Gemeindebrief 1/1998

Ostern


Symbol: Gönninger Kirche



In dieser Ausgabe:

Der Hahn und die Passionsgeschichte ...
Rückblick - Ex-Pfarrverweser Ingo Sperl ...
Einblick - die Altpietistische Gemeinschaft ...
Angebote in der Karwoche und zu Ostern ...
Termine – Treffs - Kontakte ...
"Christ werden - Christ bleiben" - ein Seminar-Angebot ...
Einladung zur Gemeindereise in die USA ...
Kinder und Jugendliche in unserer Gemeinde ...
Gandhi, vor 50 Jahren ermordet ...
Umwelttip Nr. 2 ...




Was der Hahn in der Passionsgeschichte zu suchen hat,
können Sie in Markus 14,66-72 nachlesen - und hier ...

Liebe Leserin, lieber Leser!
Ereignisse, die Geschichte machen, haben meist ihre Hauptschauplätze. Daß sie dabei auch ihre Nebenschauplätze haben, wird dabei gern übersehen. Mit der biblischen Passionsgeschichte ist es kaum anders. Auch da findet sich eine kleine Erzählung, die gleichsam am Rande spielt. Es ist die Geschichte von der Verleugnung des Petrus. Petrus steht bei ein paar Mägden und Knechten im Hof des hohepriesterlichen Palastes und wartet ab, was mit Jesus weiter passiert. Eine Magd erkennt ihn als Jünger Jesu und spricht ihn darauf an. Petrus stellt sich dumm und tut so, als ob er von nichts wüßte. Die Magd jedoch traut ihren Augen mehr als den Beteuerungen des Petrus. Wieder und wieder spricht sie Petrus auf seine Vergangenheit als Jünger Jesu an. Doch der leugnet. Die Geschichte wäre möglicherweise längst vergessen, wenn nicht ein weiterer "Mitspieler" den Nebenschauplatz betreten hätte: ein Hahn, der laut kräht. Und der kräht in dem Moment, als Petrus sich tief in seine Lügengespinste verstrickt hat. Da wacht Petrus plötzlich auf. Er erinnert sich daran, daß Jesus ihm ebendies vorhergesagt hatte. Petrus schämt sich seiner Lügen und weint.
Daß die Passionszeit nicht nur eine Zeit ist, in der wir des Leidens Jesu gedenken, sondern auch eine Zeit der inneren Einkehr und Buße jedes einzelnen ist, hat auch mit dieser kleinen Geschichte zu tun. In Petrus findet sich jedermann und jedefrau. Petrus ist kein Böser; Petrus ist aber auch kein Held. Und doch macht Petrus sich schuldig. Und sei es nur dadurch, daß er nicht wahrhaben will, was doch wahr ist: daß er ein Jünger Jesu ist, auch wenn Jesus nun von vielen Seiten angefochten wird. Die Zugehörigkeit zu Jesus zu verleugnen, scheint da der einfachste Ausweg zu sein.
Auch gegenwärtig geraten wir Christen immer wieder in Situationen, in denen es uns näher liegt, Jesus als unseren Herrn zu verleugnen als ihn zu bekennen.
Die Gefahr ist dann am größten, wenn wir damit rechnen müssen, daß uns das Bekennen Unannehmlichkeiten einbringt. Im Namen Jesu soziales Unrecht anzuprangern, kann uns Kritik einbringen. Im Namen Jesu Partei zu ergreifen für Bürgerkriegsflüchtlinge und Asylsuchende ebenso.
Unter Umständen kann schon die Tatsache, daß wir uns als Christen zu erkennen geben, uns ein "Geschmäckle" von Rückständigkeit eintragen; oder wir fürchten das Bekenntnis als unzeitgemäße Form der Festlegung, als Anhängen an überholten Traditionen. Viele Ängste und Befürchtungen mögen mitspielen, wenn wir uns zurückziehen, wie Petrus es tat.
Petrus hatte das Glück, daß der Hahn ihn weckte. Er kommt zur Besinnung. Er wird sich seiner Schuld bewußt, und es tut ihm leid, daß er seinen Herrn verleugnet hat. Nun gibt es heutzutage leider nicht mehr so viele freilaufende Hähne. Wir sind also auf andere Weckrufe angewiesen. Der Gottesdienst am Sonntag könnte beispielsweise ein solcher Weckruf sein oder das Zusammenkommen in Hauskreisen oder die tägliche Zeit zur Meditation oder das Läuten der Kirchenglocken, das zu kurzer Andacht einlädt ...
Es gibt viele Möglichkeiten, sich aufwecken zu lassen. Ich wünsche Ihnen, daß Sie die zu Ihnen passende herausfinden!
Mit herzlichen Grüßen, Ihre
Ulrike Haas, Pfarrerin z. A.

"Rückblick" - Was macht eigentlich Pfarrer Ingo Sperl
Dietrich Birkenhofer fragt nach.

Herr Sperl, Sie waren von 1983 bis 1985 Pfarrverweser in Gönningen. Obwohl dies nur ein kurzer Zeitraum war, ist vielen Ihr Name noch in lebhafter Erinnerung. Wohin zog es Sie nach der Gönninger Zeit?
Ich hatte in Gönningen nach langer Zeit wieder so ein Gefühl von "Zuhausesein" entwickelt und spürte das besonders, als die Schwalben "im Ländle" flogen und mich an meine Kindheit erinnerten. Ich übernahm dann zwei Jahre lang eine halbe Stelle in der Leonhardsgemeinde in Reutlingen. Nebenher studierte ich an der Tübinger Uni noch Volkskunde und Amerikanistik. Längst habe ich wieder einen vollen Dienstauftrag: als Gemeindepfarrer in "Leonhard" und als Altenheimseelsorger am Alten- und Pflegeheim Ringelbachstraße 57-59. Dort ist die Sterbe- und Trauerbegleitung mein Schwerpunkt geworden. Im Pflegheim war ich mit der Einsamkeit der Sterbenden auf besondere Weise konfrontiert. Zunächst fühlte ich mich sehr hilflos. Aber auf der Suche nach hilfreichen Wegen habe ich gute Wegbegleiter gefunden. Ich begleite sterbende Menschen und deren Angehörige. Und auch mehr und mehr Menschen, die nicht nur durch den Tod naher Menschen trauern. Das hat meinen Beruf und mich selbst sehr verändert. Es scheint mir oft, daß ich durch die Auseinandersetzung mit Abschieden das Leben mehr mögen und in meinem Beruf mehr Sinn entdecken kann.
Kann man Abschiednehmen lernen?
Ja - ich selbst mußte es durch den Tod meiner wunderbaren Frau Birgitta, die mit mir in Gönningen gelebt hat, schmerzvoll lernen. Abschiede sind immer schmerzhaft. Der Schmerz gehört zum Leben. Wichtig ist, daß wir unsere Schmerzen nicht betäuben, sondern durchleben. Dafür haben wir vom Schöpfer gute Möglichkeiten mitbekommen: unsere Tränen, unsere Wut, unser Gewissen, unsere Liebesfähigkeit. Wir haben leider gut gelernt, unsere Gefühle zu verbergen, zu unterdrücken, zu beherrschen. Damit haben wir viel von unserer Lebendigkeit eingebüßt. In meinem Modell der Trauerbegleitung versuchen wir, die Gefühle der Trauer zuzulassen und zu begleiten. Der Schmerz wird uns nicht genommen, aber es geht dabei immer um eine Lebendigkeit.
Ist Trauer natürlich?
Ich betone das sehr. Die Trauer ist eine wichtige Begabung. Jeder Mensch ist ausgestattet mit der Fähigkeit zum Trauern. Trauern hilft uns, nach einem Verlust Abschied zu nehmen. Das kann der Abschied sein von unserer Kindheit, von der Heimat, wie viele Gönninger auch wissen, von der Gesundheit, vom Arbeitsleben, von Idealen und Wunschvorstellungen, von geliebten Menschen und vom Leben. Unser Leben ist ein ständiges Abschiednehmen. Das Leben vergeht. Es ist traurig und tut weh, daß nichts ewig dauern kann. Wir möchten die guten Momente so gerne festhalten. Und in unserer Welt zählt oft nur, was ewig scheint. Trauern heißt, den Schmerz spüren, geliebte Menschen zu beweinen, gegen die Ungerechtigkeit des Schicksals die Wut äußern, Schuld entdecken, Verantwortung fühlen, Versöhnung schaffen. Es geht immer um den Ausdruck der Gefühle. Wo wir die schweren Gefühle der Trauer zum Ausdruck bringen, wird ein Raum für neues Lachen frei. Die Trauer hilft zu einem neuen Leben. Zeit heilt keine Wunden. Wer Trauer schluckt, wird irgendwann die Knoten spüren, die in ihm wachsen. Unser Leib vergißt nicht. Unser Leib kann versteinern und gefühllos werden. Vielen ist das passiert. Aber das ist kein Leben. Wer nicht weinen kann, wird auch nicht lachen können.
Kann man Trauer vielleicht gemeinsam leichter ertragen?
Trauern kann man nicht alleine. Die Trauer braucht Menschen, die hören, spüren, schweigen und verstehen. Sie muß durchgangen werden. Deshalb bieten wir in der Hospizarbeit Trauergruppen an.
Sind Sie gewiß, daß der Tod nicht das letzte Wort hat? Wie läßt sich das vermitteln?
In der Kirche trösten wir die Trauernden etwas zu schnell. Trauernde brauchen keinen tröstenden Rat. Wir reden von der Auferstehung der Toten und ich habe den Eindruck, daß wir schneller vom Leben nach dem Tod als vom Leben vor dem Tod sprechen. Aus diesem Grunde habe ich mir zur Aufgabe gemacht, das Leben vor dem Tod ernst zu nehmen und dafür Hilfestellung zu geben. Manche Trauernden vertagen Ihr Leben zu gerne auf bessere Zeiten in einem Jenseits. Wer aber zu Lebzeiten das Lachen nicht gelernt hat, wird es im Himmel auch nicht können. Die Bibel überliefert uns das Bild vom Weizenkorn, das erst sterben muß, bevor es Frucht bringt. Ich glaube, daß wir auch erst verwesen müssen, um dann geheimnisvoll verwandelt zu werden. Was sicher ist: So wie wir jetzt zusammen leben, wird es nie wieder sein. Deshalb ist der Augenblick, unsere Gegenwart, für mich die wichtigste Zeit. Hier begleite ich trauernde Menschen von Herzen. Hier suche ich gemeinsam mit meinen Wegbegleitern nach dem Sinn dieses Lebens. Es wird enden. Und der Gedanke daran macht mich traurig. Wo wir aber im guten Kontakt sind und unsere Gefühle zulassen, werden wir die Angst vorm Tod verlieren und das Leben einmal loslassen können. Das Thema Trauer läßt mich nicht los. Letztes Jahr habe ich eine Doktorarbeit im Fach Volkskunde über das Thema "Die psychologische Funktion der rumänischen Totenklage" abgegeben und werde im Frühjahr meine letzte Prüfung haben.
 
Pfarrer Ingo Sperl hat zu dem angeschnittenen Thema mehrere Schriften und Bücher verfaßt. Deshalb möchten wir eine gut verständliche Hilfe nennen, veröffentlicht in der Deutschen Bibelgesellschaft, Stuttgart 1996 ISBN 3-438-04407-2 (Preis: 9,80 DM): Ein Horizont der Hoffnung, Hilfen auf dem Weg der Trauer.

"Einblick" - die Altpietistische Gemeinschaft
Ruth Wick berichtet

Sonntags 19 Uhr ist "Stund", mittwochs um 15 Uhr altpietistische Frauenstunde - Einblicke in diese "landeskirchliche Gemeinschaft" gibt Ruth Wick (Tel. 7040), Kirchengemeinderätin und Kontaktperson der Altpietisten.
Der Altpetistische Gemeinschaftsverband ist innerhalb der Evangelischen Landeskirche ein freies Werk, also selbständig organisiert, und in vielen Bereichen tätig. Alle Aufwendungen werden durch Spenden gedeckt. Er wurde 1857 gegründet und erhielt seine Prägung durch den frühen Pietismus. Er hat an vielen Orten verschiedene Kreise: Gemeinschaftsstunden, Kindergruppen, Jungscharen, Jugend-, Haus- und Gebetskreise, Chöre. Zur Unterstützung und Begleitung der etwa 1200 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind etwa 60 Hauptamtliche in 41 Bezirken und auf Landesebene angestellt.
Wir wollen Menschen jeder Altersgruppe in Wort und Tat weitersagen, daß Jesus Christus uns zu einem neuen Leben unter der guten Herrschaft Gottes einlädt und befähigt. Wir wollen aber auch dazu helfen, daß Menschen die Gemeinschaft unter Christen als geistliche Heimat erleben. Hier sollen sie ermutigt und befähigt werden, ihr Christsein im Alltag zu leben - ein Grundanliegen des Pietismus (pietas = Frömmigkeit) überhaupt.
Wir wollen Christen dazu befähigen. sich in verschiedene Aufgaben innerhalb und außerhalb unseres Verbandes mit ihren Gaben effektiv einzubringen. Unsere Lebensgestaltung ist vor allem geprägt durch die Liebe zu Gott und den Menschen. Die Gemeinschaft vollzieht sich im gemeinsamen Hören auf Gottes Wort, im Gebet und Dienst am Menschen unserer Zeit.
Der Gemeinschaftsverband lädt ein zu Freizeiten, zu Seminaren, Rüstzeiten und Kursen, ins Erholungsheim oder auch zu Jugendtagen.
Herzstück der Arbeit sind die Gemeinschaftsstunden an den verschiedenen Orten wie auch hier in Gönningen im evangelischen Gemeindehaus; auf Bezirks- und Landesebene sind es die Konferenzen.
Wir treffen uns in Gönningen sonntags um 19.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus zu unserer altpietistischen Stunde; gelegentlich finden unsere Gemeinschaftsstunde mit den Öschinger oder Gomaringer Altpietisten statt, an den verschiedenen Orten. Herzliche Einladung natürlich auch in unsere Frauenstunde am Mittwoch um 15 Uhr!

Der Passion nachspüren, Ostern erleben
Angebote in unserer Kirchengemeinde in der Karwoche und zu Ostern

Passionsandachten mit Frühstück:
"Die 7 Worte Jesu am Kreuz"
Montag, 6. April, bis Donnerstag, 9. April
jeweils von 6.00 bis 7.00 Uhr - evangelisches Gemeindehaus
 
Messe am Gründonnerstag
Donnerstag, 9. April
20.00 Uhr - Chorraum der Ev. Kirche
Abendmahlsgottesdienst nach Form der Messe
(mit Wein und Gemeinschaftskelch)
 
Gottesdienst an Karfreitag
Freitag, 10.April
9.30 Uhr - Ev. Kirche
Gottesdienst mit integriertem Abendmahl (Saft und Einzelkelche)
 
Osternachtfeier und Oster-Frühstück
Sonntag, 12. April
5.30 Uhr Treffpunkt "Im Ländle" (oberhalb der Wiesazbrücke): Schweigegang zur Kirche
6.00 Treffpunkt in der evangelischen Kirche: Osternachtsfeier mit Abendmahl (Wein und Gemeinschaftskelch)
anschl. Frühstück im Gemeindehaus: Wir bitten Sie um Anmeldung bis Mittwoch, 8. April bei Beate Habisreitinger, Tel 5721!
 
Ostergottesdienst (mit Taufen)
Sonntag, 12. April
9.30 Uhr - Ev. Kirche
 
Ostermontag (mit Dia-Meditation)
Montag, 13. April
9.30 Uhr - Ev. Kirche

Termine – Treffs - Kontakte

Do 16.4.
14.30 Uhr
Gemeindehaus
Kaffeestündle mit Karin Hipp, Batik-Künstlerin
 
Sa 18.4.
Markungsputzede
 
Sa 18.4.
14 Uhr
Gemeindehaus
Vorbereitung Kinderbibelwoche
 
So 19.4.
9.30 Uhr
Kirche
Gottesdienst (Quasimodogeniti)
 
So 19.4.
17 Uhr
Kirche
Konzert Trossinger Musikhochschule "Indian Queen"
 
Di 21.4.
17 Uhr
Gemeindehaus
Info-Treffen Kinder-Singspiel
 
Di 21.4.
19 Uhr
Gemeindehaus
Kinderkirchvorbereitung
 
Do 23.4.
19.30 Uhr
Gemeindehaus
Glaubenskurs (1)
 
Sa 25.4.
14 Uhr
Gemeindehaus
Konfirmanden-Nachmittag, anschl. Offener Abend
 
So 26.4.
9.30 Uhr
Kirche/GH
Gottesdienst/Kindergottesdienst
 
Mi 29.4.
19.30 Uhr
Gemeindehaus
Glaubenskurs (2)
 
Do 30.4.
14.30 Uhr
Gemeindehaus
"Runder Tisch" Kinder
 
Sa 2.5.
13.30 Uhr
Kirche
Trauung
 
So 3.5.
9.30 Uhr
Kirche/GH
Gottesdienst (Taufen)/
Kindergottesdienst
 
Do 7.5.
14 Uhr
ab Rathaus
Jüngere Senioren, Ausflug
 
So 10.5.
9.30 Uhr
Kirche/GH
Konfirmationsgottesdienst/
Kinderkirche
 
Do 14.5.
14.30 Uhr
Gemeindehaus
Kaffeestündle mit Brigitte
Zirngibl: Mutter Teresa
 
Do 14.5.
19.30 Uhr
Gemeindehaus
Glaubenskurs (3)
 
Sa 16.5.
12 Uhr
Kirche
Trauung
 
So 17.5.
9.30 Uhr
Kirche/GH
Gottesdienst mit Konfirmanden-Abendmahl/Kinderkirche
 
Di 19.5.
19.30 Uhr
Gemeindehaus
Glaubenskurs (4)
 
Mi 20.5.
17.30 Uhr
Gemeindehaus
Kinderkirch-Vorbereitung
 
Do 21.5.
9.30 Uhr
Kirche
Gottesdienst an Christi Himmelfahrt
 
Sa 23.5.
13.30 Uhr
Kirche
Trauung
 
Sa 23.5.
16 Uhr
Kiche
Trauung
 
So 24.5.
9.30 Uhr
Kirche
Gottesdienst (Exaudi)
 
So 31.5.
9.30 Uhr
Kirche
Gottesdienst am Pfingssonntag
 
Mo 1.6.
9.30 Uhr
Kirche
Gottesdienst an Pfingstmontag
 
Do 4.6.
14 Uhr
ab Rathaus
Jüngere Senioren, Ausflug
 
So 7.6.
9.30 Uhr
Kirche
Gottesdienst (Dreieinigkeitsfest)
 
Di 9.6.
19.30 Uhr
Gemeindehaus
Glaubenskurs (5)
 
Mi 10.6.
20 Uhr
Gemeindehaus
Konfirmanden-Anmeldeabend
 
Sa/So 13./14.6.
Tieringen
Klausur des Kirchengemeinderates: Jugendliche
 
Sa 13.6.
14 Uhr
Kirche
Trauung
 
Sa 13.6.
Gemeindehaus
Offener Jugend-Abend
 
So 14.6.
9.30 Uhr
Kirche/GH
Gottesdienst/Kindergottesdienst
 
Mi 17.6.
15 Uhr
Kirche/GH
Beginn Konfirmandenunterricht
 
Do 18.6.
14.30 Uhr
Gemeindehaus
Kaffeestündle mit Klinikseelsorgerin Pfrin. Renovanz
 
Do 18.6.
19.30 Uhr
Gemeindehaus
Glaubenskurs (6)
 
Sa 20.6.
14 Uhr
Kirche
Trauung
 
So 21.6.
9.30 Uhr
Kirche/GH
Gottesdienst/Kindergottesdienst
 
Di 23.6.
19.30 Uhr
Gemeindehaus
Glaubenskurs (7)
 
Fr/So 26.-28.6.
ab Rathaus
Konfirmanden-Camp für die Konfirmanden 98/99
 
Sa 27.6.
14 Uhr
Kirche
Trauung
 
So 28.6.
9.30 Uhr
Kirche/GH
Gottesdienst/Kindergottesdienst
 
So 5.7.
11 Uhr
Roßbergwiese
Ökumenischer Gottesdienst
 
Do 9.7.
ab Rathaus
Jüngere Senioren, Tagesausflug
 
Fr 10.7.
20 Uhr
Gemeindehaus
Gesprächsabend: Das Sozialwort d. Kirchen u. die Umweltpolitik
 
So 12.7.
10 Uhr
Gemeindehaus
Gemeindefest
 
Do 16.7.
14 Uhr
Roßberg
Kaffeestündle
 
So 19.7.
9.30 Uhr
Kirche/GH
Gottesdienst mit Taufen/
Kindergottesdienst
 
Sa 25.7.
Gemeindehaus
Offener Jugend-Abend
 
So 26.7.
10 Uhr
Gemeindehaus
Schwäbischer Gottesdienst/Kindergottesdienst

"Christ werden - Christ bleiben"
Ein Gemeindeseminar zu Grundfragen des christlichen Glaubens

Wenn Sie Fragen haben oder dicke Zweifel, wenn Sie sich ärgern über "Ihre Kirche" oder neugierig sind auf fröhliches Christsein, wenn Sie eine Sehnsucht spüren nach mehr und neuer Dynamik ...
Tun Sie sich selbst mal was Gutes - lassen Sie sich mitnehmen zu einem ansteckenden Glauben.
Spüren Sie Ihren Wurzeln nach und entdecken Sie Altes ganz neu.
Erleben Sie, daß in erster Linie Sie gemeint sind und Ihre Aufgaben.
Gewinnen Sie Frieden und neue Motivation.
An sieben Abenden wollen wir diesen Themen nachspüren durch Impulsreferate, Gruppengespräche und praktisches Einüben. Wir werden Nachdenkliches erarbeiten und Spaß haben, neue Leute kennenlernen und neue praktische Schritte gehen. Auch Möglichkeiten zum persönlichen Gespräch sind gegeben.
Nach dem letzten Seminar vor zwei Jahren sagte jemand: "Ich hätte nie gedacht, wie einfach Glaube sein kann und wie praktisch er im Leben werden kann."
(Werner Habisreitinger)
Wir laden Sie ein: am 23.4., 29.4., 14.5., 19.5., 9.6., 18.6. und 23.6.98, jeweils 19.30 Uhr, evangelisches Gemeindehaus Gönningen. Referent ist Pfarrer Siegfried Schanz aus Wannweil. Bitte melden Sie sich bis 31. März auf dem Ev. Pfarramt an, Tel. 2365, Fax 60877, EMail 101527.3143@compuserve.com. Unkostenbeitrag: DM 50.- (Richtsatz) einschließlich Seminar-Unterlagen. Veranstalter ist die Ev. Kirchengemeinde Gönningen; nähere Informationen erhalten Sie auf dem Ev. Pfarramt oder bei Werner Habisreitinger, Tel. 5721.

Nur einen Mausklick entfernt:
St. Luke-Gemeinde in Ann Arbor, Michigan (USA)
Einladung zu einer Gemeinde-Begegnungsreise

St. Luke - Logo
Da sag noch einer vor dem Computer würde man vereinsamen: Nur einen Mausklick weit liegt beispielsweise die lutherische Kirchengemeinde St. Luke in Ann Arbor, etwa 60 km westlich von Detroit im us-amerikanischen Bundesstaat Michigan, entfernt. Nach Kontakten per elektronischer Post und mittlerweile auch persönlich reift seit einiger Zeit mit Andrew Smith (Deutschlehrer mit Studium in Reutlingen, Familienvater und Mitglied bei "St. Luke") zusammen die Idee einer Begegnungsreise: Schon seit etlichen Jahren spukt das ja in manchen Gönninger Köpfen herum - wenn Sie wollen, kann das nun Realität werden!
In der 100.000-Einwohner-Stadt Ann Arbor gibt es seit etwa 35 Jahren die St. Luke-Gemeinde: 800 erwachsene Gemeindeglieder, drei Gottesdienste unterschiedlicher Ausprägung am Sonntag, ursprünglich vor allem durch deutschstämmige Mitglieder (wie Andrew) geprägt, vielfältige Haukreis- und diakonische Aktivitäten. Gemeinsam mit den anderen örtlichen Kirchen beteiligt sich St. Luke an einer Obdachlosen-Hilfsaktion. Ann Arbor beherbergt die Universität von Michigan (30.000 Studenten), ein Goethe-Institut und ein Football-Stadion mit 100.000 Sitzplätzen. Und ein Schwaben-Verein existiert auch noch ... Obwohl die Einwohnerzahl der von Reutlingen entspricht, ist die Stadtfläche etwa zehn Mal so groß - ohne das Auto geht also nichts.
Ziel unserer gemeinsamen Unternehmung im kommenden Jahr (Pfingst- oder Sommerferien?) wäre es, die Gemeinde dort und das Leben der Christinnen und Christen kennen zu lernen, gemeinsam Gottesdienste zu feiern, sich Anteil zu geben an dem, was uns bewegt. Die praktischen Vorstellungen vom jeweiligen kirchlichen Leben sind hüben wie drüben nicht sehr ausgeprägt - umso interessanter und befruchtender könnte es sein, sich näher zu kommen und voneinander zu lernen.
Vielleicht haben Sie Lust bekommen, sich die Sache zu überlegen? Bitte setzen Sie sich möglichst rasch einmal mit mir in Verbindung!
Voraussetzung für eine Teilnahme wäre - neben ein wenig Englisch-Kenntnissen natürlich - die Bereitschaft, sich bei einem Gegenbesuch als Gastgeber anzubieten. Der Flugpreis nach Detroit beträgt z. Z. etwa DM 800.-.

Kids 'n' Teens - Kinder und Jugendliche in unserer Kirchengemeinde
Ein Einblick in Bestehendes und Geplantes

Jugendgottesdienst und Offener Abend

Zu einem ersten Jugendgottesdienst hat ein Team um Diakon Andreas Kopp am Sonntag, 15. März, eingeladen - und weit über 40 Jugendliche kamen und hörten davon, daß auch sie für Gott VIPs sind: "Very Important Persons", "sehr wichtige Leute". "Made, loved and saved by God" - "gemacht, geliebt und gerettet durch Gott", unter diesen Slogan stellte Diakon Kopp seine Predigt; außerdem gab es fetzige Musik, Anspiele, ein Talk-Runde (fast wie bei Arabella) - und anschließend war Bistro angesagt, mit Toasts, Getränken, Billiard, Kicker und Zeit zum Quatschen. Und weil es so schön war, ist die Fortsetzung schon geplant. Am Samstag, 25. April, gibt es im Gemeindehaus einen Offenen Abend, zu dem wieder alle Gönninger Jugendlichen ab Vorkonfirmanden-Alter eingeladen sind. Infos bei Diakon Andreas Kopp, Tel. (07121) 506643.

Kinderkirche - Kinderbibelwoche

Aufhören - nein Danke! Nachdem bis zu 18 Kinder unsere Kindergottesdienste besuchten, haben die Mitarbeiterinnen beschlossen weiterzumachen! An den Sonntagen während der Schulzeit wird also auch weiterhin im Gemeindehaus Gottesdienst gefeiert; jeweils parallel zum Erwachsenengottesdienst in der Kirche, um 9.30 Uhr. Nähere Auskünfte entnehmen Sie jeweils dem Mitteilungsblatt; Ansprechpartnerin ist Ingrid Edenhuizen. Außerdem wird es auch in diesem Jahr wieder die Kinderbibelwoche geben, auf die viele Kinder während der Sommerferien gespannt warten. Für die KiBiWo in der letzten Ferienwoche sind Sie herzlich zur Mitarbeit eingeladen; Vorbereitungstreff am Samstag, 18. April, 14 Uhr im Gemeindehaus. Infos: Pfrin. Ulrike Haas, Tel. 912 150.

Kinderumweltprojekt "Grünes Tal"

Elf Vereine und Institutionen machen Ihren Kindern gemeinsam das Angebot, unser "Grünes Gönninger Tal" näher kennen zu lernen. Mit seiner vielfältigen Fauna und Flora gibt es vieles zu entdecken; die Fachleute vom Vogelschutzzentrum -Mössingen haben sich auf Initiative unserer Kirchengemeinde breitgefunden, dieses Kinderumweltprojekt für Gönninger Kids ab 8 Jahren durchzuführen. Nähere Infos in vielen Gönninger Geschäften, bei Ursel Nübel, oder auf unserer Internet-Seite.

Runder Tisch: Arbeit mit und für Kinder

Die Arbeit mit Kindern und für Kinder in unserer Kirchengemeinde zu koordinieren, diese Zielsetzung hat der "Runde Tisch", zu dem die verantwortlichen Mitarbeiterinnen am 30. April eingeladen wurden. Prof. Dr. Kurt Meiers, Grundschul-Spezialist und Gemeindeglied unserer Kirchengemeinde, wird uns an seinen Erfahrungen und Einsichten teilhaben lassen. Die Inititiative geht von unserem Kindergarten aus. Kontakt: Ev. Pfarramt, Tel. 2365, oder Renate Klein, Leitung des Rosmarin-Kindergartens.

Jungschar "Pandabären"

Schon eine richtig lange Tradition hat die Jungschar "Pandabären" in unserer Gemeinde. Mädchen im Grundschulalter treffen sich hier montags ab 16.30 Uhr zu einem vielfältigen Programm. Ellen Maier leitet die Jungschar zusammen mit Sabine Frech und Martha Lapatinszki.

Kinderchor-Projekt

Nachdem die Einladung zu Orffs Weihnachtsgeschichte Ende letzten Jahres gute Resonanz gefunden hat, wird Christine Dehlinger-Prax von April bis Juli ein weiteres Chor-Projekt anbieten: Das Singspiel "Max und Moritz" von Günther Kretzschmar steht auf dem Programm und soll auf dem Gemeindefest am 12. Juli aufgeführt werden. Frau Dehlinger-Prax ist unter der Nummer 60745 für weitere Informationen zu erreichen.

Mohandas Karamchand Gandhi (1869-1948)
Ein Leben nach den Regeln der Gewaltlosigkeit

"Ich könnte keine einzige Sekunde ohne Religion leben. Meine Politik und alle meine Aktivitäten sind von der Religion abgeleitet. Ich gehe noch weiter und sage, daß jede Tätigkeit eines religiösen Menschen von seiner Religion abgeleitet sein muß, weil Religion heißt, ,an Gott gebunden sein´, das heißt, daß Gott jeden Atemzug regiert." - Gandhi, auch Mahatma, große Seele genannt, wurde 1869 in Probandar in Indien geboren. Er heiratet mit dreizehn, schließt die Schule ab und beginnt in England, Jura zu studieren. Dort paßt er sich der englischen Lebensweise an, trägt Anzüge und nimmt sogar Tanzunterricht. Nach dem Studium versucht er sich als Anwalt. Doch er ist zu schüchtern, um vor Gericht zu reden. Schließlich bekommt er eine Arbeit in Südafrika angeboten und macht sich auf. Auf der Reise bekommt er die Diskriminierung der Farbigen zu spüren: Obwohl er eine Fahrkarte für die erste Klasse besitzt, darf er als Farbiger nicht dort sitzen und wird aus dem Zug geworfen. Gandhi, der einen starken Sinn für Gerechtigkeit hat, wird zum Kopf der indischen Volksbewegung. Zunächst versucht er die Gleichstellung der Inder zu erreichen, indem er den Engländern Treue erweist. Als der Burenkrieg ausbricht, schlägt er vor, ein Sanitätskorps zu gründen und England zu unterstützen. Das Korps wird mit Orden überhäuft, doch die Gesetze gegen Inder werden weiter verschärft. Gandhi beginnt mit gewaltfreien Aktionen.
1914 kehrt er nach Indien zurück. Dort gründet er eine Gemeinschaft, in der er mit der Familie und den Mitarbeitern nach den Regeln der Gewaltfreiheit lebt. Die Ernährung ist streng vegetarisch, und die Zimmer sind nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Gandhis Besitz besteht aus wenigen Dingen: Schuhe, Eßschale, Brille und Uhr. Er arbeitet auf die Unabhängigkeit Indiens hin. Er will, daß die Inder alles, was sie zum Leben brauchen, selbst herstellen und nicht von anderen abhängig sind. Um die Unabhängigkeit zu erreichen, setzt er auch die gewaltlosen Aktionen fort: 1930 marschieren tausende Inder an die Küste, um gegen die Salzsteuer zu demonstrieren. Die Beteiligten werden mit Knüppeln niedergeschlagen, Gandhi und andere Anführer der Unabhängigkeitsbewegung kommen ins Gefängnis. Auf internationalen Druck wird Gandhi wieder entlassen und nimmt von da an an allen Verhandlungen teil. Im August 1947 erhält Indien seine Unabhängigkeit. Zugleich erschüttern blutige Unruhen zwischen Hindus und Moslems das Land. Gandhi leidet unter diesen Kämpfen und setzt sich ür Versöhnung ein. Am 30. Januar 1948 wird er beim Gebet von einem Hindufanatiker erschossen.
Gewaltfreiheit ist gleichbedeutend mit der Fähigkeit - nicht bloß dem Wunsch -,
Böses mit Gutem,
Haß mit Liebe
und
Gewalt durch bewußtes Erleiden der Gewalt
zu vergelten und dadurch zu überwinden.
(Mahatma Gandhi)

Unser Umwelt-Tip (Nr. 2)
"Wußten Sie, daß ..." - von Konrad Wagner

Wußten Sie, daß Ihr Fernsehgerät in "stand-by"-Schaltung fast ebensoviel Strom verbraucht wie im normalen Betrieb?
Wenn Sie Ihren Fernseher mit der Fernbedienung ausschalten, bleibt er in Bereitschaft ("stand-by"), erkennbar an der (meist roten) Kontrolleuchte. Die Bildröhre wird dann mit etwa 10 Watt vorgeheizt, damit das Bild beim Wiedereinschalten ohne Verzögerung erscheint. Das heißt: Für diese Annehmlichkeit verbrauchen Sie im Jahr an die 100 Kilowattstunden zu je etwa 25 Pfennig (je nach Tarif und Mehrwertsteuer)! Deshalb: Schalten Sie Ihr Gerät - außer bei kurzen Pausen - am Geräteschalter ab! Neulich habe ich gelesen: Wenn alle Fernseher in Deutschland über Nacht ganz ausgeschaltet würden, könnte man ein ganzes Kernkraftwerk einsparen ...