der Zwischenzeit versuche ich, mit meinen Ratskolleginnen und -kollegen zusammen, alles unserer Ansicht nach für die Einwohner Wichtige und Nützliche sozusagen in den Fokus der Aufmerksamkeit zu bringen und dabei Erhaltenswertes zu erhalten und andere Aufgaben dort weiterzuentwickeln wo Stillstand oder gar Rückschritt droht.

Belastet dich eine Doppeltätigkeit im Gönninger Bezirksgemeinderat und im Kirchengemeinderat?

Nein, auf keinen Fall. Es gibt auch gewisse Vorteile. Sie bestehen zweifellos in der Jugend- und Erwachsenenarbeit. Hier lassen sich gute Ansätze, die in einem Gremium gefunden wurden, auch nutzbringend im anderen Gremium aufnehmen und weiterzuverfolgen. Hier arbeiten Kommune, Kirche und Vereine übrigens ganz eng zusammen. Manchmal kann es auch zu Interessenskonflikten kommen, die dann eine klare Differenzierung in der Mitarbeit verlangen. Pauschal gesagt lernt man die Kommune und ihre Bedürfnisse in der Tat besser kennen, wenn man sich unter verschiedenen Aspekten mit ihr befaßt.

Wo setzt du deine Schwerpunkte in der Kirchengemeinderatsarbeit?

Unser Kirchengemeinderat ist funktionsgegliedert. Neben allen anderen Aufgaben, die zu tun sind, befasse ich mich schwerpunktmäßig mit der Zusammenarbeit von bürgerlicher Gemeinde, Vereinen und Kirche. Es ist wichtig zu erkennen, daß alle drei oft identisch sind und ihre Ansprechpartner aus dem gleichen Reservoir schöpfen. Kommune und Vereine beziehen Kirche traditionell in ihre Planung mit ein. Andererseits hat man bei bürgerlicher Gemeinde und Vereinen immer ein offenes Ohr für kleine und größere Anliegen der Kirchengemeinde. Ich möchte nur erinnern an die großartige Mithilfe so vieler Gönninger Bürger bei der letzten Renovierung unser Kirche. Mir liegt sehr viel an einer Fortsetzung dieser sehr guten Zusammenarbeit, die, wenn man sich ohne größere Vorbehalte darauf einläßt, schließlich der ganzen Gemeinde zugute kommen.

Der jetzige Kirchengemeinderat feiert gerade Halbzeit seiner Tätigkeit. Deine Bilanz für diese drei Jahre?

Auf Anregung von Pfarrer Behrend luden wir Mitarbeiter der einzelnen kirchlichen Gruppen in unsere Sitzungen ein. Dabei konnten wir uns gegenseitig über unsere Arbeit informieren und besser kennenlernen. Wir befassten uns mit dem Projekt "neu anfangen", das Menschen auf zeitgemäße Art zur Begegnung mit dem christlichen Glauben einladen will. Die Kirchengemeinde hat sich nicht zu einer Durchführung entschließen können. Die ökologischen Leitlinien der Landeskirche wollen dazu anregen, "Wege zu einer schöpfungsverträglichen Arbeits-, Lebens- und Wirtschaftsweise zu suchen". Unter Vorsitz von Kirchengemeinderätin Ursel Nübel wurde das Kinderumweltprojekt "Grünes Tal" gegründet, das sich mit Gewässern, Wiesen und Wald der Gemeinde befaßt. Teile der Erde werden als lebendes und funktionierendes Ökosystem begriffen, über das man wieder staunen lernt. Das Projekt wird auch durch die bürgerliche Gemeinde und Gönninger Vereine getragen. Als sachverständige Experten stellten sich Bernhard Ziegler, Vogelschutzzentrum Mössingen, und Christof Spohn, Forstamt Reutlingen, zur Verfügung. An einem KGR-Wochenende berieten wir uns über alternative Gottesdienstformen, wobei wir uns an das Vorbild der Jakobuskirche Tübingen anlehnten. Ziel ist, Kirche wieder attraktiver zu gestalten ohne dabei in blinden Aktionimus zu verfallen.

Gibt es besondere Pläne oder Schwerpunkte für die zweite Halbzeit?

Kirchenchor und Posaunenchor klagen über Nachwuchssorgen. Viele Werbeaktivitäten fanden nicht die notwendige Resonanz. Veranstaltungen in der Erwachsenenbildung finden oft nur vor Minikulissen statt. Um hier auch auf anderen Feldern Verbesserungen zu schaffen, wird der KGR sich in den nächsten Jahren intensiv mit einem Arbeitspapier der Landeskirche befassen müssen, das die Suche nach neuen Kooperationsformen zur Aufgabe macht. Gedacht ist dabei vor allem an gemeinsame Projekte über Gemeindegrenzen hinaus, also mit benachbarten Kirchengemeinden. Ziel ist die Erhaltung oder im Idealfall die Optimierung der geistlichen und der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit der Kirchengemeinden. Ein Anfang ist bereits gemacht. Ohmenhausen und Gönningen teilen sich die Dienste von Herrn Diakon Kopp, der in vorbildlicher Weise unsere Jugendmitarbeiter unterstützt.

Gibt es Ziele, die noch nicht konkret genannt werden können?

Seit 1993 sinkt bekanntermaßen das Kirchensteueraufkommen in der Württembergischen Landeskirche in teilweise drastischem Ausmaß. Durch glückliche Umstände bedingt ist unsere Kirchengemeinde bisher von größeren finanziellen Kürzungen verschont geblieben, was aber bedeuten kann, daß wir uns nicht schnell und intensiv auf die bevorstehenden "mageren" Jahre einstellen mußten. Es geht um eine Verbesserung unseres wirtschaftlichen Handelns, die uns in die Lage versetzt, gewohnte Leistungen trotz eines Rückganges an finanziellen Zuwendungen auf dem bisherigen Level halten oder gar noch optimieren zu können.

Du hast drei Wünsche für unsere Kirchengemeinde frei ...

Du bemühst dich zusammen mit Pfarrer Behrend seit drei Jahren um eine Neugestaltung gottesdienstlicher Formen. Deshalb wünsche ich mir, daß diese alternativen Formen den Geschmack der bisherigen und der potentiellen Gottesdienstbesucher treffen mögen. Thomas Palzer vertritt die interessante These, Kirchen seien nicht deshalb so leer, weil keiner mehr hingehen mag, sondern vielmehr darum, weil es den unverplanten arbeitsfreien Sonntag nicht mehr gebe. Darum erhoffe ich für alle Interessierten einen Terminplan, der neben der Vielzahl an wichtigen Aufgaben in Beruf, Familie, Verein, Ehrenamt u. ä., insgesamt mehr Freiräume lässt. "L'état, c'est moi", der Staat, bin ich, sagte der Sonnenkönig Ludwig XIV auf dem Höhepunkt des Absolutismus. Nach unserem demokratischen Verständnis gilt natürlich, daß wir mit Kirchengemeinde immer alle Gemeindeglieder meinen. So wünsche ich mir drittens, daß unser Mitarbeiterstamm noch größer wird und daß der Spaß an der gemeinsamen Arbeit nicht verloren geht.

Wir feiern bald Weihnachten, die Geburt Christi. Gibt es da besondere Gedanken?

Wir feiern Weihnachten als Fest der Freude. So wünsche ich allen Mitbürgern, daß sie an jedem Tag, nicht nur an Weihnachten, etwas haben, auf das sie sich richtig freuen können. Ich freue mich auf Aktivitäten mit meiner Familie, ein paar schulfreie Tage und darauf, mehr Zeit für Hobbys zu haben. Was Zeit ist, das weiß wohl niemand so genau. Aber es besteht kein Zweifel, daß sie sich auswirkt. Oft machen wir etwas in Eile oder geben vor, keine Zeit zu haben. Das Fest zur Geburt Jesu möchte auch dazu aufmuntern, seine Zeit intensiver und effizienter zu nutzen. Viele Menschen würden sich sicher darüber freuen, wenn ihnen andere ein paar Augenblicke ihrer Zeit zur Verfügung stellen würden.

Und wenn wir noch einen Gedankensprung wagen, was ist wichtig für 1999 oder gar für die Jahrtausendwende?

Wichtig ist meiner Ansicht nach, daß zwischen Nationen, Generationen und Geschlechtern Frieden gestiftet oder erhalten werden kann. Am Sozialstaat sollte nicht so herumoperiert werden, daß staatliche Solidarität ihre Glaubwürdigkeit verliert. In Zeiten knapper werdender Finanzen stellt man fest, daß insbesondere die Aufgaben im sozialen Bereich wachsen. Die Kirche wird ihren Auftrag transparenter machen müssen, um so Einsicht in die Notwendigkeit ihrer Arbeit zu schaffen. Dabei bewegen wir uns weiter zwischen scheinbar nur schwer in Einklang zu bringenden Forderungen, modern und offen zu sein und tradierte Grundlagen zu erhalten. Kirche hat besonders hier in Gönningen die Chance, mit allen gesellschaftlichen Gruppen im Gespräch zu bleiben, sich sozusagen kompetent am Zeitgespräch zu beteiligen. Allerdings kann sie nicht nur diakonisch, gesellschaftlich engagiert sein, sondern sie muß ihrem Wesen nach auch immer bekennende Kirche sein.