Gemeindebrief 2/1997

Sommer


Symbol: Gönninger Kirche



In dieser Ausgabe:

"Geh aus mein Herz ..."
Einblick - die Miniclubs ...
Rückblick - Ex-Vikar Rainer Baumann ...
Post aus Bolivien ...
Kinderbibelwoche ...
Weihnachtsmusical ..
Noch ein Musical ...
Besuche in unserer Kirchengemeinde ...
Das Jahr im Kindergarten ...
Zum neuen Konfirmanden-Jahr ...
Zum "Sozialwort" der Kirchen ...
Was ist denn hier los ...




"Geh aus, mein Herz, und suche Freud …"

Ein Lied zur Begleitung in die Sommerzeit


Liebe Leserin, lieber Leser!
Sie alle kennen das Lied von Paul Gerhard, das ein paar Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1653 entstand. Deutschland war noch ausgelaugt und zermürbt vom langen Krieg, über ein Drittel der Bevölkerung war im Krieg oder an dessen Folgen gestorben. Eine große Niedergeschlagenheit lag über dem Land. Diejenigen, die den Krieg überstanden hatten, waren verletzt an Leib und Seele.
Ein schönes Lied kann das Herz der Menschen bewegen; aber in Paul Gerhards Lied steckt doch noch mehr als eine eingängige Melodie und gefühlvolle Worte. Was mich nachdenken läßt, ist der ganz unsentimentale Liedanfang, der eigentlich eine Aufforderung ist: "Geh aus mein Herz und suche Freud!"
Das, was der Dichter in einem halben Vers ausdrückt, könnte man - weniger poetisch so umschreiben: Ja, zugegeben, es ist eine schwere Zeit. Aber was hilft es uns, in Selbstmitleid und Traurigkeit zu verharren? In dieser Haltung stellen sich Freude und Zuversicht nicht von allein ein. Wir müssen uns schon selbst aufmachen, müssen aus uns herausgehen und uns auf die Suche machen nach diesem selten und kostbar gewordenen Gut der Freude.
Wie man Freude suchen und finden kann, besingt der Dichter in den folgenden Verszeilen und Strophen. Und dabei fällt mir auf, daß die Freude bei den kleinen Erlebnissen und Gelegenheiten anhebt, der Fähigkeit der Menschen, über Alltägliches zu staunen, bei ihrer Bereitschaft, im Selbstverständlichen und Natürlichen ein Gottesgeschenk zu sehen.
Jetzt, wo die Urlaubszeit ansteht, setzen sich viele von uns in Bewegung, legen kleine und große Strecken zurück, um Spaß zu suchen und ein frohes Herz zu bekommen. Die Länge der Wegstrecke ist es nicht, die uns fündig werden läßt. Aber wenn sich unsere Sinne öffnen für die kleinen Kostbarkeiten und Besonderheiten an der Wegstrecke, könnte das unserer Freude am Reisen und darüber hinaus tieferen Sinn geben.
Ulrike Haas-Schemske, Pfarrvikarin
PS Natürlich finden Sie das besprochene Lied auch im neuen Evangelischen Gesangbuch (EG): Nummer 503.

"Einblick" - Kinder, Knete, heißer Kaffee

Die Miniclubs im Gemeindehaus - vorgestellt von Karin Spohn


Im Jahre 1979 trafen sich zum ersten Mal sieben Mütter mit ihren Kindern einmal wöchentlich zum "Miniclub"; zunächst im alten Gemeindesaal des Pfarrhauses, dann privat zuhause und später in der "Krone". Dorothea Bauer leitete in den ersten zehn Jahre die Gruppe, aus der bald mehrere Kreise hervorgingen.
Heute gibt es nun vier Miniclubgruppen mit 45 Kindern. Wir treffen uns montags bis donnerstags von 9.30 bis 11.00 Uhr im Gemeindehaus. Die meisten Kinder kommen schon im Alter von 12 bis 14 Monaten zu uns und bleiben dann bis zum Kindergartenalter. Natürlich sind auch die kleineren Geschwister mit dabei, so daß die Alterspanne oft recht groß ist. In unserem Raum gibt es jedoch auch für die Krabbelkinder Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Auf dem großen Teppich liegen dann Duplosteine, Bauklötze und Bilderbücher.
Die etwas größeren Kinder bauen sich mit verschiedenen Polstern und Matratzen gerne "Lägerle" und spielen Versteck. In der Puppenküche kann gewerkelt werden. Die Puppen können versorgt oder in Buggies spazierengefahren werden. Besonders die Buben lieben die Dreiräder und Bobbycars, mit denen im Flur gefahren werden darf. Ab und zu wird auch am Tisch etwas angeboten: kneten, mit verschiedenen Farben malen, Kleisterbilder kleben, schneiden, Perlen auffädeln oder Dekorationen für Raum und Fenster basteln. Nach etwa einer Stunde wird aufgeräumt und gevespert oder auch mal Geburtstag gefeiert. Die letzte Viertelstunde bilden wir meist einen Spiel- oder Singkreis, der auch unseren jüngsten Kindern immer gut gefällt.
Natürlich sind wir im Sommer manchmal auf dem nahen Spielplatz oder machen Ausflüge, Feste oder Maxiabende, wo sich Mütter und Väter zum Basteln, Essen gehen usw. treffen. Der Miniclub bietet also nicht nur den Kindern Austauschmöglichkeiten! So wurde schon aus manchem Miniclub ein Maxiclub!
Zweimal im Jahr veranstalten wir einen Second- Hand- Kleiderbasar, bei dem viele Helfer gebraucht werden. Mit einem Teil des Erlöses unterstützen wir gemeinnützige Initiativen.
Interessierte Eltern sind immer herzlich in den Miniclubs willkommen. Rufen Sie mich doch einmal an: Tel. (07072) 3801!

"Rückblick" -Was macht eigentlichEx-Vikar Rainer Baumann

Dietrich Birkenhofer fragt nach


Sie waren von September '88 bis Januar '91 Vikar in Gönningen, dann Pfarrvikar in der Kurstadt Bad Mergentheim.
Bad Mergentheim war keine Wunschstelle, da ich lieber gleich auf ein Dorf gegangen wäre. Aber wir konnten viele neue Erfahrungen sammeln. In allen Gemeinden durfte ich die Erfahrung machen, wie freundlich man als Vikar, Pfarrvikar oder Pfarrer aufgenommen wird. Da es in Bad Mergentheim eigens einen Kurpfarrer gibt, ist der "Kur-Bereich" zum größten Teil abgedeckt. Allerdings ziehen viele ältere Menschen dorthin. Sie haben das Städtchen auf einer Kur kennengelernt und beschließen, ihren Lebensabend dort zu verbringen. Die ärztliche Versorgung ist gut, man kann alle Besorgungen am Ort erledigen und die angenehme Atmosphäre genießen. Als Pfarrer stellt einen das allerdings vor einige Probleme. Ich hatte in meinem Bezirk fast 500 Gemeindeglieder, die älter als 70 Jahre waren. Da kann man nicht jeden besuchen. Ein anderer Aspekt ist, daß die Kirche im Sonntagsgottesdienst regelmäßig bis auf den letzten Platz besetzt ist. Das ist für Pfarrer heutzutage ein eher seltenes Erlebnis.
Nun sind Sie selbständiger Pfarrer in Pfitzingen, nahe Bad Mergentheim.
140 Einwohner, die meisten leben noch von der Landwirtschaft, es gibt kaum Industrie. Zu meiner Pfarrei gehört noch eine zweite, eigenständige Kirchengemeinde und zwei Dörfer ohne eigene Kirche. Das heißt zum einen: Die Gemeinde ist überschaubar. Man ist fast in jedem Haus schon einmal gewesen und kennt die Leute. Zum anderen heißt es: Man ist für fast alles selbst zuständig. Für einen Anfänger ist das ideal, weil man die Gemeindearbeit in ihrer ganzen Bandbreite kennenlernt.
Konnten Sie einiges aus Ihrer Ausbildungszeit mitnehmen?
Ich habe sehr viel aus Gönningen mitgenommen, und das wertvollste war vielleicht die Freude an einem Beruf, unter dem ich mir am Ende meiner Studienzeit noch gar nicht so viel vorstellen konnte.
Und im Pfarrgarten wachsen "Gönninger Blumen" und "Gönninger Radieschen"?
Wir haben zum Abschied zwar eine ganze Kiste mit Blumenzwiebeln geschenkt bekommen, aber in welchem Garten sie jetzt blühen, kann ich nicht sagen. Das Gärtnern haben wir auch jetzt erst ein bißchen gelernt. Zum Pfitzinger Pfarrhaus gehören fast 5000 qm Garten und Obstwiese, und es ist ein mühsamer Kampf gegen die Wildnis, den wir im Moment allerdings zu gewinnen scheinen. Ja, und dann gehören zu unserem Garten ein Esel, ein Maultier, zwei Gänse - und natürlich viele Katzen.
Viele erinnern sich gern an Ihre Frau ...
Sie ist nach wie vor berufstätig, ist an zwei Musikschulen beschäftigt und gibt Privatunterricht. Sie hat eine Konzertreihe ins Leben gerufen: "Musik im Dorf", die viel Resonanz findet.

Post aus Bolivien - Dank aus La Paz für unseren Basar-Erlös von Pfr. Josef Neuenhofer



Mit dem Erlös des Weihnachtsbasares Ende vergangenen Jahres unterstützten wir "Arco Iris", eine Einrichtung für Straßenkinder im bolivianischen La Paz (der Gemeindebrief und die Lokalpresse berichteten). Vor einigen Tagen erreichte uns der folgende Brief.
Sehr geehrter Herr Pfarrer Behrend, lieber Mitbruder!
Ein ganz herzliches Dankeschön noch einmal an die Gönninger Kirchengemeinde für die Unterstützung unserer Heim- und Straßenkinder und für die Überweisung der DM 5000.-.
Für uns war diese Spende eine große Überraschung und Hilfe! Von dem Betrag habe ich zehn besonders stabile Doppelbetten aus Stahl fertigen lassen. Das war für uns eine wichtige und längst gewünschte Anschaffung. In unseren Häusern schliefen früher die Kinder unter zehn Jahren zu dritt in einem Bett. Jetzt haben wir nur noch ganz wenige, die zu zweit ein Bett teilen. Wir möchten bald so weit sein, daß jedes Kind sein eigenes Bett hat.
Die zweite Hälfte Ihres Geldes habe ich in unsere "kleine Kasse" getan. Damit finanzieren wir die täglich anfallenden Unkosten, die niemand im Voraus berechnen kann: Mediakamente und Krankenhauskosten, Entbindungen und Kautionen (um die Kinder aus dem Gefängnis zu holen), Lebensmittel, Fleisch, Salat (für besonders unterernährte Kinder, die eine spezielle Ernährung brauchen) …
Damit verabschiede ich mich für heute. Alle guten Wünsche für Sie und Ihre Gemeinde, frohe Grüsse und noch einmal herzlichen Dank!
Ihr
Pfarrer Josef M. Neuenhofer
PS Der Gruß aus La Paz war mit dem Photo verbunden, das wir auf der Titelseite abgedruckt haben. Spenden können Sie natürlich auch weiterhin über das Konto der Kirchengemeinde, Nr. 91569 (Kreissparkasse RT), weiterleiten.

Kinderbibelwoche


"Ruth, wo gehst Du hin?" - Für die nächste Kinderbibelwoche bereiten sich zur Zeit 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserer Kirchengemeinde vor. Von Dienstag, 9. September, bis Freitag, 12. September, findet sie wieder im Evangelischen Gemeindehaus statt. Beginn ist jeweils um 9 Uhr, das Ende um 12 Uhr. Den Abschluß bildet ein Familiengottesdienst am 14. September, um 10 Uhr in der Kirche.
Die Geschichte von Ruth nach dem gleichnamigen biblischen Buch wird die Kinder mit ihren Fragen nach Fremd-Sein, Heimat und Freunde-Finden, nach Glück und Hoffnung begleiten.
Wir erbitten einen Unkostenbeitrag von DM 15.-.

Weihnachtsmusical


Kein Druckfehler - aber weil so etwas Zeit braucht, es vorzubereiten, laden wir Sie und Euch für den Freitag, den 19. September um 15 Uhr zu einem Informations- und Anmeldetreffen ins Gemeindehaus ein. Am 20. und 21. Dezember soll ein Musical in Gönningen und Bronnweiler aufgeführt werden, das wir gemeinsam einstudieren möchten. Eingeladen sind Kinder ab dem Grundschulalter, aber auch alle Jugendlichen und Erwachsenen, die Lust am Musizieren, Singen oder Schauspielern haben. Die Teilnahme an den wöchentlichen Proben ist Voraussetzung für die Mitwirkung.
Im vorigen Jahr gab es dieses Angebot bereits einmal; das Interesse mitzumachen, war damals sehr hoch und die Aufführungen ein großer Erfolg.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Frau Brigitte Zirngibl, Tel. (07072) 912426, oder auf dem Pfarramt, Tel. (07072) 2365.

LEESHA


LEESHA - ein Musical der besonderen Art erwartet Sie am Sonntag, dem 21. September, in der Reutlinger Listhalle um 19 Uhr.
LEESHA wird aufgeführt vom CVJM Chor "Die Wasserträger" und mit tatkräftiger Unterstützung zweier Mitarbeiter unserer Kirchengemeinde. Es wurde durch Jörg Swoboda aus einer amerikanischen Vorlage von Andy Stanley (Idee) und Michael W. Smith (Musik) ins Deutsche übertragen.
LEESHA geht der Frage nach, warum Gott das Leid zuläßt. Leesha, ein siebzehnjähriges Mädchen, steht mit einem Freund vor der Herausforderung, sich dieser Frage stellen zu müssen.
LEESHA stellt für den Chor eine besondere Herausforderung dar, weil die Konfrontation mit Leid und Not immer noch zu einer der großen Fragen unserer Zeit zählt. Der Chor will keine billige Patentlösung geben, sondern die Zuschauerinnen und Zuschauer anregen, sich neu der Thematik zu stellen.
LEESHA hat auch ein Vorprogramm: Mit rockigen Chorsongs, sanften Balladen und nachdenklichen Statements werden die "Wasserträger" in den Abend einstimmen.
Karten zu DM 18.- (ermäßigt DM 13.-) können bei der Philadelphia-Buchhandlung und beim Plattenlädle in Reutlingen sowie an der Abendkasse erworben werden.

Besuchsdienst-Seminar


Aufeinander Acht haben, einander unterstützen und besuchen: In einem Dorf von der Größe Gönningens ist das nicht mehr selbstverständlich. Menschen ziehen neu zu, auch alte Leute haben oft wenig Verbindungen zu anderen. Für alle, die bereits im Besuchsdienst aktiv sind oder mit anderen nachdenken möchten, was an unserem Ort nötig wäre, bieten wir ein Besuchsdienst-Seminar an. Am Freitag, 26. September, Dienstag, 30. September, und Freitag, 10. Oktober, wird Wolfgang Fuchs vom Evangelischen Gemeindedienst in Stuttgart Tips für Neulinge und Erfahrene sowie Hilfestellungen für die weitere Arbeit geben. Die Abende finden im evangelischen Gemeindehaus jeweils um 20 Uhr statt. Unkosten entstehen Ihnen keine. Nähere Informationen erhalten Sie bei Pfr. Alexander Behrend, Tel. 2365.

Was war, was wird -im "Rosmarinchen"

Das Erzieherinnen-Team des ev. Kindergartens berichtet.


Mit den Sommerferien geht wieder ein Kindergartenjahr zu Ende - mit vielen kleineren und größeren Ereignissen.
Im vergangenen Herbst haben wir unsere Konzeptionsschrift fertiggestellt und vorgestellt - besonders am Erntedankfest, das wir mitgestaltet haben, fand sie viele interessierte Abnehmer (weiterhin bei uns, auf dem Pfarramt oder hier erhältlich).
Ein eindrucksvolles Schauspiel, das uns St. Martin hoch zu Roß am Laternenumzug bot, bildete den Anstoß für die Kinder, sich weiter mit dem Thema "Armut und Teilen" zu beschäftigen. Daraus ergab sich eine umfangreiche Spielzeug- und Kinderkleider-Sammlung für Familien in Kroatien. Zu Weihnachten machten sich dann Kinder, Eltern und Erzieherinnen auf, mit "Hannah", einem armen Mädchen, den Stall von Bethlehem zu suchen - und fanden ihn schließlich im Pfarrgarten, in der Garage …
Was sich im Herbst abzeichnete, wurde zu Beginn des neuen Jahres mit der Erhöhung der Betreuungsplätze konkret. Trotz erheblicher Bedenken seitens der Kirchengemeinde, des Elternbeirats und des Erzieherinnen-Teams mußte dieser Schritt vollzogen werden. Um den Betreuungsengpaß bis zum erhofften Neubau eines weiteren Kindergartens in Gönningen überbrücken zu helfen, wurden die Gruppen übergangsweise auf 28 bzw. 18 Kinder aufgestockt. In dieser schwierigen Situation kam uns in der praktischen Umsetzung die Elternschaft mit viel Verständnis und Solidarität entgegen. Unter anderem durch eine Unterschriftenaktion unterstützte der Elternbeirat mit hohem Engagement die Arbeit.
Gut, daß bei alledem unser Garten nicht zu kurz kommt: Bereits im Juli wird er u. a. mit einem neuen Spiel- und Kletterturm von der Stadt Reutlingen ausgestattet. Damit ist ein weiterer Schritt zur Neugestaltung des Außengeländest getan. Auch ein großer Teil des Gemeindefest-Erlöses der Kirchengemeinde kommt diesem Zweck zugute.
Für allen Einsatz, den sie dem Kindergarten entgegenbrachten, möchten wir an dieser Stelle nochmals dem Elternbeirat und Herrn Pfarrer Behrend danken!
Am Ende unseres Jahres steht dann der Abschied von den Vorschulkindern - und dann sind wir gespannt auf die neuen Gesichter im September …

Zueinanderfinden - sich auseinandersetzen - oder: "Was heißt Glauben?"

22 Jungen und Mädchen haben ihren "Konfis" begonnen


In diesen Tagen haben 22 Mädchen und Jungen aus unserer Gemeinde ihre Konfirmandenzeit begonnen:
"Unsere Kinder haben sich ja nach der Grundschule ein bißchen aus den Augen verloren. Da finde ich es schön, daß sie jetzt schulübergreifend als Jahrgang mal wieder zusammen sind. Ich finde es wichtig, daß sie sich mit Fragen der Bibel und des Glaubens auseinandersetzen und hoffe natürlich, daß sie auch als Gruppe wieder gut zueinanderfinden und einfach auch ein schönes Konfirmanden-Jahr miteinander verbringen."
Sieglinde Baisch, Mutter eines Konfirmanden
"Ich möchte lernen, was das ist: christlicher Glaube. Aber hoffentlich gibt es im Konfirmandenunterricht nicht so viele Hausaufgaben! Und vielleicht macht das Ganze ja sogar noch etwas Spaß; wenn wir uns zum Beispiel mal einen Film ansehen oder so … "
Barbara Lengwin, Konfirmandin
"Ich möchte die Jugendlichen gern besser verstehen. Ich freue mich auf die Zeit mit ihnen und bin gespannt, was wir miteinander erreichen können. Wir haben einiges an "anderen" Angeboten: Konfis-Tage, Fahrradrallye, gemeinsames Mittagessen … - mal sehen, wie das angenommen wird und wie es uns miteinander weiterbringt."
Alexander Behrend, Pfarrer

"Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit"

Das Sozialwort der Kirchen vom Februar '97


In einem über zweijährigen Konsultationsprozeß, an dem sich viele kirchliche und gesellschaftliche Gruppen beteiligten, entstand dieses vielbeachtete Wort, das von der katholischen Bischofskonferenz und dem Rat der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verabschiedet wurde. Wir zitieren zwei Passagen über das Thema Armut.
"In den letzten 20 Jahren ist mit dem Reichtum zugleich die Armut in Deutschland gewachsen. Die Armut in Deutschland unterscheidet sich grundlegend von der Armut in den Ländern der Dritten Welt. Dennoch ist die Armut in der Wohlstandsgesellschaft ein Stachel. Armut hat viele Gesichter und viele Ursachen. Sie ist mehr als nur Einkommensarmut. Häufig kommen bei bedürftigen Menschen mehrere Belastungen zusammen, wie etwa geringes Einkommen, ungesicherte und zudem schlechte Wohnverhältnisse, hohe Verschuldung, chronische Erkrankungen, psychische Probleme, langandauernde Arbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung und unzureichende Hilfen. Diese Armutssituationen treffen besonders diejenigen, die mehrere Jahre auf Sozialhilfe angewiesen sind. Eine der schlimmsten Auswirkungen von Armut ist der Verlust der eigenen Wohnung, davon sind in Deutschland immer mehr Menschen, darunter verstärkt Familien mit Kindern, Alleinerziehende, Frauen und Jugendliche betroffen." (aus Ziffer 68)
"Nicht nur Armut, sondern auch Reichtum muß ein Thema der politischen Debatte sein. Umverteilung ist gegenwärtig häufig die Umverteilung des Mangels, weil der Überfluß auf der anderen Seite geschont wird. Es geht deshalb nicht allein um eine breitere Vermögensbildung und -verteilung. Aus sozialethischer Sicht gibt es auch solidarische Pflichten von Vermögenden und die Sozialpflichtigkeit des Eigentums." (aus Ziffer 220)
Am Freitag, dem 19. September, laden wir Sie zu einer Gesprächsrunde zum Sozialwort ins Gemeindehaus ein: Zwischen 20 und 21 Uhr wird Pfarrer Johannes-Martin Maile aus Pfullingen ein einführendes, kurzes Referat halten und Sie anschließend zum Gespräch über Ihre Erfahrungen und die Aussagen des Sozialwortes einladen. Exemplare des Sozialwortes erhalten Sie auf dem Pfarramt (Torstr. 20, Tel. 2365) oder im Internet (www.ekd.de).

Was ist denn hier los?

Unser aktueller Terminüberblick

27. Juli - 9.30 Uhr - Kirche - Gottesdienst mit den Teilnehmern an der Fahrradrallye (Radtour nach Herren-berg)
30. Juli - 8 Uhr - Kirche - Gottesdienst der Hauptschüler zum Schuljahresende
30. Juli - 10.30 Uhr - Kirche - Gottesdienst der Grundschüler zum Schuljahresende
3. August - 9.30 Uhr - Kirche - Gottesdienst mit Taufen (10. Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest)
7. August - 14 Uhr - ab Rathaus - Grillnachmittag der Jüngeren Senioren
10. August - 9.30 Uhr - Kirche - Gottesdienst (11. S.n.d.D.)
17. August - 9.30 Uhr - Kirche - Gottesdienst (12. S.n.d.D.)
24. August - 9.30 Uhr - Kirche - Gottesdienst (13. S.n.d.D.)
31. August - 9.30 Uhr - Kirche - Gottesdienst (14. S.n.d.D.)
4. September - 14 Uhr - ab Rathaus - Ausflug der Jüngeren Senioren
9.-12. Sept. - 9 Uhr - Gemeindehaus - Kinderbibelwoche
14. September - 10 Uhr - Kirche - Familiengottesdienst zum Abschluß der Kinderbibelwoche
15.-18. Sept. - Gemeindehaus - Großputz
18. September - 14.30 Uhr - Gemeindehaus - Kaffeestündle: Dr. Kerstin Lagler über Margarethe Steiff
19. September - 9.45 Uhr - Kirche - Schulanfänger-Gottesdienst
19. September - 15 Uhr - Gemeindehaus - Informations-Treffen zum Weihnachtsmusical (s. S. 9)
19. September - 20 Uhr - Gemeindehaus - Gesprächsabend zum Sozialwort der Kirchen (s. S. 13)
21. September - 9.30 Uhr - Kirche - Gottesdienst (17. S.n.d.D.)
21. September - 11 Uhr - Roßbergwiese - Gottesdienst im Grünen
23. September - 20 Uhr - Gemeindehaus - Sitzung des Kirchengemeinderates
26. September - 20 Uhr - Gemeindehaus - 1. Abend des Besuchsdienst-Seminars
28. September - 9.30 Uhr - Kirche - Gottesdienst (18. S.n.d.D.)
29. Sept.-6. Okt. - Senioren-Freizeit
30. September - 20 Uhr - Gemeindehaus - 2. Abend des Besuchsdienst-Seminars
5. Oktober - 9.30 Uhr - Kirche - Gottesdienst (19. S.n.d.D.)
10. Oktober - 20 Uhr - Gemeindehaus - 3. Abend des Besuchsdienst-Seminars
11. Oktober - 13.30 Uhr - Gemeindehaus - Miniclub-Basar
12. Oktober - 9.30 Uhr - Kirche - Gottesdienst zum Erntedankfest
16. Oktober - 14.30 Uhr - Gemeindehaus - Kaffeestündle mit Pfr. Motoo Nakamichi (Kobe/Japan)